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TGI Friday's - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. Juni 2012
Experte
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4Speisen
3Ambiente
3Service
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Das „Thank Goodness It’s Friday“ kurz „T.G.I. Friday’s“ stand schon lange auf unserer „unbedingt einmal besuchen“-Liste. Das Lokal steht für die Amerikanische Küche in klassischem Sinn, daher erwarteten wir auch Steaks, Burger, Spareribs, Wings und Ähnliches. Das „Friday’s“ gehört zur weltweit aktiven US-amerikanischen Restaurantkette mit mehr als 1000 Restaurants in mittlerweile über 50 Ländern.

Wir hatten sicherheitshalber reserviert, merkten aber bei Ankunft (es war absolut schönes Wetter), dass im Gastgarten, direkt am Ring gelegen, noch ausreichend Platz war. Freundlich von einer Servicekraft in Empfang genommen, suchten wir uns einen Tisch im Gartenbereich aus. Ein großer Nachteil im Gastgarten wurde uns erst später, bei untergehender Sonne, bewusst. Die Sonnenschirme sind fix montiert, und am Abend wird man je nach Sitzplatz extrem von der Sonne geblendet und aufgeheizt.

Die Speisekarte ist unerwartet umfangreich und es gibt auch noch eine Extrakarte zum Thema „Mexico“ – Tacos, Tortillas, Wraps, Fajitas, Quesadillas und weitere mexikanische Schmankerl werden darin angeboten.

Zu trinken orderten wir jeweils ein Heineken (EUR 4,50 das Krügel / EUR 3,50 das Seidel), das gut eingeschenkt aber eindeutig zu warm war. Später kam dann auch noch ein Weißer Sommerspritzer hinzu (EUR 2,90 für 0,25L), der völlig O.K. war.

Einmal die „Friday’s Onion Rings“ (EUR 6,50) mit zusätzlicher „Jack Daniel’s Dip-Sauce“ (EUR 2,90) – die Onion Rings waren in einem hausgemachten Backteig goldbraun gebacken, aber leider nicht so kross wie gewünscht. Der Geschmack war sehr gut, die Zwiebel süßlich, frisch und absolut nicht bitter. Die Jack Daniel’s-Sauce dazu tiefschwarz und gar nicht so einfach zu beschreiben. Etwas süßlich-sauer zugleich aber auch schön würzig und mit angenehm rauchigem Aroma. Sie schmeckte wirklich ausgezeichnet. Die Portion war groß, mehr als ausreichend und auch von der Sauce wurden gleich zwei Töpfchen serviert, was sehr positiv auffiel, da genau bei den Saucen gerne und oft gegeizt wird.

Einmal den „Jack Daniel’s Burger“ (EUR 12,90 Regular Size) – serviert mit hausgemachten Pommes (Schale noch auf den Pommes vorhanden), die sehr gut waren – gute Erdäpfelsorte, kross und nicht fettig, wie es sein soll. Ebenfalls wieder dazu eine Jack Daniel’s-Sauce. Nach der Garstufe gefragt, entschied ich mich für medium und genau so wurde der Burger dann auch serviert. Innen wunderbar rosa gebraten, ein etwa 2,5cm-3cm dickes Patty und sehr saftig – so kam es auf den Teller. Das Fleisch von sehr guter und geschmacklich hochwertiger Qualität, wurde während des Grillvorganges noch mit der Jack Daniel’s-Sauce glasiert, was zusätzlich noch einen rauchigen und sehr guten Geschmack gab. Die Speckscheiben waren sehr kross gebraten und der Geschmack war der eines sehr guten Bacons. Kein Industriekäse wird hier verwendet, sondern ein nach gutem Käse schmeckender „Colby-Käse“. Der Colby ist ein typischer amerikanischer Käse aus Colby, Wisconsin, bei dem die Rohmasse häufig und regelmäßig in Wasser gewaschen wird und der durch den höheren Fettgehalt sehr schön schmilzt. Der Burger-Bun war geschmacklich meiner Meinung nach zu neutral und hätte durchaus länger auf den Grill gedurft – ab der Mitte des Burgers wurde es eine etwas matschige Angelegenheit (Unterseite), so man kein Besteck verwendete. Der Salat war knackig frisch, ebenso die Tomatenscheibe und die Zwiebel. In Summe ein sehr guter Burger und ein geschmackliches Highlight. Kein Vergleich zu irgendeinem Burger aus den berühmten Low-Cost-Ketten. Wobei bereits der gedankliche Vergleich mit Fastfoodketten wie ein Vergleich Schnitzelsemmel vs. Kalbsschnitzel aus der Pfanne wäre. Kein Industriekäse, keine kompakten 0,5cm-Presspatties aus industrieller Fertigung etc. – der relativ hohe Preis scheint mir sowohl mit der Menge als auch mit der Qualität der Zutaten gerechtfertigt. Man ist nachher definitiv satt und dieser Burger hat mit „Junk-Food“ absolut nichts zu tun.

