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Sukothai - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 24. April 2012
Experte
amarone1977
315
75
30
3Speisen
3Ambiente
3Service
7 Fotos2 Check-Ins

Es gibt immer wieder Neues zu entdecken.

Für mich heißt das vor allem die fernöstliche Küche kennen zu lernen. Hier bin ich im Vergleich zu vielen anderen Usern hier wirklich noch mit Kinderschuhen unterwegs. Man möge mir also schon jetzt das vorsichtige Herantasten an Speisen und deren Zutaten verzeihen.
Freu mich also schon jetzt auf Ezzes von SSW, Gerry, Evba, walt, magic und Konsorten!!

Da ein für mich wirklich gutes Chinarestaurant gerade erst zugesperrt hatte, war es endlich mal an der Zeit, das einzige mir bekannte echte Thailändische Restaurant in Klagenfurt auszuprobieren.

Zweimal war ich nun dort.

Das Lokal befindet sich in der Domgasse, eine der Seitengassen von 8.-Mai- und Burggasse.
Relativ schlicht, ein goldener Buddha im Fenster, ein paar Bilder mit Portraits, die aber recht „sparsam“ an der in Kirschrot gehaltenen Wand hängen.
So mancher der Kunstledersitze hat schon bessere Zeiten erlebt.

Die Mittagsöffnungszeiten sind zwar bis 15 Uhr, aber das Mittagsangebot war gegen 14 Uhr schon aus. Das heißt so viel wie nächstes Mal früher kommen! Macht aber nichts, ich lasse mich gern überraschen und wegen den billigeren Preisen des Mittagsmenüs verschmähe ich noch lange keine Speisekarte.

Hier gibt’s viel Gemüse, diverse Fleischsorten nach Wahl, Gewürze wie Zitronengras, Zitronenblatt, Koriander als Wurzel oder als Kraut – und die allgegenwärtige Kokosmilch.

Die beiden Damen, eine im Service, eine in der Küche (wahrscheinlich die Chefin Urai Spick) sind unaufgesetzt freundlich und gewähren auch den einen oder anderen Sonderwunsch, schließlich fängt bei mir schon das Problem mit Tomatenstücken in der Suppe an.
Faszinierend für einen Sprachenfanatiker wie mich: der Akzent, ich hatte noch nie jemanden zuvor Thailändisch sprechen gehört. Intensiv, akzentuiert, abwechslungsreich, wie die Aromen der Küche.


Suppe: beim ersten Mal ist es eine Kokossuppe mit Hühnerfleisch, die in einer mehr als großzügigen Schüssel serviert wird.
Zuerst ein wenig ungewohnt, dann aber beginnt die Sache richtig zu schmecken. Ein wenig Säure von der Limette, nachgesüßt wurde auch, das Zitronengras verleiht ordentlich Aromatik, Zitronenblätter tun ihr Übriges (die kenne ich sonst nur von meinem Balkon!).
Den Koriander muss man mögen, vor allem das Kraut ist nicht jedermanns Geschmack. Ich selbst mag’s (in Maßen) ganz gern.
Das Fleisch ist schön zart.
Alles in allem eine sehr anregende Sache, wie gesagt mal ganz was Neues.

Hühnerspieße mit Erdnusssauce (Vorspeisenportion).
Lasse ich nach ca. der Hälfte stehen.
Einerseits, weil ich jetzt schon jetzt merke, dass mein anspruchsvolles Menü mich mengenmäßig komplett überfordert und ich noch „ein wenig“ Platz für die Hauptspeise brauche.
Andererseits aber auch, weil mir das schön gelbfarben marinierte Hühnerfleisch angesichts der Geschmackskombination mit gemahlenen Erdnüssen nicht so recht zusagen will. Das curryartige Hühnerfleisch bekommt mit den Erdnüssen einen weiteren „schweren“ Partner, ohne einen Gegenpart dazu, wie etwa Zitrone oder ähnliches. Und die beigestellten rohen Gurken würden weder diese Aufgabe übernehmen können noch würde ich sie auch nur anrühren.
Gurken werden von mir ja bekanntermaßen als Lebensform nicht anerkannt ;-)

Matsaman-Curry mit Kartoffeln und Erdnüssen.
Auch hier kommt die Erdnuss vor, allerdings ist die Kombination mit Kartoffeln, Hühnerfleisch und dem sehr guten Reis sehr viel ausgewogener als zuvor bei den Spießen. Auch hier ist Kokosmilch dabei, erinnert dadurch sofort an die Suppe.
Gemäß hauseinger Schärfegrad-Definition hat das Matsaman eine von drei möglichen Chilischoten, ist also sehr, sehr mild.
Bei der Hälfte schlägt man wir vor, es mit nach Hause zu nehmen, weil ich bereits viel zu viel gegessen hatte. Am Abend gab‘s also Teil 2, ein gelungenes Abendessen.

