Das Ambiente wirkt, wie ein gemütliches, aber ein bissel schmuddeliges und leicht miefiges Wohnzimmer, mit "altösterreichischem" Design an der Wand.
Der Raucherbereich ist nur durch einen offenen Vorhang getrennt (was mich persönlich – da Raucherin - nicht stört)
Für LiebhaberInnen Tschechischer Biere ist es der 7.Himmel mit offenem, gut gezapftem Velkopopovický Kozel und Pilsner (sagten mir die Biertrinker).
Man sollte vorsichtig sein beim Bestellen nach der Speisekarte: Kartoffelpuffer mit oder ohne Schinken und Kren als Vorspeise (wer kann danach noch was essen?)
Die Mährische Krautsuppe mit Obers war gut.
Sonst eher was für Fleischtiger - oft mit Marmelade bzw. Powidl: Rindsbraten, Rahmbraten , Schweinsmedaillons, etc. , eher wenig für Vegetarier – aber alles in durchaus guter Qualität.
Die Specklinsen - sehr gut (aber die Portion unschaffbar), besonders die Böhmischen Knödel sind ein Hit, den man selten bekommt ( fluffig, locker, ein Gedicht).
Von den so berühmten böhmischen Mehlspeisen gibt es Liwanzen, Powidltascherl , Mohnnudeln, aber komischerweise keine Buchteln und alle 3 sind ein Fest für Naschkatzen.
Die Preise sind gemäßigt, nichts über 11 €, besonders angesichts der riesigen, üppigen Portionen: man kann kaum Vor-, Haupt-und Nachspeise essen (zumindest ich nicht – weil mich zu große Portionen eher abschrecken).
Das Service ist freundlich und nett, manchmal muss man allerdings ein bissel warten, wenn der Chef mit den Stammgästen (?) an der Theke tratscht.
Fazit: Nicht schlecht, aber nicht aufregend (liegt aber viell. daran, dass die böhmische. Küche nicht ganz meines ist) – aber man muss viel Appetit mitbringen.
Gleich ums Eck gibt es ein anderes böhmisches Lokal (zu den 3 Buchteln), in dem ich vor ca. 3 Jahren mal war und das ich als besser empfunden habe, aber da ich mich nicht mehr so gut erinnern kann um es zu vergleichen, muss ich es wohl wieder einmal besuchen.