Die Nam Nam Idee (laut HP): Moderne asiatische (indische) Küche auf den österreichischen Gaumen abgestimmt. Mit einer hellen Innenarchitektur viel Holz und einen fröhlichen Farbkonzept.
Was man darunter zu verstehen hat, erfährt ihr in meiner Nam Nam Bewertung.
Man möchte modern und angesagt sein. Zielgruppe sind vor allem junge urbane Leute.
Der Grossteil ihrer Kunden besteht aus Laufkundschaft. Gemütlichkeit (die angeblich dort auch aufkommen soll) sucht man hier (meiner Meinung nach) vergebens. Was sich der Innenarchitekt bei seinen Gesamtkonzept gedacht hat, ist zumindest mir schleierhaft.
Laut Homepage („die Idee“) wollte man absichtlich auf klischeebeladene Einrichtung verzichten.
Ambiente:
- Ovaler durchsichtiger Glasbehälter, am Fenster, mit zwei einsamen nackten brennenden Teelichtern darin. (Bekommt man bei Interio und Co. zu kaufen)
- Schwarze massive Sitzbank (immer an der Wand lang) mit ebensolchen rustikalen Tischen. Dazu gibt es Sesseln die eindeutig nicht dazu gehören.
- Bunte „Ikea“ Sitzpolster und Polster auf der Sitzbank.
- Undefinierbare Instrumentalmusik lief bei unseren Besuch im Hintergrund, jedenfalls nicht ansatzweise indisch.
- Geschmacklose 08/15 „Ikea“ Hängeleuchten mit „asiatischen“ Touch, oder was sich halt „Lieschen Müller“ darunter vorstellt. Dadurch gibt es ein Weiß-Rosa, Weiß-Grün, Weiß-Gelb, Weiß-Blau Farbspiel.
- Das einzige was ansatzweise indisches Flair vermittelte, waren einige Fotos aus Indien die seitlich an der Wand angebracht waren. Außerdem die Bar mit orientalischen Flair.
Zusammenfassend könnte man sagen: Etwas asiatisches Flair aus dem Möbelhaus geholt und dennoch sehr nüchtern eingerichtet. Bei mir ist dieses Gesamtkonzept des Innenarchitekten jedenfalls nicht aufgegangen, es war mir zu kalt und zu unindisch.
Das Essen:
Laut Homepage setzt man auf eine „neue indische Küche“ die Rücksicht nimmt auf den österreichischen Gaumen. Ich weiß ja jetzt nicht wie es dem geneigten Leser so ergeht, aber wenn ich INDISCH essen gehe, dann möchte ich auch INDISCHE Küche und keine pseudoindische Küche vorgesetzt bekommen.
Wir hatten:
Gelbe Linsensuppe (mit PETERSILIE als Garnierung)
Chana Masala (Kichererbsen in pikanter Gewürzsauce) dazu Reis, Gemüseraita und Naan
Beef Palak (Rindfleisch mit Spinat) dazu Reis, Gemüseraita und Naan
Samosa mit Tamarinden Chutney
Mango-Lassi
Vollkommen egal ob nun moderne Küche oder nicht, aber auf ein INDISCHES Gericht gehört als Garnierung Koriander aber bitte NIEMALS PETERSILIE Das ist eine Todsünde!
Wir hatten danach ein regelrechtes Petersilientrauma.
Denn ob nun in der Suppe oder am Hauptgericht, über den Gemüse Raita, ja sogar über den Reis war PETERSILIE gestreut.
Das geht einfach nicht!
Ein weiteres No-Go befand sich auf jeden Tisch in Form des SALZSTREUERS zum Nachwürzen. Kein Inder würde jemals ein Gericht nachwürzen und wenn doch, dann garantiert mit allen aber NICHT mit SALZ.
Die Gelbe Linsensuppe:
Schmeckte ziemlich gut hätte allerdings eine Spur mehr gewürzt sein können (nicht mit SALZ!!!) Das einzige was wirklich störte war der bereits erwähnte Petersilie in der Suppe anstatt des Korianders.
Beef Palak:
Mein Rind ist offensichtlich an Altersschwäche verendet bzw. es wurde ein sehr billiges und flachsiges Fleisch dafür verwendet. Geschmacklich war es in Ordnung, keine Geschmacksexplosion aber akzeptabel. Auch hier störte die Petersilien-Garnierung.
Der dazu gereichte Gemüsereis mit ein paar Mandelblätter und PETERSILIE darüber war alles nur nicht indisch.
Das Gemüse Raita hat mir jetzt auch nicht so wirklich geschmeckt. Wir bevorzugen das Gurken Raita.
Chana Masala:
War sehr gut gewürzt. Die Kichererbsen hatten die richtige Konsistenz, die Kartoffeln waren nicht zerkocht, hier schmeckte man Indien tatsächlich heraus, wäre da nicht wieder die böse Petersil gewesen.
Naan:
Wozu Naan und Reis? Diese Frage scheint berechtigt, aber wahrscheinlich ist das die „moderne indische Note“ ich Banause.
