Früher fast mein Stammlokal, jetzt war ich schon lange nicht mehr dort. Jetzt war wieder einmal ein Besuch fällig.
Der Gastgarten im Innenhof war immer wieder eine Freude, vor allem unter der alten Kastanie, zu sitzen war sehr nett. Die ist jetzt – laut Internet - leider weg, einem Sturm zum Opfer gefallen, dafür gibt es Schirme. Anschauen konnten wir uns das nicht, da es leider regnete.
In den Innenräumen ist alles beim alten: das namensgebende "alte Fassl" an der Wand, die Filmplakate, Ausstellungsposter und alten Limonadenreklamen und die von Meidlinger schon erwähnte "saubere Patina" – also kurz um gemütlich.
Wie ich es hin und wieder mache, schaute ich mir auf der Homepage vorab die Speisekarte an - im Moment sind Spargelwochen und es gibt viele Kitz- und Bärlauchgerichte – und hatte das was ich essen wollte auch schon gefunden: "In Kürbiskernen gebackener Beinschinken auf Bärlauch-Erdäpfelpüree".
Groß war dann die Enttäuschung, als es das auf der Speisekarte nicht gab (manche Wirte sind halt in der Küche besser als bei der Aktualisierung der Homepage).
Trotzdem war die Speisekarte anregend: Neben den üblichen Wiener Spezialitäten, wie Alt-Wiener Backfleisch, Kalbs-Wienerschnitzel, Gekochter Tafelspitz "klassisch", Blunzengröstl, Zwiebel – oder Vanillerostbraten, Gebackenes Schweinsschnitzel, "Fasslpfandl" (gebratene Hendlbrust gefüllt mit Schinken und Käse), etc. … gab es z.B. ein Menü um (25€ !), das so gut klang, dass ich es hier wiedergeben muss (leider hatten wir nicht so viel Hunger):
Avocado-Flußkrebstartatrar mit Spargelsalat und getoastetem Weißbrot.
Spargelcremesuppe mit Beinschinkenkrusteln
Hühnerbrust gefüllt mit Schinken und Spargel auf Tomatenrisotto
oder
Gegrilltes Zanderfilet auf Spargelvinaigrette
Weißes Moccaparfait mit Schokosauce und Schlagobers
Weiters 8 Solospargelgerichte, wobei bei 3 davon Beiried, Huhn oder Schweinskotelett die Hauptrolle spielten.
Ich bestellte mir dann zum Gustieren eine Erdbeerbowle (die erste heuer und war geschmacklich überrascht, dass die Erdbeeren schon nach Erdbeere und nicht mehr nach Erdäpfel schmeckten und sie nicht so süß sondern erfrischend war).
Wir wählten dann Solospargel in Käsekruste mit Rohschinken-Oberssauce mit Heurigen und ein gegrilltes Knoblauchkotelette mit Zwiebelsenf und Braterdäpfel. Der Spargel war sehr gut, nirgends holzig (was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, aber keine ist), die Rohschinkenoberssauce zwar ein bisschen deftig, aber geschmacklich hervorragend, mit einem Hauch von rosa Pfeffer/roten Beeren und die Heurigen in Schalke gebraten – wirklich gut (wobei ich normalerweise keine Heurigen Erdäpfel mag).
Beim Knoblauchkotelett war am Fleisch und im Saft ordentlich Knoblauch, aber es war trotzdem zubereitet, dass man außer Knoblauch noch anderes schmeckt. Einziger kleiner Kritikpunkt dabei war, dass der Zwiebelsenf am Salat lag.
Die Flaschenweinpreise (Markowitsch, Pittnauer, Scheiblhofer, Ebner-Ebenhauer) sind mit 18-30€ mehr als fair, der Tafelwein um 1,60 das Achtel wohlfeil.
Der Service war sehr aufmerksam, immer wenn ein Glas leer war, wurde unaufdringlich gefragt, ob man noch etwas wünsche.
Wir werden dieses Lokal wieder öfter besuchen.
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Ich war unlängst im Alten Fassl Mittag essen und muß sagen es war sehr gut. Wir hatten gebackenes Zanderfilet von der Menükarte. Zur Auswahl hat man beim Menü entweder eine Tagessuppe oder Nachspeise.
Zum Zander dazu gab es Petersilerdäpfel. Als Nachspeise wählten wir Griespudding mit Weichseln und Schlag und das war auch ausgesprochen gut.
Die Einrichtung ist altbelassen und gefällt mir persönlich sehr gut. Als Dekoration dienen einige Filmplakate und alte Reklametafeln.
Sesseln sind teilweise die berühmten Thonet Sessel Nr. 14 dem meistverkauften Sessel der Welt, der in Wien erfunden wurde.
Von aussen gefällt mir das Lokal auch ausgesprochen gut.
Das Lokal hat die berühmte Patina aber es ist sauber.
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Die Speisekarte ist eine echte Sensation, das muss man dem alten Fassl schon einmal zu Gute halten. Denn es gibt zwei davon: Eine permanente mit all dem, ws das altösterreichische Herz erfreut, und eine ganze Karte mit Aktuellem und Saisonalen. Wir hatte zweimal die Eierschwammerlsuppe, eine Tafelspitzsulz, einen gegrillten Zander, Schweinsmedaillions und ein Schweinsschnitzel.Die Suppen waren ausgezeichnet, das Sülzchen OK, der Zander zu trocken, die Medaillions
zu trocken und das Schnitzlel leicht flachsig. Ingesamt OK und nicht teuer, der Hauswein mit 1,60 Euro ein leckeres Schnäppchen! Insgesamt ist das Alte Fassl mit seinem schönen Innenhof einen Besuch wert, beim Essen kann man hier aber sowohl Glück als auch Pec haben....Was meinst du zu dieser Bewertung?
gemütliches Wiener Lokal - sehr gute Küche und nettes Personal
Besonders zu empfehlen: Früchtevodka (wird selbst gemacht)
Neben einigen sehr guten Standardgerichten, wechselt die Karte saisonal - Wild, Martini, Fischwochen...