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Zum Goldenen Fisch - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 7. Juni 2012
Experte
bubafant
283
71
29
4Speisen
3Ambiente
4Service
39 Fotos2 Check-Ins

All-You-Can-Eat-Teppan-Yaki-Grill-Buffet inklusive Wein und Wasser.
Ich glaube mich erinnern zu können, dass ich seinerzeit den Deal aconto der guten Bewertung von Gerry abgeschlossen habe. Jetzt beim Einlösen war ich einigermaßen verwirrt, dass man über den Link der Homepage zu einem anderen Restaurant (Liesingbach) gelangt?! Mit mulmigen Gefühl zum Hörer gegriffen – OK, das Lokal gibt es noch … Warum macht der Besitzer das ? Weil er sowieso schon genug Gäste hat? Dagegen spricht dann allerdings der Deal.

Dank Gerrys Info betreffend hauseigenen Parkplatz, dessen Zufahrtsstraßen allerdings breitentechnisch eine Challenge sind, machen wir uns entspannt aus verschiedenen Richtungen auf den Weg, um das Abendbuffet zu verkosten. Über den Parkplatz kommt man entlang eines kleinen Weges durch ein Tor in den wunderschönen Gastgarten, der von einem mächtigen, plätschernden Brunnen dominiert wird. Ausreichend Sitzgelegenheiten innerhalb von verschiedenen Bereichen unter Laubengängen, zum Teil mit Wein berankt, und verschiedener Möblierung. Bei heimeligen 13 Grad – menschenleer. Also weiter durch den schönen Wintergartenanbau, vorbei am großen Buddha, mitten ins Geschehen. Die Bewertung umfasst demzufolge den Innenbereich und das umfangreiche Buffet/Teppan-Yaki an einem Dienstag-Abend.

Im Wintergarten moderne Hochlehnerlederbestuhlung an langen Tischreihen, nebenan die Theke mit den rohen Zutaten für die Teppan-Yaki-Gerichte vorgelagert. Geradeaus weiter das bereits opulent bestückte Buffet mit weiteren Sitzgelegenheiten in Form von Vierertischen mit Bänken an der Fensterfront entlang. Wir befinden uns noch immer im enorm großen NR-Bereich, der Raucherbereich ist – obwohl Aquarium-Style – gelungen in eine Ecke eingeschmiegt, ca. 20 Plätze mit einer Art kleiner Pavillon inklusive runden Tisch. Trotz Schiebetür mit ordentlichem Griff daran, bleibt dieser Raum trotz rauchender Gäste offen. Nicht so gut, weil sich gleich daran anschließend das warme Buffet befindet.

Die Sanitäranlagen sind über eine Stufe erreichbar, wirken aufgrund der großen braunschwarzen Fliesen etwas düster, sind aber vordergründig sauber (klebriger Fliesenboden), es riecht neutral, Deko-Artikel lockern die Atmosphäre auf. Im Damen-WC befindet sich eine Art Wickeltisch. Die restliche Deko des Lokals besteht aus Deko-Bäumen im Wintergarten und über dem Buffet und nicht kitschig wirkender Asiaten-Deko. Durch die Größe und die offene Gestaltung wirkt alles sehr luftig. Die reinen Holztische erwarten mit Menage, der umfangreichen Speisekarte und der Anleitung für die Abwicklung des Teppan-Yaki-Grills. Mit farbigen Klipps inklusive Tischnummer für die verschiedenen Saucen (Knoblauch, Teriyaki, Thailändisch, Saigo, Sichuan, süß-sauer, schwarzer Pfeffer, Mango und ‚ohne‘) angesteckt. Sehr nett gelöst.

Die Speisen des warmen Buffets sind alle frisch und dampfen sogar teilweise noch. Unter der Warmhaltelampe werden sie so gut warm gehalten, dass ich einmal fast die extrem heiße Portionszange verwerfen muss. Eine neue Erfahrung für mich. Die große Vielfalt lässt fast keine Wünsche offen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Suppen (Miso, sauer-scharf) mit Einlagen (Backerbsen, Zwiebel etc.) und Salate (Schwarzwurzel, Mais, rote Bohnen), Reis im Kocher; Schwein, Rind, Ente und Huhn in diversen Zubereitungsformen mit Knoblauch- oder Sojasauce. Gebratener Eier- und Curryreis. Nudeln. Gemüse und Tintenfisch in Backteig. Shrimps und Garnelen.

Das Lokal füllt sich. Gästestruktur Querbeet. Es treffen auch Abholer ein. Sogar mit Hundebegleitung. Teilweise warten diese TakeAwayGäste kurze Zeit im Raucherraum. Es wird neben mannigfachen A-la-Carte-Gerichten auf der Speisekarte auch noch ein Mittagsmenü (von 11:30 bis 14:30 Uhr) mit pikanter Suppe oder Frühlingsrolle inklusive Reis zwischen sechs und acht Euro angeboten. Das Buffet inklusive Teppan-Yaki kostet mittags EUR 8,50 und abends EUR 12,90.

