docflo am 08.10.2011
| Letztes Update am 08.10.2011
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Der 19. Bezirk ist ähnlich wie der 18. Bezirk kulinarisch gesehen ein sehr schwieriges Pflaster. Was eigentlich eigenartig und nicht zu verstehen ist - die Klientel für gute Restaurants sollte hier eigentlich zu finden sein, aber so viele Lokale wie hier, die gekommen und rasch wieder gegangen sind gibt es sonst nirgends.
Auch das Hill hat eine Geschichte mit grossen Höhen und tiefen Tiefen hinter sich. Vorweg - derzeit ist es an einem neuen und absoluten Höhepunkt angelangt.
Das Lokal ist wie schon längere Zeit extrem gemütlich - in kaum einem anderen Lokal fühlt man sich derartig geborgen und einfach wie zuhause.
Die Speisekarte enthält Menü I und Menü II und hier sind jeweils 8 verschiedene Speisen zu finden die zu einem 3, 4, 5 oder sogar 8-gängigen Menü (35-85€) kombiniert werden können. Die Kombination der verschiedenen Speisen ist sehr gelungen - es fällt einem daher sehr, sehr schwer sich für die eine oder andere Speise zu entscheiden.
"Der Scampi" war bei mir die Vorspeise (ein herrlicher Scampi mit gelben Tomaten und Räucherlachsfond). Als Hauptspeise durfte ich ein Lachs-Rückenstück mit Vongolefond, Fenchel, Kürbis und Haselnussöl geniessen. Der Lachs war perfekt und das Rundherum ausgefallen und einfach gut.
Auch die Nachspeise bzw. der Käse waren perfekt.
Fazit: Bitte, liebes Hill-Team - versucht mit allen Mitteln das derzeitige Niveau zu halten, wir werden ganz oft wieder kommen. Und Bitte, liebe Gäste - kommt ganz oft wieder, damit das Hill nicht wieder verschwindet, neu übernommen wird oder was auch immer.
Danke.
Als wir nun das Lokal in Döbling besuchten waren wir gegen 18.45 Uhr die ersten Gäste und es dauerte geschlagene zehn Minuten, bis die ohrenbetäubende Chart-Musik auf ein erträgliches Niveau reduziert wurde. Nachdem uns der phonetisch extrem ostdeutsche Kellner die Vorzüge der Sieveringer Weine erklärt hatte - was nicht ganz ohne humoristische Komponente war - bestellten wir eine Flasche Zweigelt von Kroiss!
Knapp zehn Sekunden nach dem Wein kam unser Gruß aus der Küche, spartanischerweise nur bestehend aus Brot, Butter und zwei Sorten Salz. Bei einem Abendmenü, und genau das hatten wir bestellt, erwartet man sich eigentlich schon etwas mehr...
Offenbar haben es die Leute im Hill ungewöhnlich eilig, denn kaum stand das Brot auf dem Tisch kam auch schon die Vorspeise. Zwei von uns bekamen Kaninchenravioli mit Garnele, die beiden anderen Ziegenfrischkäse auf Blattsalat!
Die Kaninchenravioli - jeweils abgezählte drei Täschchen - waren in Ordnung, der Garnele fehlte aber Biss und Rafinesse! Und Salz...
Der Ziegenfrischkäse ging bestenfalls als Aufstrich durch, der dazu servierte Salat bestand dafür nur aus zwölf kümmerlichen Streifchen.
Die Hauptspeise der drei Fleischesser bestand aus einer rosa gebratenen Entenbrust mit zu Tode frittierten Mandelbällchen. Letztere waren trocken, die Entenbrust war dafür sehr OK und hätte definitiv eine bessere Beilage verdient!
Die Vegetarierin am Tisch bekam gefüllten im Ofen gebackenen Fenchel und suchte bis zuletzt nach dem Geschmack des Gemüses.
Zum Schluss bekamen wir noch ein Orangensorbet für das viel zu viele Orangenschalen verwendet wurden, sodss das Sorbet ungenießbar bitter war!
Insgesamt ist zu sagen, dass man hier zwar mit wirklich guten Zutaten kocht, die Verarbeitung und Zubereitung mancher Speisen aber leider zu wünschen übrig lässt! Unwahrscheinlich, dass wir jemals wiederkommen werden.... Was meinst du zu dieser Bewertung?
