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Samarkand - Bewertung

am 5. Oktober 2011
Experte
Gastronaut
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2Speisen
3Ambiente
3Service
10 Fotos1 Check-In

Zugegeben, ich wusste über Usbekistan fast gar nichts, als ich das Lokal in der Eschenbachgasse im ersten Wiener Bezirk betrat. Oder bestenfalls nur, dass Taschkent die Hauptstadt ist und das man dort früher mit russisch ganz gut durchgekommen ist. Davon, was man dort essen würde, hatte ich also überhaupt keine Ahnung! Und genau deshalb hat mich das Samarkand ja auch interessiert!

Mit einer Freundin nahm ich im hinteren Eck des Lokals Platz um das gesamte Geschehen im Auge zu haben. Das erste, das uns auf der Karte aufgefallen ist, war, dass man hier problemlos weichen und harten Alkohol bekommt, womit wir nicht wirklich gerechnet hätten...

Die Kellnerin nahm sich alle Zeit der Welt uns einige der Speisen zu erklären, war aber auch nicht wirklich besonders zeitraubend, denn zum einen war das Lokal leer und zum anderen ist die Karte auch äußerst überschaubar!

Als Vorspeise bestellten wir wir zweimal "Tschebureki", ein mit Fleisch gefüllter Teigfladen, der am ehesten als Verwandter eines türkischen Börek zu beschreiben wäre. Dazu gab es einige "orientalische" Saucen, die sich nach dem ersten Kosten als handelsübliche Kräutersauce und Sambal Olek entpuppten. Noch dazu war das Fleischliche im Inneren so etwas ähnliches wie ein faschiertes Bauchfleisch, als geschmacklich zwar intensiv, dafür aber auch ziemlich fett.

Da meine Begleitung sich nicht entscheiden konnte, bestellte sie einfach drei halbe Portionen der Speisen Honin, Barak und Monti, was im Wesentlichen alles gefüllte Teigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen sind. Serviert wurden alle drei mit einer Kräutersauce und bestreut mit einer fast schon aberwitzigen Menge Dille. Wer Dille an sich mag, hört spätestens hier damit auf. Denn zuviel isz zuviel! Geschmacklich hat sie Dille alles erschlagen, die Konsistenz des Essen verriet, dass diese Teigtaschen aufgewärmt waren und wir warteten mit Spannung auf mein Essen...

Ich hatte mit ein Gericht namens "Plow" bestellt und bekam im Grunde nichts anderes als ein Reisfleisch. Gut, vielleicht schmeckte es ein klein wenig "orientalisch", aber jene Gewürze, die diesen Geschmack erzeugten hätte ich mühelos auch am Naschmarkt kaufen und einem gewöhnlichen Reisfleisch beimengen können...
Am meisten störte mich aber, dass das Essen schlecht aufgewärmt war. Die unterschiedlichen Wärmezonen meines "Plow" verrieten, dass mein orientalisches Reisfleisch in der Mikrowelle erhitzt worden war...Insgesamt kein echter Genuss...

Ich glaube, dass wenn frisch gekocht wird und man beim Würzen etwas bedächtiger (Dille!) vorginge, könnte das Essen hier wirklich Spaß machen...
Wir gingen aber enttäuscht aus dem Lokal...und suchten uns ein anderes.....

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Kommentare (2)

Unregistered am 3. März 2013 um 18:18

nichts für ungut, aber plov ist genau das. ein reisgericht. manchmal mit, manchmal ohne fleisch. das ist halt so. spaghetti sind auch nur nudeln.

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Unregistered
Kein Tester
Unregistered am 14. November 2011 um 13:42

Nichts für ungut aber "plow" ist nicht nur ein reisfleisch aber dein europäischer gaumen nimmt wohl die vielzahl an gewürzen garnicht wahr...

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Unregistered
Kein Tester
Samarkand
Eschenbachgasse 4
1010 Wien
Speisen
Ambiente
Service
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9 Bewertungen
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