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Rincon Andino - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 26. Jänner 2013
Experte
amarone1977
315
75
30
4Speisen
4Ambiente
3Service
5 Fotos1 Check-In

Rincón Andino. Peruanisches Flair in der Alten Poststraße.

Ich wäre wohl kaum auf dieses Lokal gekommen, doch es gibt Tage, da will man nach einem anstrengenden Tag einfach nur ganz in der Nähe was Angenehmes finden.
Da ich auf „Schweinswiener“ (meine armen Wiener Freunde!) oder auf „Putenstreifen mit Blattsalaten“ in meiner Stammunterkunft einfachen keinen Bock hatte, fand ich shadowkahns Bericht über das Lokal ganz in der Nähe.

Klar, an einem Dienstagabend ist sicher nicht die Hölle los, Live-Musik gibt’s ohnehin erst gegen Wochenende (ab Donnerstag glaube ich).
An jenem Abend war’s sogar richtig beschaulich. Fast ein wenig zu beschaulich. Und das geht so.

amarone ist nicht ganz fit, doch das „Tanzlokal“ mit Bühne ist sehr ruhig, der wunderschöne Gewölbekeller ist an den Seitenwänden komplett mit gewaltigen Gemälden ausgestattet, die Gefühl von traditionellem, südamerikanischem Leben vermitteln. Am besten selbst anschauen, ist wirklich beeindruckend.
Leicht gedämpftes Licht, zwei Tische mit Pärchen – und der Besitzer mit zwei Freunden an der Bar, die
sich auch schon mal zwischendurch dem „Punti de gama“ widmen ;-)

Der Chef hat sein Lokal nach eigenen Angaben bereits seit über 25 Jahren.
In der Speisekarte findet man nicht die üblichen Tex-Mex-Verdächtigen wie etwa Maiskolben, Burritos & Co., wir sind ja auch nicht in einem mexikanischen Lokal. Gut so.
Avocado a la Peru, Chili con carne, Peruanische Paella, Tortilla Peruana, Hühnerbrust in Erdnuss-Sauce
und das selbstgebackene Steinofenbrot Chacareros (mit Fleisch oder vegetarisch!).
Wer hier nichts isst, dem entgeht auf alle Fälle etwas – aber dann sollte man sich wenigstens der Cocktailkarte widmen.

Der Hinweis in der Karte, dass man sich hier auch mal Zeit lässt, wird vom Chef auch ernst genommen. Vielleicht auch mal zu ernst. Nach dem Bestellen eines Sangria (ok, keine großen Auffälligkeiten, ich trinke aber auch sonst eher „unverfälschten“ Wein) passiert mal lange Zeit nichts.

Nach geschlagenen 50 Minuten (!) kommen innerhalb kürzester Zeit meine beiden bestellten Suppen. Gut, an einem belebten Tag mit Musik und Freunden wäre die Wartezeit wohl auch sicher schneller verstrichen.

Eine wirklich gute Hühnersuppe für meinen lädierten Hals: eine ordentlich trübe Suppe mit ganz zarten Hühnerfleischstückchen und Nudeln. Ehrlich und einfach. Tut gut.

Die Maiscremesuppe ("die Suppe der Inkas") ist ebenfalls ein grundehrliches, traditionelles Süppchen, ohne mit Würzmitteln und Salz zu protzen.

Das Lieblingsgericht vom Chef, eine für mich immer noch unaussprechliche peruanische Spezialität, wird vom Chef nicht weiter erklärt, er garantiert mir aber, dass es in 25 Jahren immer noch jedem schmeckte.
Ich nehme ihm beim Wort und sollte nicht enttäuscht werden.
Schweinsgeschnetzeltes mit Paprika, mit Sahne verfeinert (nicht zuviel) und einem Riesengupf „arroz“, wie der Reis in den spanischsprachigen Ländern heißt.
Richtig dicke, sämige Sauce, sehr intensiv, feine Schärfe, gerade richtig für mich und meinen Hals. Der Reis passt vortrefflich dazu, nicht die Sauce gut auf. Fleisch mit ordentlich Biss.

Dessert: das wiederum hätte ich mir eher sparen können. Bananencreme mit Schokoladesauce. Einfach nur eine Art Bananenmilch mit ordentlich Schlagobers und Flaschensauce darüber. Verdauungsfördernd ja, der Banane sei Dank, aber als Dessert zum Schluss mit doch ein wenig zu wenig Feinschliff. Da komm ich lieber ein anderes Mal wieder und stürze mich auf die Cocktails.

Erstes Fazit: schade, dass das Lokal nicht in der Innenstadt liegt. So bleibt es aber vielleicht auch ein lohnender Geheimtipp zwischen Gürtel und Eggenberg.
Die stoische Ruhe vom Chef ist beeindruckend (fast schon zu sehr!), wenn aber hier mal die Live-Musik spielt und ein wenig mehr los ist, kann’s hier wohl schon auch ordentlich abgehen.
Was vor allem hier sehr erfreulich ist, ist die grundehrliche Küche, die ohne den Standard-Tex-Mex eine überraschend bodenständige Küche auf den Tisch zaubert, fern von den gestylten Lokalen à la „Salud!“ (Kärnten, Wien).

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Kommentare (2)

am 26. Jänner 2013 um 18:50

adn: danke, i wer' mi bessern! ;-)

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315
75
am 26. Jänner 2013 um 18:46

H-G-L, amarone, und G-B (Gute Besserung)!

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Experte
80
48
Rincon Andino
Alte Poststraße 118
8020 Graz
Steiermark
Speisen
Ambiente
Service
43
43
33
2 Bewertungen
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