Wir waren ja vorher ein wenig skeptisch! Und wenn ich WIR sage, dann meine ich eigentlich meine bessere Hälfte. Denn die ist ja gebürtige Ungarin und sehr - sagen wir einmal - "wählerisch", wenn es um das Essen aus der Heimalt gilt...
Nun, dass die Speisekarte auch auf ungarisch angeboten wird war zwar schon mal ganz nett, in Anbetracht, dass es die Karte aber auch gleich in neun anderen Sprachen gibt ist die ungarische nichts extrem außergewöhnliches mehr! Dafür aber das Lokal selber:
Als wir kleine Lokal in der Bräunerstraße betraten waren gerade mal zwei andere Tische belegt und an beiden wurde ungarisch gesprochen. Ein gutes Zeichen wie man weiß. Der Kellner begrüßte freundlich und auch er klang unverkennbar nach unserem östlichen Nachbarland.
Bevor wir die Karte blickten, sahen wir uns noch im Lokal um: Offenbar ist man hier sehr stolz auf sich, denn eine der Wände wird mit jenen Auszeichnungen geziert, die das Ilona Stüberl in den letzten Jahren gewonnen hat.
Die bessere Hälfte entschied sich recht rasch für den Grenadiermarsch, der im Gegensatz zu seiner burgenländischen Variante im Wesentlichen als ein Kartoffelgulasch mit Fleckerlnudeln zu beschreiben ist!
Mein kaum vorhandener Hunger ließ mich nach etwas kleinem auf der Karte suchen, das aber typisch ist. Im Endeffekt wurden es dann die "Leckerbissen aus Ungarn", einer Platte mit gleich mehreren Sorten Salami und Kolbasz, mehreren Sorten Käse und etwas Gemüse.
Die Würste waren spannend, würzig und gut. Die Käse im direkten Vergleich aber zu mild. Meine Sie meinte, dass es in Ungarn eher unüblich ist würzige Käse zu servieren. Der Liptauer unterschied sich eindeutig von seinem österreichischen Pendant und war frisch und gut!
Der Grenadiermarsch, der traditionell mit Gurkensalat mit Knoblauch und Paprika serviert wurde, hatte in seiner Konsistenz und seinem Geschmack überraschend wenig mit dem erwähnten Erdäpflgulasch gemein, sondern fast schon etwas mehr mit einer Gemüselasagne und war großartig!
Am Ende bekamen wir noch einen Schnaps aufs aufs Haus. Ob den jetzt jeder bekommt, oder ob es daran lag, dass die bessere Hälfte sich dort in der Landessprache verständigt hat, diese Frage kann ich nicht beantworten...
Wir schauen bestimmt bald wieder hin!
familiäre ambiente, sehr gute ungarische küche, bekommt man heutzutage nichtmal in ungarn selbst. serh empfehlenswert; die krautsuppe und ein gutes rindsgulasch, danach noch eim muss: somlauer nockerln. verdammt gut :)
tipp: zur essenszeit(mittag, abend) zur sicherheit lieber reservieren. ist ein sehr kleines und gut besuchtes lokal.
Hab es endlich mal geschafft ins Ilona Stueberl zum Essen zu kommen.
Kleines Lokal am Graben mit Sicht direkt auf die Pestsaeule.
Wenn man draussen sitzt hat man einen guten Blick darauf , vorausgesetzt man sitzt auch in der richtigen Richtung. Zum Service gibts nichts spezielles zu bemerken. Bestellung aufgenommen und serviert. kein grosser kritikpunkt.
Vorsuppe: Kleine Krautsuppe mit Wurst, wuerzig mit viel kraut und einigen Wurststueckchen, sicher sehr deftig fuer kalte Wintertage.
Hauptspeise> Salatteller mit gebackener hendelbrust. Etwas trocken fuer meinen geschmack. Gestoert haben mich die karottenscheiben, die lieblos hineingeschnitten schienen und auch einen ungeptzten eindruck machten.
Die grosse Portion Krautrouladen: Wuerzig mit viel saurer Sahne auf einem Sauerkrautbett, Haette vielleicht doch die Gulaschsuppe vorher nehmen sollen. Ich dachte, ich waere auf einer krautdiaet...ein paar Kartoffeln dazu haetten das ganze wahrscheinlich etwas mehr abgerundet.
Geschmacklich war es schon recht authentisch, denke ich...ich war oft genug in Ungarn und der geschmack der speisen hie und da machte keinen grossen Unterschied.
Werde wohl demnaechst mal die Gulaschsuppe dort probieren.
Kann man mit guten Gewissen weiterempfehlen.