Ich bin entsetzt. Um 15:30 läuft laut der Fernseher. Wenn man zum wiederholten Mal meint, dass das nervt, bekommt man zur Antwort: "Ich bin hier der Chef, wenn Sie das nicht wollen, gehen Sie woanders hin!" Bitte, das werde ich auch tun!Was meinst du zu dieser Bewertung?
Als gebürtiger Mexikaner stattete ich vor einiger Zeit dem Jalisco einen Besuch ab. Da ich die mexikanische Küche kenne, kann man mir relativ wenig vormachen. Ich bestellte eine "Michelada" - ein mexikanisches Mischgetränk bestehend u.a. aus Bier, Zitronensaft, Eis, Worchestershire-Sauce, Chillisauce/-pulver, Sangrita, ... . Was mir an diesem Abend vorgesetzt wurde war das Folgende: Bier, Eis, Zitronensaft und MASSEN an Tabasco-Sauce. Die Lippen brannten derart, dass ich das Essen nachher nicht mehr genießen konnte.
Antwort des mexikanischen Besitzers auf die Reklamation (die ich inkognito auf Deutsch äußerte): Glauben Sie mir - das macht man so in Mexiko.
In ganz Mexiko werden sie diese schreckliche "Interpretation" dieses Getränkes nicht finden.
Dilettantisch. Was meinst du zu dieser Bewertung?
hände weg von online bestellungen, wartezeit über 95 minuten, dabei musste ich 2 mal nachtelefonieren, wo die bestellung bleibt. dann die überraschung, das essen war kühl und das huhn mit tausend gewürzen (999 davon sind wohl beim transport verloren gegangen) hart wie holz. nie wieder.Was meinst du zu dieser Bewertung?
Kommentar von uc0gr am 24.11.2011
@whisky: das trifft genau, was ich auch meinte - die töten dort Hühner mindestens DREI MAL! Trockener geht's nicht mehr - ich glaube, es wird direkt aus dem TK gebraten und gebraten, damit's nur ja aufgetaut ist. Aber die eigentliche Beerdigung des Huhnes ist bereits etwa 1996 gewesen...(meine Unterstellung - es gilt die Unschuldsvermutung ;-)) Vielleicht hat das Huhn auch noch den Weg aus Mexiko zu uns per pedes zurückgelegt? Wer weiß? Auch hier jetzt unbedingt die Unschuldsvermutung - jetzt aber für das Huhn!
P.S. Habe mir vor drei Tagen wieder die Arbeit angetan - "Gebratenes Hühnerfilet mit Mole Negro und dazu tomatisierten Basmati-Reis". Wäre schön gewesen, hätte ich es dort nur annähernd so bekommen. Wer ein Rezept will, gerne, einfach mich kontaktieren und etwas Zeit einplanen (auch für den Einkauf!). Ich habe die Sachen eigentlich immer alle zu Hause, aber ich koche wirklich sehr viel. Es sind ja doch einige "Ausreißer" in meiner bescheidenen Kreation dabei.
Wenn immer einem der Gusto auf die typisch mexikanische Küche plagt, der sollte einmal das Jalisco auf der Wieden ausprobieren. Ein Mexikaner hatte die Idee, hier eine authentische Küche anzubieten. Nachos, Tacos, Quesadillas und Enchiladas in allen Variationen gibt es hier. Auch die berühmte Mole Poblano (oder auch Mole Negro, es diskutieren noch heute die Mexikaner darüber, wie es eigentlich richtig heißt, ich beteilige mich aber nicht mehr daran, denn es ist wie die Diskussion über das „Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei“) gibt es hier. Wichtig ist, es ist eine Sauce aus, je nach Region, ZAHLREICHEN Gewürzen und vor allem dunkler Schokolade bzw. echtem Kakao.
Das Lokal ist wunderbar einladend und sehr „mexikanisch“ – es kommen durchaus Urlaubsgefühle beim Eintreten auf. Von außen fährt oder geht man allerdings gerne daran vorbei, da es etwas unauffällig wirkt. Der Garten ist eine Wucht – ein typisch, wienerischer Innenhof, sehr schattig und ruhig (Kastanienbäume, Hollerstrauch, etc.) - und ladet zum relaxen ein. Man ist nun in einer anderen Welt angekommen.
Die Bedienung ist sehr nett und eher zurückhaltend denn aufdringlich, ich mag das – es soll keiner um mich dauernd „herumschwänzeln“, aber bei Bedarf doch präsent sein.
