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Speisen
Ambiente
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37
29
32
Gesamtrating
33
19 Bewertungen
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Claire'sClaire'sClaire's
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Claire's Info
Features
Catering, Partyservice
Ambiente
MultiKulti
Preislage
Günstig
Kreditkarten
VISA MC BANKOMAT
Eröffnungsjahr
2013
Öffnungszeiten
Mo
10:00-23:00
Di
10:00-16:00
Mi
10:00-23:00
Do
10:00-23:00
Fr
10:00-23:00
Sa
10:00-23:00
So
10:00-23:00
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schlitzauge.
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Florian
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Claire's

Krichbaumgasse 27
1120 Wien (12. Bezirk - Meidling)
Küche: Srilankesisch, Indisch, Österreichisch
Lokaltyp: Restaurant, Gasthaus, Gasthof
Tel: 018103685
Lokal teilen:

19 Bewertungen für: Claire's

Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 6. Mai 2015
lexxal
62
7
12
5Speisen
3Ambiente
5Service

Wir - an unserem Fast-Jahrestag-Abend, lösten mal wieder einen Essensgutschein ein. Dieser beinhaltete ein 4 Gängiges Ayurveda Menü. Wir waren (für uns zum Glück) den ganzen Abend alleine im Lokal - was ich nicht verstehen kann. Der Chef war super freundlich, hat uns viel erklärt und sich die Zeit genommen unsere Fragen zu beantworten.
Die Tische waren ziemlich hoch im Vergleich zu den sehr bequemen Stühlen - fand ich gut. Angenehme Kühle an diesem schwülen Abend in den Räumlichkeiten und viele Elefanten und ein paar Deko Elemente um uns herum.
Wir starten mit Mango - Aloe - Lassi sowie Ginger Beer (Ingwer Limonade ohne Alkohol). Beides süß, lecker, mit Fruchtfleisch.
Der 1. Gang kommt: eine grüne Suppe. aber so richtig grün. zuerst dachte ich, hey sieht aus wie Wasser mit Gerstengrassaft, aber beim Kosten war schnell klar: mhhhh - fantastisch! Ein Mix aus mir unbekannten Kräutern zur Suppe verkocht - ich erkannte nur Knoblauch, Zwiebel, und "grün" :-)
Dazu bekamen wir so ne Art Langos nur viel weniger fettig im Geschmack mit einem saugeilen Mango Chutney! Das tunken gestaltete sich etwas schwierig, da Chutney zäh und pickig und das dünne Gebäck sehr leicht bricht. macht nix! - wir haben ja Besteck.
Neue Getränke bitte! Einmal Green Banana gespritzt und noch ein Mango - Aloe Lassi, danke !
Als 2. Gang gibt es so etwas wie Vollkorn Pitabrote mit Paprika und Zwiebel, für jeden ausreichende 2 Stück, in die Mitte des Tisches. Für sich selbst erhält jeder einen Teller mit: Jackfruit, weichen Cashewnüssen in superlecker Soße, eine rote leicht würzige Paste, Joghurtsoße, Karotten/Kraut/Tomaten Garnitur. Kurz darauf brachte der Chef noch eine frisch angerührte Zwiebelsoße - waaaaahnsinn!!!!! dürften leicht karamellisierte Zwiebel mit Paprikapulver, irgendwelche Kräuter und Blätter, Zimt .. (?) gewesen sein. absolut frisch, toll, scharf, passte hervorragend zum Rest.
Ich kämpfte hier schon etwas und konnte mein ganzes Pitabrot gar nicht aufessen.
Gang 3: Palatschinken mit Kokosfülle - glattes gut.
Gang 4: eine Verdauungssuppe - na habt ihr so was schon mal gehört?! - Ich nicht. Kam in einem Stamperl - ähnlichen (nur Größer) Glas, war sehr gut warm, braun, roch toll und darin schwomm allerlei Zeug.
Zögerlich kostete ich um feststellen, wie absolut fantastisch das war. Kurzer Hand war alles weg.
Ich war zum Bersten satt - obwohl eigentlich irgendwie für meine Verhältnisse "nichts" gegessen. keine Berge Kohlenhydrate, kein Fleisch. krass :-)
Auch mein Manndi war sehr gut satt.
Wir gönnten uns noch einen Kokosschnaps (*huch*) tratschen noch ein wenig mit dem Chef und zogen dann wohl genährt mit tollem Geschmack im Mund unserer Wege:-)

Wertung: Ich kann dem Ambiente leider nur ein GUT geben, obwohl ich hier wirklich gern mehr geben würde.
wir hatten ausgezeichnetes Service!
und Unsere Speisen waren ausgezeichnet - ich habe zu ayurvedischen Küche ja sowieso keinen Vergleich ;-)

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 21. Dezember 2014
Experte
Bertl2
92
38
23
3Speisen
3Ambiente
3Service

Es kommt auf dieser Plattform wohl nur selten vor, dass ein Lokal von erfahrenen, detailliert schreibenden Testern dermaßen unterschiedlich bewertet wird. So etwas macht natürlich neugierig. Also, auf zum Verkosten, zunächst einmal das Mittagsbuffet.

Die Lage ist ausgesprochen verkehrsgünstig, ein paar Schritte von der U6 Niederhofstraße. Im Lokal kommt man zunächst in den Schankraum, das Buffet ist in der modernisierten (und mit etwas orientalischem Dekor ausgestatteten) Stube aufgebaut. Es ist (Donnerstag, ca. 14 Uhr) problemlos, ohne Reservierung einen Platz zu bekommen, doch ist der Raum noch etwa halb besetzt.

Die typisch Sri Lankanischen Grundnahrungsmittel (so wie ich sie von den beiden anderen einschlägigen Lokalitäten kenne, also String Hoppers & Co) sind anscheinend nicht besonders buffettauglich, oder für dieses Sparangebot zu aufwändig; es gibt drei Sorten Reis (weißen, Gemüsereis und Vollkornreis), an Gebackenem eine Art Papadam (von guter Konsistenz, doch ohne die Würzung, die in die indische Variante eingebacken wird). Die Curryspeisen sind zum Großteil vegetarisch, das einzige Fleischliche ist ein Hühnercurry. Da hatte ich im Unterschied zu einem anderen Tester Glück, das Fleisch war aus den hinteren Partien des Huhns, sehr zart, saftig und aromatisch. Die Würzung hatte den bekannten indischen Zeitbombeneffekt: Am Anfang ist man überrascht, wie mild die Sache ist, doch steigert sich die Schärfe beträchtlich im Laufe des Essens. Ich nahm dann noch eine Portion Fisolencurry (durchgehend mild), und Kichererbsen mit Zwiebeln gebraten (die waren wiederum ganz ordentlich scharf). Auf die ausgewiesenen Schärfepunkte ist nicht unbedingt Verlass: Der Hühnercurry hatte zwei, der Fisolencurry einen und die Kichererbsen gar keinen. Zum Nachtisch nahm ich Orangenspalten, die Auswahl dafür ist nicht sehr vielfältig.

Mit knapp unter 10 € für Buffet und Getränk (Krügel Gösser) hat dieses Wochentagsangebot einen fairen Preis für das Gebotene (gut, wenn auch ohne spezielle Highlights).

