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Rosenbauchs - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieser Tester dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 15. Juni 2012
Experte
bubafant
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71
29
4Speisen
3Ambiente
4Service
60 Fotos2 Check-Ins

appeltaart. koffie verkeerd. pannekoeken. Nach knapp einer Woche im Ausland – Gusto auf österreichische Küche.
Nachdem wir Rosenbauchs immer schon mal ausprobieren wollten – Aufbruch nach Ebreichsdorf, um den Urlaub weiterschwingen zu lassen. Da es nur bis 14:00 Uhr warme Küche gibt, Eintreffen um ca. 13:00 Uhr. Im Wirtshaus, wohlgemerkt. Wir sind die einzigen Gäste, die junge Servicekraft bittet uns, wenn es uns nichts ausmacht, auf der Terrasse Platz zu nehmen, da im Gastraum bereits für abends gedeckt ist. Kein Problem für uns, nach dem kalten Norden auf die Sonnenterrasse.

Das Rosenbauchs ist vom Eingang weg stimmig und natürlich dekoriert, hier werkt ein gutes Händchen. Die Terrasse besteht aus fünf Tischen, die hauptsächlich vom Altbaumbestand beschattet werden, bequeme Alu-Holz-Stühle und ringsum Deko und Kräutertöpfchen bis hin zur Tischmitte. Allerdings ist unser runder Plastikgartentisch mit Outdoortischdecke etwas wackelig, nämlich vom Ansatz unter der Tischplatte, das lässt sich mit nichts ausgleichen.

Die Speisekarte ist eine einzelne Seite auf edlem Karton aufgezogen, mit zwei nichtfleischlichen Gerichten. Wir entscheiden uns für einen Zwiebelrostbraten aus dem Leithagebirge mit Braterdäpfel (EUR 14,30) und gebackenes Welsfilet mit gemischten Salat (EUR 13,90). Trumauer Bier (EUR 2,90/3,50).

Während wir auf unser Essen warten, können Auge und Ohr natürlich schweifen, und dabei werden die Schwachstellen des Gastgartens offensichtlich: Der Plattenbelag ist alt, beschädigt und kann eigentlich nicht mehr repariert werden. Es ist sicherlich ein enormer Aufwand die vielen Kräutertöpfchen zu gießen, aber wenn einzelne Pflanzen sterben, gehören die ersetzt oder von der Deko-Fee kaschiert. Ein frecher Blick hinter die Glasstein-Steinwand in den Gastgarten des Restaurants. Ja da sieht es schon etwas anders aus. Unterschied muss sein. Der Lärm vom anliegenden Bahnhof inklusive zugehörigem Verkehr und landwirtschaftlichem Gerät ist enorm. Ich unterstelle, dass das der Grund der Zweiteilung des Lokals ist.

Und schon kommt unser Essen. Mit der bangen Frage der Kellnerin: es hat ein kleines Missverständnis mit der Küche gegeben und der Wels ist jetzt natur gebraten auf Gemüse Risotto. Ob es für mich in Ordnung geht, wenn ich es gar nicht möge, würde der Koch mir selbstverständlich den Fisch neu herausbacken.
Kurz nachgedacht, Wels natur oder gebacken spielte in meiner Überlegung keine Rolle, sondern das Risotto (esse ich selten im Lokal, da ich meine bubafant-Variante bevorzuge) und der Salat (den ich unbedingt wollte). Wie erst kürzlich ein Thema, würde ich nie Speisen, die grundsätzlich in Ordnung sind, zurückgehen lassen und wir einigten uns darauf, dass ich den Salat dazu bekomme.

Der Zwiebelrostbraten war gut angebraten, viel glasiger Zwiebel, frische Kräuter in der etwas dünnen Sauce, knusprige Bratkartoffel und eine Fächergurke. Der Wels war ebenfalls perfekt gebraten, drei ausreichend dicke Stücke. Das Risotto gut, mit einer Reiskonsistenz, mit der ich zufrieden war, etwas zu knackiges Gemüse, aber gut schmeckbarer Parmesan und mit Suppe aufgegossen, die etwas rausläuft. Der Salat mit gut abgemachten Kartoffeln, Blattsalaten inklusive Wildkräuter und Krautsalat mit etwas viel Kümmel. Alles frisch zubereitet, sparsam gewürzt, mit Kräutern versehen. Die Kräuter als Deko nicht mehr ganz taufrisch, hätte man verzichten können. Wir schwanken zwischen gut und sehr gut.

Für das Dessert bekommen wir nochmals die Karte und entscheiden uns für Mohr im Hemd (EUR 4,90) und Mohnknödel mit Butterbrösel (EUR 5,90). Die Nachspeisen dauern nicht ganz so lange, wie die Hauptspeise, das heißt, sie werden ebenfalls frisch zubereitet. Gekonnt auf dem Teller präsentiert, das Schlagobers in einer Extratasse mit –löffel. Der Mohr warm, sehr schokoladig mit vielen Nuss Stückchen und gezuckerter Schokosauce. Die Mohnknödel mit ausreichender saftiger Fülle. Beides ein Gedicht und ein perfekter Abschluss.

Mit Spannung kontrollieren wir die Rechnung, aber – danke für das gute Problemmanagement – der zusätzliche Salat wird uns nicht verrechnet. Wahrscheinlich hätte ich darüber diskutiert. Die junge Dame im Service ist entweder in der Lehre oder im Praktikum und hat natürlich noch wegen ihrer Unsicherheit einige Kleinigkeiten nicht ganz richtig gemacht, die sie aber mit ihrer Liebenswürdigkeit wieder wett gemacht hat.
Beim Bezahlen bekommen wir noch einen kleinen süßen Gruß aus der Küche. Was wie ein kompaktes Fruchtwürferl daherkommt entpuppt sich als lockerflaumigschaumiges Erdbeerjoghurttörtchen. Mhhm.

Fazit: Sehr gutes Essen, Ambiente mit Abstrichen, das nächste Mal werden wir auf der anderen Seite der Trennmauer sitzen und das Restaurant ausprobieren.

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Kommentare (2)

am 16. Juni 2012 um 10:01

Schliesse mich an. Danke! Hier ist man nun wirklich gut im Bilde. Immer wieder diese "Anmache", was anderes bestellt und trotzdem versuchen die Fehlgeburt an den Mann zu bringen..Grüsse

Gefällt mir2
38
7
am 15. Juni 2012 um 21:31

Super beschrieben, wie immer!

Gefällt mir1
Experte
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50
Rosenbauchs
Rechte Bahnzeile 9
2483 EBREICHSDORF
Niederösterreich
Speisen
Ambiente
Service
39
35
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10 Bewertungen
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