Zu meinen Speisen (leider habe ich keine Rechnung mehr, aber es ist weder teuer noch günstig, manches angebracht und manches überzogen – in Summe passt es aber, außer man will mexikanisches Bier! Das ist völlig überzogen! Wo ich noch die Preise weiß, nenne ich sie auch):
Als Vorspeise hatte ich einmal die TOTOPOS (5,50 EUR, siehe Foto): Maistortillachips mit drei verschiedenen Saucen (Guacamole = Avocado-Tomate-Chili, schwarzes Bohnenpüree und Salsa Mexicana = Tomaten-Koriander-Zwiebel-Chili) sowie die gebackenen ZWIEBELRINGE (2,50 EUR, die sind aus der Onlinekarte und auch im der Lokalkarte leider verschwunden, gibt es aber noch!). Die Maistortillachips waren eine Wucht, keine „Supermarktqualität“, hier schmeckst du echt noch etwas, auch ohne salzige Überwürzung! Bei den Saucen muss ich leider folgendes bekritteln: alle waren ohne den gewissen Pep. Sei es die völlig fehlende allgemein verträgliche Schärfe des würzig, gemüsigen Jalapenos, noch die Würze des frischen Korianders. Wer Koriander nicht mag, der sollte sowieso nicht mexikanisch essen gehen. Das wäre wie Wiener Schnitzel ohne Brösel. Man hatte das Gefühl, es wird Petersilie statt des Korianders genommen – zwecks allgemeinen Wohlgefallens – das brauche ich aber nicht, wenn ich authentisch, mexikanisch essen gehen will. Außerdem waren hier in der Küche die „Grobmotoriker“ am Werk. Die Tomatenstückchen (Guacamole und auch Salsa Mexicana) waren derart grob gehackt, dass sie dir von dem Chip gefallen sind. Das muss echt nicht sein und zeigt eine gewisse Lieblosigkeit in der Küche unter dem Motto „mir Wurscht, wie’s rausgeht!“. Da bin ich als Feinmotoriker und Vielkocher leider die falsche Adresse. Die Zwiebelringe waren TOP-Knusprig und am Teiggeschmack merkte man, die sind hausgemacht, sehr, sehr gut.
Hauptspeise – Versuch 1: MOLE PABLANO (12,00 EUR, Huhn mit Kakao-Erdnuss-Chilisauce und nach eigenen Angaben mehr als 40 Gewürzen, siehe Foto): es gibt bei der Mole generell drei Todsünden (wer sie schon einmal gemacht hat, wie ich, weiß davon ein Lied zu singen, und eigentlich gibt es vier Todsünden, denn die erste ist die Entscheidung, sie selbst zu machen):
1. Richte das Gericht völlig „Schei…“ an, das sieht aus, wie „hinge…“ - wurde hier perfekt erfüllt (siehe Foto).
2. Überhitze die Mole in der Mikrowelle derart, dass die Schokolade / der Kakao bitter wird… - bravo, ebenfalls mehr als perfekt erfüllt.
3. Überhitze die Mole in der Mikrowelle noch mehr, sodass sich die Kakaobutter endlich von der Sauce trennt, sprich völlig gerinnt (die Sauce „pascht ab“, wie man im Wienerischen sagt)… - bravo, noch viel besser erfüllt.
Also das mit der Sauce ist alles genau so passiert (siehe Foto – sagt mehr als tausend Worte, von der Anrichterei bis zur Zubereitung – vielleicht könnte man die RICHTIG zubereitete Mole á par servieren?) und als Draufgabe war das Huhn zum DRITTEN Mal (zwei Tode reichen für diese Zähigkeit nicht aus) tot. Meine Reklamation wurde entgegengenommen, jedoch ließ der Koch über den Kellner ausrichten (er war trotz meiner Einladung, das doch mit mir zu kosten und vor allem vor mir zu schneiden, nicht in der Lage meiner Einladung zu folgen, für mich eben einfach zu feige, sich für diese Frechheit zu stellen, er war ja auch schwer beschäftigt, ich war der einzige Gast im Lokal!!), er mache es immer so. Die Häufigkeit eines Fehlers macht diesen nicht richtiger, hundert Mal echt schlecht gekocht ist nicht einmal gut. Bitte bestellt es einfach nicht, es ist das Geld nicht wert, wiewohl der Koch meint, er mache es eben immer so…das kann er noch tausend Mal so machen, es wird nicht besser – Hallo, Chef, kontrollieren Sie nicht Ihre Küche, alleine das Huhn ist eine Frechheit, von der total ZERSTÖRTEN Mole rede ich noch gar nicht – mir tut das Herz weh, wenn ich an die langwierige Zubereitung denke und dann, wie schnell man sie doch zerstören kann. Alleine der Wareneinsatz, der hier vernichtet wird…eine einzige Katastrophe. Das würde mich schon in meiner Ehre treffen…Und, dass der Koch permanent den Kellner vorschickt, ist für mich DER Beweis seines Unvermögens – ich habe dem Kellner dafür ein Extra-Trinkgeld gegeben, der arme Teufel. Das ist das sowieso Feigste, was es gibt, selber verbocken und Andere vorschicken…wie abgehoben ist man hier?
