Helles, hübsches Lokal mit offener Küche und täglich wechselnder kleiner Karte, im Herzen des ehemaligen Textilviertels. Wiener und mediterrane Küche, vegetarische Gerichte. Zu trinken gibt es Schremser Bier, ausgesuchte Weine, hausgemachte Lemonade und italienischen Caffè; Speisen auch zum Mitnehmen. 25 Sitzplätze, Schanigarten für 12 Personen.
Erst mal Dank an Panello und dem Rete Team. Dem einen fuer seine Bewertung und den anderen dafuer das sie das moeglich machen.
Zufrieden sitzt ich im Buero und komm grad vom Reisinger, den ich ueberhaupt nicht kannte obwohl es Ihn schon 3 Jahre gibt.
Hatte heute im Textilviertel zu tun und komm zufaellig um die Mittagszeit am Salzgries vorbei und errinner mich - da war doch was im Rete.
Kurz gesagt - ein ganz liebes Lokal mit frischer Kueche, ein paar Tische auch im Freien fuer unsereins der doch ganz gern eine Zigarette nach dem Essen genieszt und Wirtsleuten denen der Gast am Herzen liegt.
Er serviert und plaudert mit unsereins obwohl das Lokal voll ist - verliert dabei trotzdem nicht die Uebersicht und wenn seine Frau neben dem kochen Zeit findet hilft Sie noch beim servieren aus. Das alles ohne Druck und mit aller Freundlichkeit.
Es gibt eine Karte mit Vorarlberger Blut- oder Leberwurst mit Erdaepfelpueree und Sauerkraut um 10.50 oder ein Kotelett mit Kraeuterreis um 10.90 zb.
Ich hab mich ans Tagesteller gehalten - Scholle in Zitronenbutter mit Gemuesereis um 7.20 - dazu kann man Suppe oder Salat oder ein Desert nehmen um je 2 Euro.
Ich hab natuerlich alles genommen - also ein dreigaengiges Menue plus extra Salat um 13.20. Aber was fuer ein Menue.
Die Tomatensuppe selbst gemacht - mit Butter und zwar schmeckbar und ein ordentliches Teller voll.
Die Scholle gedaempft auf Gemuesereis mit frischem Gemuese.
Und der Salat dazu knackig und kein Blatt auch nur ein bissi letschert. Was das angeht hab ich extra gefragt - das Lokal wird taeglich frisch vom Karmelitermarkt beliefert - daher auch der intensive Paradeisergeschmack der Suppe - denn im Salat waren sie wieder diese paradiesischen Tomaten.
Ein kleines Desert als Abschlusz und ein kleiner Brauner zur Zigarette.
Dies ist natuerlich nur ein Einmal und Ersteindruck - normalerweise wuerd ich ueber ein Lokal erst schreiben wenn ich oefters da war und die Qualitaet als konstant empfinde. Aber ich hab so das Gefuehl da sind Menschen am Werk, die das was sie tun auch gern tun und gefunden haben was Ihnen im Leben Spasz macht - naemlich anderen Menschen Spasz machen, sie zufrieden zu machen.
Heute ist Ihnen das bei mir wirklich gelungen.
Kleine Anmerkung: Vor dem Lokal ist eine Ladezone die Freitags bis 13 Uhr geht - ich komm also rein zufaellig um genau 13 Uhr und siehe da - alles frei. Das aber nur so nebenbei, den ein Parkplatzeldorado ist die Gegend nicht grad.
Nach einem ersten Besuch stieg die Anzahl unserer Besuche exponential. Adelheid Reisinger kocht, oft mit Anklang an die herrliche Küche von Friaul, und Michael Vesely berät und serviert, aber ab und zu steuert er auch ein kulinarisches Kleinod bei, zum Beispiel klassische böhmische Dukatenbuchteln mit Kanarimilch. Bevor wir hingehen, schauen wir uns die täglich veränderte Speisekarte am Internet an. Letztes Mal hatten wir Boeuf Miroton. Wer kennt das schon? Kommissar Maigrets Lieblingsgericht: Onglet (beef meat) à la confiture d'echalotte. Gekocht wird wie zu Hause, als ich noch ein kleiner Bub war. Und genauso gut. Das Reisinger ist (und hoffentlich bleibt auch) EIN GEHEIMTIPP.