Ambiente:
Betreten wird das Lokal über eine Stiege in den Keller. Nach den ersten Stufen kommt eine Tür die nicht gerade einladend aussieht und man sich als Gast schon mal fragt ob man hier richtig ist.
Sobald man diese aufstoßt steht man in einer Art Zwischengeschoss mit einigen Sitzmöglichkeiten mit Aschenbechern und einer inaktiven Schank.
Von dort geht es dann nochmals Stufen hinab ins eigentliche Lokal. Was mir gleich aufgefallen ist, ist die düstere Beleuchtung. Es gibt hier unten keine einzige wirklich helle Lichtquelle.
Ich mag das Ambiente aber, da genug Licht vorhanden ist um die Karte zu lesen und alles zu erkennen, man aber schnell alles rund um sich vergisst.
Die Tische und auch die Wände erinnern an einen Heurigen, nur eben unter der Erde im Keller. Das Lokal unten ist komplett Nichtraucherbereich. Raucher müssen für Ihre Zigarette in diesen Halbstock rauf laufen, wo sich auch die Toiletten befinden.
Das Ambiente ist aufgrund des unterirdischen Heurigenflairs originell und vermutlich auch einzigartig. Der Hauptraum, wo sich auch die Bar befindet, ist eine Art Schlauch wo sich rechts und links Tische befinden. Es gibt noch einen zweiten Raum, den ich allerdings nicht betreten/gesehen habe.
Ich vermute aber mal dass dieser kleiner ist als der Hauptraum.
Service:
Als wir hinuntergingen, fühlten wir uns zunächst etwas hilflos. (zunächst weiß man nicht ob man hier überhaupt richtig ist und sobald man unten ankommt sieht man ein bis auf den letzten Tisch gefülltes Lokal vor sich und die Kellner sind alle sehr beschäftigt).
Dennoch führte uns ein junger Kellner zum scheinbar letzten freien Tisch und brachte uns auch gleich die Karten und nahm die Getränkebestellung entgegen. Es gibt Kaiserbier und Starobrno.
Wir öffneten die Karte und staunten nicht schlecht über die wirklich große Auswahl an verschiedenen Ribs. Es gäbe auch noch andere Sachen wie Steaks, jedoch gingen wir mit der konkreten Absicht hin Ripperl zu essen.
Ca. 10 verschiedene, unter anderem auch sehr ausgefallene, Varianten an Ribs stehen zur Auswahl. (Diavolo, Ingwer, Orangen, Zwiebel, Knoblauch, Pfeffer, Vienna-Style, usw.)
Wir wählten alle die Mixed Ribs, welche 2 Euro mehr kosten (15,7€), dafür kann man sich 3 Leisten von den verschiedenen Ribs auswählen. Ich entschied mich für Zwiebel, Knoblauch und Orange.
Der Kellner machte uns nun aufmerksam, dass die Ribs vermutlich länger brauchen werden und gab eine Zeitspanne von ca. 15-50 Minuten an. Da wir wirklich hungrig waren ließen wir uns also noch von einer Vorspeise überzeugen.
Ich nahm mir die gebackenen Zwiebelringe, meine Begleitung den gebackenen Emmentaler. Die Vorspeisen kamen einzeln. Als meine Begleitung bereits aufgegessen hatte, kamen erst meine Zwiebelringe. Unmittelbar danach, als ich fertig war, standen auch schon die Ribs am Tisch.
Der Kellner war jung, nicht aufdringlich und sprach nur Englisch. Das Service war gut, wenn auch die Angabe der Ribs-Wartezeiten etwas zu hoch angegeben wurde um noch eine Vorspeise zu verkaufen.
