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Casino Admiral Prater - Sphinx - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 22. Juli 2012
Experte
bubafant
283
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29
3Speisen
2Ambiente
3Service
17 Fotos2 Check-Ins

'Dinner 4 Winner' in 4 Gängen inkl. Spieleguthaben um EUR 24,- (EUR 50,-)

Telefonische Reservierung für Samstagabend. Das gesamte Restaurant ist NR-Bereich, Kleidervorschriften gibt es nicht, Ausweis mitnehmen wird angeraten.

An der Außenfront des Casinos verrät kein Hinweis, dass sich ein Restaurant darin befindet. Nach der Drehtür, vorbei an den Men in Black, die der Grund für die fehlenden Ambiente Fotos sind (…), stehen wir mitten im Foyer, linker Hand ein kleiner Desktop, in der Mitte die Treppe nach oben, die restliche Fläche voller Spieleautomaten. Das Restaurant befindet sich im Obergeschoss, also entern wie die geschwungene Treppe und sind schier 'geblendet' von den vielen blinkenden Lämpchen, der Beleuchtung an sich, den Spiegeln und dem inflationär verwendeten 'Gold'. Fast glauben wir, dass da kein Lokal mehr sein kann, nur 'eintastige Banditen', aber in der Ecke befindet sich das Restaurant hinter Glasfronten mit ägyptischen Dekor davor, jeweils mit Eingängen an den Außenflügeln.

Unser Tisch ist reserviert, direkt an der geschwungenen Glasfront, d.h. man kann einigen Spielern bei der Herausforderung des Glücks zusehen. Der ausnahmsweise ausreichend große Tisch ist mit einem Paarläufer, dem Besteck, einer Pfeffermühle, einer Vase und einer Stoffserviette, sowie der Menükarte eingedeckt. Sehr bequeme Holz-Leder-Stühle mit Armlehnen. Wir beginnen gleich mit dem Sekt, der gut gekühlt ist und der äußerst nette und lockere Kellner bringt warmes Gebäck und gut gekühlte Butter in einem Servierlöffel.

Die Vorspeise – Sülzchen vom Tafelspitz mit Kernölvinaigrette – wird als relativ große Portion serviert. Zwei ordentliche Scheiben vom Sulz mit Garnitur, fein geschnittenen Zwiebel, sowie einer Mischung aus fein gehacktem Gemüse und Couscous. Sehr gut gekühlt (Kühlschrank?) und fast eine Spur zu sauer mariniert ist der Start aber sehr erfrischend.

Wir werden gefragt, mit welchen Pausen/Abständen wir die weitere Menüfolge serviert bekommen wollen und entscheiden uns für etwas größere Pausen. Zeit das doch nicht alltägliche Ambiente wirken zu lassen. Ich blicke direkt auf einen Riesen-Flat Screen, das viele Grün der Fußballübertragung ist nicht sehr angenehm, noch dazu, wo es in den Scheiben gespiegelt wird. Der komplette Holzboden des Restaurants schwingt mit, wenn jemand darüber geht und das Holz knackt und ächzt, auch wenn man den Sessel rückt. Wir sitzen nahe einem der Ausgänge in den Casinobereich und da dort geschäftstüchtig von den Kellnern die Konsumation vorangetrieben wird, geht noch dazu ständig jemand nahe an unserem Tisch vorbei. Am schlimmsten aber ist dieser ständige Klangteppich, der von all den piepsenden, klingelnden und sprechenden Spielautomaten ausgeht.

Der Kellner fragt noch vor jedem Gang, der serviert wird, nach, ob wir schon bereit sind und wir bekommen nun eine pikante Hühnersuppe mit Curry. Die sehr heiße Suppe ist nicht sehr cremig, eher dünn, mit ausreichend Curry versetzt und als Einlage sehr schöne kleingeschnittene Hühnerfleischstückchen, ein paar Champignons und einige sehr stark schmeckende Ingwerstücke, bestreut mit frischem Schnittlauch.