So, das war vor etwas über einer Woche (doch damals geschrieben). Nun zum heutigen a la carte – Essen.

Ich kam in der Mitte des Nachmittags hin (am Wochenende ist Küche durchgehend) und setzte mich in den beislmäßigen Teil (allerdings ist mittlerweile das ganze Lokal Nichtraucherbereich), wo auch gerade der Chef eine befreundete Familie von Landsleuten bewirtete. Die Speisekarte enthält im landestypischen Teil eine schöne Auswahl an Speisen, darunter auch mit den Sri Lankischen speziellen Beilagen (String Hoppers etc.), allerdings sind das eher „kleine Speisen“, und ich entschied mich für Mulligatawny Soup (wer immer auch diese Suppe unaussprechbar nennt: Wie ist es dann mit Okefenokee Swamp?) und dann Lammcurry. Dankenswerterweise warnte mich Herr Fernando, dass die Schärfegrade bei ihm anscheinend andere sind als bei den meisten Indern, also nahm ich vorsichtshalber Stufe 3 auf einer Skala von 5.

Die Suppe (sehr anständige Portion) unterschied sich deutlich von der indischen Version: gelber Curry, keine Linsen, mild gewürzt. Dazu gab es das schon oben erwähnte Papadam mit einem Tiegel Chutney.

Das Curry kam mit reichlichen Beilagen: noch ein Papadam, Reis, Karotten, Gemüsepüree, etwas Salat (Bummerl). Das Fleisch war von guter Konsistenz, allerdings im Inneren etwas trocken und nicht wirklich vom Saft durchdrungen (Frage an Kenner der Region: Wie gehört das wirklich?). Die Schärfe war wirklich beachtlich, der bisher einzige Fall, dass „mittelscharf“ an meine persönliche Grenze ging (meine Standards dafür sind das Tandoor, Antonigasse, und das Indus). Die milderen Komponenten der Würze waren allerdings nicht besonders ausgeprägt.

Fazit: Ein interessantes Lokalkonzept, sympathisch geführt und mit Streben nach Authentizität; doch in der Raffinesse mit Luft nach oben.

PS: Die Klagen von manchen, man würde säumig bedient, kann ich nicht bestätigen.

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Kommentar von am 21. Dez 2014 um 22:51

HGL!

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am 10. Juni 2014
Rammer
71
2
4
4Speisen
3Ambiente
3Service

Das Lokal ist ein einfaches Wirtshaus , das mit ein paar Figuren ( Elefanten und Tänzerinnen) ein wenig Richtung Ceylon aufgemotzt wurde. Das Essen ist sehr preiswert und wie bei indisch etc üblich auch scharf. Allerdings kann man bei der Bestellung zwischen 1-5 Grad Schärfe wählen. Leider dauert es ziemlich lange, so erhieölten wir die Hauptspeise erst nach einer Stunde Wartezeit. Die Servicekraft ist zwar freundlich aber nur schwer zu verstehen.Für ein günstiges Mittagsmenu akzeptabel.

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am 25. Mai 2014
Florian
1
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

1.ich war heute in diese srilankische wirtshaus clarie's.das buffet war ausgezeichnet wunderbar. Gibt viele sache zum essen. Nicht viele scharfe. Und mit günstigste preis. Von montag bis freitag mittags buffet nur 5.90 und abendsbuffet nur 8.90. aber sstag und sontag im karte steht 9.90 buffet es ist günstige preis wenn isst gesunde essen.
2.das ambiente mit srilankische musik und ruhig, sauber. Ich komme hier wieder.
3.das service ist sehr freundlich, wir warten nicht lang auf getränk. Das mangolasi schmeckt so Gut. Und kostet goße 0,5l NUR 3.60€.
Als ausländische Student fühle ich mich bei Claire´s wohl und willkommen. mit Chef kann man auch auf Englische unterhalten.

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Kommentar von am 25. Mai 2014 um 18:33

Gut geschrieben! Weiter so!

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am 29. April 2014
margarete1120
1
2
5Speisen
4Ambiente
4Service

Hallihallo,

ich arbeite in Meidling in der Nähe der Hauptstraße und war heute zu Mittag bei Claire's, einem Lokal, das sri lankische Spezialitäten anbietet. Ich war schon länger auf der Suche nach einer Möglichkeit, mir in meiner knapp bemessenen Zeit (30 Minuten Pause) nicht nur irgendetwas zwischen die Rippen zu schieben ;), sondern möchte mich halbwegs vernünftig ernähren. Mit dem Mittagsbuffet von Claire's habe ich diese Möglichkeit jetzt gefunden. Ich kannte das Lokal schon von früher, habe es zu Mittag auch zweimal besucht, aber die Wartezeiten waren mir für Mittag doch deutlich zu lange. Mit dem Buffetangebot hat sich das jetzt zu meinem Glück geändert. Ich war jetzt dreimal dort und die versprochene Abwechslung bei den angebotenen Gerichten hat noch keine Langeweile aufkommen lassen. Als eher zu vegetarischer Ernährung mit geringem Fleischanteil neigende Esserin fühle ich mich dort gut bedient und werde meine Mittagspause jetzt sicher öfter bei Claire's verbringen.

Mahlzeit,
Margarete

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Letzter Kommentar von am 30. Apr 2014 um 15:44

So seh ich das auch.

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am 28. März 2014
Marcus12
1
1
5Speisen
3Ambiente
4Service

Hallo miteinander,

nachdem ich per Google bei der Suche nach "Claire's - das sri-lankische Wirtshaus" auf Restauranttester gestoßen bin und mir einige Bewertungen durchgelesen habe, habe ich auch große Lust dazu, meinen Senf dazuzugeben, da ich einige davon kaum nachvollziehen kann.

Beginnen wir beim Ambiente: Wie der Name „Das sri-lankische Wirtshaus“ schon verrät, weiß man ja, was einen erwartet – ein Lokal im Stil eines Altwiener-Wirtshauses. Wer damit nicht kann, der sollte es dann also besser lassen. Zusätzlich gibt es einen Restaurantbereich, der, zugegebenermaßen, eine nicht besonders vorteilhafte Wandgestaltung hat … was sich meines Wissens jedoch bald ändern soll.

Gehen wir zum Service über: Freundlich, zuvorkommend, aufmerksam, in meiner Rolle als Stammgast fast schon familiär. Bis auf anfänglich etwas lange Wartezeiten (hat sich in der Zwischenzeit durch die Aufstockung des Personals wesentlich gebessert), die sich auch durch eine erfolgreiche Groupon-Aktion erklären, in deren Zuge das Lokal zum Teil sehr gut besucht war, bin ich auch hier über die teils harschen Kritiken (0) ziemlich verwundert.

