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Oasia - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 25. Oktober 2012
Experte
bubafant
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4Speisen
4Ambiente
4Service
26 Fotos5 Check-Ins

Good food, good mood: 4-Gänge-Menü für Zwei um € 32,90 (€ 67,60).
Reservierung via e-mail für einen Dienstag-Abend. Wie leider so üblich in letzter Zeit funktioniert die Rückbestätigung nicht, aber ein Anruf am selben Tag bringt Sicherheit.
Das Lokal öffnet am Abend wieder um 18:00 Uhr und etwa fünf Minuten vorher strömen aus allen Richtungen der Stadt Asiaten herbei und betreten das Lokal. Licht geht an, die Außenreklame flammt auf, der Ascher kommt vor die Eingangstür (das ganze Lokal ist NR-Bereich) und es kommt Leben in das Haus.

Wir betreten über eine Stufe und durch eine große, massive Glasschwingtür mit Holzgriff das Oasia und stehen auch schon mitten im Lokal. Linker Hand ist eine große Theke und daneben zwei Hochtische mit Bänken in den Fensternischen. Ein riesiger, hoher quadratischer Massivholztisch mit Deko in der Mitte und griffbereiten Zeitungen und ein weiterer, größerer Hochtisch schließen an, an der rechten Wand entlang ebenso einige Hochtische. Danach verengt der Raum und die Treppen links hinunter führen in den Keller zu den Sanitärräumen. Mit Blick auf eine nette Bildinstallation am Ende der Treppe gerät man leicht in Gefahr, zu übersehen, dass die letzte Stufe etwas höher ist. Da hilft auch die Gelbmarkierung nichts. Die WC's sind neuwertig, sauber und gepflegt, allerdings gibt es in den Zellen Setzungsrisse am Boden und die Lichtschalter sind nicht so leicht zu finden.
Anschließend an diesen Treppenabgang, im schmalsten Bereich des Lokals befindet sich eine Fensteröffnung in die Küche. Dort beginnt der Koch gerade, die noch 'kalte Küche' mit Action zu beleben. In weiterer Folge öffnet sich der Raum wieder und hier befinden sich 'normalhohe' Tische und in der hintersten Ecke eine Art Separee mit Fadenvorhang abgeteilt.
Das Grundkonzept scheint eher dunkel, mit viel Holz und dunklen Stoffen, wird aber mit perfekt punktuell eingesetzten Lichtquellen in unterschiedlichster Art aufgehellt.

Der Kellner lässt es uns frei, wo wir uns hinsetzen wollen (wir sind ja die ersten Gäste) und wir entscheiden uns für eine Fensternische mit Hochtisch und Bänken. Die Bank hat ein fix montiertes Sitzpolsterl und ein Polsterl im Rücken, die Leibung mit sehr schönem Holz ausgelegt. Mit den Füssen gelangt man leicht auf den Rost des Hochtisches, sehr angenehm. Als Deko fungiert eine Blumenvase, neben Werbestehern.
Obwohl wir nur das Getränk und dann das Dessert wählen werden, bekommen wir die komplette Speisekarte. Es gibt eine Wochenkarte (Tomaten-Hühnerbällchen, Massaman Curry, Rindfleisch Chop-Suey, Lachs Teriyaki, Hai Xian Ente, Rührei mit Tomaten und Tofu und eine Sushi-Variation, € 8-10), jeweils mit indischer Linsensuppe oder Minifrühlingsrollen. Diese Speisen gibt es auch zum Mitnehmen.
Weiters bietet die Karte neben dem Standardangebot vieler asiatischer Restaurants noch BBQ vom Vulkan-Lavasteingrill, gefüllte vietnamesische Reispapierrollen, hausgemachte Nudeln in Brühe, vietnamesische Reisnudelsuppe und –schale, gefüllten Tofu, knusprige Eiernudeln, Surf'n'Turf, sowie Suhsi-Sets. Die Getränkekarte ist umfangreich, mit Aperitifs, Prosecco, Longdrinks, Cocktails, Spirituosen, Rum, Scotch, Cognac, Sake, eine Auswahl aus Rot- und Weißweinen (NÖ, Stmk, Wien, Bgld,) sowie einen spanischen und einen französischen Rotwein. Fassbier von Ottakringer, aus der Flasche von Innstadt Passauer und Kirin Ichiban. Und eine Vielzahl an asiatischen Teespezialitäten.

