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Yang Haus - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. Mai 2012
Experte
bubafant
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3Speisen
3Ambiente
3Service
34 Fotos3 Check-Ins

All-you-can-eat-Buffet und TeppanGrill für 2 inklusive Prosecco um EUR 14,90 statt EUR 32,40.
Telefonische Reservierung für einen Dienstag, 18:00 Uhr, NR, mit leichten Verständigungsschwierigkeiten.

Der Eingangsbereich des Lokals befindet sich in der Häuserfront der Otto-Bauer-Gasse, nach kurzem Gangbereich führt eine breitere Stufe ins Lokal.
Gleich nach links befindet sich eine große hölzerne Garderobe mit anschließendem Vorbereich mit Wickeltisch und Zugang zu den sehr sauberen (und gut riechenden) Sanitärräumen, bei den Damen inklusive DysonAirbBlad.
Daran reiht sich die ebenfalls hölzerne Theke und das freistehende, auf zwei Seiten zugängige Buffet und endet mit der Kochnische für die TeppanGrillGerichte. Beim Eingang rechter Hand gelangt man in einen der vielen Gasträume, anschließend in einen überdachten Innenhofbereich mit Ausgang in den Gastgarten, sowie ein weiterer Raum, dessen Raucherschild anscheinend durchgestrichen war. Oder auch nicht. War nicht wirklich eindeutig. Davor noch die Kühlvitrine mit den Desserts und dem Sushi-Buffet.

Als wir kurz nach 18:00 Uhr das Lokal betreten sind wir die ersten Gäste. Mit einer allumfassenden Bewegung im Raum wird die Reservierung obsolet und wir können uns aussuchen, wo wir sitzen wollen. Noch einmal versuchen wir darauf aufmerksam zu machen, dass wir einen Gutschein … - Jaja, Gutschein. Passt schon.
Wir entscheiden uns für einen Zweiertisch im Wintergartenbereich an der Glasfront zum Gastgarten, der mit einer Kunststeinmauer inklusive Wasserfall von den benachbarten Innenhöfen abgegrenzt wird. Die gesamte Einrichtung vermittelt keinen asiatischen Touch, im Trog der Trennmauer sind lobenswerterweise echte Zimmerpflanzen, die Hintergrundmusik ist Fahrstuhlgerecht.

Wir bekommen den halben Liter Prosecco in einer kleinen Karaffe in einem kleinen GlasEiskübel auf den Tisch gestellt mit der Bemerkung, es gibt noch nicht alles zum Essen, aber es wird nicht mehr lange dauern. Beim Hinstellen der zwei Sektgläser bestellen wir (prophylaktisch) ½ l SoZi (EUR 2,80).
Der Tisch ist nicht eingedeckt und es wird vom Nebentisch je eine Papierserviette mit Messer und Gabel genommen und an den Außenrand unseres Tisches gelegt. Beim Servieren des Halbliterglases hinterlässt dieses einen braunen Rand am weißen Tischtuch. Vier kleine Nummernschilder mit unserer Tischnummer komplettieren neben einer Vase mit einer Nelke, einem Werbesteher und einem kleinen Tablett mit der Menage unsere Tischdeko.

Mittlerweile kommen auch wellenweise andere Gäste. Ein weiteres Pärchen. Gutscheinbesitzer, zwei Einzelpersonen, die a la Carte essen, eine Vierergruppe, die sehr freundlich begrüßt und beplaudert wird. Stammgäste ?

Wir starten die erste Runde vom Buffet mit einem Teller gebratenen Hühnerstücke in Sesam/Shrimps in Backteig/Bratkartoffeln/Gemüse in Backteig. Das Huhn eher zäh, wenig Fleisch am Knochen, die Kruste gut gewürzt. Das Gemüse im Backteig sehr knackig, die Shrimps und die Bratkartoffeln guter Durchschnitt.

In der zweiten Runde kommt der Teppan-Grill an die Reihe. Hinter den Nirostawannen mit den Rohzutaten befinden sich folierte Kärtchen mit dem Schärfegrad (eine, zwei oder drei Chilischoten), dem Knoblauchgehalt nach gleichem Muster und vier Saucen (Teriyakisauce süßlich, Orangensauce, Knoblauchsauce pikant, Szechuansauce), dazu ein Metallklips für die Tischnummer, eine eher wackelige Geschichte. Wir bestücken einen Teller mit Rind/Huhn/Schwein/Zwiebel/Zucchini/1 Chili/2 Knoblauch/Orangensauce und einen mit Schwein/Zwiebel/Paprika/Pilze/Zucchini/Nudeln/1 Knoblauch/Teriyakisauce. Das Rindfleisch hat im Rohzustand sehr zerfleddert ausgesehen, die restlichen Zutaten wie gewohnt.

