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Wolfsjägerhof - Bewertung

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 27. Jänner 2012
Update am 9. November 2012
Experte
amarone1977
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4Speisen
4Ambiente
5Service
8 Fotos2 Check-Ins

(Mehrere Besuche, letzte Updates unter der Sternderl-Linie ganz unten)
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Meine Stamm-Unterkunft im Raum Linz, wenn ich unterwegs bin.

Der jahrhundertealte Vierkanthof mit riesigem zum Teil überdachten Gastgarten ist die Schönwetteradresse für die ganze Umgebung. Ob Hochzeit, Familienfeier oder Fussball-WM-Übertragung.
Wenn an einem schönen Tag hunderte Leute kommen, gibt's kalte Gerichte zum Selberholen und das eine oder andere Schnitzerl. Ansonsten findet man sich in der urigen Stube wieder und bestellt einen der Klassiker.

Einen Stock höher gibt's 6 tadellose Zimmer mit bequemen Betten und einfachem, aber immer sauberem Bad/WC.
Das Frühstück am Morgen hat's dann in sich. Das hat man der nimmermüden, immer quirligen und gut aufgelegten Chefin zu verdanken, die selbst während des Betriebsurlaubs (Weihnachten bis Anfang Februar) am Morgen den Frühstückstisch deckt.
Und da gibt's alles, was der Gast wünscht. Sogar laktosefreie Milche oder Schafjoghurt, heute Schinken, morgen Wurst? Alles kein Problem, sofern die Chefin es am Vortag weiß. Das nenne ich mal unschlagbaren Service. Das Zimmer kommt auf 38 Euro, das ist für die Umgebung ebenso unschlagbar, vor allem: ein dermaßenes Frühstück in einem idyllischen Bauernhof kriegt man sonstwo nicht.
Nicht zu vergessen: das stets frisch angelieferte Sauerteigbrot. Umwerfend gut!

Das Essen: zünftig, traditionell, mit ein paar internationalen Tupfen auf der Speisekarte. Keine Gourmetküche, aber mehr als ordentliche, gut bürgerliche Küche, mehr verlangt man auch hier nicht.

Internationale Küche gibt's wie gesagt auch, obwohl ich der Meinung bin, dass es eher die Interpretationen des Hauses von internationaler Küche sind. Und, weniger mein Fall: all zu oft wird roher Paprika als Dekoration eingesetzt, am Salat, oder auch in Saucen. Das mag ich wiederum nicht, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Trotzdem: einmal gab's für gute 11 Euro Penne mit dreierlei Fleischfilets (Schwein, Rind, Huhn) und Balsamicosauce. Ein echtes Schlemmeressen, wenn auch nicht "original" italienisch. Gut war's trotzdem, fast wollte ich den Teller abschlecken.

Wiederum eher ein "Unding der alten Schule": Bauerngröstl mit Salat, allerdings alles auf einem Teller. Dadurch kriegen warme Kartoffeln Kontakt mit Essig. No-go! Obwohl das Gröstl an sich ja sehr gschmackig wäre. Kräftig, würzig, auch die Kartoffeln brauchen sich nicht zu verstecken.

Würdig: Käsespätzle sind eigentlich ein rotes Tuch für mich, sie entlarven all zu oft schauderhafte Kochkünste. Hier kann man sie tadellos essen, auch wenn es kein leichtes Abendessen ist und St. Florian nicht im Pinzgau liegt. Zu gut erinnere ich mich an Kasnocken-Essen in Mittersill. Wird wieder mal Zeit, dorthin zu kommen!

Gut auch die Wildwochen, Ente und Gans präsentierten sich stets kräftig und zart zugleich, zuvor überzeugte wie etwa auch in Wels beim Laahener Wirt die so genannte Wildfleisch-Einmachsuppe, in diesem Fall mit Ente. Fast schon ein Hauptgericht. Für 3,90 Euro kommt ein prall gefüllter, riesiger Suppenteller. Wer soll das aufessen? Ich tat's, aber dann war Spazieren gehen angesagt.

Wein: Das Weinangebot ist eher begrenzt, die ländliche Klientel stürzt sich eher aufs Bier. Also eher das Standardprogramm (Haugsdorfer Zweigelt) und vielleicht der eine oder andere Übersee-Vertreter (nicht so mein Fall). Oder gleich ein gut gezapftes mit Henkel rechts. Immer gut.

Ein absoluter Hit zum Schluss ist allerdings die hauseigene Bananenschnitte, unbedingt probieren! Sollte keine mehr "lagernd" sein, so tut's auch die gute alte Lambadaschnitte.

Fazit: fürstliche Bedienung, sehr gemütliche, ländliche Umgebung, gschmackiges Essen. Wer danach gleich "umfallen" will, kann dies hier sehr gemütlich tun!

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Update 9.11.
Und wieder ein spontaner Besuch, ich kündige mich auf der A1 an, werde wohl zu spät für die Küche ankommen.

Doch um 21:30 wirft sich die nimmermüde, quirlige Chefin nochmal für mich in die Küche. Was darf's denn sein?

Einfach nur ein feines Stück Rindfleisch und viel grüner Salat. Keine sonstigen Beilagen.

Mein Wusch ward ihr Befehl - und so wurde wieder ein feines schlichtes Abendessen draus. Dazu ein schön gekühltes Hopfencornetto.

Besseres Service mit Hingabe für den Gast kann man sich wirklich nicht wünschen!

Wie immer: die Katzen. Eine ist besonders liebesbedürftig, dürfte wohl zu früh "abgemilcht" worden sein. Sie legt sich spontan auf den Schoß und gräbt sich mit den Krallen in den Pullover - und nuckelt.... Laufmaschen im Pullover garantiert.

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Kommentare (1)

am 27. Jänner 2012 um 13:40

Na dann aber hin, sind ganz liabe Leit, ein gemütlicher Familientreff ist dort wirklich zu empfehlen.

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Experte
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Wolfsjägerhof
Wolfsjägerstraße 4
4490 St. Florian
Oberösterreich
Speisen
Ambiente
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