RestaurantTester.at
Home Mein Profil Lokal Guides Events Lokal eintragen

BANGKOK Vienna - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 30. August 2012
Experte
bubafant
283
71
29
4Speisen
3Ambiente
4Service
25 Fotos2 Check-Ins

Nach telefonischer Reservierung und mit einem Wertgutschein für 'ein Geschmackserlebnis der exotischen Art' ausgestattet, parken wir uns in der Joanelligasse ein. Trotz beleuchtetem Werbeschild fällt der erste Blick allerdings auf die gegenüberliegende Straßenseite wo eine Menge junger Leute einen erhöhten Gastgarten eines Kaffeehauses bevölkern.

Über ein paar Stufen betreten wir das Bangkok Vienna und stehen vor einem kleinen, runden Tresen. Hier befinden sich zwei Vierertische an der Wand, die man auch schon von außen über die Auslage sehen kann. Über weitere Stufen kommt man in eine Art kleinen Vorraum, wo sich ebenfalls einige Sitzgelegenheiten befinden. Neben einer Treppe in den ersten Stock vorbei kommt man zu den Sanitärräumen. Dieses Thema wird hier leider etwas stiefmütterlich behandelt. Zwei Zellen mit zusammengewürfelter Ausstattung, die schon bessere Zeiten gesehen hat. Davor am Gang ein Waschbecken mit einem mit Nassschlieren nahezu blinden Spiegel. Für die nassen Hände kann man dann an der Wand im Rücken Abhilfe finden. Eine schmuddeliges, durchgesessenes Ledersofa und eine Holzanrichte komplettieren das Bild, sowie eine Holzschiebetür hinter der gut hörbar bereits Gemüse in Höchstgeschwindigkeit geschnitten wird.

Daran anschließend eröffnet sich ein Raum mit Bar, Zugang zur Küche, sowie Sitzgelegenheiten an der Wand gegenüber. Bis hierher befindet man sich im Raucherbereich.
In weiterer Folge kommen noch zwei 'Zimmer dieser Altbauwohnung', die NR-Bereiche. Schlauchartig hintereinander und Mannshoch mit dunklem Holz verkleidet. Wunderbare Leibungen in den Türflügellosen Durchgängen und den geschlossenen Fenstern in den Innenhof. In einem befindet sich eine Vitrine mit Deko Stücken. Im gesamten Lokal durchgehend ein dunkler Holzboden. Dezente, fast unauffällige Keilrahmen mit stimmigen Bildern, Blumenarrangements, Statuen und Reislampen.
Die dunklen Holztische sind eingedeckt mit einem mittigen, vanillegelben Läufer, Bambussets, fächerartig gefalteten Papierservietten, Teelicht, sowie Gabel und Löffel. Die Stühle sind leicht wackelige Lederhochlehner, Kristalllüster und Wandleuchten als zusätzliche Lichtspender.

Wir werden an unseren reservierten Tisch gebracht und bekommen sogleich die Speisekarte. Wir starten mit Vorspeisen und sind insgeheim froh, dass wir zu zweit an einem Vierertisch sitzen und somit ausreichend Platz haben für:
Wantan gebacken (Gio Thod Krob, EUR 4,90). Vier große Stück, knusprig herausgebacken mit Chilisauce. Sehr gut.
Frittiertes Weißbrot mit Faschiertem (Knom Pang Na Mu, EUR 4,90). Das Weißbrot knusprig, die Auflage mit dem Faschierten optisch und geschmacklich relativ unauffällig, serviert mit Chilisauce. Gut.
Gegrillte Hühnerspieße mit Erdnuss-Sauce (Sate Gai, EUR 4,90). Das Highlight der Vorspeisenrunde. Vier mit einem perfekt gegrilltem Filetstreifen bestückte Holzspieße, mit Erdnusssauce übergossen serviert, dazu in Extraschälchen weitere Erdnusssauce und eine kleine Menge gemischten Salat, böhmisch-süß mariniert. Endlich einmal ausreichend Sauce, es ist sogar etwas zurückgegangen. Perfekt.

