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Schubert - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 9. Februar 2013
Experte
bubafant
283
71
29
4Speisen
4Ambiente
4Service
31 Fotos1 Check-In

Das Restaurant Mediterran Schubert findet man auf der Mölker Bastei. Eingänge von Seiten Schottengasse und Schreyvogelgasse. An dieser befindet sich auch ein überdachter Gastgarten und der Eingang in das Häuserensemble. Über Stufen erreicht man den kleinen Innenhof und den Eingang in das Lokal. Ein offener Bereich, rechts die Bar, dabei viele Spiegeln an Säulen und Wänden, sowie der Reservierungscomputer. Wir haben einen Gutschein für ein 5-Gänge-Menü (EUR 46,50), telefonisch bei einer sehr netten Dame vorreserviert und werden umgehend an unseren bereits eingedeckten Tisch gebracht.

Wir befinden uns in der Barockstube, dem NR-Bereich. Die Jacken werden abgenommen und originell in einem alten Kasten in einer Nische untergebracht. Die Stube ist rund mit wunderschönen Deckenfresken, kleinen Nischen (mit einigen modernen Bildern) und Kreuzgewölbe. Teppichboden. Die Tische rund bzw. oval in verschiedenen Größen mit gepolsterten Stilsesseln. Weiße Tischdecken und Stoffservietten, Dekotopf mit Nadelgewächs, Teelicht, sowie Gewürzmühlen auf allen Tischen. Wer es schlichter und moderner mag, findet Platz an der Bar, im Kaminzimmer und in der Nußstube. Eine Vinothek vermittelt mediterranes Feeling. Es gibt täglich warme Küche von 11:00 bis 22:00 Uhr. A la carte. Überraschungsmenüs von 3 bis 6 Gängen (EUR 30,- bis 55,-), sowie wochentags bis 14:00 Uhr ein Mittagsmenü um EUR ~10,-.

Die Frage nach einem Aperitif verneinen wir, bekommen die Weinkarte (Hauptgewicht auf Italien, sowie Österreich, Frankreich und Deutschland; Interessierte werden auf der Homepage auf fast 90 Seiten umfassend Auskunft bekommen) und entscheiden uns für einen Blaufränkischen/Tschida (EUR 4,50). Eine gute Wahl, vor allem zum Hauptgang. In einer Karaffe bekommen wir Leitungswasser serviert. Das Gedeck (EUR 1,90) wird aufgetragen. Im Körbchen frisches Weiß- und Mehrkornbrot, dunkle Oliven im Töpfchen, sowie leicht gesalzene (noch etwas zu harte) Butter. Die Oliven verkosten wir nicht, da sehr zügig mit dem Menü begonnen wird. Gleichzeitig bekommen wir auf Speisekartenkarton aufgezogen unseren Menüablauf auf den Tisch gestellt. Man hat hier einen sehr entspannten professionellen Umgang mit Gutscheinkunden.

Geschmorte Rote Rübe mit Krensauce.
Serviert auf großem Glasteller. Friseesalat, fein mariniert, nicht zu hart geröstete Kürbiskerne, etwas Kürbiskernöl. Drei Spältchen 'rote Raunan', noch leicht bissfest auf einem Klacks Krencreme, diese sehr dezent und perfekt ergänzend. Meine Begleitung mit Rüben-Trauma ist positiv überrascht und schiebt‘s aufs fortschreitende Alter …

Sellerieschaumsuppe mit Zimtcroutons
Sehr heiß die Suppe, mit wirklich viel Schaum drauf. Der Selleriegeschmack ist da, aber nicht zu dominant, abgefangen mit dem leichten Zimtgeschmack der Croutons. Nicht zu Tode passiert, es sind noch kleine Gemüsestückchen schmeck- und beißbar.

Gurken-Passionsfrucht-Sorbet
Serviert in einer hohen Dessertschale. Und grün. Sehr grün. Beim ersten Versuch erwartet man jetzt natürlich einen Gurkengeschmack, es ist aber eher fruchtig. Die Gurke ist da, lässt aber der Passionsfrucht den dominanteren Vortritt. Kleine Deko-Schlaufe aus Gurkenschale mit ein paar Passionsfruchtkernen drauf. Noch nie eine solche Kombination gegessen. Das Sorbet hat gute Konsistenz und der Zwischengang schmeckt perfekt.

Entrecôte 'Dry aged' im Bergheuöl gebraten mit Marktgemüse
Einige Scheibchen Fleisch, kurz angebraten, innen rosa. Das liebevoll in der Mitte drapierte fette Stück wandert auf meinen Nachbarteller. Leichter Saft umspielt das Blattspinatbett mit Miniatur-Speckwürfelchen und Bruschetta. Obenauf Okraschoten. Und ein kleiner Klacks Erdäpfelpüree mit knusprigen Würfelchen, bei denen ich auf Sellerie tippe. Vom Bergheuöl habe ich nichts gemerkt. Seit langem wieder einmal, dass der Hauptgang nicht gegenüber seinen Vorgänger absackt.

