Sinohouse Dining | Wine Lounge Info
Preislage:
Gehoben
Kreditkarten:
Keine Info
Öffnungszeiten: Mo: Keine Info Di: Keine Info Mi: Keine Info Do: Keine Info Fr: Keine Info Sa: Keine Info So: Keine Info
Besuch 13.4.12/4 Pax:
Nun das Sinohouse, wie schon am 19.2. vorangekündigt - und gleich vorneweg: vielleicht war meine Erwartungshaltung, geleitet durch positive Medienberichte zu hoch.
Zu den Fakten:
Service: Das Lokal war bei unserem Besuch brechend voll, und das Service dadurch überfordert. Ich nenne 3,4 Beispiele:
+ Wir bestellten einmal ein Pekingentenmenü, das aus vier Gängen besteht (nicht wie klassisch aus fünf) und daher bestellten die Begleiter extra auch vier Gänge. Unsere Ente kam nach ca. 5' was ja begrüssenswert wäre, wenn nicht unsere Begleiter ihren ersten Gang (gemischte DimSum) nicht erst nach Nachfrage bekommen hätten als wir schon den 2. Gang der Ente erhalten hatten!!!
+ Die Begleiter hatten den Zwischengang einmal als Großportion und einmal als Kleinportion bestellt. Sie kam aber nur einmal an. Bei der Urgenz wurden wir nicht verstanden, auch nicht der Punkt, dass wir eben gerne GEMEINSAM essen würde. + Der Zwischengang wurde von vielen Leuten bestellt (wie wir sahen), vielleicht wurde der Tisch verwechselt?
+ Der letzte Gang kam erst nach 22.15 Uhr, sodass wir eigentlich keine wirkliche Lust mehr auf eine Nachspeise hatten.
+ Wir hatten Wein bestellt, und nachdem unsere 4 Gläser schon länger leer waren und unsere Signale ignoriert wurden stand eine meiner Begleiterinnen auf, um die Weinflasche, die auf einem Sims platziert worden war zu holen. Daraufhin kam eine junge asiatische Serviererin und teilte den Wein, ehe wir uns versahen auf 3 der 4 Gläser auf. Stellte den Wein weg und fragte auf unser Erstaunen, ob sie noch einen bringen soll. Wir hätten vielleicht einen anderen Wein bestellt, aber so blieb uns kaum eine Wahl. Die weiteren Weine bestellten wir sicherheitshalber glasweise...
Speisen - das positivste am Besuch:
+ Nach einem kleinen Amuseue Geule kam schon der erste Teil des viergängigen Pekingentenmenüs für EUR 48,- p.P. (der übliche fünfte Innereiengang wird ausgelassen), ein gedämpfter Germteigknödel mit Entenhaut.
+ Teil 2 ist das was man am ehesten mit Pekingente verbindet, nämlich knusprig gebratene Entenstücke, die man in hauchdünne Fladen (Art Palatschinken) gemeinsam mit fein nudelig geschnittenen Lauch/Schalotten einwickelt und in eine Zwetschken/Soja-Mischung eintaucht. Die Konsistenz des Fleisches und der Knuspergrad waren ausgezeichnet, genau wie es sein soll.
+ Die Präsentation der Ente ist sehr nett, sie wird einem als ganzes Stück zu Beginng gezeigt, ehe sie ein Experte im Speiseraum tranchiert.
+ Der 3. Gang ist das restliche Entenfleisch, das auf einer Platte serviert wird mit einer dunklen (Hoi-Sin?) Sauce. Leider komplett ohne Beilage - sodass mir das fast zuviel Fleisch war. Wir konnten es trotz Hilfe unserer Begleiter (die da gerade auf Ihren 2. Gang warteten) nicht aufessen.
+ Den Abschluss bildet eine milde, klare - etwas säuerliche Suppe, mit einer kleinen Entenfleischeinlage, genau das richtige nach dem vielen Fleisch.
+ Unsere Freunde hatten Dim-Sum gemischt und die gebratenen Fleischtaschen zu Beginn - sehr gut, sehr prall gefüllt und definitiv selbst gemacht.
+ Zwischengang: Kräutergarnelen - sehr gut, und eine große Portion. Die Garnelen waren gut abgeschmeckt und auch völlig sauber (sollte immer so sein, ist es aber nicht).
+ Als Hauptgang gab es das "Black-Pepper" Rind aus dem Wok, einmal nicht scharf und einmal scharf. Hat sehr gemundet, wurde aber sehr spät serviert als der Hunger nicht mehr so groß war. Als Beilage gab es ein Schälchen Vollkornreis? und Gemüse - als sehr gut abgeschmeckt und die Schärfe durchaus spürbar.
+ Klebereis mit Mango: Sehr gut, aber evtl. zuviel Kokosflocken darüber gestreut (sie waren zwar nicht wie häufig wo ranzig, aber uns war es zuviel). Der warme Schokokuchen war ebenfalls geeignet uns mit dem Service zu versöhnen. Ab 22.00 Uhr, wo viele Leute weg waren, war es etwas besser.
+ Positiv ist zu vermerken, dass unsere Unzufriedenheit mit dem Service aufgefallen war und wir ernsthaft nach dem Grund warum 1 Person nicht aufgegessen hatten befragt wurden --> wir wurden daraufhin auf eine Nachspeise eingeladen (ohne es zu sagen vorher, es wurde uns bei der Rechnung abgezogen, in Summe bezahlten wir samt Trinkgeld Euro 420,- inkl. 6 Aperitives, 2 Fl. Sauvignon Blanc Tement und 2 Achterl Rotwein). Daher beim Service doch ein Gut anstelle eines Mässig.