Nach weiterem Studium der umfangreichen Speisekarte bestellen wir unsere nächsten Speisen. Das Serviceteam besteht aus drei jungen KellnerInnen, die äußerst flott und sicher agieren. Getränke werden mehr als rasch serviert. Aufgrund ihrer perfekten Deutschkenntnisse sind sie jederzeit für Nachfragen ansprechbar und geben bereitwillig Auskunft. Das Lächeln, wie auch das Nachfragen, ob es geschmeckt hat und alles in Ordnung ist, wirkt ehrlich. Das Lokal füllt sich jetzt sehr rasch und auf Tische, die gerade frei werden, kommen Reserviert-Schilder. Leider steigt jetzt in dem eher nüchternen Ambiente der Geräuschpegel enorm und erreicht mit laut diskutierenden und Sesselrückenden Gästen, neben dem ständigen Hin- und Hereilen der Kellner eine ungute Grundstimmung.

Erfreulicherweise rasch erhalten wir unsere Hauptspeisen:
Fleisch in Kokosmilch süßlich mit rotem Curry und Reis (Pa Naeng, EUR 10,80). Ein tiefer Teller, randvoll gefüllt mit der Kokosmilchsauce, wirklich sehr viel perfekt zubereiteten Hühnerstückchen, sowie roten und grünem Paprika und Chili. Auf einem Extrateller eine Portion Reis. In der Speisekarte wird der Schärfegrad der Gerichte mit bis zu vier Chilischoten gekennzeichnet. Die zwei Symbole für diese Speise sind für mich ausreichend scharf, ich hätte es nicht schärfer wollen. Die Portion ist so groß, dass ich Gemüse überlasse.
Die gebratenen Reisnudeln Thai Art, Ei, Hühnerfleisch und Erdnuss (Phad Thai Gai, EUR 9,90), serviert mit einer roten Rose neben der Zitrone, sind ebenfalls eine enorm große Portion. Ein großer Haufen von Reisnudeln, gemischt mit vielen perfekt gebratenen Hühnerstückchen und Gemüse, überstreut mit geriebenen Erdnüssen.
Noch einmal können wir platztechnisch unseren Vierertisch Wert schätzen. Nach dem Abservieren des Hauptganges bekommen wir mit einer Zange ein gekühltes und leicht duftendes Handtuch gereicht. Samt Silbertablett zum zurück legen. Das kenne ich bisher nur von einem schon Jahre zurückliegenden AI-Urlaub, wo am Nachmittag tiefgefrorene Handtuchrollen am Sandstrand verteilt wurden. Nette Geste.

Obwohl eigentlich nichts mehr geht und der nächste Tag sowieso ein 'Fastentag' werden wird, bestellen wir noch ein gebackenes Eis (Eie Tim Fei, EUR 4,50) mit zwei Löffeln.
Nach dem Servieren in der Tischmitte kann der Kellner gerade noch um Vorsicht bitten und schon hat er das Feuer entzündet. Die Flamme hält sich lang. Sehr lang. Die Petersilie beginnt zu brennen. Jawohl, unerklärlicherweise wird hier zu praktisch jedem Gericht ein Petersilienstämmchen serviert. Mit den Dessertlöffeln 'löschen' wir unseren Dessertbrand. Aber um die Kugel lodert es weiter. Als es verkokelt zu riechen beginnt, haben wir wirklich zu tun, dass nicht das ganze Dessert anbrennt. GsD scheint es keinen Rauchmelder zu geben … :-) Nach dem Erlöschen teilen wir die Kugel und sehen eine normalgroße Portionskugel Vanilleeis umschlossen mit hellem und dunklen Kuchenteig. Die verkohlten Teile legen wir auf das Gerippe der Petersilie und genießen die verbliebenen knusprigen Hüllenteile. In Summe viel Rauch um ein nicht sehr aufregendes Dessert.

