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Santo - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 10. März 2012
Experte
bubafant
283
71
29
3Speisen
4Ambiente
5Service
25 Fotos4 Check-Ins

DailyDeal-Gutschein: Karibisches 3-Gänge-Menü inkl. Rumverkostung und Cocktail in Wiens einzigem dominikanischen Restaurant um 25,- statt 61,50.

Reservierung für Samstag, 13:00 Uhr. Mit einer beschwingten Glückseligkeit, weil wir gerade bei der 'Wohnen & Interieur' einen Strandkorb erstanden haben, überqueren wir die Ausstellungsstraße und stehen vor dem Eingang zum Santo. Und das ist wirklich kein erbaulicher Anblick. Das Zinshaus wird gerade saniert (Dachgeschoßausbau), ist komplett eingerüstet, und wenn man es nicht wüsste, würde man das Lokal kaum bis gar nicht sehen.
Wie schon des öfteren sind wir mit gemischten Gefühlen durch die Eingangstür gekommen – aber: welch Überraschung. Nach einem Thekenbereich (Raucherbereich), in dem im Fenster viele Rumsorten auf einem Regal stehen, kommt man durch eine Glastür zum Nichtraucherbereich. Dort geht in der Seele die Sonne auf: sonnengelb gestrichen, freundliche Holzmöbel, große Bilder – 6 Tische (Achtung die Kante oder der Umleimer ist scharf oder nicht geschliffen, man bleibt leicht hängen) und ein kleiner L-förmiger Loungebereich. In einer Ecke ein Regal mit Reiseprospekten, da das gegenüber liegende Reisebüro 'Auszeitreisen' dazu gehört. Sehr angenehm, nur die landesübliche Musik ist für meine guten Ohren etwas zu laut. Da wir aber die einzigen Gäste sind, können wir ja ruhig ein bissel lauter reden.

Die Chefin, Carmen, ist ausgesprochen liebenswürdig, und wir besprechen vorab, in welcher Reihenfolge wir da Menü anlegen wollen. Zuerst den Cocktail ? Oder vielleicht den Rum zwischendurch. Alles wäre möglich gewesen. Dann bekommen wir eine große Flasche Mineralwasser serviert. Meine Gedanken sind deswegen schon auf höllischscharfe Speisen eingestellt. Und wir beginnen ganz normal mit den Vorspeisen.

Auf einer länglichen Platte werden – mit Erklärung von Carmen - serviert: Empanadas (gefüllte Maisteigtaschen) mit Hühnchenfülle, geschmacklich gut, sehr kross rausgebacken, um nicht zu sagen, etwas hart. Platanos fritos con avocado (gebratene Kochbananen mit Avocado). Da es wahrscheinlich meine ersten Kochbananen waren, habe ich keine Vergleichsmöglichkeit, es war jetzt nichts Aufregendes, und Kipes (mit Käse gefüllte Bällchen), diese waren locker in der Konsistenz, der Käse nicht im Vordergrund. Von den zwei Saucen, war eine (wahrscheinlich) eine Cocktailsauce aus der Flasche, aber der Avocado-Dipp war mein Favorit bei den Vorspeisen. Und allmählich dämmerte es mir auch, dass in der Karibik nicht scharf gekocht wird, nein nicht einmal stark gewürzt.

Die Speisekarte ist am Tisch geblieben, und so konnte man jederzeit nachlesen, was man gerade am Teller liegen hat. Außerdem waren kleine Beiträge über die Heimat der Chefin darin nett dargestellt.

Und weiter ging es mit der Hauptspeise, einer gemischten Platte. Es gab Hühnerfleisch in Tomatensauce (Pollo guisado), gebratene Melanzani in Tomatensauce (Berenjenas guisades), Bohneneintopf in Tomatensauce (Habichuelas guisadas), und kräftiger Eintopf mit verschiedenem Gemüse (Sancocho), dazu weißer Reis und ein Salatteller. Das Huhn war sehr gut gewürzt, fiel quasi vom Knochen, so zart war es. Die Melanzani waren für uns beide 'der Burner' auf dieser Platte. Leider zu wenig davon im Schälchen ... Die Bohnen waren nichts Außergewöhnliches und vom Spezialeintopf habe ich das Fleisch nicht genommen, sondern nur ein Stück vom Gemüse (habe gegoogelt – es war Yuca), sehr stärkehältig. Der Reis war eher fad und der Salat sehr essiglastig angerichtet.

Dann legten wir als Zwischengang den Cocktail ein: einen Coco Loco (Ananassaft, Cocos, Obers, Brugal-Rum, Amaretto und Grenadine).

Nach einer Minipause bestellten wir Cappuccino zum Dessert: Flan de leche (Pudding aus Milch mit Karamelsauce). Sehr nett war der Pudding in Herzform, das gezuckerte Schlagobers hätte ich aber nicht gebraucht.

Und last but not least: die Rumverkostung. Wir bekamen je 1cl von drei der besten dominikanischen Rumsorten: Brugal Extra Viejo, Barcelo Gran Reserva und Don Rhon Gran Reserva. Sie waren verschieden alt und wurden unterschiedlich gelagert. Wir sind totale Nixwisser, was Rum angeht, aber der Brugal hat uns am besten geschmeckt (ist laut Karte der beliebteste Rum in der Dominikanischen Republik, man darf allerdings nicht zu viel davon trinken, sonst gibt es entweder 'großen Streit oder tollen Sex' :-) …) die anderen beiden haben schon sehr streng gerochen und waren auch beim Trinken so … extrem …

Fazit: Wenn jemand karibisches Essen in lockerer Atmosphäre ausprobieren möchte – gehe er ins Santo. Sollten wir wieder kommen, graben wir uns in eine große Wanne gebratene Melanzani ein !

P.S. Wer im Spanischen einen Tippfehler findet – darf ihn behalten !

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Kommentare (3)

Unregistered am 11. März 2012 um 17:09

Lieber uc0gr,

dir ist schon fad, ge?

mfg

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Unregistered
Kein Tester
am 10. März 2012 um 21:22

Ich danke wieder für einen H-G-L - Bericht!

Ich hab' zwar als Spanisch-Blinder = "Spanisch-LUDER" KEINEN Tippfehler gefunden, möchte ihn aber trotzdem behalten...

Gerry

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Experte
215
47
am 10. März 2012 um 18:10

Besonders gut finde ich diese Mittwoch-Idee: Würfle dir den Cocktailpreis von 1 bis 6!
(siehe Fotos).

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Experte
63
50
Santo
Stuwerstraße 37
1020 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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38
48
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