Letzter Kommentar von gastroscout am 04.03.2011
... ein gutes gedächtnis ist auch nötig, um kritiken hier zu schreiben... ich bin weder braver soldat, noch bezahlter söldner, sondern stammgast, der eigentlich immer zufrieden war, auch in der restaurantwoche. punkt. Und daher konnte ich die negative Kritik hier nicht ganz verstehen und in gewisser Weise nicht nachvollziehen. Zumal IHRE Kroketten auf IHREM Foto nicht verbrannt aussahen. Dass das Gedeck toll war, hab ich nie geschrieben.. aber Gedeck ist Gedeck, und ein Gruss aus der Küche ist was anderes.. und ich war in 4 Lokalen im Zuge der Restaurantwoche, in einem bekam ich besagten Gruss...im Hill, Hungerberg und Eisvogel nicht..
Aber gottseidank haben wir alle hier unsere subjektiven Meinungen und Lieblingslokale, sonst träfen wir uns alle jeden Tag im gleichen Lokal...sei es im schnitzelhaus oder in meinem, wie sie es so schön formulierten, heißgeliebten Hill... wär ja auch langweilig, oder?
Ich kannte es ja noch als Meyers, doch schon vor einer ganzen Weile wurde es von der Schwester des Seitenblickewinzers Hillinger als 'Hill' neu eröffnet und dann relativ schnell wieder im Stich gelassen. Tut der Sache aber keinen Abbruch, denn zumindest seit Aurelio Nitsche dort kocht ist es allemal einen Besuch wert. Am Ambiente hat sich, soweit ich mich erinnern kann, wenig geändert. Eher schlicht, holzgetäfelt aber dank (sehr) gedämpften Licht gemütlich bei guter Glas- und Tischkultur. Sehr freundliches, zuvorkommendes Service, das obzwar bei unserem Besuch nur zwei Mann hoch die Gäste auch im zunehmend vollen Lokal effizient und flott bediente. Übersichtliche Karte mit vielen interessanten Highlights, besonders spannende Kombinationen. Wir waren zu viert und assen vorweg fünferlei vom Thunfisch, weiches Ei auf getrüffeltem Brokkolipürée mit Blutwurst, Frischkäsecanneloni und lauwarme Sardinen auf knusprigen Toast (alles meisterlich balanciert), danach vom klassischen Teil der Karte (auf dem z.B. auch Backhendl oder Butterschnitzerl zu finden wäre) ein ganz klassiches gekochtes Rindfleischduo (Tafelspitz und Schulterscherzl), Skrei in (diskreter) Zitronengrasbutter mit Bohnen, zart geschmorte Kalbshaxe mit Krenrüben und Griesstrudel und knuspriges Spanferklbratl plus Medaillon mit Honig-Pizcreme zu, letzteres zu einem originellen grünen Päckchen verpackt. Bei dem süssen Abschluss kapitulierten die ersten und beschruankten sich auf Port, wir probierten und dennoch durch karamelisierte Bananen, Orangencreme und einen wunderbaren, intensiven warmen Schokokuchen. Ein herrlicher Abend, wenn auch nicht ganz billig: 4 Personen mit je 1 Glas Aperitif, gemeinsam eine Flasche Weisswein, Mineralwasser, je 1 Glas Port und Champagner hintnach nicht ganz EUR 230 ohne Trinkgeld. Dringen empfohlen! Gezahlt haben wir uubrigens mit VISA, also ist der Eintrag hier nicht ganz aktuell...Was meinst du zu dieser Bewertung?
Hervoragend zubereitete Speisen .
Der Koch zaubert immer wieder neue Kreationen auf den Tisch .
Sehr gutes und unaufdringliches Service !
Sehr schnelles Service & Speisen werden in erstaunlich kurzer Zeit zubereitet und serviert , obwohl das Lokal nahezu
vollständig belegt war !
Fazit: Absolut empfehlenswert! Was meinst du zu dieser Bewertung?
Aber gottseidank haben wir alle hier unsere subjektiven Meinungen und Lieblingslokale, sonst träfen wir uns alle jeden Tag im gleichen Lokal...sei es im schnitzelhaus oder in meinem, wie sie es so schön formulierten, heißgeliebten Hill... wär ja auch langweilig, oder?