Beim zweiten Besuch gab’s dann eine Gemüsesuppe, wie schon zuvor erwähnt ohne Tomatenstücke. Auch diesmal ist ordentlich Kokosmilch drin, fast schon ein wenig zu viel. Eine Wantan-Suppe (der thailändische Name dazu ist mir jetzt entfallen) hätte es auch auf der Karte gegeben, doch die war dieses Mal aus.

Rotes Curry mit Rindfleisch, Zuckererbsen und Bambus.
Die Kokosmilch bleibt dominant, ich sollte wohl beim nächsten Mal eine der Süß-Sauer-Gerichte wählen. Ansonsten schmeckt die Mischung sehr gut, nur die Zuckererbsen erinnern mich in der Konsistenz eher an Kichererbsen, die Schale ist ziemlich zäh.
Laut hauseigener Schärfe-Skala hat dieses Hauptgericht wiederum gar drei von drei möglichen Chili-Symbolen. Doch es ist gerade mal schön dezent scharf, wobei die Schärfe bis zur Hälfte des Essens überhaupt kaum präsent ist, erst nach und nach stellt sich ein angenehmes „Wärmegefühl“ ein.
Hier bleibt also für die „fuego“-Fans noch viel Luft nach oben. Wenn ich da das legendär scharfe Curry im Wiener Tibet-Restaurant in Erinnerung rufe, da waren 3 von 4 möglichen Schärfegraden schon viel zu viel für mich, nämlich tränentreibend scharf.

Erstes Fazit nach zwei „Thailand-Ausflügen“: vor allem das Süß-Sauer-Zusammenspiel der Hühnerfleischsuppe hat es mir angetan. Da gilt es an- und fortzusetzen.
Zartes Fleisch, interessante, aromatische Gewürze – und eben das süße Säurespiel. Freue mich auf alle Fälle auf eine Fortsetzung.
Ich muss allerdings beim nächsten Mal ein wenig von der Kokosnuss wegkommen, sonst wachsen mir noch Palmblätter aus den Ohren.

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Kommentare (4)

am 25. April 2012 um 00:21

@amarone: Die Garnelen haben keinen Kopf mehr, Schmetterlingsschnitt und entdarmt. Also nicht fürchten, niemand wird dich angaffen.

In der Menage sind mehrere Töpfchen: 1 mit trockenen Chilikörnern, 1 mit scharfer Paste, 1 mit Zucker und eines mit einer Art Essig.

Man streut etwas Zucker über die Nudeln (ja ich weiß, es klingt schrecklich - bei meinem ersten Pad Thai dachte ich beim Zusehen, dass ich das nie im Leben essen könnte), darüber leert man löffelweise diese Art von Essig, ev. Chili dazu, vermengt das Ganze und ein traumhaftes Gericht wartet darauf verzehrt zu werden.

Probier es aus!
PS: absolut ohne Gurken und Tomaten. :-)

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63
50
am 24. April 2012 um 23:19

magic, PS: vielen Dank und sorry, ich hatte ad hoc grad mal ein paar Namen in puncto Asien auf der Uhr :-/

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315
75
am 24. April 2012 um 23:12

GOOR KEN oder Gurken, egal, ich will nicht! :-P
Auf alle Fälle habe ich jetzt mal eine Vergleichsgrundlage. Das Gung (Garnelen) werd ich auch auslassen, da fühl ich mich jedes Mal beobachtet, wenn das am Teller liegt (totes Tier mit Augen...)
Wieso kriegt man zum "Pad Thai" eine Menage geliefert? ;-)

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315
75
am 24. April 2012 um 21:03

Die von dir erwähnten Spießchen heißen Sateh oder Satay, kommt immer darauf aus welcher Gegend der Koch kommt. Ein traditionelles Gericht, das immer mit Gurkensalat serviert wird. Nicht jedoch wie der unsrige Gurkensalat. Eine ungeschälte Salatgurke wird in ca. 3 mm dicke Scheiben geschnitten, danach werden die Scheibchen geviertelt, dazu kleine Stückchen rote Zwiebeln und mit einem Dressing aus Wasser, Essig und etwas Zucker versehen. Ja, ich weiß, du magst keien Gurken, aber so ist es original.

Ein anderes thailändisches Nationalgericht wäre Pad Thai. Entweder Pad Thai Gung (mit Garnelen) oder Pad Thai Gai (mit Huhn). Dieses Gericht wird meistend mit Reisnudeln zubereitet.
Wenn die dafür nötige Menage nicht automatisch mitgeliefert wird, einfach verlangen und die Anwendung vorzeigen lassen. Ohne diesem Zeugs schmeckt es nur halb so gut. Ich hoffe, dir schmeckt es; uns immer!

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Sukothai
Domgasse 22
9020 Klagenfurt
Kärnten
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