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Kota Radja Wok - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 4. Juli 2012
Experte
bubafant
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2Speisen
2Ambiente
2Service
23 Fotos3 Check-Ins

All-You-Can-Eat im größten Wok-Restaurant der Region mit 260 Sitzplätzen auf 800 m². Tischreservierung für Freitag Mittag (EUR 8,90) via Homepage. Keine Antwort. Egal. Wir wollen das Kota Radja unbedingt ausprobieren. Eines der wenigen Lokale im Industriezentrum Wiener Neudorf.

Auf der 'grünen Wiese' kann man großzügig bauen und so präsentiert sich dieses Lokal auch. Ein großer Würfel in der Landschaft (weitere kleine Lokale im Gebäude stehen leer) mit vielen Tischen davor im Gastgarten. Im Innenbereich sind fast unfassbar viele Sitzmöglichkeiten in diversen Räumen.
Beim Eintritt wird der Würfeleffekt noch durch die vorherrschenden Glaswände verstärkt. Eine relativ kleine Getränke-Theke gleich nach dem Eingang und viele Kellner und –innen schwirren herum. Und irgendwie hat es dann doch geklappt, die Reservierung für einen Tisch hat funktioniert.

Brauner Resopalstyle-Tisch mit Leder(imitat?)hochlehnern und einer kleinen Abtrennungswand. Als Menagerie Sojasauce, Salz, Pfeffer. Ergänzt durch die Speisekarte und die Erklärung für den TeppanYaki-Grill. Die farbigen Klipse der Saucen dafür sind auf einem Porzellanschälchen aufgefädelt. Das Weinangebot auf der Rückseite der Erklärungskarte ist durchgestrichen. Unser Getränkewunsch wird sofort nach dem Platznehmen aufgenommen, dann allerdings nicht erfüllt. Erst unsere Nachfrage bei einem anderen Kellner fruchtet.

Dominiert wird der Innenraum durch die großen Reihen des Buffets und der Theke für den TeppanYaki-Grill. Positiv hervorzuheben ist, dass sämtliche Speisen gut lesbar angeschrieben sind und die Gänge zwischen den Vitrinen bequem breit sind. An jeder Stirnseite des Buffets sind Teller, Schälchen für die Sojasauce, Besteck in Nirosta Wannen und Servietten. Wasabi und eingelegter Ingwer.
An kalten Speisen gibt es nicht so wirklich viel Auswahl. Nigiri Sushi mit Krebsfleisch, Lachs, Garnele oder Gemüse wie Zuckerschote, Zucchini, Karotte und Broccoli, sowie Tofu. Vieles mit Sesam bestreut. Butterfisch, von dem ich den ganzen Vormittag 'fantasiert' habe, gibt es leider nicht … Der Reis klebt wie verrückt am Teller, der dünne Nori-Strang kann die Auflage nicht halten und so trennt sie sich immer vom Reis. Bei den Makis gibt es hauptsächlich Lachs und Steckrüben, da kann man nicht wirklich viel falsch machen, sie sind nur vom Reis sehr locker verarbeitet. Warum die Garnelenschwänze so konfektionsmässig einer dem andern gleichen, will ich gar nicht wissen.
Die zweite Hälfte der ersten Reihe von den beworbenen 24 Metern Buffet gehört den Salaten, von denen wir nichts probieren.

Die große mittlere Vitrine beinhaltet die Rohzutaten für den TeppanYaki-Grill. Es gibt hier nichts was es nicht gibt. Vordergründig schaut auch alles sehr frisch ist, sämtliche Zutaten sind in Schüsseln auf Eis präsentiert, dennoch nehme ich Abstand davon, da ich an unserem Tisch gleich neben der Theke zur Showküche sehe, dass die Teller mit den fertig gegarten Speisen dann doch noch eine lange Zeit auf der Theke stehen, bis sie serviert werden. Das muss nicht sein.