Speisen:
die Zwiebelringe waren wirklich fantastisch. Nicht zu fettig, schön knusprig und von der Anzahl auch ausreichend. Dazu gab es eine süß-saure Sauce. (die klassische aus der Tube die man bei jedem Asiaten bekommt)
Der gebackene Emmentaler hatte es wirklich in sich. 3 halbe gebackene Scheiben Emmentaler mit Preiselbeeren und Sauce Tartar. Eigentlich würde das schon fast als kleine Hauptspeise durchgehen.
Nun ja, die Ribs kamen aber erst...
Es war ein wirklich schöner Anblick 3 Leisten Ripperl auf seinem Brett vor sich stehen zu haben. Dazu gab es ein wenig Krautsalat und irgendwo unter den Ribs waren Bratkartoffel versteckt. Dazu gab es noch 2 Saucen - eine konnte ich als Tomatensalsa ausmachen, die andere Weiße konnte ich nicht einordnen.
Die ersten paar Ripperl waren wirklich eine Freude, da man die verschiedenen Geschmäcker probieren konnte. Aber schon kurz darauf war ich etwas von der Qualität der Ribs enttäuscht. Zum einen handelt es sich hier um "Babyribs" - die sind ungefähr nur halb so groß wie die gewöhnlichen Ribs. (vom Ferkel?!)
Dadurch war schon mal sehr wenig Fleisch auf den Knochen und dieses war leider nur schwer davon zu lösen. Das Fleisch selbst kann ich nicht beurteilen, da die einzelnen Würzungen sehr intensiv waren und damit nicht gespart wird. Man schmeckt also nicht wirklich was vom Fleisch.
Obwohl es nur Babyribs waren, ist es doch eine gewaltige Portion. Insbesondere nach der Vorspeise. Ich kann mir aber vorstellen, dass wenn man auf die Vorspeise verzichtet durchaus die geringe Anzahl an Bratkartoffeln kritisieren könnte. (da waren wirklich nur ein paar unter den Fleischbergen versteckt)
Alles in allem haben sie zwar aufgrund der Gewürze/Marinaden gut geschmeckt, aber ich behaupte mal sie hätten auch Karton so marinieren können und es hätte gleich geschmeckt.
Um hier eine bessere Bewertung als "Gut" geben zu können, hätte die Fleischqualität der Ribs besser sein müssen und sich leichter vom Knochen lösen lassen müssen. An den kleinen Knochen war kaum Fleisch dran wodurch man viel Arbeit für wenig Fleisch hatte.
Sonstiges:
Wir hatten offensichtlich Glück den noch letzten freien Tisch zu ergattern. Als ich aufs Klo ging sah ich dass bereits ca. 10 weitere Personen (fast alles japanische Touristen) auf einen Tisch warteteten. (Vermutlich werden hier Flyer in den Hotels verteilt)
Öffentlich zu Fuß erreichbar, am besten über Stephansplatz. Die Anreise mit dem Auto wird sich wohl eher als sehr schwierig gestalten.
Fazit:
einmalig empfehlenswert für Ripperlfreunde!
ein typisches Touristenlokal im ersten Bezirk mit originellem Ambiente und einer großen Auswahl an verschiedenen Ripperl.
wer auf Ripperl steht, sollte hier durchaus mal vorbeischauen. Die Auswahl an den verschiedenen Geschmacksrichtungen beeindruckt durchaus.
Die Qualität des Fleisches hingegen hat zumindest bei mir den Hunger auf einen Zweitbesuch gestillt.
