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Cafe Griensteidl - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 4. Juni 2012
Experte
Gastronaut
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45
29
1Speisen
4Ambiente
0Service
6 Fotos1 Check-In

Eigentlich wollten meine bessere Hälfte und ich uns nur vor einer Weinveranstaltung in der Wiener Hofburg eine kleine Unterlage verschaffen. Und von allen "Traditionskaffeehäusern" liegt ja das Griensteidl am nächsten an der Hofburg. Natürlich hatten wir telefonisch Tisch reserviert, schließlich sind Kaffeehäuser im ersten Bezirk an einem Samstag morgen eher voll. Als erstes traf die bessere Hälfte ein. Von einer Reservierung wusste man aber plötzlich nichts mehr. Schon gar nicht unter meinem Namen. Die bessere Hälfte beharrte darauf, und wurde angeschnauzt, sie solle halt schauen, wo denn noch etwas frei werden könnte. Im Endeffekt fand sie dann doch einen freien Tisch, der noch dazu auf meinen Namen reserviert war. Als ich dann - insgesamt fünf Minuten zu spät - ankam, war ihre Laune also schon im Weinkeller.

Wir bestellten zwei Mal das sogenannte "Griensteidl Frühstück", das laut Beschreibung aus Heißgetränk, einem weichen Ei, zwei Gebäck, Schinken & Käse und Honig oder Marmelade bestünde. Bei der Bestellung sagten wir dazu, dass die bessere Hälfte Vegetarierin ist, und deshalb keinen Schinken, sondern lieber etwas mehr Käse am Teller hätte. Da verdrehte der Kellner natürlich gleich die Augen. Und gleich nochmal, als ich fragte, aus welchen Sorten Gebäck man denn aussuchen könnte und meinte dann nur, dass ich die Wahl zwischen Semmeln und Semmeln hätte. Immerhin ergänzte er dann diese Aussage mit der Ankündigung, dass er ausnahmsweise auch eine Variation zusammenstellen könne.

Nach einer überdurchschnittlich langen Wartezeit kam als allererstes ein großer Schinken-Käseteller. Dieser war nicht nur entgegen unseres Wunsches mit dementsprechend mehr Käse als Schinken bestückt, sondern auch noch so präpariert, dass wirklich jedes Stück Käse Hautkontakt mit Schinken hatte. Eine Zumutung für Vegetarier! Wir versuchten dem Keller höflich zu sagen, dass die bessere Hälfte das so niemals essen könne. Er rümpfte die Nase, verdrehte wieder die Augen, nahm die Platte vom Tisch und äffte uns auch noch nach und meinte "Uhhh, der Schinken berührt den Käse, was für eine Katastrophe"!
"Ja" meinten die bessere Hälfte und ich im nicht mehr ganz so freundlichen Chor...

Noch im Scherz meinte ich zur besseren Hälfte, dass der Kellner jetzt bestimmt den selben Schinken nochmal bringen würde, aber erst dann, wenn er ihn vorher "unabsichtlich" auf den Boden fallen gelassen hätte.
Umso erstaunter waren wir dann, als dann ein kleiner Teller mit Käse zurückkam, der tatsächlich schmutzig war. Schmäh ohne, - siehe Foto - da war tatsächlich etwas Staub oder Dreck am Käse. Und auch der Schinken war unappetitlich. Für einen Frühstückspreis von 8, 9 Euro sollte man sich auch etwas besseres erwarten können, als einen billigsten Toastschinken aus dem Supermarkt, der noch dazu lieblos auf den Teller geklatscht worden war.
Nächste kulinarische Beleidigung: das Gebäck. Man sollte ja eigentlich davon ausgehen, dass man in einem Traditionscafe frisches, knuspriges Gebäck bekommt. Dies war aber nicht der Fall. Wir bekamen labbrige Semmeln, die in der Mitte nicht fertiggebacken waren und Kornspitz, die so zäh waren, dass man sie mit dem unscharfen Messer nicht schneiden, sondern bestenfalls zerreissen konnte. Dafür war die Butter so steinhart, dass man damit Diamanten hätte schneiden können.

Immerhin, der Tee war gut. Also Wasser heißmachen, das hat man hier wirklich gut hinbekommen. Der Kaffee der besseren Hälfte war auch kein Highlight. Wir entschlossen uns dieses kulinarische Martyrium zu beenden, legten das Geld - natürlich ohne einen Cent Trinkgeld - auf den Tisch und gingen. Eine solche Enttäuschung, sowohl beim Service, als auch bei den Speisen und Getränken haben wir schon lange nicht erlebt.
Das beste Cafe am Wiener Michaelaplatz ist übrigens mit Abstand die Starbucks-Filiale!

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Kommentare (3)

am 18. September 2012 um 19:34

Es scheint wirklich nur noch eine Katastrophe zu sein mit den Wiener Kaffeehaeusern!
Die "Unschuld der Wiener Kaffeehaeuser" scheint wirklich vorbei zu sein.

Gefällt mir
Experte
152
83
am 4. Juni 2012 um 14:44

Mehr Grind!Ganz eindeutig!

Gefällt mir1
Experte
428
45
am 4. Juni 2012 um 14:42

Auweh. Grien oder Grind?

Gefällt mir1
Experte
315
75
Cafe Griensteidl
Michaelerplatz 2
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
25
36
23
9 Bewertungen
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