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Martinelli - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. April 2012
Hartaberfair
55
7
11
3Speisen
3Ambiente
4Service
1 Check-In

Aufgrund der einen ernstzunehmenden guten Bewertung hier bei Rete griff ich bei der Groupon-Aktion für ein 4 Gänge Menü für zwei Personen zu. Gestern lösten wir dann unseren Gutschein ein. Im Nachhinein kann man sagen, dass sich der Gutschein gelohnt hat, das Martinelli aber keine Chance hat, unser Stammitaliener zu werden.

Das Essen: Der Gruß aus der Küche bestand aus einer Zucchinischeibe mit Gambafarce an Pesto. Die Zucchinischeiben schienen in größerer Anzahl vorbereitet und zwischengelagert worden zu sein. Als sie bei uns ankamen waren sie leider jedenfalls schon nur mehr lauwarm, schmeckten aber gut. Das gereichte Brot war keine Offenbarung aber gut, zumindest frisch aufgebacken.

Die Vorspeise war ein Ministück Thunfisch mit einem Ministück Büffelmozzarella und Pesto. Der Fisch war von guter Qualität und für unseren Geschmack sehr gut angebraten – außen durch innen komplett roh. Der Büffelmozzarella schmeckte leider eher wie fior di latte und nicht wie Büffelmozzarella.

Als Zwischengang gab es einen Kinderteller „Hausgemachter Pasta mit Meeresfrüchten und sorrentinischem Zitronenaroma“. Die Pasta war sehr gut al dente, das Zitronenaroma aber zu intensiv, was an den Zitronenzesten im Essen lag. Die Meeresfrüchte bestanden aus 2 Shrimps, 1 Muschel und einem Stückchen Surimi.

Als Hauptgang hatten wir dann einmal Wolfsbarsch in Kartoffelkruste und einmal Kalbshaxe in Kräutermarinade. Die Portionsgröße passte ungelogen auf einen Esslöffel und ab da hatten wir das Gefühl, wir sollen für dumm verkauft werden – um das mal höflich auszudrücken. Die „Kalbshaxe“ war ein Stück derselben, das ungefähr 80 Gramm wog wovon die Hälfte Gallert war. Die 40 Gramm essbares Fleisch waren butterzart und schmeckten sehr gut. Von Kräutermarinade war zwar keine Spur aber der Jus schmeckte ausgezeichnet. Die 6 Stückchen Babygemüse waren knackig und gut. Dazu gab es noch eine halbierte Minikartoffel. Der Wolfsbarsch (geschätzte 50 Gramm) war gut, die Kartoffelkruste entpuppte sich als Kartoffelstampf, den wir zu Hause besser hinbekommen. Dazu gab es Pesto, das im Martinelli offenbar sehr vielseitig Verwendung findet.

Der Nachtisch bestand aus einer Dessertvariation mit dreierlei Hausgemachten Süßspeisen: Tiramisu an Erdbeerpüree, Johannisbeersorbet an Vanillesoße und Vanille Panna Cotta an Maracujasoße. Das Tiramisu war gut, das Panna Cotta war sehr gut und das Sorbet war ein Traum. Alles in allem war das Dessert das Highlight des Menüs.

Die Getränke waren angefangen vom Prosecco und dem Bellini (selbstgemachtes Pfirsichmark) bis zum Merlot sehr gut. In Summe zahlten wir für die Getränke (Prosecco, Bellini, 2 Wein, 1 Bier, 1 Glas Wasser) 27 Euro.

Der Service: Wir wurden sehr freundlich empfangen. Die Bedienungen (wir hatten 3 verschiedene über den Abend) waren sehr nett und bemüht. Lustig war, dass ein Kellner ständig mit einer großen Pfeffermühle von Tisch zu Tisch gelaufen ist und jedem frischen Pfeffer über das Essen gegeben hat. Was wir vermisst haben war frische geriebener Parmesan zum Zwischengang.

Das Ambiente: Schön mir Verbesserungspotenzial. Die Wände und die Stühle sind in sehr warmen Farben gehalten. Das „Deckengewölbe“ ist weiß. Die Beleuchtung ist eher sparsam aber ausreichend. Was nicht schön ist sind die grün-braun gemusterten Vorhänge, die altbacken wirken. Auch nicht schön sind die teils schmutzigen, abgegriffenen Wände. Das Restaurant ist quadratisch mit 12 Zweiertischen und halb so vielen Vierertischen. Besonders schön ist ein Zweiertisch in einer Fensternische. Gar nicht gehen die abgenutzten, teils in Auflösung befindlichen Stoffservietten.

Fazit: Um 45 Euro für das Essen plus 35 Euro Getränke war der Besuch des Martinelli in Ordnung. Das Essen ist gut bis teilweise sehr gut. Völlig inakzeptabel sind die Miniportionen. Selbst meine Frau hatte nach einem 4 Gänge Menü noch Hunger, was quasi niemals vorkommt. Ich habe mir nach dem Essen jedenfalls noch zwei Cheeseburger genehmigen müssen, um ein Sättigungsgefühl zu erreichen. Zu den normalen Preisen sind die Portionen im Martinelli völlig überteuert.

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Kommentare (1)

am 2. April 2012 um 15:27

Der fehlende Parmesan zum Zwischengang erklärt sich dadurch, dass Käse auf Pasta mit Fisch und/oder Meeresfrüchten für den Italiener so ist, wie für den Wiener Sauce zum Wiener Schnitzel.

Aber ich gebe zu, ich mag auch diese Pasta gern mit Käse ;-).

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Experte
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Martinelli
Freyung 3
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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