Kommentar von Unregistered am 14.04.2013 um 12:53
Wien ist eine Touristenstadt, deshalb ist es völlig richtig, dass die Kellner in Innenstadtlokalen Fremdsprachen beherrschen. Nur, in Wien erwarte ich mir auf alle Fälle, dass (speziell in einem Lokal mit österreichischer Küche) zuerst einmal die hier gepflegte Landessprache gesprochen wird. Gefällt mir1
Ripperl für zwei eindeutig zu klein, Beilagen ebenso minimalistisch! Diese Grösse gibt es woanders pro Person um den halben Preis! Qualität o.k., aber nicht aufregend.Was meinst du zu dieser Bewertung?Hilfreich?Ja1Nein9Gefällt mirLesenswert
Zufällig sind wir in dieses Lokal gestolpert und der erste Eindruck war großartig. Sehr voll und tolles, uriges Ambiente. Wir bekamen sofort einen Tisch, jedoch wurden wir aufgefordett, uns schnell zu entscheiden, da die Küche bald schließe ... und das eine halbe Stunde vor Küchenschluss. Nun zum Wesentlichen: Wenn sich ein Lokal "Ribs of Vienna" nennt, hat man schon mal eine andere Erwartungshaltung an Rippchen. Unsere Ribs waren klein, seeehr wenig Fleisch und schwer vom Knochen zu lösen. Auch geschmacklich konnten sie nicht überzeugen, da auch die verschiedenen Marinaden nicht viel hermachten. Allderdings waren die Beilagen ausgezeichnet, wie z.B. der Krautsalat.
Service war schon in Feierabend- bzw. Aufbruchstimmung und das bei noch fast vollem Lokal. Lediglich ein Kellner blieb die ganze Zeit sehr zuvorkommend und freundlich.
Fazit: Die Ribs sind nicht schlecht, aber für ein Lokal, das sich mit eben diesen rühmt, gibt es in Wien jedenfalls bessere.Was meinst du zu dieser Bewertung?Hilfreich?Ja7Nein1Gefällt mirLesenswert
Kommentar von Unregistered am 13.03.2013 um 11:44
Ich und alle meine Freunde besuchen diesen Lokal seit Jahren - hier gibt es nämlich die besten Reabs überhaupt. Und alle negative Kommentare - nur neid der Konkurrenz. Gefällt mir
Ich war mit meiner Familie das zweite mal im Rips und leider muss ich sagen das die Rips viel kleiner und leider für mich auch zu fettig waren ,aber das ist geschmackssache! Ich hatte noch eine Knoblauchsuppe darin war auch Käse und das war sehr lecker.Die Kinder haben zur Nachspeise Schkopalatschinken gehabt und ich warmen Apfelstrudel mit Vanillesouce ( eigentlich mit Vanilleeis) . Man kann fast alles umbestellen ohne Probleme! Die Nachspeisen waren ausgezeichnet. Der Service is sehr freundlich aber auch ein bisschen anstrengend wenn man alle 2 Minuten gefragt wird ob alles passt! Meinen Kindern hat es geschmeckt und das bedeutet das wir sicher wieder hingehen!!!Was meinst du zu dieser Bewertung?Hilfreich?JaNein5Gefällt mirLesenswert
Ich muss sagen ich liebe Rippchen und seit dem Ende vom Rosa Elefanten, hab ich nur noch das Bierstadl im Böhmischen Prater. Bis jetzt, denn der Rippchenguide von Rinaldo und die Neugierde haben mich ins Ribs of Vienna geführt. Und ich muss sagen, ich bin schwer begeistert.
Ambiente: Eine Mischung aus Heurigem und Kellerlokal, ein bisschen dunkel, aber doch ziemlich stimmig. Ich glaub wenn das Lokal ausgebucht ist, ist es nichtmehr ganz so toll, da doch wenig Platz bzw. es nur min 6 Personen Holztische mit Holzbänken gibt. Angeblich gibt es auch einen Lounge aber die hab ich nicht gesehen.
Service: Ich war mit meinem Sohn um 12.00 dort und wir wurden freundlich begrüßt aber doch bestimmt darauf hingewiesen, dass wir nur bis max. 13.30 Zeit hätten, denn das Lokal wäre für eine Feier gebucht worden. 1 ½ Std, stellt für 2 Männer und eine bisschen Fleisch mit vielen Knochen kein Problem dar. Die Kellner hatten zwar mit den Vorbereitungen zu tun, aber waren trotzdem sehr höflich und haben sich gut um uns gekümmert. Wir wurden sogar auf Speisen aufmerksam gemacht die nicht auf der Karte stehen.
