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DA PIETRO - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 17. Dezember 2012
Experte
amarone1977
315
75
30
1Speisen
3Ambiente
2Service
4 Fotos1 Check-In

„A pizza ca pummarola n’coppa… „

…singt der Neapoletaner, wenn er sich auf eine Pizza mit „Tomaten drauf“ freut.
Ich freute mich auch wieder mal auf eine richtige Pizza und wollte in der Heimatstadt die Gelegenheit beim Schopf packen und eine Pizzeria ausprobieren, an der ich schon jahrelang vorbeigefahren war, aber noch nie vorbeigeschaut hatte.

In Zukunft werde ich wohl wieder vorbeifahren. Allerdings ohne stehen zu bleiben.

Warum: ich werde mal anfangen zu erzählen.
Das Lokal liegt direkt an der stark befahrenen Nordeinfahrt der Stadt, der St. Veiter Straße. Nicht zu übersehen der „Wintergarten“, eine weiße Kunststoff-Konstruktion, deren Eingang auch im Winter anstelle einer Eingangstür nur mit 30cm breiten, schweren milchig-transparenten Lamellen verschlossen ist.
Erinnert eher an die Ladezone eines Logistikzentrums.

Durch die eigentliche Eingangstür kommt man in das „alte“ Lokal, ein recht gemütliches Lokal im Stile so manch anderer Pizzeria in Klagenfurt: viel helles, rustikales Holz wurde hier verbaut, egal ob Wände, Bänke oder Tische, der Stil ist irgendwo zwischen Almhütte und Trattoria zu finden, so genau kann man das nicht sagen. Ist aber nicht unbequem zu sitzen, auch wenn der Innenraumstil noch an die guten 80er-Jahre erinnert.

Weihnachtsfeiern hüben und drüben, das Da Pietro macht da keine Ausnahme und ist wie fast immer sehr gut besucht, am Wochenende muss man hier praktisch immer reservieren.
Ich bin aber recht spät dran und bekomme einen kleinen Tisch.

Service: einheimische Kellner, kein Italiener weit und breit. Auf der Website sieht das ganz anders aus.

Tomatensuppe „mit frischem Basilikum“ und Schlagobers“berg“. Panna „montata“ wird hier ein wenig falsch verstanden, für mich erweckt dies immer ein wenig den Eindruck, man müsste Defizite beim Geschmack kaschieren.

Grundsätzlich kann man ja, sofern die Grundprodukte in Ordnung sind, nicht so viel falsch machen, was aber an der Suppe stört, ist entweder Stärkemehl oder eine Einbrenn, mit der die Suppe eingedickt wurde. Ist persönlich nicht mein Ding, vor allem geht die schöne Fruchtigkeit damit verloren.

Pizza: eine Margherita, „aber bitte mit Büffel- statt normalem Mozzarella“.
Als die Pizza kommt, fragen mich sogar die Nachbarn neugierig, was ich denn da am Teller hätte.
Gebracht wurde eine Pizza, die komplett ohne Käse in den Ofen geschoben wurde, um dann den Mozzarella di bufala roh auf der Pizza zu verteilen. Das soll „Margherita“ sein?
Fangen wir mit dem Teig an: irgendwie wirkt er wie der, den ich selbst mache. Immer ein bisschen zu hart, fast ledrig, trocken, durch den Elektroherd geht’s halt nicht besser. Hier sollte der Pizzaiolo allerdings den Vorteil haben, im besten Falle in 90 Sekunden bei 480 Grad die vera pizza napoletana zu zaubern.
Nicht so hier: das ist dann der Teig, der am Teller bleibt.

Tomaten: Dort, wo die Hitze beste Arbeit geleistet hat, bleiben die Tomaten als orange Färbung auf dem Teig zurück. Dazwischen eher fad schmeckende, kaum abgeschmeckte Tomaten“pfützen“, dafür Berge von Oregano. Schwarze Blasen.
Und dann wäre noch der Mozzarella. Der Kellner erklärt mir, dass der Büffelmozzarella seinen Geschmack verliert, wenn man ihn erhitzt.

Darüber streitet man auch in Napoli, aber ich habe auch schon sehr gute Pizza mit Büffelmozzarella gegessen, man muss nur einfach dafür sorgen, dass er nicht gleich sofort auf die Pizza draufkommt – oder man nimmt gleich Fior di Latte, der ist geschmacklich weitaus besser als normaler Mozzarella – und trotzdem billiger als Mozzarella di bufala. Das Argument mit dem Geschmacksverlust würde spätestens hier schon gar nicht mehr gelten. Comunque sia… warum fragt man mich nicht einfach vorher?

Wie auch immer man es macht, die letztendliche Lösung mit der halbtrockenen Flade und dem kalten, nicht schmelzenden Käse drauf ist keine Lösung. Stattdessen serviert man eine Tomatenpizza mit kaltem Büffelmozzarella. Davon ist weder der Koch überzeugt noch werde ich als Gast glücklich damit.

Folge: bei der Hälfte ist Schluss, der Rest geht zurück in die Küche. Selbst mit dem „richtigen“ Mozzarella wäre es hier nicht zu geschmacklichen Höhenflügen gekommen.
Zahlen bitte! Arrivederci? Boh…

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Kommentare (5)

Unregistered am 13. September 2013 um 10:23

die pizza kann gar nichts

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Unregistered
Kein Tester
am 10. Jänner 2013 um 17:33

unreg: Lido? Trattoria Siciliana?

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Experte
315
75
Unregistered am 10. Jänner 2013 um 16:46

Wo gibt es in Klagenfurt gute Pizza? Hab bis jetzt noch keine gefunden. Bin für jeden Hinweis dankbar.

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Unregistered
Kein Tester
am 17. Dezember 2012 um 18:01

I fly for your smile! Thx ;-)

Gefällt mir2
Experte
315
75
am 17. Dezember 2012 um 17:59

H-G-L, what else?

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Experte
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48
DA PIETRO
St. Veiter Str 116
9020 Klagenfurt
Kärnten
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