Meine beste Ehefrau von allen hatte die „Jack Daniel's Glazed Ribs & Fries“ (EUR 17,90) – es wurden eine etwa 30cm-35cm lange und zwei etwa 10cm-12cm lange Rippchen serviert. Das Fleisch war wunderbar zart, geschmacklich sehr gut und löste sich annähernd selbstständig von den Knochen. Gewürzt wurden die Ribs mit Cajun (eine Gewürzmischung nach einer frankophonen Bevölkerungsgruppe im US-Bundesstaat Louisiana benannt, eng verwandt mit der kreolischen Küche), glasiert mit Jack Daniel’s-Sauce, waren sie auch vom Garpunkt und der Farbe her perfekt. Für die Pommes bzw. Fries gilt Gleiches wie zuvor beschrieben – hausgemacht und sehr gut. In Summe meinte meine beste Ehefrau von allen, dass es seit langem die besten Ribs in einem Lokal waren, und ich teilte ihre Meinung absolut.

Zusätzlich bestellte meine beste Ehefrau von allen noch die „Wild Mushroom Butter“ (EUR 2,90), die ihr ausgezeichnet schmeckte, aber nicht so ganz mein Fall war, da die Butter erhitzt und daher sehr flüssig serviert wurde. Der Pilzgeschmack war aber sehr gut und intensiv. Einmal auch noch die „Cocktail-Sauce“ (EUR 2,90), die besonders überraschend war, da sie entgegen jeder Erwartung mit einer klassischen Cocktailsauce nichts gemein hatte. Es war eher eine fruchtig-würzige und auch halbscharfe Chilisauce mit Knoblauch. Sie war aber sehr gut. Beide Saucen wurden wieder in doppelter Ausführung serviert, also jeweils zwei Töpfchen – sehr, sehr positiv.

Zum Abschluss gönnten wir uns eine „Pina Colada“ (EUR 11,90 – Happy Hour = 5,95 für die Ultimate-Menge) sowie zu gleichem Preis einen „Daiquiri-Peach“. Beide Cocktails waren sehr gut gekühlt, fast schon zu viel geeist, fruchtig und absolut süffig. Mit dem Alkohol wurde sehr gespart, was uns aber nicht sonderlich störte. Warum man uns aber überhaupt die „Ultimate-Menge“ servierte, bleibt bis heute ein Rätsel, uns hätte „Normal“ genügt, und wir wurden auch nicht danach gefragt.

Der Service war korrekt und höflich aber auch nicht mehr. Wirklich betreut wird der Gast hier nicht. Aber sehr positiv zu erwähnen ist in jedem Fall, dass der Service sehr kompetent ist. Jede Frage zu den Speisen kann sofort beantwortet werden.

Das Lokal ist besonders ab etwa 18:00h sehr gut besucht, und der Lärmpegel im Lokal ist dann unangenehm laut. Die Akustik ist hier leider nicht ideal – es hallt durch alle Räume. Durch die einzelnen Etagen (Keller und Halbgeschoß) des Lokals wirkt es sehr aufgelockert, und das Ambiente passt an und für sich wunderbar zur Art des Lokals. Eine mächtige Schank / Cocktailbar ist natürlich obligat. Senf und Ketchup stehen an jedem Tisch zur freien Entnahme bereit, der Senf ist jedoch klassisch amerikanisch, also eher sauer und würzig ähnlich dem Dijon- oder dem Englischen-Senf. Der Gastgarten ist doch spartanisch eingerichtet und leider direkt am Ring. Der Sanitärbereich ist sehr sauber, adrett und modern – tadellos, befindet sich aber leider im Keller.