Das bestellte Zwickl endet mit einem Pfhhh aus dem Zapfhahn und ist dann leider aus. Alternativ kommt ein Helles pur bio (0,3 l € 3,10) und ¼ Apfelsaft trüb (€ 2,50) mit Leitungswasser (€ 0,30) aufgespritzt. Zum Deal gehört auch noch ein Lychee Bellini Aperitif. Der wird rasch serviert, allerdings ohne Lychee, denn die ist aus … Macht allerdings gar nichts, denn die muss ich nicht haben, der Lycheelikör schmeckt sehr erfrischend.

Tom Yam Goong (Garnelensuppe mit Zitronengras)
In einer Porzellanschale mit –löffel serviert. Endlich einmal nicht so heiß, dass Verbrennungsgefahr besteht. Sehr viel frisches, knackiges Gemüse neben einer ordentlich geputzten Garnele. Sehr würzig, einfach gut. Obwohl das Gericht mit einer Chilischote (scharf) in der Speisekarte gekennzeichnet wird, ist der Schärfegrad für mich sehr angenehm. Für andere könnte es vielleicht zu wenig scharf sein. Sehr gut.

Gyoza (gebratene Teigtaschen mit Schweinefleisch und Gemüse gefüllt)
Ich bin noch mit meiner Suppe zugange, kommt schon der zweite Gang. Der Kellner entschuldigt sich und verspricht, beim nächsten Gang etwas zu warten. Es fehlt das Besteck und man kann auch noch Stäbchen wählen. Fast dauert es etwas, bis das Werkzeug kommt, der Kellner ist kein Profi, aber er ist sehr nett und versucht alles richtig zu machen.
Vier Teigtaschen neben Dekosalat mit einem Schälchen Reisessig-Sojasauce. Seidig weicher Teig, knusprig angebraten, die Fülle ausgewogen. Ebenfalls sehr gut.

Weitere Gäste tröpfeln in Zehnminutentakt herein, manche werden mit BussiBussi begrüßt, Stammgäste, man kennt sich. Etwas lauter wird es jetzt, aber es geht noch und ist nicht unangenehm. Auch an den anderen Tischen werden die Speisen enorm rasch serviert, einiges in sehr großen Portionen. Aus dem Fenster zur Küche hört man, wie im Stakkato Gemüse bearbeitet wird.
Beim Abservieren des Tellers legt der Kellner ungeniert mein bereits abgegebenes Besteck wieder auf meine Serviette zurück. Es gibt immer etwas, das man noch nie erlebt hat …

Knusprige Eiernudeln mit Meeresfrüchten nach Hong Kong Art
Auf einer riesigen Portion, zum Teil angeknusperter Nudeln sind Garnelen, Rindfleisch, Krebsersatz, Gemüse, Jakobsmuscheln angerichtet. Das sieht nicht nur sehr appetitlich aus, es schmeckt auch hervorragend. Das Gemüse wieder mit perfektem Biss, das Fleisch und die Meeresfrüchte zart und perfekt gebraten. Einzig ein Pulpoverdächtiges Stück schiebe ich zur Seite, das mag ich leider nicht. Mehr dürfte jetzt aber nicht mehr auf dem Teller sein.
Ente auf Wokgemüse
Auch eine mehr als ausreichende Portion. Auf gut gebratenem Gemüse die knusprigen Entenfleischscheiben angerichtet, Salatdeko und gestürzter Reis mit zweierlei Sesamsamen. Ein Schälchen mit süßlicher Sojasauce. Ebenfalls sehr gut.

Gebackene Bananen und Ananas nach Thai Art
Das Dessert ist nur mehr das Tüpfelchen auf dem 'i'. Der Backteig vielschichtig, sehr knusprig und gut abgetropft, die Früchte makellos und etwas Honig dazu. So mehr geht jetzt aber nicht mehr, obwohl es kein ungutes Völlegefühl gibt.

Fazit: Das Service ist etwas schusselig, aber charmant, die Wartezeit auf die Speisen fast rekordverdächtig schnell und am Essen und der Qualität der Zutaten gibt es nichts auszusetzen. Dem Gruß des Kellners – 'bis zum nächsten Mal', werden wir in absehbarer Zeit Folge leisten, da noch vieles auf der Speisekarte entdeckt werden will.

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Kommentare (1)

am 26. Oktober 2012 um 16:48

H-G-L-, was denn sonst...
Gerry

Gefällt mir1
Experte
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Oasia
Hegelgasse 17
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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