Und zu guter Letzt, die Küche – der Hauptgrund, warum ich Claire’s auf dieser Plattform den Rücken stärken möchte: Ich gehe gerne essen und es hat mir noch selten irgendwo so gut geschmeckt wie hier. Alles frisch (deshalb auch manchmal etwas längere Wartezeiten) und keine, wie in einer Kritik behauptet, industrielle Tiefkühlkost (davon durfte ich mich bereits in der Küche bei der Zubereitung der Egg-Ecks sowie Claire’s Samosa persönlich überzeugen). Meine Lieblingsspeise als 95%iger Vegetarier: Paratta mit Gemüsecurry. Ob aber Kottu, die diversen Reis & Curries, Devilled Grill (hier habe ich bislang nur Huhn probiert), ich wurde noch kein einziges Mal enttäuscht. Was die Schärfe der Speisen betrifft: Hier kann man zwischen 5 Schärfestufen wählen (1 = mild, 5 = originalscharf). Ich mag’s gerne scharf und habe mich mittlerweile auf Schärfegrad 3 eingestellt.

Kurz und gut: Ich mag Claire’s, fühle mich dort bestens bedient und kann das Lokal allen, die Wert auf hervorragende Küche legen, nur wärmstens empfehlen.

Liebe Grüße, Marcus

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Kommentar von am 28. Mär 2014 um 23:45

Komisch , das sich hier fast nur Grouponesser beschweren.Vielleicht sollte das Lokal diesen Deal wirklich in Zukunft unterlassen.

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am 20. März 2014
Experte
bubafant
283
71
29
1Speisen
2Ambiente
2Service
20 Fotos1 Check-In

Die einigermaßen guten, allerdings auch ambivalenten, Bewertungen haben mich dazu bewogen, einen Gutschein für ein Srilankisches Fünf-Gänge-Menü zu kaufen. Vorab hat es bei zwei Terminvereinbarungen Schwierigkeiten gegeben. Einmal seitens des Lokals, das aufgrund technischer Probleme via auf der Eingangstür angetackerter Entschuldigung die Pforten geschlossen hatte, einmal meinerseits aufgrund einer Erkrankung. Das nächste Mal ist mir das eine Lehre und ich sehe von einem dritten Versuch ab, dann soll es nicht sein.

Das Ecklokal wirbt in seinen Fenstern mit diversen Aktionen, und es gibt auch Laufbänder mit der Information, dass geöffnet ist. Die Außenwirkung vermittelt schon mal den guten Willen. Alleine bei dem sollte es leider auch bleiben. Über ein paar Stufen über’s Eck betritt man das Lokal und befindet sich in einer Wiener Gaststätte, dunkles Holz bei der Theke und ein paar Sitzplätze. Hier ist der Raucherbereich. Um in den Nichtraucher-Bereich zu kommen, gibt es zwei Wege, die beide nicht frei von Stolpersteinen sind. An der Theke vorbei mit Stufen, der Umweg an den nicht so tollen Sanitäranlagen vorbei ist teilweise verstellt mit diversen Dingen, um nicht zu sagen Gerümpel.

Der Nichtraucher-Bereich ist relativ nüchtern eingerichtet. Kleine quadratische Tische mit jeweils vier leicht schwingenden Hochlehnern. Im hinteren Bereich des Raumes sind die Tische zu einer größeren Tafel zusammengeschoben. Die Temperatur ist nicht wirklich angenehm, eventuell zieht es irgendwo, die Heizkörper sind kalt. An den weißen Wänden wenige Bilder. Eingedeckt ist der Tisch mit einer Tischdecke, darauf Plastiktischsets und das Besteck mit einer Papierserviette, Menage, Teelicht und Bierdeckeln. Obwohl wir eine vorgegebene Menüabfolge haben, bekommen wir die Speisekarte. Eines der Getränke wird ein Mango-Lassi (1/2 l EUR 3,60). Das Servieren der Getränke dauert etwas, lasse ich nur mit dem Herstellen des Lassi gelten. Die Dame des Hauses im Service spricht, wenn überhaupt, nur sehr leise und man hat das Gefühl, sie würde am liebsten davon laufen.

Als weitere Gäste treffen noch ein Pärchen und die Gruppe für die vorbereitete Tafel ein. Allesamt mit Gutschein. Wir warten jetzt mal alle gruppendynamisch rund eine halbe Stunde zusammen. Damit sozusagen alle gemeinsam mit der Vorspeise beginnen können. Und zwar mit einem
Vorspeisenteller
Der Teller ist ein Körbchen, ausgelegt mit einer Küchenrolle, ein kleiner Teller pro Person.
Fisch Cutlet – panierte Fisch-Gemüse-Kugel (3 Stück EUR 3,80)
Gut herausgebacken, außen leichte Kruste, innen weicher Kern, leichter Fischgeschmack
Parippu Wade – frittierte Linsenlaibchen (3 Stück EUR 3,90)
Der kleinste Teilnehmer im Körbchen, unter der Hülle optisch und geschmacklich fad, etwas trocken, allerdings mit einer hintergründigen Schärfe.
Egg-Eck – panierte Gemüsespitzen mit Ei (2 Stück EUR 3,90)
Ein Eck für zwei Personen. Bravo. Das ist sparen am falschen Platz.
Paniert ist die Ecke auch nicht, sondern frittiert. Der Inhalt – ein Ei. Etwas fades Gemüse. Kein besonderes Geschmackserlebnis, aber ansonsten in Ordnung.
Beim Abservieren erscheint ein Kellner, der aber auch nicht wirklich spricht. Gut, das gibt es öfter, dass einzelne Mitglieder der Servicecrew nur abräumen.

Tomaten-Mozzarella-Salat mit Basilikum-Pesto (EUR 5,90)
Ich wusste bisher tatsächlich nicht, dass diese Speise aus Sri Lanka kommt. Man lernt nie aus.
Nichtsdestotrotz ein guter Gang. Die typische Schichtung abwechselnd Tomate und Mozzarella, das Pesto sehr ölig, aber g'schmackig. Hier fehlt irgendwie ein Stück (Weiß)brot dazu.

Devilled nach Wahl (ab EUR 6,90)
In der Beschreibung des Gutscheines steht 'Fleisch nach Wahl'. Die Erwartung, dass wir spätestens nach dem zweiten Gang nach unserem Wunsch-Fleisch gefragt werden endet mit dem Servieren des Tellers. Reis, Fleischteile vom Schwein und eventuell von einem anderen Tier. Hier wird Qualität serviert, die ich zu Hause wegseziere. Die Sauce kennen wir doch. Süß-sauer. Wohnt im Gläschen im Supermarkt.
Beim Abservieren wird das Besteck auf die Serviette zurück gelegt.
Leider, das war nichts.
Am großen Nebentisch entbrennt mit dem Wirt eine Diskussion, dass ein Gericht für einen Gast viel zu scharf gewesen sei (endend in einem veritablen Hustenanfall), obwohl es mild bestellt wurde. Heraushören konnte man keine Einsicht, sondern tatsächlich die Zurechtweisung, dass die landestypische Küche eben scharf sei. Die Nachfrage, ob der nächste Gang hoffentlich nicht so scharf sei, wird fast ins Lächerliche gezogen.