Zur Hauptspeise bestellen wir einen Wiener Gemischen Satz 2010 vom Weingut Zahel (1/8 EUR 3,70), sowie Leitungswasser. Sehr hervorzuheben ist, dass wir pro Person eine Halbliterkaraffe Wasser bekommen haben, die nicht verrechnet wurde.
Es geht weiter mit Hühnermedaillons im Käse-Ei Mantel mit Pasta und Tomaten-Basilikumragout. Ebenfalls wird wieder eine Riesenportion serviert. Auf einem riesigen, quadratischen Teller, sodass es jetzt doch noch etwas eng auf dem Tisch wird. Drei qualitativ sehr gute Stücke Huhn, der Käse im Mantel tritt nicht wirklich in Erscheinung. Die mittig drapierten Spagetti bekommen den restlichen Schnittlauch verpasst, wirklich sehr gut und sehr fruchtig ist das Tomatenragout. Für mich eine nach mehr klingende Umschreibung für das Gericht Piccata Milanese.

Währenddessen kommen weitere Gäste, und die meisten haben das Dinner reserviert, wenige essen a la Carte. Möglicherweise haben einige die Aussage - keine Kleidervorschriften - missverstanden, denn es befinden sich auch Jogginghosen und Armee-Look darunter.

Das Menü schließt mit einem Nuss Koch mit Vanillecreme. Nun ja, leider wieder einmal, dass das Dessert nicht den Höhepunkt der Menüfolge bildet. Das Nussding ist sehr kompakt, hat eine eigenwillige Form (eher nicht selbst gemacht, da beide Stücke den gleichen Endkringel obenauf haben) und schmeckt eher fad. Die Vanillecreme ist eher eine Art Pudding, da die Oberfläche/Haut bereits gestockt ist, nicht sehr fein abgeschmeckt und über alles drüber noch freihändig Zucker verteilt.

Wir werden weder gefragt, ob wir noch etwas trinken, noch ob wir Kaffee zum Dessert haben wollen. Ich habe den Eindruck, dass die neu eingetroffenen Gäste die Kellner Mannschaft so in Beschlag nehmen, dass sie sich nicht mehr wirklich um uns kümmern wollen/können. Auch auf die Rechnung waren wir relativ lange.
Der fünfte Gang ist dann ein Spieleguthaben in Höhe von EUR 15,- pro Person. Dieses verteilen wir gerecht auf ein paar Automaten und beenden – ziemlich rauchgeschwängert - das Spiel, wenn wir in der Gewinnzone sind. Mit dem in 50-Cent-Stücken ausbezahlte Gewinn (alles unter EUR 5,- …) haben wir unsere Zeche und das Parkhaus abgedeckt.

Fazit: Eher durchschnittliches Essen in für mich fast beklemmender Umgebung, da diese computergesteuerten Blechtrotteln nicht mal das Gefühl von einem Spiel, wie man es z.B. an einem Roulettetisch hat, aufkommen lassen.

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Kommentare (2)

am 17. Juli 2013 um 16:16

"Anscheinend müssen die Leute das Essen dort selber Probieren um Selber festzustellen wie gut es dort ist."
Das hat bubafant getan und uns freundlicherweise darüber berichtet.

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Experte
48
22
am 30. Juli 2012 um 23:30

Erstens das ist ein Casino und Kein Haubenlockal.

Zweitens bin ich dort Stammkundin und bewerte das Rstaurant mit Sehr gut, es ist eine Super Wiener Küche und das Preisleistungsverhältnis ist in Ordnung. Das Personal ist äussert Nett und Zuvorkommend.


Das Dinner for Winner habe ich oft und gerne Bestellt sowie auch a la carte Bestellungen. Und ich würde meinen man sollte mal a la carte Essen gehen den nur dann merkt man Wie gut das essen ist ( Dinner for Winner) ist auch damit gemeint.

Anscheinend müssen die Leute das Essen dort selber Probieren um Selber festzustellen wie gut es dort ist.

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Casino Admiral Prater - Sphinx
Perspektivstraße 141
1020 Wien
Prater
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