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Gasthof zum Agnesbrünnl - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 16. August 2012
misenplace
54
20
15
1Speisen
3Ambiente
1Service

An einem schönen Feiertag führt uns der Weg weg von der Höhenstrasse eine starke halbe Stunde lang durch schattige Pfade des Wienerwalds zur Jägerwiese.
Am sentimentalen Ziel zahlreicher Ausflüge meiner Schulzeit befinden sich eine Vielzahl gastronomisch bewirtschafteter Plätze entweder im Schatten der Bäume hinter dem Haus oder im Schatten der Sonnernschirme auf der Terrasse vor dem Haus (wo man auch einen Blick auf die Jägerwiese samt Spielplatz hat).

Es ist Mittag, alle Plätze sind gut befüllt - auch an Personal mangelt es - auf den ersten Blick - nicht gerade.

Schon nach ca. 30 Minuten werden die Bestellungen aufgenommen - dies geschieht nur durch eine bestimmte Person die auch mit dem elektronischen Notizblock bewaffnet ist. Der Umstand, dass diese eine Dame sowohl hinter wie auch vor dem Haus zuständig ist und alle 15 Minuten auf eine Rauchpause verschwindet beschleunigt die Frequenz der Bestellaufnahmen nicht unbedingt.

Wir bestellen neben Bier, Fliederspritzer und ungekühltem Mineralwasser eine Nudelsuppe, eine Leberknödelsuppe, einige Kinderteller (Tom & Jerry = Würstel mit Pommes), sowie gebackene Hühnerfilestreifen auf Erdäpfel-Mangoldsalat und ein Gulasch mit Gebäck.

Also bis auf das Gebackene lauter Produkte, die wir vorbereitet - und somit eher rasch erwarten.

Überraschend schnell kommen dann die Suppen.... die Getränke werden dann auch schon 15 Minuten später serviert.

Ständig werden neue Gesichter beim Servieren der Speisen ausgemacht, zumindest 4 verschiedene Personen sind hier aktiv, daran kann die Wartezeit also noch liegen.

Als die Getränke nach ca. 30 Minuten endgültig geleert sind kommen die Kinderteller und die gebackenen Hühnerfilestreifen. Auf meine Nachfrage nach dem (vermeintlich schnellstmöglichen Gericht) ernte ich einen eher hilflosen Ausdruck. Wahrscheinlich auch weil die Dame mit den elektronischen Notizblock gerade wieder mal unauffindbar war (Rauchpause!).

Bei nächster Gelegenheit (die Hühnerfilestreifen sind schon fast aufgegessen) nutzen wir die Sichtbarkeit besagter Dame um weitere Getränke zu bestellen - und schon kommt auch das Gulasch. Über 1 Stunde nach der Bestellung - und natürlich auch erst nach der zweiten Runde Getränken.

Die Speisen:

Geschmacklich ist die Suppe natürlich ein Instantprodukt, an Würstel und Pommes konnte man Gottseidank nicht viel falsch machen.
Die Hühnerfilestreifen hätten ein wenig länger gebacken werden können, der Erdäpfel-/Mangoldsalat ist ganz in Ordnung. Riesig ist jedenfalls das Ausmaß dieser Portion!
Das Gulasch ist von einer Konsistenz und Qualität, die ich so noch nie vorgefunden habe. Welcher Teil vom Schwein da auch immer serviert wurde, es war (für ein Gulasch) zu mager, für die Sauce wiederum wurde viel zu wenig Zwiebel und Paprikapulver verwendet. Da die Konsistenz nicht mit dem subjektiven Geschmack korrespondierte gehe ich auch hier von einer Instantsauce aus, die auf irgendein Stück Karree geschüttet wurde. Womit sich auch die lange Wartezeit erklärt, da ja somit "frisch zubereitet" wurde... auch hier ist die Portionsgröße beeindruckend.

Bloß: mit Quantität zu lasten der Qualität können immer weniger Gäste beeindruckt werden - auch nicht hier in einem Ausflugslokal.