Kotthu nach Wahl (EUR 7,60)
(geschnittene, hausgemachte Teigfladen, gebraten mit Gemüse, Eiern und wahlweise eine Fleischsorte)
Ich habe vollstes Verständnis, dass bei einer Gutscheinaktion die Portion (nicht zwangsweise) kleiner ausfallen kann. Aber dann darf ich das Gericht nicht so offensichtlich an den Rand des Tellers drapieren. Optisch gewinnt das Gericht keinen Preis. Die Teigfladen sind in Streifen geschnitten und mit etwas Gemüse und dem Huhn (ein Schelm, der denkt, wir durften uns eine Fleischsorte aussuchen). Ein blassbeiger Haufen. Geschmacklich ist alles in Ordnung, haptisch überhaupt nicht. In meinem Essen sind ein etwas größerer Knochen mit rund 7 cm Länge, diverse Knochenstücke und –splitter, sowie Knorpeln. Ein echtes No Go !
Der Teller mit den drapierten 'Fundstücken' erregt erstaunlicherweise kein Aufsehen. Ist das vielleicht landestypisch so ? Und sollte ich mich vielleicht geehrt fühlen, die Kostbarkeiten gefunden zu haben. Nicht wirklich.

Claire's Mangocreme oder Watalappam (EUR 3,40)
Also bitte, Wahlfreiheit ist doch nichts wert, man serviert lustlos den Puddingkuchen. Laut Karte mit Palmensirup, konnte ich nicht wirklich ausmachen, ein paar Cashewkernsplitter und ziemlich harte Rosinen komplettieren das Ensemble.
Ein wahrlich krönender Abschluss eines ziemlichen Desasters. Das kann doch den Betreibern kein Vergnügen bereiten. Den Gästen auf keinen Fall, denn wir alle verlassen ehest möglichst nach dem Bezahlen das Claire’s mit sehr gemischten Gefühlen.

Fazit: Eine meiner schlechtesten Bewertungen. Nach den ersten zwei Gängen wäre das nicht zu vermuten gewesen und ist für diese auch nicht ganz gerecht, aber bei den geschilderten Vorfällen begann sich bei mir ein gewisser Ekel zu manifestieren, dass ich auch davon laufen hätte wollen.
Über das Ambiente samt Sonderheiten könnte man hinwegsehen, wenn die Betreiber sich um den Gast kümmern würden, z.B. etwas Charme versprühen. Sollte es nicht die Intention eines Gastwirtes einer fremdländischen Küche sein, dass man den ‚fremdelnden‘ Gast begeistert, auch dass er wiederkommen möge. Man wird nicht gefragt, ob es geschmeckt hat, selbst vor den gefunden 'Fremdkörpern' im Essen verschließt man im wahrsten Sinn des Wortes die Augen (sowohl im Service, als auch dann in der Küche). Getränke werden einmal ausgegeben und niemand kommt auf die Idee, ein weiteres anzubieten, wenn die Gläser leer sind. Es werden laufend weitere Gutscheinaktionen angeboten, um für mich dieses Erlebnis vergessen zu machen, müssen die "hüpfenden Colombos" herhalten.

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Letzter Kommentar von am 22. Mär 2014 um 21:19

Meine Güte! Soviel Zeit wende ich nicht auf. Respekt!

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am 3. März 2014
kiljoe
1
1
3Speisen
3Ambiente
0Service

Wir sind zu zweit mit einem Groupon Gutschein dazu gekommen ein Menü im Clairs zu erleben.
Kurzum: Es war ein "Erlebnis" und bleibt sicher im Gedächtniss aber nochmal kommen wir bestimmt nicht. Das Essen war gut, aber lieblos garniert, sieht man einmal von dem Dosen-Früchteteller als Nachspeise ab.
Das Ansich schöne Ambiente wurde durch die Reichung von Plastik-Sets ein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem ersten Gang bat uns der Kellner unser Besteck doch vom Teller zu nehmen. Wir brauchen es in Gang 2 - und 3 - und 4- nochmal .
Gang 5 (die Dosenfrüchte) kam übrigens 3 Stunden nachdem wir das Lokal betreten haben. Auf Fragen ob wir denn noch ein Getränk bestellen wollen, wurde in dieser Zeit verzichtet. Und nein, das Lokal war gefüllt, aber nicht derart, dass die Kellner Grund zur Überforderung gehabt hätten sollen.
Mir tun die Besitzer fast Leid. Sie wirken freundlich, das Ambiente ist schön, das Essen ist "ok" - aber es fehlt Ihnen absolut an jeder Ahnung von Gastronomie.

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am 21. Februar 2014
Basoylla
5
1
2
1Speisen
1Ambiente
1Service

Wir sind mit einem Groupon-Gutschein (5-gängiges Menü) gekommen - gleich vorweg: Es war mit Sicherheit unser letzter Besuch in diesem Lokal. Vorerst haben wir ca. 30 Minuten völlig unbeachtet an unserem Tisch verbracht. Nach einer halben Stunde ist der Kellner gekommen und hat aufgedeckt. Allerdings hat er nicht gefragt, ob wir eventuell (das soll nämlich schon vorgekommen sein) ein Getränk bestellen möchten. Nach einer weiteren Viertelstunde wurde es uns zu "bunt" (normalerweise, ohne Gutschein, wären wir längst aufgestanden und gegangen), wir haben beim Kellner reklamiert, dass wir gerne die Getränke bestellen würden. Nach einer Stunde war es dann soweit: Welch ein Ereignis - die Getränke wurden serviert. Danach kam es zu einer Abfolge von verschiedenen Gerichten die weder Klasse hatten (der 4. Gang - undefinierbar - war überhaupt völlig zerkocht und ungenießbar; nachdem wir alle das Gericht "stehengelassen" haben, hat der Kellner ganz verwundert gefragt, ob es uns zu scharf gewesen sei. Das Gericht war allerdings überhaupt nicht scharf, nicht ein Mal pikant - was nicht darauf schließen lässt, dass der Kellner überhaupt gewusst hat, was er uns da "kredenzt" hat... Wir haben ihm dann gesagt, dass das Gericht geschmacklich völlig "daneben" sei, und, dass es obendrein "zu Tode" gegart wurde - das hat ihn allerdings nicht wirklich sichtlich berührt), noch in irgendeiner Form portionsmäßig nennenswert waren. Alles mehr oder weniger lieblos auf den Teller "geklatscht", eine Nachspeise, die ich selbst mit meiner Lesebrille nur sehr schwer auf dem Teller ausmachen konnte... Nein, tut mir Leid - das ist deutlich zu wenig. Schlechtes Service, wenig bis keine Qualität bei den vorgelegten Speisen - welchen Grund sollte es geben für dieses Menü (dies war nämlich der genannte Preis für 4 Personen) im Normalfall knapp 130,- Euro "hinzublättern"... Schade - aber offenkundig haben die Herrschaften auch hier den Sinn eines Groupon-Gutscheines nicht wirklich verstanden. Alles in allem - in Anbetracht unseres Besuches - keinesfalls empfehlenswert...

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Letzter Kommentar von am 21. Feb 2014 um 16:16

Ja, man hat uns wahrgenommen - uns auch zum Tisch gebracht. Allerdings danach war einfach "Funkstille"... mir ist es auch völlig rätselhaft (nämlich aus meiner Position), wie man dieses Lokal so hochloben kann. Das Lokal war zwar gut besucht - aber selbst das wäre kein Argument für die "Performance". Wenn ich zuwenig Bedienungspersonal einsetze "oute" ich mich auch nicht gerade als Gastronomie-Profi. Die grundsätzlich guten Bewertungen haben uns überhaupt dazu bewogen das Lokal mit dem Gutschein auszuprobieren. Aber wie gesagt... leider nicht...