Beim Teppan-Yaki Grill steht die Auswahl dem des Buffet um nichts nach: Zucchini, Karotte, Paprika, Spargel, Champignons, Tomate, Blattsalate, Melanzani, Bohnen, Kohlsprossen, Bamubssprossen, Keimlinge, Glasnudeln, Nudeln, Kartoffeln, Brokkoli, Zwiebel, Lauch (imponierend, dass einige Gemüse mehrfach vorhanden sind – in Scheiben geschnitten und gestiftelt). Sehr gut gelöst, die Trennung in Fisch (Butterfisch, Lachs, Pangasius, Tilapo, Tintenfisch) und Fleisch (Wildschwein, Hirsch, Huhn, Lungenbraten, Rind, Pute, Schwein, Lamm, Ente, gemischte Spießchen) in kleinen Gastrobehältern mit Deckel und Beschriftung darauf. Am Ende der Theke gibt man den bestückten Teller zum finalisieren und er wird nach Fertigstellung an den Tisch gebracht.

Alle von uns ausgewählten Speisen waren frisch zubereitet, zum Teil noch 'kochplattenheiß' und von guter Qualität. Die als scharf gekennzeichneten Speisen waren nicht so sehr überwürzt und hatten keinesfalls einen Einheitsgeschmack.

An Desserts gibt es frisches Obst in Schalen auf einem Kühlschrank, in dem sich diverse Schälchen befinden, gefüllt mit Joghurt, kleingeschnittenen Früchten und Cremen. Eine Kühltruhe mit Supermarkt-Eis. Außerdem Vanillepudding, Kokosmilch mit Sagoreis, Lychees, Obstsalat Tiramisu und gebackene Früchte. Sowie eine unfassbare Menge an Gummi-Zeugs für Kinder.

Der Wein ist ein 2009er Carnuntum Zweigelt vom Biohof Artner. Habe meines Wissens bei einem Asiaten noch nie Wein getrunken. Qualität war in Ordnung, richtig süffig.

Über kleinere Mängel, wie z.B. Abplatzungen und 'Flankerln' an Tellern kann man getrost hinwegsehen, das Service ist flott, jeder leere Teller wird sofort abserviert, meist mit einem leisen Lächeln auf den Lippen. Überhaupt scheint die Stimmung im Team gut und alles geht locker von der Hand und das überträgt sich auf die Gäste. Herr Showkoch ist in der Präsentation besser als Frau Showkoch, aber das ist subjektiv und jeder darf mal aufs Topferl. Hin und wieder lässt jemand die heißen Serviergabeln scheppernd in die Wärmebehälter zurückfallen und die Entlüftung leistet perfekte Arbeit. Wenn mir jetzt noch jemand sagen kann, wo ich mir den Film ansehen kann, den die Kamera vor dem RaucherAquarium aufgenommen hat …

Fazit: Der Deal hat uns ein nettes Lokal in für uns perfekt erreichbarer Lage kennenlernen lassen und wir werden auf alle Fälle des Öfteren wiederkommen, einerseits um das Mittagsbuffet zu genießen, vielleicht im Gastgarten, andererseits um das eine oder andere auf der Speisekarte zu verkosten.
Also Gerry: Obacht, wenn jemand fotografiert ! :-b

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Kommentare (6)

am 16. Juni 2012 um 11:28

bubafant: MI77! :-D
Ganz klar Handyfotos, ich will da für mich eine gewisse Diskretion einhalten, auch für die anderen Gäste. Ich will halt nicht, dass ein Gastwirt sich besonders bemüht, wenn er sieht, dass hier "dokumentiert" wird ;-)
Da das eben schon mal passiert ist, versuch ich da immer, unauffällig zu bleiben und auch nur das Nötigste zu fotografieren.

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315
75
am 15. Juni 2012 um 20:22

Genau, ein bissalle no herumtscheintschn, und der Touri is perfekt !
;-)

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283
71
am 15. Juni 2012 um 18:20

Ich für meinen Teil denke, dass die Knipser eher für begeisterte Touristen gehalten werden.

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63
50
am 15. Juni 2012 um 18:01

Amarone, du erzählst mir jetzt aber nicht, dass du vom MI6 eine kleine Kamera an die Brillen getackert bekommen hast ...

Ich fotografiere mit Handy. Und du ?
Bislang hat noch nie jemand gefragt, und für alle Fälle habe ich ein paar blöde Ausreden parat :-)
Manchmal sind wir sowieso ganz allein, da fällt gar nix auf.

Glaubst du, dass Fotos sofort mit Testern in Verbindung gebracht werden ?

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283
71
am 14. Juni 2012 um 13:48

Gerry, bubafant: schafft ihr es eigentlich, unauffällig zu fotografieren? ;-)
Ich für mich will ja als Tester nicht wirklich als solcher erkannt werden.

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315
75
am 7. Juni 2012 um 19:58

Das freut mich wirklich sehr, dass es euch auch so gut gefallen hat dort! Ein super Bericht und DANKE für die Warnung ;-)
Gerry

P.S. Liesingbach und KE gehören zusammen - ich finde KE, also Kaiser-Ebersdorfer-Strasse, aber eindeutig besser und familiärer. Außerdem gibt's hier keine wahnwitzigen Fleischsorten, die sowieso bei einem Asiaten nichts verloren haben.

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Zum Goldenen Fisch
Kaiser-Ebersdorfer-Strasse 247
1110 Wien
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Ambiente
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