In der Speisekarte befinden sich neben Suppen noch Salat-Speisen, Fleischspeisen mit Huhn, Schwein oder Rind, Gerichte mit Ente, Fisch, Garnelen, Tintenfisch und Muscheln; Speisen mit (Reis)Nudeln, Reis und Vegetarische Gerichte mit Tofu, Gemüse und Reis. Auf der Homepage kann diese (zum Schmökern) auch in englischer Sprache aufgerufen werden. Zur Rechnung bekommen wir Marillen Prosecco mit Eiswürfel. Mit den Getränken - 0,33 Liter Singha-Bier (EUR 3,60) und ½ Liter SoZi (EUR 3,00) – beläuft sich die Rechnung auf EUR 47,00. Eine angemessene Summe für das Gebotene. Die Portionen, vor allem die der Hauptspeisen, sind sehr groß. Das sollte man sich vergegenwärtigen, wenn man mehrere Gänge genießen will.

Fazit: Wir waren sicher nicht das letzte Mal in der Joanelligasse (Parkmöglichkeiten am Gelände des Flohmarktes), die Speisekarte hat noch viel Entdeckenswertes im Angebot. Uns hat es sehr gut geschmeckt und der Service lässt nichts vermissen. Es empfiehlt sich zu reservieren.

Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hilfreich?Ja21Gefällt mir10Lesenswert8

Kommentare (9)

am 19. September 2012 um 22:54

Das Lokal gibt es nach wie vor!

Gefällt mir
Experte
63
50
Kim am 19. September 2012 um 22:35

Netter Bericht, macht Lust auf mehr! Weisst du, ob es den Laden noch gibt? Ich kann da nicht anrufen :(

Gefällt mir
Kim
Kein Tester
am 31. August 2012 um 23:55

Bubafant lass dich nicht fertig machen, deine Bewertungen und die Fotos sind okay!

Gefällt mir1
Experte
63
50
Unregistered am 31. August 2012 um 23:27

Ich kann keine Fotos einstellen, aber ich freu mich immer, wenn ich Fotos ansehen kann.

Gefällt mir1
Unregistered
Kein Tester
Unregistered am 31. August 2012 um 23:12

Besser jedenfalls (zu) viele Fotos, wenn auch manchmal nicht perfekt, als gar keine Fotos, man muss sich ja nicht ALLE anschauen...

Gefällt mir2
Unregistered
Kein Tester
am 31. August 2012 um 23:01

Bubafant: Danke für deine Beschreibung und die Fotos!

Gefällt mir1
Experte
63
50
am 31. August 2012 um 22:06

Bilderfreund, du tust mir echt leid...

Gefällt mir1
Experte
215
47
Unregistered am 31. August 2012 um 22:01

Und i hoff, daß sich der admin einmal deine IP genauer ansieht.

Gefällt mir2
Unregistered
Kein Tester
Bilderfreund am 31. August 2012 um 21:44

Muß da jedes noch so unsinnige Foto wie quergestellte Futtertassen, leere Teller, unscharfe mit Gegenlichtblendung usw. hineingestellt werden? So ab Bild 13 sind eigentlich alle für den Mistkübel und eine Beleidigung für das Lokal!
Ich hoffe der Admin schaut sich diese Bilder an .

Gefällt mir
Bilderfreund
Kein Tester
BANGKOK Vienna
Joanelligasse 8
1060 Wien
Speisen
Ambiente
Service
37
32
39
19 Bewertungen
BANGKOK Vienna - Karte
Zum Lokal »
Zum Lokal »
Home|Sitemap|Neue Lokaleinträge|Neu anmelden|Lokal eintragen|Hilfe|AGB & Datenschutz

Copyright © 2008-2016 RestaurantTester.at
Cookies helfen uns, Ihnen eine bessere Erfahrung auf dieser Website zu bieten.
Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Mehr Info
OK