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Schlossbergrestaurant - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. Jänner 2013
Experte
bluesky73
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4Speisen
4Ambiente
5Service
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Am letzten Abend des vergangenen Jahres machte sich eine achtköpfige Gruppe ins Schlossbergrestaurant Graz auf, um diesen besonders zu verbringen. Ganz spontan war der Besuch freilich nicht, eine Reservierung spätestens Anfang Oktober empfiehlt sich, möchte man einen Tisch an der Glasfront und den damit verbundenen Ausblick auf Graz genießen.

Der Champagnerempfang war mit 18:30 angesetzt, es blieb also genug Zeit, die sieben Gänge rechtzeitig vor Mitternacht und ohne Stress zu zelebrieren. Freundlich wurde man nach dem Eintreffen begrüßt und zum Tisch geleitet, der sehr geschmackvoll dekoriert war.
Auch die Gäste hatten sich bemüht und waren (großteils) dem Anlass entsprechend gekleidet. Lediglich die Dreier Combo im Stile der Gipsy Kings, die für die musikalische Untermalung sorgten, passten nicht so recht ins Bild. Die Herren spielen zweifelsohne nicht schlecht, nur finde ich diese Stilrichtung für ein Silvester Gala Dinner nicht wirklich passend. Zum Champagner wurden „Steckerlfische“ angeboten – wobei man sich lediglich die Bezeichnung für verschiedenste mundgerechte Happen (Räucherlachspraline, Thunfisch, Chili-Garnelen, Antipasti) die auf Holzspießchen gereicht wurden, ausgeborgt hatte.

Der erste (echte) Gang – Rehpastete mit Vogelbeeren und warmen Powidlbuchteln. Die Pastete war sehr fein im Geschmack, die Buchteln habe ich eher trocken und kompakt empfunden. Leider waren meine Powidl-frei und eher klein geraten, trotzdem ein guter Einstieg ins Menü.

Gang Nummer zwei – Krebsenschaumsuppe mit Jakobsmuscheln und Gewürzblatt. Ich bin eigentlich kein Muschelfreund, aber die Jakobsmuscheln waren wunderbar zart. Die Suppe selbst litt ein wenig unter einem zu vordergründigen Korianderaroma, war aber alles in allem gut. Das Gewürzblatt entpuppte sich als dünnes gebackenes Teigblatt, das mit einer Mischung aus verschiedensten, grob zerstoßenen Gewürzen bestreut war. Etwas viel Würze für meinen Geschmack.

Gang Nummer drei – Confierter Alpenlachs im Safranfond und gebackenem Risotto. Vorneweg: für mich der schwächste Gang des Menüs. Der grätenfreie Lachs war zwar zart und glasig wie er sein sollte, aber leider auch sehr geschmacksneutral. Der Safranfond wiederum geschmacklich nicht wirklich rund wies nicht nur unharmonische Aromen, sondern auch eine eigenartige Konsistenz auf. Das Risottobällchen konnte leider auch nicht mehr viel retten.

Gang Nummer vier – Geeiste Florida-Orange mit Kardamom. Die halbierte, ausgehöhlte Orange wurde mit Bitterschokolade dünn ausgegossen und bildete so das Schüsserl für das fruchtig leichte, gekühlte Mousse. Keine schlechte Idee, die sich bestimmt bei nächster Gelegenheit im privaten Kreis gut machen wird.

Gang Nummer fünf – Kalbsrücken unter einer Macadamia-Nusskruste, dazu Kalbswangerlravioli, Trüffel und frittierte Artischocken. Das Fleisch war wirklich butterzart, zerging auf der Zunge, die Nüsse sorgten für den perfekten Biß. Die Ravioli waren der ideale Begleiter, die Füllung wunderbar weich, sehr gut gewürzt. Die Sauce rundete das gesamte Gericht harmonisch ab – über die frittierten Artischocken konnte man hinwegsehen.

Gang Nummer sechs - Apfel mal drei (Winterapfeltarte, Schafnasenespuma, Bratapfeleis). Der Espuma, der versteckt in einer Schokoladehülle kam, war sehr fruchtig, das Bratapfeleis auf einem Fruchtspiegel angerichtet war geschmacklich hervorragend, die Tarte ein wenig zu kompakt, aber gut. Die kleine Baiser Haube war ein wenig zu viel des Guten und nur klebrig süß.

Die Schlossberg Pralinen dienten als kleiner Abschluss eines alles in allem sehr gelungenen, zeitlich gut abgestimmten Dinner-Events. Eine Weinbegleitung wurde angeboten, wir kosteten uns allerdings auf eigene Faust durch die sehr gute Weinkarte.

Abschließend zum Service: Die Damen und Herren waren sehr aufmerksam, höflich und (offenbar) gut ausgebildet. Sonderwünsche wurden problemlos erfüllt, man hatte stets das Gefühl, gut umsorgt zu sein.

Fazit: Wenn man sich zu Silvester einmal etwas Besonderes in netter Umgebung, tollem Ausblick und mit sehr gutem Essen und Service gönnen möchte, ist diese Veranstaltung empfehlenswert und die Investition von rund 100 Euro pro Person (ohne Getränke) sicherlich wert.

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Kommentare (1)

am 2. Jänner 2013 um 12:06

Heaven can wait! Mahlzeit.

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Schlossbergrestaurant
Am Schlossberg 7
8010 Graz
Steiermark
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