Es gibt einen von mir so getauften Restaurantleiter, der immerzu zwischen den Buffetreihen herumwieselt, dort kurz umrührt, da ein paar Sushi schlichtet und in weiterer Folge dann auch kassiert.
Die Geräuschkulisse ist manchmal Nerv tötend laut, von Gesprächen, Kochlauten, Scheppern der Buffetbehältnisse bis zu dem vielen zu Boden fallenden Geschirr. Die Deko kann nur bedingt versuchen die nackte Bauweise und die Lüftung zu kaschieren. Halb geleerte Behältnisse werden sofort aufgefüllt, bzw. die halbleeren Platten ersetzt. In den Gangbereichen stehen große Plateauwagen mit dem abservierten, schmutzigen Geschirr, das sieht nicht wirklich appetitlich aus.

Die letzte Buffetreihe gehört den warmen Speisen. Keine ausgefallenen Kreationen, im Gegenteil, alles schon bekannt, wie z.B. gebackenes Gemüse, Mini-Frühlingsrollen, gebackener Fisch, knuspriges Huhn, Acht Schätze, Teigtaschen, Hummer-Chips, Gitter-Rösti, gebratene Nudeln, Knoblauchsauce etc. Allerdings haben im Gericht mit den gegrillten Garnelen die Garnelen sogar gegenüber dem Gemüse die Vormachtstellung. Das ist selten, in diesem Fall aber schade, da mehr als die Hälfte mit dem kompletten Darm (siehe Foto) verarbeitet werden. Vielen Dank.
Das Gemüse in den Speisen wird von Sellerie massiv dominiert. Ich habe nichts gegen Sellerie, aber bitte nicht in jeder Speise. Manchmal ist das gestiftelte Gemüse verbrannt und generell schlampig geputzt. Huhn, Ente & Co. wohnen im g'schmackigen Backteigmantel, leider ist dieser nie knusprig, sondern immer 'letschert'. Alle Reisangebote (inkl. Ei und Gemüse) waren ungewürzt. Das geschmorte Rindfleisch kaum verfeinert, dafür bei manchen anderen Gerichten derart massiv mit Schärfe gearbeitet worden, dass fast der restliche Freitagnachmittag an der Wasserleitung hängend verbracht worden ist … :-)

An Desserts gibt es neben gebackenen Bananen mit Honig aus dem danebenstehenden Glas, Vanille- und Schokopudding, MangoJelly, aufgeschnittene Wasser- und Zuckermelone und die obligaten Süßigkeiten aus dem Sackerl, wie Rumkokoskugeln, Schokobananen etc.

So nun zu einem unappetitlichen Thema. Die Sanitäranlagen. Kein Hinweis oder Beschriftung, man geht gefühlsmäßig dorthin, 'wo alle hingehen', durch einen dünnen Perlenvorhang und dann kann man suchen, welche der vielen Türen entweder in die Küche, ins Freie, in den Lagerraum, zu den Ruheräumen mit formschönen Matratzen am Boden oder ins WC führen. Im Vorraum sehr geschmackvolle Haarbürsten mit Haarspray vor dem Spiegel. Kein WC-Papier. Und irgendwie keine Spülung … (siehe Foto), der Taster war nicht vorhanden und mit hat es gegraust, da in irgendwelchen Aussparungen herumzufummeln, ob es dann vielleicht eine Wasserwelle gibt. Noch einmal vielen Dank !

Fazit: Bei allem Bemühen mit Deko und Präsentation, hat das Ambiente den Charme einer Bahnhofshalle. Der Gout einer Massenabfertigung kann nicht verleugnet werden, aufgrund des enormen Durchsatzes der Speisen, braucht man aber auch sicherlich keine Angst zu haben, dass etwas länger in den Behältern bleibt. Wir haben es unbeschadet überlebt, aber dieser Besuch war enttäuschend und wird unser einziger bleiben.

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Kommentare (1)

am 21. Oktober 2014 um 13:02

Bist vielleicht ins Personalklo odder Umkleideraum gerutscht ?

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Kota Radja Wok
Industriezentrum NÖ Süd Straße 3
2355 Wiener Neudorf
Niederösterreich
Speisen
Ambiente
Service
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7 Bewertungen
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