Essen: Manch einer wird sagen: Na was schon Rippchen halt. So ist es auch. Aber diese hier waren wirklich lecker und es waren Karreerippchen, die haben mehr Fleisch aber auch mehr fett. Mir persönlich sind Loinrippchen lieber.
Alle Rippchen werden mit Krautsalat, Brot und 2 Saucen serviert, und entweder Bratkartoffeln oder Pommes.
Mein Sohn hatte 1 x Rips of Vienna, Standardrippchen ohne viel drumherum. Es waren 3 Reihen (Rags), welche geschmacklich wirklich gut und sehr saftig waren.
Ich hatte Sparerips Mix, da kann man sich aus allen Rippchenvariationen 3 aussuchen. 1 x Gingerrips, mit Ingwer und Pflaumensauce: Wahnsinnig lecker! Vom Ingwer schmeckt man durch die Pflaumensauce zwar nichts, aber die Sauce ist ein Traum. Kann ich nur empfehlen. 1 x Sparerips India, mit Curry: Geschmacklich sehr gut durch den Curry. 1 x Sparerips Chili, angeblich sehr feurig: Von den 3 Sorten die die am langweiligsten war. Nicht scharf und ein bisschen zu trocken. Natürlich ist es möglich, dass sie nur so trocken waren weil ich die als letztes gegessen habe.
Alles in allem eine sehr gute Küche und ein sehr angenehmes Lokal, wenn es nicht zu voll ist.
Dieses Restaurant gehört zu meinen Favoriten. Ich habe noch keine besseren Ribs gegessen. Letztes Mal probierte ich die "Ginger-Ribs" : EIN TRAUM!! Das Personal ist sehr nett, die Musik ist prima und die Stimmung immer super. Das Lokal sollte eigentlich ein Geheimtipp bleiben ;-)Was meinst du zu dieser Bewertung?Hilfreich?JaNein6Gefällt mirLesenswert
Das Fleisch am Grillspieß war so trocken, sodass man es ohne Sauce nicht essen konnte, der Spieß wurde anscheinend in Alufolie warm gehalten, da sich Teile der Alufolie noch am Teller befanden. Die Kartoffelchips waren durchgehend verbrannt. Die Ripperl waren ebenfalls total trocken. Die Knoblauchsauce war eigentlich nur Butter mit Knoblauch. Das Lokal ist nicht weiter zu empfehlen. Es gibt sicherlich bessere Ripperl in Wien.Was meinst du zu dieser Bewertung?Hilfreich?Ja1Nein1Gefällt mirLesenswert
na, na...nicht so ausfällig.
Man muß auch die Meinung anderer akzeptieren, vielleicht war es eh nur ein Einzelfall der Grillspieß und die verbrannten Kartoffel.
Vielleicht lest es auch der Wirt, und bietet ein gutes Ersatzessen an.Gefällt mir
Ambiente: Ist in ordnung, aber fuer Klaustrophobiker ein Albtraum, da es sich hier um ein Kellerlokal handelt.
Service ist freundlich,preislich okay.
Die hier angebotenen Ripperl gehoeren mit Sicherheit zu den besten in Wien. Die Beilagen und Sossen sind sehr gut. Besonders der hier offerierte Krautsalat ist durchaus beachtenswert.Sehr knackiges Kraut, gut gewuerzt, nicht zu sauer, vielleicht einen Tick zu suess fuer meinen persoenlichen Geschmack. Das Ribs of Vienna ist meiner Meinung nach seinen guten Ruf wert. Ausser Ribs gibt es natuerlich auch andere Fleischgerichte wie Schnitzel und Steaks, dazu Variationen von Salaten, Suppen und Desserts.Was meinst du zu dieser Bewertung?Hilfreich?Ja4NeinGefällt mirLesenswert