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am 10. Februar 2014
wienessengehen
1
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

Wir sind noch bei Claire´s und wollten gleich unsere Zufriedenheit bekanntgeben:
mit einem Groupon Gutschein sind wir heute zum Claires essen gegangen
1. Gang: Sri lankisches Vorspeisenteller aus Parippu wade, Fisch Bällchen und Egg-Eck - ein Traum
2. Gang: Tomaten-Mozzarella Salat mit Basilikum Pesto - einfach genial
3. Gang: Chicken Devilled vom Grill, hui scharrrrrrrf
4. Gang: KOTTU. unser Favorit des Abends hausgemachte Teigflade,geschnitten, mit Gemüse und Eier
5. Gang: Watalappam - ein wenig zu süß, außerdem sind wir fast am platzen.
Getränke: Mangolassi schmeck frisch und tatsächlich nach Mango

Service: sehr freundlich und hat uns über die Speisen gern Auskunft gegeben.
Ambiente: wie in einem alten Beisl eben, nett und gemütlich

Claire's, du siehst uns wieder - gerne auch ohne Gutschein von Groupon!

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am 9. Februar 2014
Tassilo
1
1
5Speisen
3Ambiente
4Service

Ich war heute zum dritten mal hintereinander im Claire's, da ich gegenüber eine Fortbildung beim Berufsverband Österreichischer Schreibpädagogen besucht habe. Wie meine Vorredner kann ich mich dem anschließen, dass das Interieur etwas kreativ zusammengestellt ist und eine Bestellung ein wenig länger als man dies erwarten würde benötigt (ca. +10 Minuten als üblich, weil frisch gekocht wird), ABER eigentlich ist genau das das positive am Claire's.

Der Betrieb ist sehr familiär und freundlich geführt. Und da liegt der Unterschied für mich. Man darf sich hier kein stylisches Themen-Restaurantkonzept a la India erwarten oder einen Service in bunten Kleidern, das Claires ist ein ehrlicher und freundlicher Familienbetrieb wie es das in Wirtshäusern in den 80ern und 90ern gegeben hat und genau das passt sehr gut nach Meidling, nur eben mit SriLankischen Wurzeln.

Wir haben frische und sehr gute Samosas gegessen, 2 originale Gemüse-Currys und Salat bestellt. Danach eine Melange getrunken. Das Essen war wirklich gut, die Karte preislich sehr günstig und der Kaffee kann sich auch sehen lassen. Die Küche hat beim Vorbeilaufen auch sehr sauber ausgesehen.

Ich werde das Lokal aktiv weiterempfehlen, weil mir das genau so einfach sehr sympathisch ist.

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am 4. Februar 2014
svrmarty
10
1
6
-Speisen
0Ambiente
0Service

Ich hatte für Sonntag eine Reservierung mittels email bereits am Donnerstag geschickt.
Leider bekam ich nie eine Bestätigung.
Nachdem ich mich auf dieser Website (rete.at) vergewissert hatte, dass das lokal nicht bereits zugesperrt hat, machten wir uns auf den weg.

Von außen war keine Beleuchtung ersichtlich, zum Glück war die Türe nicht versperrt.

Als wir das lokal betreten haben, erwähnte ich bei der Kellnerin die Reservierung. Wir sollten uns einen Tisch aussuchen, der uns gefällt.
Der Anblick auf die Tische war Großteils sehr grauslich. Etliche Fettflecken und Flecken von Speiseresten waren auf mehreren Tischen auf den Tischdecken ersichtlich. Ein absolutes NO-GO.

Wir waren zu dritt am Tisch und hatten einen Gutschein für ein 5 Gänge Menü für 2 Personen .
Nachdem 5 Gänge zumeist von der Menge zu viel ist, wollten wir uns die Speisen aufteilen.

Leider war der Lokal Besitzer sehr unflexibel und unhöflich. Er verlangte dass wir für die dritte Person den vollen Preis für die Gerichte für das 5 Gänge Menü bezahlen. Das war in keinem anderen Lokal bis jetzt ein Problem.

Das wollten wir nicht, da wir alle keine großen Esser sind und dann jeweils 1 bis 2 halb volle Teller wieder zurück in die Küche gehen lassen, die dann entsorgt werden, weil wir nicht mehr schaffen.
In der dritten Welt verhungern jede Minute Menschen und wir werfen die Reste in den Mülleimer vor lauter Völlerei, die dann auch noch bezahlt werden sollen. NEIN DANKE.
Es reicht, wenn jeder von uns (min.) 2 Getränke bestellt. Am Essen selbst verdient kein Wirt mehr, nur noch an den Getränken.

Die Spitze des Kurzbesuchs war eine persönliche Beleidigung des Besitzers. Er meine doch glatt, das wir kein Geld haben, das wir uns das Essen zu dritt teilen müssen.
So etwas braucht man sich nicht gefallen lassen.
Wir haben das lokal sofort verlassen.

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Letzter Kommentar von am 24. Feb 2014 um 13:27

oder am Apfelsaft mit Leitungswasser....

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am 1. Februar 2014
Experte
adn1966
80
48
22
4Speisen
3Ambiente
2Service
10 Fotos1 Check-In

Sri Lanka meets Wirtshaus. Und zwar, so richtig. Unmöglich? Wahnsinn?

Exakt meine Gedanken im Vorfeld des ReTe Treffens, das unser geschätzter Tester SSW organsiert hat. Lange habe ich überlegt, was ich mir unter diesem Lokal vorzustellen habe, wieder und wieder habe ich mir die zugegeben sehr sympathisch gestaltete Homepage aufgerufen, bin grübelnd und kopfschüttelnd vor der Speisekarte gesessen, auf der sich Wiener Schnitzel vom Kalb, Gulasch mit Semmelknödel ebenso finden wie String Hopper Kotu, Chicken Biryani, diverse Curries, Suppen – Chicken Mulligatawny, Sunflowersoup, aber auch Fitatten-, Grießnockerl- und Leberknödelsuppe.

Als wär’s noch nicht genug der Verwirrung, es gibt auch gebratenes Zanderfilet und, Sri Lanka obviously also meets Italy, Spaghetti carbonara, bolognese und frutti di mare.

Großes „head scratching“ war angesagt. Wie, zum Teufel, ist dieser Mix so unterschiedlicher Küchen zu schaffen, wie in aller Welt kann dieser Spagat in Richtung eierlegende Wollmilchsau gelingen? Wer, bitte, der in Wien zum Sri Lankesen (sagt man das so?) geht, will auf der Karte Gulasch und Schnitzel finden? Oder gibt’s in Wien genug Leute aus Sri Lanka, die, wenn sie ihr heimisches Lokal aufsuchen, auch auf die Wiener Küche und, ab und zu, what the hell, auch auf einen Hauch Italien nicht verzichten wollen? Wo ist die Zielgruppe?