Das Menü wird zügig gebracht und bei jedem Abservieren wird nachgefragt (jedes Mal mit anderen Worten), ob alles in Ordnung war und es geschmeckt hat. Alleine vor dem Servieren des Desserts werden wir gefragt, ob wir eine Pause machen wollen. Ja, und dazu dann bitte einen Cappuccino (EUR 3,50). Inzwischen sind weitere Gutschein-Gäste gekommen, sowie ältere Herrschaften samt Hund. Dürfte trotz des Teppichbodens kein Problem sein und die Kellnerin fragt noch vor dem Aperitif, ob es Wasser für den Hund sein darf ;-) ...
Aus gut sichtbaren Musikboxen schallt beständig ein Musikteppich, 80erJahre neu und nicht uninteressant abgemischt. Würde man in dieser Umgebung so eigentlich nicht erwarten. Vielleicht bewusst, weil sich in dem runden Raum die Gespräche der Gäste gegenüber perfekt abhören lassen.

Vanille Crème brûlée
Ich habe es nicht so gerne, wenn Crème brûlée in einer Kaffeetasse serviert wird. Die Masse ist ziemlich hoch, die Knackschicht nur partiell vorhanden (ev. wurde mit dem Zucker gegeizt) und von der Vanilleschote ist ausreichend Gebrauch gemacht worden. Geschmacklich in Ordnung, bei der Konsistenz lasse ich (nach eigenen Problemen bei der Zubereitung in letzter Zeit … :-/) Milde walten.

Die Rechnung kommt im Ledermäppchen und – positiv angemerkt – die Karaffe Leitungswasser ist nicht verrechnet. Die Jacken werden wieder dem Kasten entnommen und wir freundlichst verabschiedet.

Fazit: (© Homepage: Betreut werden Sie von kompetenten Damen und Herren, welche auch die alte Schule des guten Services beherrschen. Lassen sie sich ihren Fisch am Tisch filetieren oder das Beef Tatar vor ihren Augen zubereiten – wir haben Spaß daran!) Und genau diesen Schlusssatz kann ich nur bestätigen. Routiniertes Profi-Service-Team, das einem aber nie das Gefühl vermittelt, nur eine Nummer zu sein. Bei aller Professionalität wird bei Kleinigkeiten sehr menschlich reagiert (Suppe wird beim Servieren fast auf das Tischtuch verschüttet. Launiger Spruch der Kellnerin, der aber nicht abwertend ankommt).
Weiter geht es mit dem Anspruch: "Mediterrane Köstlichkeiten gepaart mit klassischen österreichischen Spezialitäten und ein Hauch südländischer Lebensfreude und Leichtigkeit – das alles in traditioneller Atmosphäre. Dies ist vom ersten Tag an die Idee hinter unserem Restaurant". Es hat uns sehr gut geschmeckt, die Vor- und Hauptspeise waren leicht bedeckt mit Salzkristallen, die mich sehr an mein erst unlängst gekauftes 'Experimentiersalz in Pyramidenform' (kann beim Drüber bröseln durchaus auch als Peeling verwendet werden …) erinnerten und wir spielen mit dem Gedanken, zu wärmeren Zeiten wiederzukehren, um weitere Speisen im Gastgarten verkosten zu können.

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Kommentare (6)

am 10. Februar 2013 um 21:09

magic: ich verneige mich und schweige! :D

Gefällt mir1
Experte
315
75
am 10. Februar 2013 um 18:45

Dazu sagt Dr. google folgendes:

Die Giftstoffe werden jedoch durch Trocknen abgebaut, so dass Heu, welches getrocknete Hahnenfuß-Arten enthält, unschädlich ist.

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Experte
63
50
am 10. Februar 2013 um 18:25

Interessant. Bergheusuppe - hoffentlich nicht mit zuviel Hahnenfuß... ;-P

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Experte
315
75
am 10. Februar 2013 um 18:17

Besser als nix:

auf Seite 8 von 24:

Link

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Experte
63
50
am 10. Februar 2013 um 17:31

Ich hab nicht gefragt …
Auf der Homepage steht bei den Antipasti vermerkt, dass das Lokal auf Partner in Italien vertraut und gegoogelt bekomme ich bei Bergheuöl das Kleinwalsertal präsentiert ?

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Experte
283
71
am 10. Februar 2013 um 16:43

Sehr anregend!
Hast du zufällig gefragt, was "Bergheuöl" sein soll? Ich hab nur eine Südtiroler Massage mit diesem Öl "ergugelt" ;-)

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Experte
315
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Schubert
Schreyvogelgasse 4-6
1010 Wien
Mölkerbastei
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