Das Service:

Wie oben bereits beschrieben - sehr durchwachsen. Das Servierpersonal war wirklich sehr bemüht, dürfte aber von der vorgegebenen Organisation von Küche und Schank um Stich gelassen worden sein.
Die Dame die für das Bestellen und Kassieren zuständig war hatte sicht- und hörbar nicht ihren besten Tag. Jeder Kunde, der sie auf die Wartezeiten ansprach bekam eine emotionale Replik, die gerne für "das goldene Wienerherz" - welches man ja bekanntlich primär auf der Zunge trägt - herangezogen wird. Dass sich diese Kritik ja gar nicht nur auf die Wartezeit auf die Speisen sondern auch auf sie selbst bezogen hat (wenn man sie zum Bezahlen suchen gegangen ist, kam man auch nicht ohne Zurechtweisung zurück) - diese Selbstreflexion hatte sie noch nicht vollzogen.

Insgesamt war es ein netter Feiertagsausflug am Wiener Hausberg - den wir uns auch von einem desaströsen Gastroerlebnis nicht verderben liessen. Aber es gibt auch andere schöne Plätze am Kahlenberg mit anderen Gastro-Betrieben....

Der einzige Punkt im Service geht somit für das wirkliche Servierpersonal - alle Abzüge dafür an die Zahlkellnerin die aufgrund der Rauchpausen ihre ohnehin kaum vorhandene Präsenz noch gesteigert hat (und die Schuld dafür natürlich den anderen Gästen, der Küche, dem Wetter, etc.) gegeben hat!

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Kommentare (5)

am 17. August 2012 um 08:13

@renegade1100:
also wenn ich so etwas schreibe, dann nur, wenn ich es mit eigenen Augen gesehen hatte. Klar war sie auch viel bestätigt - die kurz-intervalligen Rauchpausen haben den Druck aber sicher nicht erhöht.

Schön wäre es ausserdem wenn man nicht jede Kritik die irgendeinen Bezug mit dem Rauchen hat gleich in die Rubrik "Raucherhasser" einordnet (!!!) - im konkreten Fall war mir wurscht womit sie ihre Arbeit unterbrochen hat. Sie hat sie schlichtweg nicht gemacht und ist dann die Gäste die sich darüber mokiert haben noch extrem aggressiv angegangen!

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20
am 16. August 2012 um 23:46

@ misenplace
ich würde gerne wissen, inwiefern die "rauchpausen" der kellnerin bestätigt sind. es könnte ja auch sein, dass die dame schlicht vielbeschäftigt war. ich frage deswegen, weil in diesem forum die raucherhasser offensichtlich ein fröhliches stell-dich-ein gefunden haben.

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2
1
am 16. August 2012 um 11:56

@brumm: wie ich bereits selbst geschrieben hatte - aber danke fürs nochmalige Bestätigen ;-)

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20
am 16. August 2012 um 11:21

@gastrogscheiterl: es war als "Gulasch vom Schwein" angeschrieben.... danke, ich weiß auch, dass normalerweise eine Rindsschulter verwendet wird :-)

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20
am 16. August 2012 um 11:05

Kann ich absolut nachvollziehen.

Aber es dürften dort sehr viele Mitarbeiter zu unterschiedlichen Zeiten tätig sein. Habe das Beschriebene ebenso erlebt, aber auch sehr rasche und freundliche Bedienung. Es dürfte eher Glückssache (oder Pechsache) sein, auf welches Team man stößt. Einmal habe ich auf ein Schmalzbrot länger gewartet, als am Nebentisch eine Gruppe bedient wurde und fertig gegessen hatte.
Aber auch vor ca 2 Monaten, wo wir eine große Gruppe waren und am Spätnachmittag ein (!) junger Kellner alles alleine bestens, rasch und freundlich erledigt hat.
Die Wirtin selbst halte ich für sehr bemüht. Aber es dürfte auch schwer sein, immer ausreichend und gutes Personal zu finden. Noch dazu, wo dort an schönen Tagen überfallsartig Menschenmassen einfallen und am Spätnachmittag ist das Lokal fast leer. Aber das ist natürlich keine Entschuldigung für die von Dir beschriebene Situation, die ich auch kenne.

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58
15
Gasthof zum Agnesbrünnl
Jägerwiese 221
1190 Wien
Speisen
Ambiente
Service
10
27
7
2 Bewertungen
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