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SpeisenAmbienteService
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Gesamt: 45
Sehr gute Küche
Ausgezeichn. Ambiente
Sehr gutes Service
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Schloss Aigen Info
Chefkoch:

Robert Sprenger
Kreditkarten:

Gängige Karten
Öffnungszeiten:

Mo:
12:00-14:00
18:00-22:00

Di:
geschlossen

Mi:
geschlossen

Do:
18:00-22:00

Fr:
12:00-14:00
18:00-22:00

Sa:
12:00-14:00
18:00-22:00

So:
12:00-22:00
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Lokalinhaber?

Schloss Aigen

Schwarzenbergpromenade 37 | 5026 SALZBURG / Aigen
Salzburg
Küche: International, Österreichisch
Lokaltyp: Gasthaus, Gasthof, Restaurant
Tel: (0662) 621284  Fax: (0662) 621284-4
Web: www.schloss-aigen.at
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2 Bewertungen für: Schloss Aigen (45)
Erst-Tester Erst-Tester
weinlaub
Master Master
amarone1977
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Mehr Rating Details
Master Master Bewertung
Experten Bewertung
am 26.05.2012
Experte
amarone1977
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Top 10 Tester
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8 Fotos 1 Check-In hier
Schloss Tafelspitz. Kennen Sie nicht? Sollten Sie aber.

Natürlich heißt das Schloss Aigen Schloss Aigen und nicht Schloss Tafelspitz. Aber nach dieser Rindfleischerfahrung erlaube ich mir diesen Beinamen zu geben. Und nicht von ungefähr steht auf der hauseigenen Broschüre „Rindfleisch aus Tradition“. Doch alles mal der Reihe nach.

Der Gasthof ist wunderschön im südöstlichsten Stadtteil Salzburgs zu Gaisbergs Füßen gelegen. Man fährt schon durch die dank dem vielen Regen im besten Saft stehenden Wiesen und kommt zwischen den Alleebäumen direkt rauf zum Schloss. Nicht nur: eine Kirche, das Schloss und dazwischen der Gasthof. Die Gebäude gehen auf das 14. Jahrhundert zurück. Am besten mal googlen, ist wirklich schön anzusehen und – mit Begleitung – auch richtig romantisch. Seminare, Hochzeit, Sponsion, was auch immer, es ist wirklich ein wunderschöner Rahmen für kleinere wie größere Runden, drinnen wie draußen.
Drinnen geht’s altehrwürdig weiter, das Interieur mit altem Holzboden ist aber wirklich wunderschön gepflegt und adaptiert, ein Kachelofen komplettiert das Ambiente.

Die Damen im Service sind stets aufmerksam und kompetent – man fühlt sich regelrecht umsorgt.

Die Karte bietet Fischgerichte, den Maibock und den zur Zeit omnipräsenten Spargel. Wer ein Menü will, kann dies 3gängig ordern (ca. 40 euro) oder 5gängig zu ca. 55 Euro.

Und dann wäre noch das Rindfleisch, Spezialität des Hauses. Ihm ist eine ganze Seite gewidmet. In der Mitte ein schematisch dargestelltes Pinzgauer Biorind, wie im Lehrbuch mit den Bezeichnungen für das jeweilige Stückerl Fleisch versehen. Ob Schwarzes oder Weißes Scherzel, Mageres Meisl oder Zunge, ob Tafelspitz, Kavalierspitz oder Kruspelspitz, ob Schulterscherzel oder Hüferschwanzl. Alles kann man sich ordern, zu etwas mehr oder etwas weniger als 20 Euro.
Oder man bestellt gleich die „Wiener Melange“ – kein Kaffee wie die Karte sagt, sondern vier Sorten Fleisch nach Wahl. Das ist die Idee. Und vorab natürlich die Suppe vom Tafelspitz. Ich bin gespannt.

Hollerprosecco. Ich lass mich mal überreden, Prosecco zu trinken, allerdings mit Hollersirup und Zitrusspalten. Erfrischt wunderbar, allerdings sind schon irgendwo die Ameisen aus dem Sprudel davongerannt.

Gedeck: zwei Aufstriche, einer mit getrockneten Tomaten, einer mit Bärlauch, beide sehr gut, samt drei Sorten gutem Brot. Ich muss mich zurückhalten, denn das ist die Ruhe vor dem Sturm.

Ein Gruß aus der Küche: Hirschfilet an Sauce Cumberland und Zucchini. Letztere werden verschmäht, das Filet ist butterzart und wunderbar im Eigengeschmack, auf den Punkt gebraten. Hoffentlich gibt’s das hier mal als Hauptgericht, das wäre eine echte Sensation.
Die Sauce Cumberland könnte man als bessere Variante einer Preiselbeermarmelade bezeichnen, mehr nicht.
Die ebenfalls gereichte Kohlrabicremesuppe ist herzerwärmend gut, schöner Kohlrabigeschmack, etwas weniger Salz könnte meiner Meinung nach drin sein.

