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1070 - Bewertung

am 26. September 2011
Experte
Gastronaut
428
45
29
2Speisen
3Ambiente
3Service

Das Konzept ist eigentlich sehr einfach: Im 1070 gibt es keine reguläre Speisekarte. Man kann hier auch nicht einfach nur etwas bestellen. Nein, hier hat man lediglich zu sagen, was man NICHT mag. Der Rest ist dann mehr oder weniger das Problem des Kochs. Was hier also serviert wird, ist mehr oder weniger ein Überraschungsmenü. Menü übrigens deshalb, weil man hier zumindest drei Gänge ordern muss um überhaupt etwas zu bekommen. Und jeder dieser drei Gänge kostet zwischen 4 und sieben Euro, je mach Wertigkeit der Zutaten. Soweit also das Konzept im "1070"....

Mein erster Gang war die "1070"-Variante eines Tafelspitz mit Zweierlei von der Gurke. Hierzu wurden zwei hauchdünne Scheiben gekochten Kalbfleisches noch einmal kurz angebraten und mit den Gurken, gekochten Äpfeln und Mini-Kürbisen serviert. Das Fleisch selber war köstlich, die Garnitur aber leider fad und noch dazu schwach abgewürzt.

Runde zwei bestand aus einer Schaumsuppe, deren Fruchtinhalt eine Knolle war, dessen Namen ich mir auch bei der dritten Erklärung nicht merken konnte. Geschmeckt hat das Süppchen aber nach einer Kaltoffelschaumsuppe mit zu viel Milch und zu wenig Salz. Begleitet wurde die Suppe von einem Stück Melanzani-Canneloni mit Flusskrebsfüllung. Die Krebs gaben dem Ganzen zwar etwas Biss, ansonsten war die Speise aber dermaßen in Öl ertränkt, dass wir froh waren, dass die Portion so klein war.

Runde drei bestand aus einem Filet vom Butterfisch auf einer Rotkrautcreme. Sowohl Fisch als auch das Rotkraut waren für sich genommen in Ordnung, die Kombination aus den beiden Komponenten machte die Speise aber tatsächlich spannend...

Die finale Runde bestand aus einem Brioche mit Eukalyptus-Essenz, was an die Kombination von einem Kipferl mit einem Hustenzuckerl erinnerte. Weiters bekamen wir ein Portiönchen Zwetschkeneis mit extrem viel Rum und ein Mousse aus weisser Schokolade. Letzteres war wirklich gut!

Insgesamt waren wir nach dem Besuch hier ein klein wenig ratlos und unbefriedigt! Zum einen waren die Speisen hier ja grundsetzlich nicht schlecht und die Ideen haben durchaus Potential. Zum anderen ist die Umsetzung der Ideen bei weiten nicht so raffiniert, wie wir es uns erwartet hätten.

Aber genau das war vielleicht auch unser Problem:Die Erwartung. Darf man sich bei einem Lokal, das keine Speisekarte hat, überhaupt etwas erwarten?

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Kommentare (4)

am 12. Dezember 2012 um 14:28

Naja, auf einer Skala von 1-5 wäre 3 durchschnittlich/mittelmässig, und 2 wäre dann also unterdurchschnittlich. Von meiner Perspektive aus: 2=geniessbar, aber nicht gut.

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24
1
am 30. Dezember 2011 um 15:18

Genau, zwei Punkte bedeutet ja nichts anderes als "mäßig", und genau das wollte ich damit aussagen...

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Experte
428
45
am 30. Dezember 2011 um 14:20

Wieso? 2 bedeutet doch gut, aber eben nicht überragend.

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Experte
63
50
am 30. Dezember 2011 um 10:57

Bin etwas verwirrt: nach dem Lesen des Textes hätte ich eine 3 oder 4 in der Speisenbewertung erwartet, eine 2 ist in meinem Verständnis ziemlich mies und sicherlich nicht konsistent mit Speisen, die "grundsätzlich nicht schlecht" sind.

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24
1
1070
Gutenberggasse 28
1070 Wien
Spittelberg
Speisen
Ambiente
Service
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29
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8 Bewertungen
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