Wir haben schon öfters erlebt, dass dann vom Koch eigenmächtig etwas 'korrigiert' wird, weil zwei Zutaten offensichtlich nicht zueinander passen oder ähnliches. Das ist hier absolut nicht der Fall, es wird nicht herumgemäkelt und man bekommt genau das wieder auf den Tisch zurückserviert, was man sich ausgesucht hat. Auch die Schärfe und den Knoblauch bekommt der Koch gut hin. Die Kombination 1 Chili und 2 Knoblauch war für mich ausreichend. Keine Ahnung, was bei 3 Chili alles zu laufen beginnt …
Der gemischte Fleischteller schmeckt sehr gut, auch das Rindfleisch ist gut geraten, kein zähes Stück, fast ein bisschen kross. Das Gemüse noch mit etwas Biss. Lobend sollte auch noch erwähnt sein, dass die Optik des Tellers in Ordnung ist.

Allerdings: wir sind nur vier Personen, die den TeppanGrill in Anspruch nehmen. Der Koch hat auch immer nur mit Zuruf den Kellner oder die Kellnerin informiert, dass zu servieren ist. Wie das gehandhabt wird, wenn das Lokal komplett voll ist, bzw. die Teller vor der Grillplatte sich stapeln, will ich mir lieber nicht vorstellen. Dann geht es mit Sicherheit nicht mehr so gemütlich wie an einem Dienstagabend zu. Zu diesem Zeitpunkt muss man leider auch schon auf sich aufmerksam machen, um 0,3 l Stiegl Pils (EUR 2,30) zu ordern. Die Teller werden wortlos abserviert.

So, eine dritte Runde geht noch. Diesmal der rechte Teil des Buffets: Fisch. Auf, unter und neben vielem Eis. Am Teller Lachs/Pangasius/Shrimps/Zwiebel/Paprika/Zucchini/Terryakisauce. Die Wartezeit beträgt bei vier 'Teilnehmern' ungefähr 8-10 Minuten, beim Servieren wird diesmal ein Schild auf den Boden geworfen und nicht mehr auf den Tisch gelegt. Ich hätte doch noch so viele Teller essen können … Nein, hätte ich nicht. Dieser war der Letzte. Wieder alles sehr gut durchgebraten und wunschgemäß geschärft und diesmal mit fast etwas viel Sauce versehen. Auf einem Paprikastück hat sich der Hauptanteil an Knoblauch und Chili versammelt, die Shrimps schmecken irgendwie nach Waldboden, das Highlight des Tellers war der Lachs. Der war perfekt mit Kruste und trotzdem leicht zu zerteilen. Erinnerung an den ersten Carmen's Corner im Wiener Ratshauspark werden wach …

Aus Interesse noch eine kleine Dessertrunde mit Vanille- und Erdbeereis und einem Pudding aus der Vitrine. Jö. Da liegen also die Sushi. Egal, so verlockend hat dieser Buffetteil sowieso nicht ausgesehen. Das Eis war typische Hotelware, der Pudding am unteren Teil Mango, obenauf eine dünnen weiße Schicht (?) und die unvermeidlichen Kokosflocken. Diesen 'Gang' kann man getrost weglassen.
Allerdings: sehr gut fand ich, dass im Kübel mit dem Eiswasser für den Eisportionierer Zitronenspalten beigefügt waren.
Beim Bezahlen gibt es statt dem üblichen Pflaumenwein in einem schlanken Schnapsglas Mangosaft in Crusheis mit etwas Baccardi (ohne 'Nebenwirkung' lt. Kellner). Sehr erfrischend.

Fazit: Durchschnittlicher Asiate mit Exklusivvertrag mit einer Eis(würfel)firma (:-)). Wir halten's mit den Verabschiedungsworten des Personals: Babba, scheeenObnd.

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Kommentare (4)

Unregistered am 1. Februar 2013 um 09:51

Dem Saft ist nicht immer Alkohol beigefügt (bin Stammgast).

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Unregistered
Kein Tester
am 10. Mai 2012 um 21:29

Ich hatte 3 Kollegen, die trockene Alkoholiker waren - die hätten sich bestimmt über den Baccardi ohne Nebenwirkung gefreut. Verantwortungslos vom Kellner; oder unwissend.

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Experte
63
50
am 10. Mai 2012 um 21:18

... ich weiss ...

Gefällt mir1
Experte
283
71
am 10. Mai 2012 um 21:14

Du isst Pangasius??!! Oha...
Gerry

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