Ambiente:
+ Ein großer, hallenartiger Raum - jedenfalls beim Reservieren einen Fensterplatz verlangen, da es dort etwas leiser ist.
+ Als Deko hängen große Metallglocken an den Wänden und große Metall (Eisen?)kästen als Lampen von der Decke. Verursacht mir ein etwas unbehagliches Gefühl.
+ Toilette: Damen - sehr klebrige Böden, auch nicht sonderlich sauber - es wäre fein, wenn alle 2 Stunden der Status kontrolliert würde. Herren - das erspare ich allen....
Fazit: Ich perönlich gehe lieber ins YOHM und nur wegen der DimSum wird man vermutlich nicht hingehen... Aber: Ich mach mir keine Sorgen um das Restaurant: Es werden viele hingehen, und letztlich auch jene Leute, denen es dann auch im Indochine irgendwann zu bunt (da teuer und lieblos) wird.
Leider kann ich die Begeisterung gar nicht teilen. Die Atmosphäre im neuen Sinohouse erinnert tatsächlich zwischen Bahnhofhalle oder dem Speisesaal eines Internats in den 60er-Jahren. Die Knusprige Ente war ganz in Ordnung, das Gemüse durch irgendeine extrem überdosierte pulvrige Gewürzmischung von mehliger Konsistenz und geschmacklich nicht mehr zu erkennen. Die grüne Currysauce hat nur nach sehr mildem Joghurt bzw eigentlich nach gar nichts geschmeckt. - Sehr enttäuschend und nicht zu empfehlen.
Höchst spannend, habe nämlich schon für April reserviert. Aber wenn weitere Tester ähnliche Erfahrungen gemacht haben sollten (a la Halle, Wartezeit, anderswo netter) dann überlege ich es mir vielleicht noch ;.)
LG, CAH
Ich kann den Ärger des Vorbewerters verstehen, hatte jedoch ein komplett anderes, positiveres Erlebnis.
Vorweg: Ich kenne das Sinohouse noch aus Zeiten wo die Familie das Lokal im 9. Bezirk betrieben hat. Die Übersiedlung von der Währinger Straße in die Himmelpfortgasse hat an der Küchenlinie nichts geändert. Nachwievor wird hier ein Mix aus malaysischer, indischer und chinesischer Küche auf hohem Niveau angeboten.
Das Lokal war bei unserem Besuch halb gefüllt, die Mädchen im Service bemüht, die Chefin ausgesprochen reizend und zuvorkommend, das Essen perfekt.
Keine langen Wartezeiten, wobei ich sagen muss, dass wir "nur" zum "lunch" dort waren!
Wir hatten grandiose "Gyoza" (Gedämpfte Teigtaschen mit Schweinefleisch und Gemüse gefüllt), "Black Pepper Beef", wo dir nach kurzer Zeit einige Schweißperlen auf der Stirn stehen ;-) - ein großartiges, würziges Gericht, sowie eine wirklich "Knusprige Ente an Grünem Curry" - großer Spaßfaktor!
Besonderes Augenmerk verdient die Weinkarte, die österreichlastig Top-Kreszenzen beinhaltet. Auch "by glass" wird man als "Weinverwöhnter" zufrieden gestellt. Offen hatten wir Weine von Johann Donabaum, Buchegger, Tom Schwarz (Nepomukhof - Kloster am Spitz) sowie Tschida. Was will man mehr?
Noch besonders zu erwähnen wäre: Es gab zwei Rotweine von Tschida und da wir unsicher waren, welchen wir nehmen sollen, öffnete die Chefin eine neue Flasche und ließ sie uns vin beiden Weinen großzügige Portionen kosten. Das nenne ich Gastfreundschaft und Service am Kunden!
Wir kommen gerne mal abends wieder um die angeblich beste Pekingente Österreichs sowie die Dim-Sum-Variationen zu probieren.
Das klingt sehr gut und steht in starkem Kontrast zu den rekativ unfreundlichen Wartezeiten die wir erleben mussten.
Von der Beschreibung her sieht es aus als ob die Vorkenntnis der Betreiber oder auch die Konsumation (scheint schon mehr als "nur" lunch") sehr geholfen hat.
Wir werden es vielleicht wieder versuchen und dann berichten ob ein Mittagsmenü mit Apfelsaft uns zu genauso beliebten Kunden gemacht hat ;)
Wir haben dieses Lokal zur Mittagszeit besucht.
Der einzige Raum des Lokals erinnert an eine Mischung aus Halle und Großraumbüro.
Kleinere Esstische säumen die Seiten, große runde Tische für etwa 8-10 Personen stehen in der Mitte. Keine Trennungswände - nur ein großer fabrikshallenähnlicher Raum.
Die Bedienung händigte uns zwar rasch die Speisekarten, vergaß dann aber komplett (!) auf uns.
Bei zwei anderen Tische, deren Gäste NACH uns gekommen waren wurde prompt die Bestellung aufgenommen. Wir saßen deutlich sichtbar in der Mitte des sehr trist wirkenden Raums.
Ein zweimaliges Zurufen der Kellnerinnen brachte ausser weiteres Zuwarten kein Ergebnis.
Nach etwa 15-20 Minuten gingen wir wieder, ohne auch nur eine Gelegenheit zur Bestellung eines Getränks bekommen zu haben.
Ob wir wiederkommen und es nochmals versuchen ist fraglich.
LG, CAH