Ich muss gestehen, das Bild ist nun klarer und, ich hätte nicht gedacht, dass ich das schreiben würde, auch irgendwie stimmig. Aber eins nach dem anderen:

Das Claire’s ist ein alteingesessenes Wiener Wirtshaus, die Räumlichkeiten so, wie man sie sich von einem Wirten tief in Meidling erwartet. Große Schank, viel Holz, klassisches, unaufgeregtes, non-hippes Wirtshausambiente. Nicht ungemütlich. Original. As Wirtshaus as it gets. Einige Räume, (einer davon für Raucher), zwei Räume davon etwas moderner gestaltet. Nicht asiatisch, aber moderner. Ein etwas eigenartiger Mix aus Bildern, Origami, roten Streifen an der Wand, aber doch anders als der Rest des Lokals.

Fernando, der Chef, ist ein Quereinsteiger. Ein ehemaliger Arbeitskollege von schlitzaugeseiwachsam, der nun seit einigen Monaten mit seiner Frau und seinem Bruder das Claire’s betreibt. Er ist kein gelernter Gastronom, und ich lege Wert darauf, dass dies auch während der Lektüre meiner Bewertung nicht vergessen wird, denn auch die kleinen (oder mittleren) Schwächen und Fehler, die es heute durchaus gab, sind in diesem Zusammenhang mildernd zu betrachten.

Vorab, es war ein netter Abend. Es macht einfach Freude, Gleichgesinnte in verschiedenen Locations zu treffen, einen gemütlichen Abend mit den Leuten zu verbringen, die man aus diesem Forum zwar gut kennt, deren Berichte man liest, - persönlich mit ebendiesen Menschen zusammen zu sitzen und über gutes Essen, Gott und die Welt zu diskutieren, hat dann schon noch eine besondere Qualität.

Amarone, Eho, SSW, Otternase, Woody und die Brotvernichter, teilweise mit Partnern und Kindern waren diesmal mit von der Partie, eine wirklich nette Runde.

Zum kulinarischen Teil des Abends:

Karten wurden gereicht, erste Getränke bestellt. Meine Befürchtung ob der Weinauswahl hat sich leider erfüllt. Ich wählte zwischen den beiden angebotenen Rotweinen (Blauer Portugieser - € 1,50 – Zweigelt - € 1,30) auf Anraten von Fernandos Frau den Zweigelt. Es kam – eine wahrhafte Niederlage. Der wahrscheinlich schlimmste Zweigelt, den ich je getrunken habe. Also, schnell zum Blauen Portugieser umgestiegen, beileibe auch kein Weinerlebnis, aber trinkbar. An dieser Stelle eine gut gemeinte Empfehlung an den netten Chef: Kauf’ besseren Wein. Mag sein, dass Sri Lanka kein Weinland ist (Fernando erzählte mir von einem Kokoswein, den es dort gibt, mon dieu!), wenn ich in Wien auch die Wiener Wirtshausschiene fahren möchte, sollte ich auch einigermaßen trinkbaren Wein anbieten. Money well invested, so mancher Gast wird es zu schätzen wissen, wenn es nebst diesen beiden Vertretern des untersten Preissegments auch die ein oder andere Bouteille eines guten Cabernetscherls oder die ein oder andere Cuvée gibt.

Für die meisten Gäste war ohnedies Bier „the weapon of choice“, also auf zur Speisenbestellung. Es wurden diverse Vorspeisen, Suppen und Hauptspeisen geordert, alle aus der Sri Lanka – Fraktion der Karte. Nachdem ich unbedingt wissen wollte, wie gut Fernando den Spagat zur Wiener Küche schafft, ließ ich es mir nicht nehmen, ein Kalbswiener zu bestellen. Mit Petersilerdäpfeln und Salat. Comme il faut.

Es wurde uns schon vorab gesagt, dass es ob der großen Bestellung (knapp 20 Leute) zu etwas Verzögerungen kommen könnte, schließlich wird das Lokal im 3 Mann/Frau Betrieb geschupft, es würden die Speisen halt so kommen, wie sie grad fertig sind, keinesfalls zugleich, aber irgendwie doch alle, irgendwann.

Und so war’s dann auch. In 5-10 Minuten Abständen kam Fernandos Frau mit zwei Tellern, annoncierte ein Gericht auf Sri Lankesisch, worauf sich der/die ein oder andere der Runde mit einem „des könnte mein’s sein“ meldete.

Irgendwie kam dann doch jeder früher oder später zu seiner bestellten Suppe/Vorspeise, in unserem Fall waren’s einmal die panierten, vegetarischen Gemüserollen (€ 3,40) und einmal die Chicken Mulligatawny (Hühnersuppe mit Fleisch und Reis - € 2,90). Die panierten Gemüserollen: fantastisch. Knuspriger Kartoffelteig, saftige Fülle, leicht pikant, mit einem Klecks Zwiebel-Etwas (pikant-würziges Zwiebelchutney?). Tadellos. Die Suppe, ebenfalls ein Genuss. Reichlich Gemüse und Hühnerfleisch in einer typisch asiatischen Suppe, dezente Kokosmilchnote, schon etwas schärfer, ebenso tadellos.

Unsere bestellten Parippu Wade (frittierte Linsenlaibchen - € 3,90) kamen leider nie, dafür orderten wir eine Portion Paratta (hausgemachte Teigfladen mit Linsencurry - € 5,90), sehr, sehr gut.

Geraume Zeit danach kam der Hauptgang der Liebsten, Chicken Devilled (gegrillte Hühnerstücke mit Reis, Zwiebel und Tomaten), scharf bestellt, sowie mein Tribut an die Wiener Küche, das Kalbswiener (€12,90).

Der Liebsten Chicken war geschmacklich in Ordnung, nicht wirklich scharf, dafür wurde eine dunkelrote Paste gereicht, die wiederum an Schärfe nichts zu wünschen übrig ließ. Das Gemüse zum Chicken sehr schmackhaft, frische, gute Zutaten waren zu erschmecken, die Hühnerstücke allerdings etwas zu trocken gegrillt.

Mein Wiener Schnitzel: die Überraschung des Abends. Als g’standener Wiener habe ich schon in unzähligen Gasthäusern, die sich teilweise zig Jahre Erfahrung mit Wiener Küche an die Brust heften, Schnitzel gegessen, dieses Kalbsschnitzel kann mit den Besten der Zunft durchaus mithalten. Gut, wir sind in einem Wirtshaus, nicht im Sacher, aber es war ein tadelloses Wiener Schnitzel. Gutes, zartes Fleisch, die Panier perfekt, mit ebenso tadellosen Petersilerdäpfeln und einer halben Zitrone. Dazu ein guter, saftiger, frischer Salat. Hut ab, Fernando.

Abschließend, en lieu eines Desserts, gab’s zwei Espressi für die Liebste und mich, - nicht schlecht. Mein „bitte den Espresso kurz“ ging zwar offenbar irgendwo verloren, es kam ein normaler Espresso. Gut im Geschmack, aber hier ist schon noch deutlich Raum nach oben. But again, - ein Wirtshaus, kein Gourmettempel. (Man sehe sich nur die Preise an)

Subsummierend kann ich sagen: Es war ein sehr, sehr netter Abend. Fernando und seine Familie ist ausgesprochen bemüht und hat durchaus das Potential, durch ihre Liebe zum Kochen und durch die Verwendung von guten, frischen Produkten mit diesem netten, gemütlichen Lokal die Restaurantlandschaft Wiens zu bereichern.

