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Sirbu Hans - Bewertung

am 21. Mai 2012
ChristineS3
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1Speisen
2Ambiente
0Service

Meine Frau und ich waren am 18.05.2012 das erste Mal bei einem Heurigen. Wir sind zum Sirbu gegangen, weil uns dieses Lokal von Freunden empfohlen wurde. Als wir in die Gaststube kamen, wurden wir von einem unfreundlichen Kellner an einen Tisch gesetzt. Die Schlange an der Theke ließ anfangs ein leckeres Essen vermuten. Auf Nachfrage bekamen wir dann kommentarlos unseren Wein sowie zwei schmutzige Gläser auf den Tisch gestellt. Meine Frau stellte sich derweil in die Schlange zur Essensausgabe an. Nach einer gefühlten Ewigkeit alleine am Tisch, ich schätze etwa 30-40 Minuten, bekam ich von ihr den Wink, das die Auswahl der "Speisen" langsam beginnen werde. 4 völlig überforderte, unkoordinierte Gestalten bemühten sich den Gästen ihre Wünsche zu erfüllen. Nachdem wir ein wenig Käse, ein undefinierten Schafskäse, welcher sich im Nachhinein als eine Art Topfen herausstellte, sowie etwas Schinken, Blätterteig und altes Brot aufs Tablett gestellt bekamen, war die Rechnung fällig. Da fiel mir doch glatt die Kraft aus dem Gesicht: 29,60 € für ein paar "Schmankerl" waren doch entschieden zu viel. Wir hätten den Betrag noch akzeptiert wenn das Essen wenigstens geschmeckt hätte. So ein altes und geschmackloses Brot findet man bei uns nicht mal im billigsten Discounter! Der Gipfel jedoch war der Wein! Wenn dieser Wein vom Erzeuger Sirbu selbst sein sollte hat dieser Mann sein Handwerk verfehlt! Wir selbst kommen aus Bad Homburg, in der Nähe des Rheingaus. Nirgendwo dort findet man in den Straußwirtschaften auch nur annähernd ein solch schlechtes Preis / Leistungsverhältnis. Übrigens: Die "Plörre" hat uns mit etwas Wasser dazu 12,- € gekostet! Insgesamt schlug der Abend beim Sirbu mit über 40,- € zu Buche! Fazit: Tun Sie sich bloß nicht den Sirbu an, außer Sie wollen nur eine herrliche Aussicht auf Wien genießen.

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Kommentare (6)

am 15. Juni 2013 um 23:15

Christines Kritik kann ich vollinhaltlich bestätigen - leider. Wenn ich das vorher gelesen hätte, wär mir ein gastronomisch entbehrlicher Abend erspart geblieben.
Sirbu meiden - es gibt so viele wirklich gute Heurigen!

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DagmarS am 16. Juni 2012 um 08:08

Dass der Wiener Wein nicht jedermanns Geschmack ist (meiner auch nicht, ich bevorzuge das Weinviertel) ist EINE Sache, ob er wirklich schlecht war, eine ANDERE. Nach Aussage eines bekannten Weinbauern gäbe es nämlich keine schlechten Weine mehr....
...und dass der "bundesdeutsche Weingeschmack" ein anderer ist, ist auch unbestritten - wir waren in Hamburg, als die Moselwinzer ein Weinfest veranstalteten - einfach UNTRINKBAR für mich - lediglich bei Tim Mälzer gab es Wein vom Pollerhof (Retzbach), was für eine Freude!
Überhaupt: "zum ersten Mal" bei einem Heurigen...na ja...das kann nicht gleich ein Expertenurteil sein.

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DagmarS
Kein Tester
am 22. Mai 2012 um 12:38

ehem. 1190er, PS: und ich dachte, die Heckenklescher wären in Grinzing längst Geschichte, man sieht, ich muss mich dort bald wieder mal umsehen.
So ein Kopfschmerzmittel (also für, nicht gegen Kopfschmerzen) ist natürlich alles andere als erfreulich - da bereitet einem sogar die schöne Aussicht Kopfzerbrechen ;-P

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am 22. Mai 2012 um 12:14

ehem. 1190: wir sind gespannt auf Empfehlungen - oder gar Berichte? ;-)

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ehemaliger 1190er am 22. Mai 2012 um 11:42

Die Erfahrung von Christine muss ich leider bestätigen. Ich wohne in der Nähe vom Sirbu und habe über viele Jahre hinweg die angebotene Qualität sowohl der Speisen als auch der Weine und natürlich auch des Service mitverfolgen dürfen.
Wie schon oft angesprochen ist die Aussicht wunderschön, das war's dann aber auch schon.
Liptauer mit Knoblauchgranulat, Topfenstrudel mit Nelkengeschmack, Schnitzerl aus Formfleisch - zumindest kam's mir so vor- und eine Ansammlung an Heckenkleschern mit Schädlwehgarantie.
Eine Schande für die Wiener Heurigenkultur.
Mit persönlich kommt's so vor als würde billigste Schrottware zu Grinzinger Preisen angeboten.
Christine, es tut mir leid, dass du so eine Erfahrung machen musstest; es geht aber auch anders.

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ehemaliger 1190.
Kein Tester
am 22. Mai 2012 um 11:03

Christine: nachvollziehbar, schade!
Was mich nur interessieren würde, da ich den Sirbu nicht kenne: was war am Wein genau auszusetzen? Man muss nämlich, wenn man aus Deutschland kommt, aufpassen. Die Säuregrade unserer Weine, vor allem die vom Gemischten Satz und von ähnlichen gezielt "frisch und fruchtig" ausgebauten Weinen, sind weitaus höher als jene in Deutschland, wo sich zwar schon einiges geändert hat, aber immer noch durch die Bank lieblichere Weine produziert werden. Und damit meine ich nicht nur Moselweine oder Liebfrauenmilch! Selbst in Österreich tätige Önologen aus Geisenheim tendieren zu mehr Lieblichkeit in den Weinen.
Übrigens: Zu Beethovens Zeiten (er trank gerne und viel Wiener Wein...) wurden viele Weine, um der aggressiven Säure Herr zu werden, aufgezuckert. Zucker war damals allerdings noch ein Luxusgut, also verwendete man Bleizucker (Bleiacetat), den man heute allerdings nicht mehr verwendet, auch sind die Erntemengen heutzutage weitaus geringer und die Qualität der Weine viel höher.
Für Beethoven wäre dies im Nachhinein ein schwacher Trost. Neben der Leberzirrhose fand man auch über die Jahre hinweg pathologische Mengen an Blei in Haar in Schädel des Komponisten. Prost!

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Sirbu Hans
Kahlenberger Straße 210
1190 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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16 Bewertungen
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