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Lale - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 29. Juli 2012
Update am 6. August 2012
Lion
39
7
8
4Speisen
3Ambiente
4Service

Das Lokal in der Brunnengasse ist unter der Woche leicht zu übersehen da es teilweise von Marktständen verdeckt ist. Ich entdeckte es als wir ein Steckschild mit der Aufschrift „Lale“ Restaurant lasen. Der Name erinnerte uns sofort an das in Istanbul gelegen „Lale Pudding Shop“ wo wir, vor einigen Jährchen, auf die Reisenden von und nach Indien warteten. Also nichts wie rein. Das Lokal ist typisch türkisch eingerichtet, mit blanken Tischen, dunkeln Sesseln und an der Wand eine umlaufende Sitzgelegenheit mit rotem Leder gepolstert. Es gibt keine Tischtücher aber die Tische werden immer wieder sauber poliert. Im Thekenbereich befindet sich der Raucherbereich der durch offene Eingangstür und Fenster gut belüftet ist. Der hintere Teil, Nichtraucher, war ebenfalls durch eine offene Tür in den Hinterhof gelüftet. Beide Räume mit Fernseher bestückt, die ein türkisches Kulturprogramm lieferten.

Was mir in der „Tulpe“ (Lale) besonders gefiel waren die, in der Bain-Marie warmgehaltenen, Garspeisen. Wir probierten die Karniyarik (gefüllte Melanzani) und einmal gefüllte Paprika. Alles auf tiefen Tellern mit Gemüsesauce und dazu natürlich mit einem großen Fladen Brot serviert. Eigentlich wären wir auch zu dritt satt geworden.
Mein Bier vom Stiegl wurde frisch gezapft, der Cay kam aus einem Samowar, war dementsprechend kräftig und wurde von dem freundlichen Kellner flott serviert. Zum Nachtisch noch eine Portion Baklava, die von der benachbarten Bäckerei stammten und dementsprechend frisch waren. Die hier auch angebotene Iskembe Corba (Kuttelflecksuppe) und die frittierten Hamsi (Sardellen) werde ich nächstes Mal probieren. Über die Preise kann ich nicht viel sagen da es keine Speisekarte gibt, ich nicht gefragt habe und der Kellner im Kopf zusammen rechnete. Auf einer Tafel vor dem Lokal las ich dass die Melanzani als Menü 8,50 kosten. Für das ganze Essen und Trinken bezahlten wir unter 19,- Euro. Zum Schluss wurden uns noch, auf Haus, zwei schöne Gläser Raki mit dazugehörendem kaltem Wasser hingestellt.

Über der Vitrine hängt noch ein Plakat mit Speisen die auch über die Gasse verkauft werden. Zwei junge Damen bestellten Hühnerschnitzel Semmeln um je 2,40. Wir haben nicht schlecht geschaut, das waren keine Semmeln sondern halbe Brote.
Momentan steht um 10,- ein rein vegetarisches Abendmenü (allerdings nur in türkischer Sprache) auf einer Tafel. Ich vermute das gibt es nur bis zum 18. August, da ist heuer der muslimische Ramazan (Fastenzeit) vorbei.

Wer ein einfaches sauberes Lokal und einfache Küche mag ist dort gut aufgehoben.

Und die Kochzutaten? Vor der Türe ist der Markt!

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Kommentare (2)

am 13. Jänner 2013 um 13:52

Sind deshalb tuerkische Restaurants, die nicht unserer westlich liberalen Einstellung sind, ein NoGo?

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Experte
152
83
am 4. August 2012 um 16:35

Lale heißt auf türkisch Tulpe (Rose = Gül) und der Fastenmonat ist der Ramadan, bei dem, so lange die Sonne am Himmel steht, NICHTS gegessen, getrunken und auch nicht geraucht werden darf. Sonst kann ich aber nur zustimmen, das Lale ist in der Tat ein empfehlenswertes Lokal, die Besitzer sind westlich liberal eingestellt (das kann man z.B. beim kent nicht behaupten.)

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141
2
Lale
Brunnengasse 51
1160 Wien
Speisen
Ambiente
Service
44
34
44
2 Bewertungen
Lale - Karte
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