Ein paar Tipps möchte ich ihm und seinem Team trotzdem mit auf seinem Weg geben:

Die Wartezeiten auf die Speisen sind lange, teilweise zu lange. Es ist verständlich, dass es, bedingt durch die äußerst ambitionierte Personalsituation, zu Wartezeiten kommen kann, speziell, wenn eine große Gruppe kommt, - das Warten wäre unproblematischer und leichter zu verkraften, wenn der Service (Fernandos Frau) etwas mehr „am Gast“ wäre, d.h. öfter einmal fragte, ob man noch etwas zu trinken möchte. Vielleicht könnte man dem Gast die etwas längere Wartezeit auch damit vertreiben, indem man z.B. ein Stamperl Lassi oder etwas Ähnliches servieren würde. Keep ‘em busy, keep ‘em happy.

Es wäre nett, wenn die Speisen den Leuten serviert werden, die sie bestellt haben, bzw. wenn etwas genauer erklärt würde, was grad serviert wird. Viele von uns haben etwas bestellt, ohne eine genaue Vorstellung davon zu haben, wie die Speise tatsächlich aussieht, bzw. haben den Namen der Speise nach der Bestellung gleich wieder vergessen. Beim Servieren einer Speise den landessprachlichen Namen ebendieser „in die Runde“ zu rufen, sorgte teilweise für etwas Ratlosigkeit. „Ist das mein’s?“ „Wie hieß das, was ich bestellt habe?“ Eben.

Das Konzept „Sri Lanka meets Vienna“ kann nach meiner Erfahrung heute Abend durchaus aufgehen. Viel Luft nach oben im Service, hier könnten Fernando und seine Familie noch einiges verbessern. Der Wille, die Freundlichkeit sind da, es hapert noch ein wenig mit der Konsistenz und Umsetzung. Statt einem bestellten Vierterl kam ein Achterl, es wurde nur selten nach Getränkewünschen gefragt, noch seltener wurden Gläser und Teller abserviert.

Zum Ambiente? Vielleicht sollte man den vorderen Teil des Lokals so wirtshausmäßig lassen, warum nicht? Ein Teil des Restaurants sollte dann allerdings schon auch optisch „Sri Lanka“ ausstrahlen. Keinen Kitsch, mind you, aber authentische, stimmige, Landesatmosphäre. Das sucht man doch, wenn man zum Sri Lankesen (seriously, wie sagt man das?) geht.

Und trotzdem, ich sag’s noch einmal: Fernando ist Quereinsteiger, keine Facherfahrung, - und doch sehr bemüht, sehr freundlich, gute Küche, frische Produkte, auch gute Wiener Küche.

Es war wirklich ein netter Abend.

Danke.

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Letzter Kommentar von am 18. Feb 2014 um 15:17

als wir bei unserem ReTe Treffen waren, wollten die Liebste und ich schon vor die Tür gehen, um zu rauchen, und wurden vom Besitzer freundlich in den Raucherbereich gebeten, in dem auf allen Tischen auch Aschenbecher standen. Strange.

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am 4. Jänner 2014
samontour
1
1
5Speisen
4Ambiente
5Service

we were on the christmas days in vienna. Close Meidlinger station we wanted to eat on Sunday evening. it was nothing to find, and at close we have thought about going to town inside. because I did not want to go to the center, I asked a pedestrian if he could recommend near a restaurant. according to his recommendation we were in Claire's.
it was a mix of Austrian cuisine and Sri Lankan.
my parents have always been looking for real Wiener Schnitzel and found at claire's best Schniztel. was fresh and great. I had kottu beef and was great. I was glad that we are not driven to the center.
thank you Claire's!!

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Kommentar von am 29. Jän 2014 um 08:39

I would really like to know what your native language is. Not a criticism, just curiosity.

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am 23. Dezember 2013
Experte
neugierig
70
6
20
4Speisen
4Ambiente
5Service

Nach einem Einkaufsbummel am Samstag zum Naschmarkt (viele Leute unterwegs, aber erfreulich ungestreßte Stimmung) gings zum Essen ins Claire's.

Parkplätze waren reichlich vorhanden.

Das Lokal ist wie eine kleine Zeitreise, die Einrichtung hat sich in den letzten 40 Jahren sicher nicht verändert, lediglich ein paar Poster von Sri Lanka verraten, dass es hier nicht nur Gulasch und Würstel geben könnte.
Meine Bewertung fürs Ambiente ist dennoch, oder vielleicht gerade deswegen hoch, ich finde es dort einfach gemütlich.

Zum Wichtigsten, zum Essen.
Die unaussprechliche Suppe (Mulligatawny)... war nicht schlecht, kommt aber an die im Colombo Hoppers nicht ran.
Kotthu mit Rind... bestellt in original Schärfe habe ich bekommen, was ich wollte. Die Schärfe ausgewogen, nicht so, dass man angeben kann was man nicht alles verträgt, sondern für mich gerade richtig.
Hühner Curry... ebenfalls gut, die verwendete Hühnerbrust neigt halt dazu eher trocken zu sein (ich wäre ja für eine Züchtung einer Hühnerrasse mit 4 Haxeln, aber das ist eine andere Geschichte)
Pol Roti... gut, das Sini Sambal dazu sehr gut.

Service... sehr freundlich

Fazit: für mich hat es sich wie ein Besuch im Wohnzimmer der Wirtsleute angefühlt. Kein designter Gastraum, meilenweit entfernt von Eventgastronomie... rein kommen, Stress bleibt vor der Tür, gutes Essen...
Ich komme sicher wieder, danke für das gute Essen.

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am 15. Dezember 2013
Meidlinger12
197
51
18
4Speisen
3Ambiente
4Service

In diesem Lokal war vorher das urige Beisl "Zum Mittelpunkt der Welt", wo leider der Besitzer in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist.

Dann waren 2 Kurzzeitübernahmen die nicht gelaufen sind, jetzt dürfte das Lokal endlich einen tollen Nachfolger gefunden haben.

Zur Zeit unseres Besuches fand gerade eine Feier von ca. 40 Ceylonesen statt. Das war für uns schon einmal ein gutes Zeichen wenn die eigenen Leute gerne dieses Lokal besuchen, dann sollte es einigermaßen authentisch sein.

An der Einrichtung hat sich nicht viel verändert. Es gibt einen Extraraum der komplett neu gestaltet wurde. Dort fand aber die Feier statt. Wir saßen im sogenannten Extrazimmer neben der Küche.


Die gemischte Karte von österreichischen und sri lankesischen Gerichten, lässt einem am Anfang etwas zweifeln, aber keine Angst, hier wird wirklich authentisch gekocht und die österreichischen Gerichte sind eine Lösung für noch verbliebene alte Stammgäste des Lokals nach Auskunft des Wirtes.
Mittagsmenüs werden auch gemischt angeboten.

Nun gut, da wir bis dato keinen Kontakt mit dieser Küche hatten, hab ich mir etwas empfehlen lassen, sowohl zur Vorspeise als auch zur Hauptspeise.

