Der Pharaonentempel ist kein Restaurant, in das man schnell etwas essen geht – hier entscheidet man sich für ein abendfüllendes Gesamterlebnis in einer etwas anderen Kultur und vergisst dabei, das man sich eigentlich in Graz befindet. Das Ambiente wurde 2003 als stadtbezogene Hommage an die Kulturhauptstadt so adaptiert und diente teilweise auch für Filmproduktionen als Kulisse. Mittwochs gibt es als zusätzliche Attraktion Bauchtanzaufführungen.
An diesem Abend waren wir die einzigen Gäste im Lokal und wurden somit exklusiv von einem ausgesprochen bemühten jungen Mann in ägyptischer Kleidung bedient – dies erfolgte stets passend, zurückhaltend und herzlich - einfach perfekt.
Beim Essen entschied ich mich für das Menü 2:
* Marinierte Calamari gefüllt mit Surimi zu Limette und Frühlingszwiebel – dieser Gang konnte mich nicht überzeugen, war geschmacklich eher bescheiden und schmeckte nach einem billiganmutenden Essigsud, als käme das Ganze aus einem Fertigglas. Das dazu gereichte ofenwarme Fladenbrot mit dem typischen Geschmack von Kreuzkümmel war dafür sehr gut.
* Linsensuppe pürriert aus roten Linsen mit Schwarzkümmel und Sahnehäubchen – heiss und sehr gut zubereitet
* Variationen aus Fisch und Meeresfrüchten zu Safran-Mandelreis und glacierte Sherry-Möhren – frisch und heiß aus dem Ofen und sehr gut im Geschmack, sehr große Portion
* Reismehl-Mandel-Flammerie mit Krokant und Granatapfel – hervorragend!
Insgesamt waren alle Portionen sehr großzügig bemessen und sind von der Menge auch für einen starken Esser mit gutem Appetit kaum schaffbar. Dazu gibt es ausgesuchte Weine, ich entschied mich für ein speziell gebrautes Bier, dass aus eigenen Kelchen getrunken wird und zur Speise gut passte. Preislich bewegen wir uns für ein derartiges Menü bei ca. 45.-, - nicht billig, aber in Anbetracht des Dargebotenen durchaus in Ordnung.
Fazit: Empfehlenswertes andersartiges Restaurant für besondere Anlässe. Ob es in Graz so versteckt auf Dauer überleben kann, weiß ich zwar nicht, wünsche es dem Betreiber jedoch auf alle Fälle. Es wäre schade um diese kulturelle und kulinarische Bereicherung der Stadt!
Die Lage des Lokals ist wirklich sehr elend für solch ein tolles Lokal. Touristen finden dieses Lokal unmöglich. Es ist auch in keinem der bekannten Lokalkritiker zu finden. Es verwundert, das es sich jetzt doch schon fast 10 Jahre haltet. Ohne meine Freundin, würde ich dieses Lokal auch nicht kennen. Wenn man etwas für ägyptische Kultur und Architektur übrig hat, dann sollte man dieses Lokal unbedingt einmal gesehen haben.
pudelmuetze am 25.06.2011
| Letztes Update am 25.06.2011
1
9
1
0
Sp
Am
Se
3
5
5
Wahnsinnsambiente! Mehrstöckiges mit Gold und Reliefs über und über verziertes Gebäude mit Sitzgarnituren wie edelste Grabbeigaben. Da zufällig Event-Abend war, hat eine Bauchtänzerin getanzt. Aber nicht billig und aufreizend sondern auf hohem Niveau und mit viel Eleganz.
Zu trinken gibt es unter anderem sehr schmackhaften Hibiskussaft im Pokal.
Nun zum Essen: die Menüs können "wild" gemixt werden und die Gerichte trumpfen mit vielen Zutaten aus dem Orient und interessanten Kombinationen auf. Leider haben manche Sachen besser geklungen als geschmeckt und sind daher wegen der höheren Preise eher nicht preiswert.
Aber DAS Ambient entschädigte alles.
Also dieses Lokal muß man gesehen haben. Es ist zwar nicht ganz billig aber jeden Cent wert. Man glaubt wirklich man geht in einem ägyptischen Tempel wenn man das Restaurant betritt. Die Architektur und Einrichtung ist alles passend. Das Lokal verdient die Höchstnoten. Sowas muß man in Österreich ersteinmal finden. Ich kann es nur jedem weiterempfehlen wenn er in Graz ist.
Wieder einmal zum Geburtstag ein Essen dort geschenkt bekommen, sitze ich dann dort und wer nimmt die Bestellung auf? Tut Anch Amun!!! Die Kellner dort sind ausnahmslos alle wie Ägypter angezogen und der Oberkellner hat ein besonders schönes Gewand an. Das Essen ist grandios, die Getränke sehr gut (man kann auch, wenn man will, aus Silberkelchen trinken) und die gesamte Atmosphäre der Hammer! Am besten die Homepage selbst ansehen, die sagt mehr als 1000 Worte! Reservierung unbedingt erforderlich!