Saag-Ja Info
Chefkoch:
Hubert Wallner
Features:
Gastgarten, Schanigarten Ambiente:
Stylish
Preislage:
Gehoben
Kreditkarten:
Keine Info
Eröffnungsjahr:
2010
Öffnungszeiten: Mo: Keine Info Di: Keine Info Mi: Keine Info Do: Keine Info Fr: Keine Info Sa: Keine Info So: Keine Info
Direkt am Wörthersee gelegen und mit eigenem Badezugang und Beach-Club (Jahres-Mitgliedschaft nötig) ist das Saag-Ja der aktuellste Zugang unter den gehobenen "Szene"-Restaurants am Wörthersee. Chef Hubert Wallner nicht nur ein idyllisches Lokal direkt am Wasser, sondern auch ein sehr junges, motiviertes Team und eine gehobene Küche mit ebensolchen Preisen. Erst seit Juni 2010 geöffnet und absolut empfehlenswert für alle, die eine Alternative zum Schlossstern und zu Leonstain gesucht haben.
P.S.: Bootsanlagestelle ist direkt vor dem Restaurant vorhanden - eleganter Auftritt also möglich...
Das "Saag-Ja" ist Mitte 2010 im ehemaligen Bad Saag zwischen Pörtschach und Velden (Disco-Helden kennen die Location vielleicht, weil sie gegenüber der "Fabrik" liegt) entstanden. Ganz glücklich ist das nicht, weil es am Wörthersee so gut wie keine öffentlich zugänglichen Bäder mehr gibt und nun auch ein Bad der Gemeinde zu einem großen Teil privatisiert wurde (warum gab´s für Herrn Glock eine Genehmigung?), aber dafür kann der Koch, Hubert Wallner (Ex-Caramé), ja nichts. Denn um ihn soll es ja eigentlich gehen und die Kritik an der Kärntner Politik gehört an einen anderen Platz.
Also, Hubert Wallner kocht natürlich kreativ, ausgezeichnet und zu gehobenen Preisen. Wir hatten Glück, am Sonntag (Fußballfinale) ein halbleeres Lokal vorzufinden und konnten den schönen Blick auf den See wirklich genießen.
Die Karte war ausgewogen mit Fisch und Fleischgerichten, es war auch möglich statt der "großen Portionen" kleinere, „halbe“ zu bestellen. Zusammen mit einer Vorspeise, dem Gruß aus der Küche und dem Brotkörbchen (2 Sorten, dazu Glundnerkäse und Olivenöl-Aufstrich) wird man so jedenfalls ziemlich satt.
Die Gerichte sind (der Jahreszeit und den Temperaturen angemessen) leicht und raffiniert, wir hatten verschiedene Fische und einen „Jungstier“ – allesamt hervorragend zubereitet und mit Risotti bzw. Gemüsebeilagen nicht zu üppig. Alles schmeckt ausgewogen und sehr fein, die Frische der Zutaten ist eine Wohltat.
Molekulare Experimente findet man hier zum Glück nicht, noch ein bisschen mehr „Wörthersee“ auf der Karte hätte uns aber gefreut. Die Kasnudeln gibt´s natürlich, allerdings in einer Variante mit Erbsen, die echte Kärntner eher schmerzt.
Weine gibt es auch, aber bei knapp 30 Grad haben wir auf Alkohol gerne mal verzichtet – vom Glas gemischten Satz (vom Mayer am Pfarrplatz in Wien - Herr Schmid ist überall! Dabei gibt´s auch aus Kärnten mittlerweile ganz gute Weine, ehrlich!) als Aperitif mal abgesehen ;-)
Und bei der Location (Sonnenuntergang und der Geruch vom See, es gibt nichts besseres) kann man ja eigentlich kaum was falsch machen...
Zum Interieur gibt es nicht so viel zu sagen, der Innenausstatter konnte sich wohl nicht entscheiden. Modern wirkt es schon und hell auch, aber so richtig druchdacht ist diese Mischung wohl nicht gewesen. Weniger ist ja meist mehr, aber eigentlich ist es egal, denn der See in „Spuckweite“ (rein metaphorisch natürlich, ich schwimm ja auch drin!) macht alles wett.
Ein paar Worte noch zum Servicepersonal: Sehr jung, freundlich, allerdings auch ziemlich langsam. Die Menü-Karten werden einem auch hier (über diese Unart ärgere ich mich immer) sofort nach der Bestellung abgenommen, ein Dessert nach dem Diner gar nicht mehr angeboten. Dumm eigentlich, denn wir hätten uns überreden lassen...
Mein Fazit: Wer von Leonstain und Schlossstern schon genug hat, sollte hier mal vor Anker gehen.
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