Wir bestellten als Vorspeisen: 1x Chicken Mulligatawny (Hühnersuppe mit Fleisch und Reis) € 2,90 und ich 1x Egg-Eck (2 Stk. panierte Gemüsespitzen mit Ei) € 3,90

Hauptspeisen
1x Reis und Rinder Curry mt 3 Sri-Lankischen Beilagen € 8,90

1x Kotthu (geschnittene, hausgemachte Teigfladen, gebraten mit Gemüse, Eiern und Huhn) gib es auch mit Rind,Schwein,Schrimps € 7,60

Es wurde natürlich gefragt welchen Schärfegrad man haben möchte. Mild, Normal oder Scharf.
Ich hab normal genommen und das war schon recht heftig und ich esse gerne scharf. Also wirklich scharf sollte man sich nur als geübter Scharfesser bestellen.

Meine Freundin war sowohl von der Suppe als auch vom Kotthu begeistert.
Mein Egg-Eck war mir persönlich etwas zu trocken. Die Beilagen sehr gut. Das Rinder-Curry war auch sehr gut aber man sollte schon einiges an Schärfe vertragen. Den Reis zum neutralisieren hab ich komplett verbraucht.

Wem es zu scharf ist, sollte sich Leitungswasser bestellen, das hilft ungemein. Nur keine kohlensäurehältigen Getränke.

Getrunken haben wir Weissen Spritzer und Grünen Veltliner.

Der Chef gesellte sich dann auch noch zu uns und ist sehr herzlich und nett.

Wir werden bestimmt wieder kommen und uns weiter in diese interessante Küche weiter vertiefen.

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am 10. Dezember 2013
Miriam
1
1
5Speisen
3Ambiente
5Service

Lebe seit zwei Jahren vegetarisch und habe vor kurzem Claire's für mich entdeckt. Sieht aus wie ein Wiener Beisl, ist aber tatsächlich ein sehr gutes Restaurant mit sri lankesischer (sri lankischer? wie sagt man?) Küche und hat meinen persönlichen Speiseplan absolut bereichert. Wie die Fleischspeisen schmecken, kann ich nicht beurteilen. Angefangen bei Paratta mit Linsencurry über das vegetarische Kotthu und Reis mit z.B. Gemüse- oder Sojacurry kann ich Claire's allen, die vegan oder vegetarisch leben, aber nur wärmstens empfehlen.

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Kommentar von am 11. Dez 2013 um 15:51

Ceylonesisch ;-)

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am 22. November 2013
hannal
1
1
4Speisen
3Ambiente
4Service

Sehr gute, selbstgemachte (!!) Speisen - auch die österreichische Küche ist gut gemacht - ideal, wenn nicht jeder unbedingt sri lankisch essen mag. Bisher gegessen Kotthu (dünne selbstgemachte Brotfladen geschnitten und mit Gemüse/Fleisch nach Gusto) angebraten, Samosa (die sri lankische Art kannte ich nicht und ist sehr empfehlenswert, ebenfalls frisch zubereitet), Currys auch sehr gut! Die Portionen sind recht groß, also mit Hunger hingehen :)
Derzeit gibt es Mittagstisch (einmal österreichisch, einmal sri lankisch), sowie einen Kennenlern-Teller Basmatireis mit Hühnerfleisch- und Linsencurry um 4,90
Das Ambiente ist das eines Alt- Wiener- Wirtshauses, hat gewissen Charme, man sollte sich auf keinen Fall "abschrecken" lassen!
Preis- Leistungsverhältnis ist sehr gut! Kann nur empfehlen, es auszuprobieren!

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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 19. Oktober 2013
Update am 20. Oktober 2013
Experte
schlitzaugeseiwachsam
152
83
21
4Speisen
3Ambiente
3Service
23 Fotos2 Check-Ins

Mit 22 Jahren bin ich das erste Mal in meinem Leben das erste mal mit Srilankischer Küche in Berührung gekommen und seitdem gehört es zu meinen Lieblingsethnoküchen.

In Wien bisweilen haben mich bis dato die existierenden Srilankischen Lokale nicht überzeugen können. Vor kurzem informierte mich ein ehemaliger Arbeitskollege, dass es in Wien ein neues SL Restaurant gibt.
Das heisst natürlich bei nächster Gelegenheit sofort ausprobieren.

"Claire's" klingt nicht unbedingt nach srilankischem Lokal und auch der Name des Besitzers welcher unter anderem Fernando heisst, kann einen stutzig machen.
Keine Sorge: Fernando ist ein echter Sri Lankese und Katholik sowie die restlichen 80% der österreichischen Bevölkerung auch.

Das Lokalkonzept ist eine Mischung aus traditionellem Wiener Gasthaus mit einheimischer Wiener und Italienischer Küche (für Menschen die unbedingt in einem Srilankischen Lokal ihre Schnitzel essen müssen) und Spezialitäten aus SL.
Für mich persönlich ganz eindeutig: Von Interesse ist hier für mich nur die SL Küche!

Als Getränk bestellte ich einen Kokosnusssaft (Frisch aus der Dose, wie mir Fernando versicherte). Ungewöhnlich im Geschmack, aber doch passend zur Küche, wie sich später herausstellte. Ein bisschen kälter wäre es noch besser gewesen.

Das Essen bestand aus Paratta, hausgemachte Teigfladen frisch zubereitet bei Bestellung, dazu frisches Dhal und Garnelen Curry.
Die Curries waren mehr auf der suppigen Seite, vergleichbar mit Thaicurries , aber ohne den penetranten Fischsossengeschmack. Man muss es eben mögen. Nicht so gulaschartig wie indische Curries, sehr fein und dezent in der Würze. Man muss sich langsam hinein schmecken. Nichtsdestotrotz gekocht mit gewünschter Schärfe bei Bedarf. Dazu gab es selbstgemachten Sini Sambal (gebratene Zwiebeln, leicht karamelisiert) und extrem scharfe Schrimps- Chilli-Paste zum Dippen. Extrem gefährlich mit hoher Suchtgefahr! Überraschend gut das Dhal welches meistens sehr langweilig ist. Heute hat es mich geschmacklich überzeugt, dass ich die ganze Schüssel geleert habe. Pikant, delikat gewürzt, mit den frischen Paratta sehr le...ein Gedicht!

Im Ganzen besser als die vielgerühmte Curry-Insel, aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

Das Ambiente ist sauber und ungewöhnlich für ein srilankisches Lokal, ähnelt es doch extrem einem Wiener Beisl, aber Menschen, die auch in Sri Lanka unbedingt ihr Gulasch und Schnitzel brauchen, werden sich hier mit Sicherheit zumindest vom Ambiente her geborgen fühlen. ;)

Und ja...es ist ein Nichtraucherlokal...aber das sollte doch eine wahren Feinschmecker nicht von einem Besuch abhalten, oder? ;)

Preise bitte ich der angegebenen Website zu entnehmen. Sie sind durchaus moderat für das gebotene. Ich habe für das heutige Mahl 12,50 Euro bezahlt (exkl. Trinkgeld).

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Letzter Kommentar von am 24. Okt 2013 um 11:25

@entdeckerin: Es ist meine ganz persönliche Meinung und Geschmack. Wäre aber natürlich sehr froh, wenn es Dir auch schmecken würde. Ich werde mit Sicherheit wieder hingehen.

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Claire's - Karte
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