Die Suppe kommt, es wird spannend. Mit allem, was dazugehört, frisch aus der Kupferpfanne: die Rindsuppe ist dank dem zum Teil etwas fetteren Fleischsorten auch ordentlich mit Fettaugen ausgestattet, geschmacklich hält sich die Suppe aber fast vornehm zurück. Kein intensiv-karamelliger Geschmack, nicht schlecht aber auch nicht überragend. Plus: mit Markscheiben wird gewirstet, am Bild sieht man eigentlich nur die obenauf schwimmenden Markscheiben. Man wird natürlich vorher gefragt, ob man die will. Vielen Menschen ekelt es vor Knochenmark, ich kann nicht darauf verzichten.
Unauffällig: das kleine Grießknöderl ist eher schüchtern im Geschmack, während die Frittaten ordentlich zulegen. Trotzdem „fehlt“ noch was, der Leberknödel. Der präsentiert sich in Würzung und
Konsistenz ganz anders als jener letztens im Steirereck, viel dunkler, würziger, fast schon an ein Fleischlaberl erinnernd.
Suppenfazit: kräftige, nicht gerade magere Suppe, ordentlich, aber noch nicht die ganz große Offenbarung.

Der Sturm geht los. Ich werde von zwei Seiten „attackiert“. Zu meiner Linken serviert eine Dame ein Schälchen Karotten, ein Schälchen Kohlrabi und ein Schälchen Spinat. Dazu ein Töpfchen mit frisch geriebenem Kren. Zu meiner Rechten kommt eine Menage mit Apfelkren, weil der Kren allein noch nicht reicht und die obligate Schnittlauchsauce. Dazu der Hauptdarsteller, das Rindfleisch, mit Erdäpfelröster und ein wenig Suppe drüber.
Jetzt weiß ich, warum ich hierher kam, obwohl ich das Rindfleischfest gar nicht erst erwartet hatte.
Doch es ist ja erst der erste Teil, die Kupferpfanne ist ja noch halb voll.
Zuerst kommt das Hüferscherzel und das Schulterscherzel. Während ersteres sehr glatt und zart daherkommt, ist das Schulterscherzel erst der echte Genuss: schön durchzogen, Gelee in Hülle und Fülle.
Die Kellnerin legt nach: Kruspelspitz. Nicht ganz so edel, aber immer noch sehr gehaltvoll. Stark durchzogen, auch mit Fett, das bekam wohl auch die Suppe zu spüren.
Die Kellnerin legt ein letztes Mal nach: der Tafelspitz. Eigentlich kann ich schon nicht mehr. Der Blick nach unten – ich mach mir schon Sorgen um meine Hemdknöpfe. Aber es schmeckt einfach zu gut.
Die Kellnerinnen grinsen.

Die Beilagen sind liebevoll abgemacht: die Karotten schön leicht süß mit ein wenig Grün aus dem Garten, der Kohlrabi in ganzen sehr dünnen Scheiben, zart und leicht knackig zugleich, aber nicht roh, vielleicht eine Spur zu viel Rahm, trotzdem wunderbar, der Spinat schön cremig.

Nachspeise? - Erbarmen, Frau Kellnerin, ich rolle schon unter den Tisch. Einen Schnaps, bitte.
Der "Rettungswagen" folgt sogleich, voll beladen mit Medizin, wie im Lazarett wird er mir vor die Nase geschoben. Ein Produzent aus Hallein bietet vom Vogelbeer über Williams, Kornelkirsche und Nuss so ziemlich alles. Den parfümierten Barrique-Grappa von Berta verschmähe ich, also wird’s ein Nuss.
Schön gerbstoffig, aber auch nicht dick, schwarz und ölig wie jener vom Nachbarn zuhause.

Und weil’s noch nicht genug ist, ein süßer Gruß zum Schluss: ein kleiner Tupfer Mousse von Himbeere und Erdbeere flankiert, und ein Löfferl Marilleneis. Ok, vor allem das Mousse ist nicht eines von der Stange, sondern sehr eigenständig, mit ein paar Bröseln drin und nicht völlig beliebiger Machart. Das Marilleneis reißt mich nicht vom Hocker, es ist aber auch glaube ich allgemein schwierig, nicht banales Marilleneis herzustellen, zumindest geht mir das so.

Ein Wort zum Wein, den hätte ich fast vergessen: viel Glasweises in Weiß, ob GV oder Riesling, Hirsch, Hirtzberger und Bründlmayer, alles da. Rot: feine Flaschen ruhen im Weinkühlschrank gleich neben meinem Tisch, darunter auch Perlen wie Uwe Schiefer.
Das Achtel Bründlmayer Heiligenstein ist frisch und jung, mäßig elegant aber auch schön zu trinken. Der Rote kommt von Tesch: BF klassischer Machart, allerdings auch mit einer schönen Portion Lakritz. Das muss man mögen, ich fand’s aber nicht so übel.

Zusammenfassung: hier ist der Gott des Rindviechs zuhause, und ich komme wieder, denn das ist eine absolute Empfehlung. Das Ambiente ist sehr, sehr angenehm und heimelig drinnen, verträumter Schlosscharakter draußen im Grünen. Sehr entspannend. Zimmer gibt’s ja auch hier.
Zwar ist das Haus im Gault Millau gelistet, konzentriert sich aber hier stets auf das Wesentliche: einfach gut zu kochen, und wie!
Schloss Aigen
Schloss Aigen
Schloss Aigen
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Gelistet in: In vino veritas, Lokale in Salzburg Stadt, Die absoluten Highlights
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KommentarKommentar
am 09.10.2008
weinlaub
Silver Level 5
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Tolles nicht überladenes ansprechendes Ambiente.

Hervorragende Rindfleischküche.

Gute Weinauswahl.

immer wieder gerne
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Hilfreich?Hilfreich?Ja2 Nein5Gefällt mirLesenswert
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Kommentar von Dominik am 28.11.2012
Wirklich gutes Rindfleisch, mit guter Weinauswahl,der rest aber noch steigerungswürdig .
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