Geschmacklich war das Naan in Ordnung, allerdings waren mir zu wenige von den herrlich aromatischen Nigella (Zwiebelsamen) darauf.
Samosa mit Tamarinden Chutney:
War mir eindeutig zu langweilig von der Würzung her, aber wenigstens war die Hülle schön knusprig.
Mango-Lassi:
Wurde mit Joghurt und nicht mit Buttermilch zubereitet was mir sehr entgegengekommen ist, da mir diese Variante die liebste ist. Es schmeckte außerdem sehr süßlich und aromatisch, war ohne Eis und dennoch (oder gerade deswegen) besonders erfrischend.
Mein Fazit:
Ambiente:
ICH WILL DIESE KLISCHEE-BELADENE EINRICHTUNG, verdammt noch einmal!
Essen:
Möchte indisch gewürztes Essen und kein pseudoindisches Essen, das auf den österreichischen Gaumen Rücksicht nimmt.
Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt hier nicht, selbst für ein Mittags Menü ist der Preis zu hoch, da die Portionen ziemlich klein sind. Was meinst du zu dieser Bewertung?
Letzter Kommentar von schlitzaugeseiwachsam am 25.01.2012
Auf der HP vom Nam Nam wird zwar unter dem Link "die Idee" von einer "neuen indischen Küche" (für den österreichischen Gaumen) gesprochen, ...
Vielleicht denkt unser Prolokommentarfurzer, das es sich hierbei um FUSIONSKUECHE handelt, von der Prolos ja eh keine Ahnung haben.
Wir sind aus Graz hinzugezogen, und dort hatten wir einen hervorragenden Indern (Taj Mahal). Hier sind wir natürlich auf der Suche nach etwas vergleichbarem, bzw. vermissen wir das gute indische Essen in gemütlicher Atmosphäre.
Hier sind wir Mittags hereinspaziert, und fanden uns in einer sehr übersichtlichen Umgebung wieder. Eingangstür im Rücken, die Bar 5 m nach vorn, die Küche dahinter, und rechts und links die Tische. Nagut, wir saßen uns hin, und bestellten schnell unsere bekannten Gerichte. Non vegetarian tali und Butter chicken. Das non vegetarian tali ist eine Zusammenstellung aus drei Hauptgerichten, angerichtet in kleinen Schalen, dazu Reis oder Brot.
Hier muss ich sagen, das mich alle 3 nur mässig bis schlecht berührt haben. Die schönen indischen Gewürze, eingebettet in einem cremigen Curry (Soße) schmeckte hier nur wir ein hm, nicht so gut.
Aber dann probiert ich das Butter Chicken, und dies hat mich schier umgehauen. Hier war die schöne cremige Soße, mariniertes zartes Fleisch, hervorragender Geschmack. Das hatte echt sehr gute Klasse.
Unterm Strich, das Butter Chicken war hervorragend, der Rest so olla, die Atmosphäre fast Imbissartig, der Service war sehr freundlich und schnell. Was meinst du zu dieser Bewertung?
Das Lokal hebt sich von anderen indischen Lokalen mit seinem modern gestilten Ambiente ab. Essen war gut und nicht so schwer verdaulich wie bei anderen Indern.Das gebratene Gemüse war mild gewürzt und gut zusammengestellt aber lauwarm serviert. Leider wuden wir kurz nachdem wir fertig waren, aufgefordert das Lokal zu verlassen, weil der Tisch gebraucht wurde. In Wien(bin hier aufgewachsen) habe ich das noch nicht erlebt!!!!!!!! Hab mich ziemlich geärgert.Was meinst du zu dieser Bewertung?
Kommentar von Vineus am 27.11.2011
nachdem wir fertig waren, aufgefordert das Lokal zu verlassen-- allein schon ein Grund dort NICHT hinzugehen ( außer es wurde bei der Reservierung mitgeteilt dass man den Tisch nur für einen bestimmten Zeitraum besetzen darf)
christian am 05.09.2011
| Letztes Update am 16.12.2011
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Es ist zwar nicht ganz einfach, einen gemütlichen Platz zu finden,
da die Bar in der Mitte des Raumes sehr viel Platz beansprucht.
Dann aber als erster Gang eine sehr erfreuliches schwarze Linsen
Dhal mit indischer Butter mit dem obligaten Fladenbrot. Netterweise
wurde eine halbe Portion davon gereicht, sodass auch noch Platz
für eine Hauptspeise blieb.
Das Fladenbrot war mit frischen Korianderstreusel bestreut, was
sehr interessant schmeckte. Die Linsen des Dhals waren perfekt
gegart, mit noch intakter Schale. Nur die offensichtlich zuletzt
zugefügte indische Butter trübte das sonst ausgezeichnete Dhal
ein wenig.