Fazit: ich empfehle das Lokal wirklich mit ruhigem Gewissen. Wir werden definitiv wiederkommen und wahrscheinlich dann die Steaks ausprobieren. Qualität hat ihren Preis, und daher kommt man hier auch nicht billig weg. Auch die Lage treibt den Preis sicher noch in die Höhe. Die Mengen und die Qualität aber sind sehr in Ordnung, und hausgemachte Pommes, echter Käse, gutes Rindfleisch, etc. kosten eben gutes Geld. Der Garpunkt (medium) beim Burger wurde perfekt getroffen, und der Bacon war sehr gut gebraten und „g’schmackig“ – hochwertige Qualität. Die Homepage ist sehr informativ und umfangreich gestaltet, wie es heute eben auch sein soll. Für Catering, Geburtstagsaktionen, Home-Partys, private Feste oder Ähnliches steht man hier immer zur Verfügung. Störend und unangebracht fand ich den handschriftlichen vermerkten Hinweis des Kellners auf der Rechnung, dass „10% Tip üblich wären“. Mit Verlaub, die Höhe des Trinkgeldes bestimmt immer noch der Gast, je nachdem wie die Leistung vom Service und somit auch die Zufriedenheit des Gastes war. Eine völlig unnötige und in meinen Augen anmaßende Geste, die mich persönlich verärgerte, wenngleich sie auch in Amerika so üblich ist. Das Lokal ist öffentlich bestens zu erreichen, aber leider absolut nicht behindertengerecht. Es ist mittlerweile ein ganzheitliches Nichtraucherlokal.

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Kommentare (13)

am 5. Juni 2012 um 21:28

"abwertend" natürlich, ich weiß es eh'...

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215
47
am 5. Juni 2012 um 20:58

Das "Ungleich-Zeichen" zwischen "Fastfood" und "Junkfood" wird hier leider "gefressen"...

Gemeint war Fastfood IST NICHT GLEICH Junkfood!

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215
47
am 5. Juni 2012 um 20:57

Danke, walt, aber das wird ein unregistrierter "Junkfood"-Esser nie verstehen. Fastfood Junkfood und TGI Fridays ist eben ein amerikanisches Restaurant / Gasthaus und kein Fastfood-Restaurant (Junkfood sowieso nicht).

Genau ein Kandidat, der McD oder BK mit einem Burger von hier vergleichen würde...unangebracht, unwissend und anmaßend.

Da hast du leider den Horizont einiger Mitbürger etwas überschritten, walt. Ich gehe davon aus, dass der unregistrierte Geselle das Lokal gar nicht kennt, denn eingelegte marinierte Ribs, am Grill gegart, etc. haben halt mit Fastfood oder gar Junkfood so gar nichts zu tun. Daher ist es auch nur allzu verständlich, dass er die ganze Bewertung nicht versteht.

Und wie auch amarone1977 sagt, ich war zunächst erschrocken, dass er einen Würstelstand bewertet (gebe ich ehrlich zu), aber anscheinend ist genau dieser für Klagenfurt ULTIMATIV und das ist dann erwähnenswert und besonders gut von ihm beschrieben.

Und auch adn1966 bringt es auf den Punkt, wer muss oder wird gezwungen in ein Restaurant zu gehen, nur weil ich es dort gut finde? Das TGI ist für mich bemerkenswert und wie adn1966 völlig richtig bemerkte, "Geschmäcker sind doch Gott sei Dank verschieden!" Nur das Lokal abwärtend als "Fastfood-Restaurant" zu betiteln, obwohl man offensichtlich nicht einmal die Speisekarte hier im Ansatz kennt, ist einfach nur peinlich und sich selbst als inkompetent für dieses Forum entlarvernd.

Es ist halt bei Unregistrierten meisst so, "wie wenn der Blinde von der Sonne redet..."

Gerry

P.S. Wahrscheinlich ist das aber sowieso wieder ein eigentlich registrierter Neider!

