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Irodion - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 4. August 2012
Experte
bubafant
283
71
29
3Speisen
4Ambiente
3Service
18 Fotos3 Check-Ins

Am Anfang war es die Lust, Griechisch zu essen – dann ReTe befragt und mit der örtlichen Einschränkung ist unsere Wahl auf das Irodion gefallen, der Durchschnitt aus so vielen Bewertungen kann ja nicht ganz falsch sein.
Wir haben sehr oft telefoniert, zuerst einen Termin ausgemacht, dann leider absagen müssen. Wieder einen Termin für freitagmittags ausgemacht, von unterwegs angerufen, weil wir im Stau steckten, aber der ältere Kellner hat das alles mit Humor und seiner ihm eigenen Stakkato mäßigen Art zu telefonieren, hingenommen.

Das Lokal liegt abseits der Landstraßer Hauptstraße, man durchquert eine Einkaufspassage und an deren Ende vor dem U-Bahn-Abgang schmiegt sich das Lokal an die gesamte Hausbreite. Vorgebaut ist ein Wintergarten samt Markise, der im Sommer komplett geöffnet ist, und man betritt diesen durch die einzig offene Stelle der weißen Balkoneinzäunung. Jetzt endlich sehen wir den Kellner, mit dem wir telefoniert haben, und er bringt uns zum reservierten NR-Tisch und teilt sogleich die Speisekarten aus. Eine eigene Nachspeisenkarte (Desserts und Eisspezialitäten) liegt bereits am Tisch und bleibt dort unseren gesamten Besuch über, sowie die Mittagskarte (Montag bis Freitag, 11:30 – 15:00 Uhr).
Aus Interesse haben wir schon vorab die Speisekarte auf der Homepage studiert und gut war es, denn die Auswahl ist groß und man verbringt schon eine geraume Zeit beim Gustieren.

Der Wintergartenbereich ist unauffällig zweigeteilt. An der Hauswand befinden sich zwei Reihen Tische mit Tischtuch eingedeckt, das sind die NR-Tische. Auch gut erkennbar durch den Steinplattenboden. Daran anschließend kommt eine Holzterrasse mit weiteren zwei Reihen Tischen, allerdings ohne Tischdecken und Aschenbechern. Funktioniert im Sommer, aber im Winter?
Der Bereich im Hausinneren ist etwas dunkler (kein Wunder bei diesen Vorbauten) und der große Raum, der von einer mächtigen hölzernen Bar dominiert wird, ist vollgestopft mit Deko und Pflanzen, Fensterscheiben gibt es keine und so ist es dort auch sehr luftig, allerdings riecht es sehr stark nach Ouzo. An der Bar vorbei gelangt man zu den Sanitäranlagen, die in Ordnung sind.

Der Tisch ist eingedeckt mit zwei Paarläufern, einer Papierserviette mit Besteck, Olivenöl in der Handelsflasche, sowie Salz- und Pfeffermühle. Die Bestuhlung ist bequemer Polyrattan.
Wir bekommen je ein Glas Ouzo (geht aufs Haus) serviert. Schon lange nicht mehr getrunken, und es war schon damals nicht so wirklich mein Geschmack.

Wir bestellen Souvlaki Spezial mit Hühnerbrust (Hühnerfleisch-Sticks mit Tomaten, Paprika, Pommes, Reis und Salat – EUR 12,50/12,90) und Rindslungenbraten mit Kräuterbutter, Folienkartoffel, Fisolen und Salat (EUR 16,50/17,50). Die zwei Preise resultieren aus den unterschiedlichen Angaben im Netz und vor Ort … Durchschnittlich fünf Prozent Differenz. Sollte nicht sein. Das Lokal ist zu einem guten Drittel besetzt und wir warten ca. 20 Minuten auf das Essen.

Der Hühnerspieß besteht aus vier großen, zartweichen Stücken Fleisch mit Grillrosttattoo, getrennt durch Paprika und Zwiebel, und diese lassen sich sehr leicht vom Metall schieben. Pommes aus der Fritteuse und zwei kleinen Kuppeln Tomatenreis, in einem Extraschälchen am ovalen Teller etwas Tzatziki mit einer Olive. Dem Huhn und dem Reis hätte etwas mehr Würze gut getan. Die Blattsalate mit etwas Tomate, Radieschen und Karotte waren sicher frisch, als sie zubereitet wurden, auf unserem Tisch gelandet ist das meiste schon etwas schlaff und welk, der Pfefferoni unverhältnismäßig scharf.

Die zwei ordentlichen Stück Lungenbraten sind gut gebraten und innen noch leicht rosa, das Stück, das ich kosten durfte war sehr zart, aber für meine Verhältnisse auch zu wenig gewürzt. Als Beilage ein großer Folienkartoffel, aufgeschnitten und mit derselben Kräuterbutter gefüllt, die beim Fleisch ist, sowie Bohnen mit Tomaten. Derselbe Salat.

Nach dem Abservieren ergreifen wir selbst die Initiative und bestellen Kaffee (Cappuccino EUR 2,40) und Dessert, gefragt werden wir nicht. Einmal Pannacotta mit Schokoladensauce (EUR 4,10/4,50) und einmal Baklava (EUR 3,80/4,00).
Die Pannacotta kommt sehr zittrig daher und ist an der Oberseite abgeschrägt, durch das schwungvolle Servieren, gerät die Portion ins Wanken, bleibt aber kompakt.
Das Baklava kommt in einer für mich neuen Serviervariante daher: Ein großes, dreieckiges Stück, sehr saftig durchtränkt und gut mit Nüssen bestückt, eine Kugel Industrie-Vanilleeis, Schlagobers, Hohlhippe und eine Weichsel. Eine sehr mächtige Portion.

Fazit: Der Spruch von Aristoteles auf der Speisekarte – Das Speisen sei die Befriedigung der Sinne – hat nicht ganz zum Erfolg geführt. Ich hätte auf meine innere Stimme hören sollen, aber das ist ein Grund um nochmals zu kommen und dann von den kalten und warmen Vorspeisen direkt in die Zielgerade zu den Desserts einzubiegen. Da es für die Speisen kein 3 bis 4 gibt, entscheide ich mich für die 3 und lasse Raum für den nächsten Besuch.

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Kommentare (1)

am 8. August 2012 um 17:27

Find ich super!
Sehr guter Bericht - wie immer.
Könnte fast von mir sein..........

Gefällt mir
10
11
Irodion
Landstrasser Hauptstrasse 71
1030 Wien
Speisen
Ambiente
Service
38
36
31
44 Bewertungen
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