Der Garten von Wiens erstem (laut Eigenangabe) indischen Lokal ist ein Traum, alles andere eher nicht.
Es begann sehr vielversprechend. Im Garten sitzt man unter großen, schattigen Bäumen, es gibt viele Blumen, ein paar kleine Palmen und einen kleinen Pavillon, in dem die Getränke zubereitet, die Speisen hergerichtet werden und in dem es auch ein oder zwei Tische gibt. Alles ist dekoriert mit Ganesha-, Kali-, etc. Bildern, die von hinten beleuchtet sind, was sehr nett aussieht.
Wir nahmen im Freien Platz und bekamen auch ziemlich bald die Speisekarte. Es gibt eine Anzahl Aperitive, wie Mango Gin Fizz, Mango Sekt oder –Vodka, Salaam Bombay, Kir Oriental, etc. (4€), fast 2 Seiten Vorspeisen (u.a. Shrimps Cocktail, Chili-Shrimps, gegrillte Sepia, ausgelöstes Huhn oder Hummerschwanz vom Grill, Melanzani in Backteig, Samosa, Raita, u.v.a.), 1 Seite Tandoorigerichte, 1 S. Biryani, 5 S. Curry-Gerichte (mit Fisch, Fleisch oder Gemüse), 2 S. Balti (Pfannengerichte), 5 S. mit Platten für 2 (daunter z.B. Orissa Jheenga-Platte mit einer Zusammenstellung aus Garnelen in verschiedenen Größen, gebacken, gebraten u. gegrillt) , 1 ½ S. Vegetarisches, 1 S. Brot und Reis und 1 S. Deserts. Das Gedeck (Stoffservietten, Papadam, Pickels, kleine Süßigkeit) ist mit 1,50€ nicht teuer. Man kann den Schärfegrad der Gerichte wählen: mild (kein Chili), medium hot (mittelscharf), European hot und Indian hot. An Getränken gibt es neben Lassi und div. Tees, Ottakringer-, Kingfisher- und Cobra-Bier und die Weinauswahl beinhaltet klangvolle Namen wie Setzer, Wieninger, Krispl, Markowitsch, Zantho, etc. – also alles wirklich vielversprechend.
Wir orderten Mango Gin Fizz zum Aperitiv und eine Mysore-Platte. Dann begann das große Warten, auf das Getränk (ca. 20 Min.), obwohl zu Beginn nur 3 Tische besetzt waren. Wir wurden ca. 3 Mal entweder mit Handzeichen oder "kommt gleich" vertröstet, einmal auch mit der Erklärung: "Heute bin ich alleine, alle sind auf Urlaub, deshalb hab ich a bißl Streß". (Auch als später ein 2. Kellner auftauchte ging es nicht schneller). Als wir schon fast gehen wollten erhielten wir den Mango Gin Fizz (gut - bis auf die Dekoration aus seltsamem zuckrigen Trockenfrüchten) und einen Teller mit Papadam (schön knusprig, aber da kann man eh' nichts falsch machen) mit einer nichtssagenden nach Minze schmeckenden Sauce.
Nach weiterer Wartezeit kam unsere Mysore Platte, die wir Europäisch scharf bestellt hatten (entweder der Ober hat das nicht gehört oder Europäisch scharf ist ziemlich mild), bzw. die dazugehörige Vorspeise: Samoza mit Kichererbsen (die Teigtaschen waren viel zu stark gebraten und eher geschmacklos). Weiters gehörte zur Platte (kleines Plus, die Teller kamen vorgewärmt): Murgh Korma (eines meiner Lieblingsgerichte: Huhn in einer Sauce mit Mandeln), wobei hier das Fleisch ziemlich trocken war (ich habe den Verdacht, es war Pute und nicht Huhn) und mit Cashewnüssen (statt Mandeln, allerdings sind indische Gerichte nicht so standardisiert wie unsere), Aloo Gobi (Karfiol – ziemlich fad und viel zu weich), ein Rindfleischgericht (total zäh, die Sauce zwar gut, aber der Spinat darin total aufgelöst), 1 großes Nan-Brot und eine Schüssel mit Pullao-Reis (mit Erbsen, Cashewnüssen und Rosinen - der war als einziges ein absolutes Gedicht).
Entweder hatten sie im Lokal einen extrem schlechten Tag (ich war früher schon dort und da war es eigentlich nicht schlecht) oder man sollte nur hingehen wenn man den schönen Garten genießen, aber nichts essen will.
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Ein unglücklicher Besuch!
Obwohl bei der Bestellung hingewiesen, dass wir keinen Koriander möchten, wurde bei keinem einzigen Gericht darauf eingegangen. Das Brot kam 10 Minuten nach der Hauptspeise, das Soda-Zitron war warm und mit künstlicher Zitrone zubereitet.
Der Chef erklärte uns allen Ernstes, dass wir keinen Koriander sondern indisches Basilikum im Essen hätten und lud uns großzügigerweise auf einen Schnaps ein!
Es gibt wesentlich bessere Inder in Wien (z.B. Indian-Village).
Für uns hieß der Besuch jedenfalls einmal und nie wieder!Was meinst du zu dieser Bewertung?
Für mich der Inder mit dem schönsten Ambiente (super stylishes Lokal und toller Garten), allerdings nicht mit dem besten Essen. Die Curries sind ok, allerdings fehlt mir beim Geschmack immer etwas. Loben muss ich das Chicken Biriany, das war wirklich sehr gut. Wenn man hier beim Essen noch etwas verbessern würde, wäre das mein Stamm Inder.Was meinst du zu dieser Bewertung?
Elegant und mit exotischem Flair. Ein angenehmer, ruhiger und großer Naturgarten mit exotischem Hauch als Kulisse für einen angenehmen Abend mit Freunden. Das Essen ist köstlich gewürzt, bei der Zusammenstellung sind die Kellner sehr hilfreich und bemüht. Service optimal. Zwar nicht der billigste Inder in Wien, aber eindeutig der Beste.
Reservierung am Wochenende empfehlenswert. Wir haben inzwischen auch das Catering genutzt: war alles perfekt!!Was meinst du zu dieser Bewertung?