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215
47
am 5. Juni 2012 um 14:46

Unregistered: Zum Thema "Fastfood" - ich kenn das Lokal ja nicht, aber hier wurde fundiert nicht nur über Zubereitung berichtet, alles andere ist Geschmacksache. Auch ich hab über einen Würstelstand berichtet. Auch hier kann man Details über Qualität der Ware und über's verwendete Fett verlieren.
Darauf kommt's an.
Wenn aber wer den Würgerking mit 3x5 bewertet und nicht mal eine Zeile Text ausspuckt, dann ist das genauso wertlos wie ein Einzeiler über einen 19-Punkter.

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315
75
am 5. Juni 2012 um 13:47

@unregistered: Und das, obwohl sie so eloquent ausführlich geschrieben wurde? Geschmäcker sind doch Gott sei Dank verschieden, oder?

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80
48
Unregistered am 5. Juni 2012 um 13:02

Die Bewertung für ein Fast Food Restaurant möge einer verstehen ......ich nicht!!!!

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Unregistered
Kein Tester
Unregistered am 3. Juni 2012 um 20:39

Ich finde den TGI auch gut, die Burger schmecken mir aber beim Mäc trotzdem noch besser. Der TGI hat halt viel mehr auswahl.

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Unregistered
Kein Tester
am 3. Juni 2012 um 17:40

Kann jeder halten wie er mag. Klar.

Und vor allem Kinder sind ja so frei in Ihrer Entscheidung wenn sie vor dem Supermarktregal stehen und all die " gesunden " Wedges und Chips mit Schale sehen. Mich stört eher die Unverfrorenheit der Industrie.

Gekeimte ungeschälte Kartoffel darf man zb an Schweine per Gesetz nicht verfüttern.

Aber das Narrative des Neoliberalismus ist eben das jeder seines Glückes Schmied sei und daher das Normative ganz ganz schlecht.

In diesem Sinne: Sire, geben sie Schalenfreiheit. Das Volk verlangt es.

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am 3. Juni 2012 um 17:21

keiner zwingt dich. ich seh das nun mal entspannter, denn wenns nach dem geht, darf ich auch kein grillfleisch essen, das zu viel hitze erwischt hat. und atmen auch nicht, wenn ich in der stadt bin, wegen der giftigen abgase uswusf. glücklicherweise darf das jeder halten wie er/sie mag :-)

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12
am 3. Juni 2012 um 17:14

@ Gourmeuse

Solanin = hitzestabil, Chloropham = hitzestabil.

Da macht es keinen Unterschied ob roh oder gekocht.

Und natürlich machts die Dosis ( LD50 oral wären das bei der Ratte 500 mg, IP bei derselben Ratte 45 mg)

Ich versteh nur nicht warum ich etwas giftiges essen soll, das nichts zum Geschmack beiträgt.

Schon meiner Niere zuliebe

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29
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am 3. Juni 2012 um 16:23

@thun: ich glaube nicht, dass schon jemand an erdäpfelschale gestorben ist, zumal sie ja nicht roh gegessen wird. wie immer macht's die dosis.

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59
12
am 3. Juni 2012 um 16:08

Toller Bericht.

Zu den Pommes mit Schale erlaube ich mir anzumerken das mich dies schon lange ärgert. Unabhängig von Solanin, werden Erdäpfel zur Lagerung mit Keimhemmern wie Chlorpropham (Mitosehemmer) behandelt.

Nicht einmal in Kriegszeiten wurde Schalen irgendwie verwertet, als Suppe zb wie von anderen Gemüsen.

Heut gibts Wedges, Chips mir Schale weil einfaches Grundwissen verloren geht und die Industrie das als " natürlich " verkauft.

Ein Killo geschälte Kartoffel hat rund 30 mg Alkaloid, mit Schale rund 100 mg.

Die Schale dient der Kartoffel einzig zum Schutz in der Erde gegen allerlei Getier und muß daher per se giftig sein. Der Mensch fügt noch Gift gegen das Austreiben hinzu und die Industrie verkauft das dann frohgemut.

Ich finds seltsam

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29
10
am 3. Juni 2012 um 15:58

schön wie immer, der bericht. klitzekleine anmerkung: warum nicht einmal "knusprig" statt dem schrecklich deutsch-deutschen "kross"? lg!

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12
TGI Friday's
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