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Der Steirer - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 12. Mai 2012
Experte
amarone1977
315
75
30
4Speisen
3Ambiente
4Service
6 Fotos3 Check-Ins

Hunger für zwei. Vor dem Einchecken ins Hotel soll ordentlich, aber flott gespeist werden.

„Der Steirer“ war schon öfters in meiner „Schusslinie“, aber oft war das Lokal gerammelt voll.
Heute nicht ganz.

Das Lokal an der Mur ist ein weiteres Beispiel für ein geschickt und konsequent durchgezogenes Lokalkonzept, vom „Weinshop“ in Eingangsnähe angefangen über die moderne Interpretation eines Gasthauses samt schlicht-edler Eichensitzecke und den urig-stylishen Tischsets.

Negativ: warum die Toiletten gerade mal zwei kleine Häusln mit gemeinsamem Waschbecken für Männlein und Weiblein sind, kann wohl niemand beantworten. Immerhin, der Flirtfaktor beim Händewaschen steigt enorm.

Wer zu Mittag speisen will, findet auch im Café-Bereich Platz, die Menüs sind günstig und Zeitungen gibt’s in Hülle und Fülle. Hierbei erinnere ich mich an einen sehr angenehmen Mittagsbesuch vor gut einem Jahr mit tadellosem Menü (Suppe, Kalbsrahmgulasch und ein Weindi) um faire 15 Euro.

Donnerstag Abend gibt's den vom Haus rechtlich geschützten Grätzer Kapaun, einen geschnittenen und gemästeten Hahn. Bis dato hatte ich noch nicht die Ehre, den hochgelobten Gockel zu probieren.

Wir bekommen an jenem Abend im Nichtraucherbereich einen kleinen Tisch für zwei.
Das Service kümmert sich professionell um die Tischzuweisung, es gibt weder lange Wartezeiten noch Verwirrung, noch einen unsauberen Tisch.
Stets freundlich, behände und unaufgeregt.

Wein: da ja wie auch beim Leutschacher Kreuzwirt (siehe dort) die Gebrüder Polz ihre Hände im Spiel haben (bzw. hatten), ist hier dem Lokalnamen entsprechend steirischer Wein maßgeblich vorhanden. Da mir aber die Steirische Klassik (zumeist säurebetonte, allzu fruchtige, aber strukturlose Weißweine) weniger zusagt und gute Rotweine aus der Steiermark Mangelware sind und auch kaum in der Gastro Berücksichtigung finden, so machen wir weintechnisch einen Ausflug an den Neusiedlersee. Eine eher international angehauchte Cuvée und ein wirklich schön saftiger St. Laurent wurden es dann.

Das Essen: ein Kalbswienerschnitzel mit Petersilerdapferl dort, ein Kalbstafelspitz mit klassischen Beilagen hier.
Das Wiener dürfte ob der Farbgebung ein routiniertes Schwimmschnitzel sein, mein Geschäftspartner nickt sichtlich zufrieden. Zwar kein Pfannenschnitzel, aber immerhin.

Der Tafelspitz steht mit gut 20 Euro zu Buche, hat aber so einiges zu bieten:
er kommt im Kupferpfandl daher und wird zuerst mal am Beistelltisch geparkt. Dann beginnt das Prozedere des Profikellners.
Zuerst mal bekomme ich eine kleine Portion Suppe, je nach Wahl mit klassischen Einlagen, für mich wird’s der geliebte Fleischstrudel. Die Suppe ist kräftig, voller knackigem Suppengemüse, der Strudel schön würzig, mit der Suppe scheint sich der Geschmack zu verdoppeln. Gerade deswegen mag ich Suppenstrudel ja besonders gern.

Dann das Fleischerl selbst. Schön saftig, der Spinat geht in Ordnung, die Erdäpfel haben ordentlich Kruspeln dabei. Eine Schnittlauchsauce, die nicht nur aus Mayonnaise besteht, ein etwas apfelbetonter Apfelkren – und was ist das: ein schon fast in Vergessenheit geratener Markknochen, samt Füllung. Jubel braust auf!
Der Kellner kommt mit der Kupferpfanne daher und gießt die Suppe über das Fleisch. Kompliment!
Anmerkung zum Schluss: die auf dem Foto ersichtliche Menge ist nur die halbe Miete, denn die Pfanne gab noch mal so viel her, dabei wäre das gar nicht erst nötig gewesen.
Damit war die Nachspeise kein Thema mehr.

Espresso und Grappa zum Schluss. Tadellos. Ab ins Hotel.
Fazit: der Steirer sieht mich bestimmt wieder.

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Kommentare (4)

am 13. Mai 2012 um 15:28

Unreg: keine Ahnung, ich kauf mir auch keine Bücher mehr, weil ich nach der ersten von 128 Seiten völlig überfordert bin! ;)

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Experte
315
75
Unregistered am 13. Mai 2012 um 12:30

Zuviele Infos! Wer braucht sowas? (Vorsicht! Ironie)

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Unregistered
Kein Tester
am 13. Mai 2012 um 10:55

Labrouche: ich könnte ja eine Einleitung hinzufügen, à la "Für die Analphabeten: Super Lokal, tolles Essen, komme sicher wieder! ...
Und jetzt für die, die lesen können: Es war einmal...."
;-))))))
Lies mal den verlinkten Bericht samt Kommentaren. Ich glaub, man muss nicht viel hinzufügen:
Link

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Experte
315
75
am 13. Mai 2012 um 10:44

Offensichtlich mißbraucht hier jemand die "Nicht hilfreich" Klicktaste als Ventil für persönliche Animositäten. Wem ein derartiger Bericht nicht helfen kann, dem ist wohl nicht zu helfen - außer vielleicht mit einem Zweizeiler ;-)

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89
42
Der Steirer
Belgiergasse 1
8020 Graz
Steiermark
Speisen
Ambiente
Service
41
36
39
16 Bewertungen
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