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Gasthaus MÖSLINGER - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 2. März 2012
Experte
bubafant
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5Speisen
3Ambiente
5Service
14 Fotos4 Check-Ins

Groupon-Gutschein: Köstliches 4-Gänge-Menü für Zwei beim GenussWirt des Jahres 2012 um 29,90 statt 72,40.

Telefonische Reservierung für einen Freitag, 13:30 Uhr. Obwohl Praternähe – ein Überangebot an freien Parkplätzen. Das Nachbarhaus wird gerade kernsaniert, d.h. nicht schrecken lassen, neben der rohen Ziegelwand taucht das Gasthaus Möslinger auf. Vor dem Eingang weht eine Fahne der ‚Genuss-Region-Österreich‘ (Die Familie Taudes ist der Wiener Vertreter beim Kulinarik-Wettbewerb).

Wenn man durch den kleinen Windfang eintritt, umfängt einen sofort eine angenehme Atmosphäre; der erste Raum ist der Schankraum mit Theke und ein paar Tischen für Stammgäste, abzweigend ein kleiner Gang mit den Toiletten, die äußerst sauber (und bei den Damen auch geräumig) sind, sowie ein Ausblick in die Küche am Ende des Ganges. Auf Etagen an der Wand entlang riesige, bauchige Flaschen mit den diversen ‚Geist‘-Inhalten.
Der zweite Raum, der nur durch eine angedeutete Mauer getrennt ist, umfasst ca. 6 Tische. Auf einem großen Fass vor der Theke liegt das Reservierungsbuch und die junge Kellnerin (wahrscheinlich der Lehrling) brachte uns zu unseren Plätzen im Nichtraucherraum (5 Tische für je 4 Personen), der durch eine massive Holzschiebetür mit Glaseinsatz getrennt ist.

Als Begrüßung starteten wir mit einem hausgemachten Hollerblüten-Prossecco, der relativ süß war und der Vorspeise: Frühlingssalat (ein Bündel Lollo Rosso mit einer Karotte zusammenge’gurtet‘) mit Steirischem Vulkanoschinken und mariniertem Marchfelder Spargel. Sehr gute Qualität der Zutaten und außer dem Balsamico kein SchnickSchnack im Anrichten. Dazu getoastetes Schwarzbrot.

Nach einer kleinen Pause ging‘s weiter mit einem saisonalen Suppenschmankerl, in unserem Fall mit einer Spinatcremesuppe mit Käsecroutons und Sauerrahm. Danach wurden wir gefragt, ob wir mit der Hauptspeise warten wollten, oder gleich weiter speisen wollen.
Wir wollten natürlich weiter, denn die beiden Vorspeisen machten Gusto auf mehr.

Die Hauptspeise war ein Traunseer Seesaibling auf Rieslingsauce mit Mangold-Erdäpfelroulade. Und es war ein Gedicht. Der Fisch sehr zart und die Haut sehr kross gebraten. Die Erdäpfel zergingen auf der Zunge. Wenn man nur die Roulade ansah, wurde man sehr an Riesenmaki beim Asiaten erinnert.

Zum Dessert – hausgemachtes Erdbeer-Tiramisu – nahmen wir noch Kaffee und waren restlos glücklich.
Die Portionen waren groß genug, um satt zu werden und klein genug, um nicht im Völlegefühl umzukommen.

Für 1/3 Schremser-Bier, ¼ Cola und 2 Capuccini zahlen wir EUR 11,20.

Der Kellner war sehr geschult, äußerst zuvorkommen und freundlich – so wie es sein soll. Bei den großen Tellern der Vorspeise war der Tisch fast etwas zu klein – bei zwei Personen ging es sich aber aus.
Das Essen war nicht übermäßig gewürzt, sondern man hatte den Eindruck, da schmeichelte jemand den qualitativ hochwertigen Zutaten mit einem Könner-Gewürzhändchen ;-) Dadurch war jeweils der Eigengeschmack von Spinat, Fisch und Erdäpfel ein Genuss.

Lustiges Detail am Rande: Das Gläschen mit dem Erdbeertiramisu ‚klebte‘ irgendwie am Servierteller. Wenn man nach dem Ausessen auf den Grund spähte, hätte man meinen können, dass da ein Fitzelchen eines Wettex drunter ist. – Nein! Es war ein Tüpfelchen Marzipan – plattgedrückt – und hält !

Die Bewertung für das Ambiente entsteht durch einen Teppichboden, den man naturgemäß nicht von allen Flecken sauber bekommt, den etwas ‚klebrigen‘ Boden im WC und weil die Schiebetür ständig offen war, und man sehr wohl leicht Rauch aus den Nebenräumen gespürt hat.

Fazit: Ein sehr gutes, empfehlenswertes Gasthaus, wo man es vielleicht nicht vermutet hätte. Wenn wir wieder in der Nähe sind, können wir es uns gut vorstellen, wieder dort ‚einzukehren‘ !

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Kommentare (1)

am 2. März 2012 um 17:42

"Es war ein Tüpfelchen Marzipan – plattgedrückt – und hält !" - wird in der Gastronomie sehr gerne gemacht, um Verrutschen zu verhindern.

Mir gefällt übrigens dein Bericht und ich wollte dort auch schon immer hin. Jetzt erst recht...

Gerry

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Gasthaus MÖSLINGER
Stuwerstrasse 14
1020 Wien
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