Als Hauptgericht Chicken Kadai, Hüherfleisch aus der Kadai Pfanne mit Ingwer und Gemüse - zarte Hühnerfilets mit Paprika und Zwiebel in ausgewogen gewürzter und sehr milden Tomatensoße mit dezent süß - saurer Note, gereicht in der Kadai - Edelstahlpfanne - sehr gut. Einzig mit der Zwiebel hätte man vielleicht ein wenig sparen können.
Für traditionelle indische Küche völlig untypisch, wird hier sehr
mild und ausgewogen gewürzt, was den Gerichten eine durchaus
besondere Note verleiht. Es handelt sich somit um leichte, moderne
und innovative indische Küche. Warnung : Liebhaber traditionell - gewürzgeschwängerter, bodenständiger indischer Küche kommen
hier wohl eher nicht auf ihre Rechnung.
Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die für indische Restaurants
unübliche große Auswahl an Weinen, sodass auch längerem
Verweilen nichts mehr im Wege steht.
Leider werden im NamNam keine Produkte aus biologischer Landwirtschaft verarbeitet.
Fazit : Mit seiner leichten und modernen indischen Küche stellt das Nam Nam ein absolutes Novum dar und ist somit meiner Meinung nach das mit Abstand interessanteste indische Restaurant in Wien. Was meinst du zu dieser Bewertung?
Das Lokal ist recht klein, mit ca. 10 Tischen aus dunklem Holz, ein etwas größerer, sonst nur so kleine quadratische, die eher eng (ca. 30cm Abstand) in einer Reihe stehen mit gemeinsamer Rückbank.
Von der Einrichtung ist es modern-kreativ-alternativ. Also rustikaler Bretterboden, wobei einige Dielen bunt angestrichen sind, Lampenschirme die mit bunten Seidenbändern umspannt sind, dunkle antike indische Schank,… am WC sind statt Waschbecken alten Bassena und an den Wänden befindet sich Kindergartenmalerei.
Irgendwie witzig. Das Lokal war sehr voll und einige mussten wieder gehen, weil grad kein Platz mehr frei war.
Speisekarte besteht nur aus einer A4 Seite (10 Hauptgerichte) und es gibt ein Mittagsmenü mit Suppe, Hauptspeise und Beilagen (Reis, 1/4 Nan und Raita).
Wir haben das Mittagsmenu - klare Karotten Ingwer Suppe (ganz ok) Rindfleischbällchen mit Curry-Sauce probiert und ein Chicken-Kokos-Chilli-Curry und Nan mit Rosinen und Mandeln.
Beide Gerichte waren vom Geschmack wirklich sehr gut und unterschiedlich gewürzt. Das Chicken Curry war sehr cremig, das Nan flaumig, knusprig also wirklich ausgezeichnet.
Wir haben die Speisen sehr scharf bestellt, sie waren scharf, aber nicht sehr scharf.
Also wenn man dort in der Nähe arbeitet ist das Mittagsmenü um 7,50 wirklich sehr zu empfehlen.
Für ein Abendrestaurant ist mir die Auswahl der Speisen zu gering und ich mag auch nicht so Tisch an Tisch sitzen ohne der geringsten Privatsphäre (vor allem wenn es voll ist und man keinen Randtisch erwischt).
Da wir nicht nur das Menü bestellt hatten, dauerte unser Essen sehr lange und viele die nach uns kamen bekamen vor uns ihr Essen. Was meinst du zu dieser Bewertung?
Letzter Kommentar von pepa am 31.08.2010
waren vorige woche dort und restlos enttäuscht. indien schmeckt anders und auch das preis-leistungsverhältnis passt nicht. es ist relativ teuer für das, was geboten wird und obwohl gute indische und nicht europäisierte küche versprochen wurde, waren die speisen kaum gewürzt, geschmacklich fad und nur scharf (was grundsätzlich ja toll ist).
auch die portionen waren nicht gerade groß, verglichen mit dem preis.
das personal war streckenweise überfordert.
ich werde weiterhin ins indus gehen und das namnam meiden. aber auf jedenfall hingehen und eigene meinung bilden. die toilette und architektur sind auf jedenfall einen besuch wert
Neuer inder wo früher das taj drinnen war. Haben gehört, dass hier ein koch aus london am werk sein soll, wo bekanntlich die besten inder europas zu finden sind. Hatten daher ziemlich hohe erwartungen.
Leider wurden wir aber ein bischen enttäuscht. Hatten chicken tikka masala und chicken malai. Beides war zu wenig gewürzt. Damit meine ich nicht die schärfe, sondern generell die gewürze. Linsensuppe als vorspeise war ok. Vielleicht traut man sich hier zur zeit noch nicht kräftiger würzen.
Ambiente war ok, lokal ist etwas spärlich eingerichget.
Service wirklich freundluch und hilfsbereit.
Werden in ein paar wochen nochmal vorbeischauen.Was meinst du zu dieser Bewertung?
Vielleicht denkt unser Prolokommentarfurzer, das es sich hierbei um FUSIONSKUECHE handelt, von der Prolos ja eh keine Ahnung haben.