Als Ersatz hatte ich dafür die Hauptspeise – Versuch 2: QUESADILLAS mit Käse (6,50 EUR): ausgesprochen gut und auch ansprechend angerichtet. Sehr g’schmackig. Schade, dass nicht alles so war. Aber auch hier gilt natürlich (man sieht es auf dem Foto gut), es waren Grobmotoriker am Werk. Eine Guacamole besteht aus einer mit der Gabel cremig zerdrückten Avocado und nicht aus groben Stücken derselben. Gleiches gilt für die Salsa, nie mit „gesechzehntelnten“ Paradeisern sondern feinst gewürfelt.
Getränke: ein „normales“ Krügerl zu normalem Preis, aber ein Mexikanisches dunkles Bier (=0,3L) zu mehr als überzogenem Preis = jenseits der 3,20 EUR-Marke. Unsereins geht auch in den METRO-Großmarkt, also haltet uns nicht für so dumm.
Fazit: eine willkommene Abwechslung, ein einmal völlig anderes Essen. Aber leider auch mit völlig unnötigen Mankos. Es wäre angezeigt, dass sich der Chef etwas mehr um die Küche und dem dort werkenden Personal kümmert. Vor allem Krisenmanagement wäre gefragt. Fehler im Rahmen machen, O.K., aber bitte selber mit dem Kunden austragen und nicht den Kellner vorschicken! Aber Grundkenntnisse (siehe Mole) bitte verinnerlichen und neu lernen!
Ich koche selbst auch immer wieder die genannten Sachen, aber so lieblos würde ich manches nie servieren und besonders würde ich mich bei den Salsas um etwas mehr Handwerk bemühen. Über die Mole samt Huhn brauchen wir gar nicht diskutieren, das ist eine Gemeinheit, denn das ist eine der teuersten Spezialitäten auf der Karte – lieber Chef aus Mexiko, essen sie das manchmal wieder in Ihrem Lokal von genau diesem Koch, der meint, er mache es immer so. Fehler sollten dazu da sein, um zu lernen, aber nicht um sie so lange schönzureden, bis sie zum Standard werden.
Super Restaurantkonzept, aber leider nicht von den Köchen umgesetzt – auch rein handwerklich nicht, schade. Und man kommt hier zu dritt (Frau, Mann & Kind) nicht billig für all das weg! Angenehm die neuen Öffnungszeiten (auch am Nachmittag nun offen – siehe Internet) und die gute Erreichbarkeit mit den Öffis (Südtirolerplatz mit was auch immer oder per Buslinien 13A). Von 18:00h-19:00h gibt es täglich eine Happy Hour – alle Cocktails zum halben Preis – ich persönlich habe noch keinen probiert, ich will hier essen gehen, für Cocktails gehe ich wo anders hin. Die Aktionskarte (Sommerkarte) bietet einige Aktionen zu günstigeren Preisen an – durchprobieren, ich kann es nicht beurteilen. Jeder soll dieses Lokal ausprobieren, denn vieles ist gut, weil eben ein anderer Geschmack, aber handwerklich ist es nicht toll gemacht. Es gibt auch ein gewisses Urlaubsfeeling, aber um die Mole macht einen Bogen, bis sie der Koch endlich anders „als immer so“ macht.Was meinst du zu dieser Bewertung?
Waren gerade in Jalisco, da uns ein Freund dieses Lokal als authentisch mexikanisch empfohlen hat. Das Lokal ist wirklich schön eingerichtet und der Garten sieht auch toll aus. Beim Essen wurden wir allerdings ein bischen enttäuscht. Hatten Fajitas mit Huhn und Rind. Das Huhn war ok, das Rind aber so zäh, dass ich es stehen lassen musste. Von der Würze recht ok, allerdings hat mir das Salz gefehlt. Als Vorspeise gabs scharfe Chicken Wings und Nachos. Beides war gut. Bei der Guacamole fehlte aber irgendwas.
Das Jalisco bietet auch eine grosse Auswahl and Cocktails, die wir vielleicht einmal am Wochenende probieren werden.Was meinst du zu dieser Bewertung?
P.S. Habe mir vor drei Tagen wieder die Arbeit angetan - "Gebratenes Hühnerfilet mit Mole Negro und dazu tomatisierten Basmati-Reis". Wäre schön gewesen, hätte ich es dort nur annähernd so bekommen. Wer ein Rezept will, gerne, einfach mich kontaktieren und etwas Zeit einplanen (auch für den Einkauf!). Ich habe die Sachen eigentlich immer alle zu Hause, aber ich koche wirklich sehr viel. Es sind ja doch einige "Ausreißer" in meiner bescheidenen Kreation dabei.