Direkt am Yppenplatz gelegen (Ecke Brunnengasse / Payergasse) findet man das „Dellago“. Es ist kein Sterne- oder Hauben-Lokal, daher meine Bewertung auch in diesem Erwartungsrahmen – eben für ein Italienisches Ristorante. Man kann von diesem Lokal alles umfassend auf deren Homepage nachlesen.
Gleich vorweg bitte ich auch bei dem einen oder anderen Foto um Nachsicht, so gut ist meine Handykamera halt leider nicht und Kunstmaler bin ich auch keiner ;-)
Nach Eintreten wird man vom Kellner mit einem freundlichen „Buona sera!“ empfangen und zu seinem Tisch gebracht. Meine beste Ehefrau von allen und ich hatten ein 3-Gang-Menü bestellt und aßen uns durch die Gänge, wie folgt:
Hier muss noch kurz erwähnt werden, dass der erste Gang so schnell am Tisch war, dass wir vorher keinen Aperitif mehr bestellen konnten – dass war eher nicht fein und dürfte absolut nicht passieren. Wir schoben den Aperitif dann nach dem ersten Gang ein.
1. Gang – „Crema di Pomodoro“ (Tomatencremesuppe)
Wirklich sehr cremige und zugleich fruchtige Tomatencremesuppe, die noch dazu brennend heiß serviert wurde – Tadellos. Dazu wurde frisch aufgeschnittenes Toskanabrot gereicht, das eines der g’schmackigsten Weißbrote war, die wir je hatten.
Jetzt hatten wir unseren Aperitif – Campari Orange (je 4,70 EUR – also kein Schnäppchen), tadellos, gut gekühlt. Da wir auch noch in der Karte stöberten, entschieden wir uns, noch einen zusätzlichen Gang dazwischenzuschieben.
Zwischengang – „Bruschetta-Variation“ (4,90 EUR und man kann hier bei den Bruschette variieren bzw. kombinieren - SUPER!): insgesamt drei Brötchen, einmal „klassisch“ mit frischen Tomaten, Basilikum, Oliven und Kapern, einmal mit getrockneten Tomaten, Rucola und Parmesan und einmal mit Mozzarella, Schinken und Artischocken. Alle drei Varianten waren sehr gut und ausreichend belegt. Die Variante mit den getrockneten Tomaten war eindeutig für uns beide die beste. Die Warnung in der Karte wegen des Knoblauchs könnte man weglassen. Wir hätten gerne einen kräftigeren Knoblauchgeschmack gehabt. Das war aber auch schon das einzige Manko.
2. Gang – „Filetto di Manzo alla Griglia“ (gegrilltes Rinderfilet)
Hier leider der Fauxpas des Kellners, der uns nicht fragte, wie wir die Filets haben wollen – wir schafften es aber rechtzeitig, der Küche noch Bescheid zu geben. Das darf nicht passieren! Sehr zartes Filet, dazu gebratene Salbeierdäpfel auf Rucolabett. Das Rind überraschte beim ersten Bissen, wir dachten geschmacklich wirklich hier ein Argentinisches Rind vor uns zu haben – der für uns typische “Wildgeschmack“ erinnerte uns sehr stark daran. Zu unserer Überraschung aber war es, der Koch beantwortete meine Frage persönlich, ein Österreichisches BIO-Rind. Sehr gut, zartes Fleisch, keine einzige Flachse. Die Teller leider nicht vorgewärmt, somit kühlte dieser Gang sehr schnell ab. Das dürfte auch nicht sein.
3. Gang – „Tris di Dolce“ (ein süßes Dreierlei)
Einmal Tiramisu, einmal ein in Alkohol (Grappa) getränktes und mit Nutella gefülltes Biskuitküchlein, einmal Tiramisu und eine Biskuitschnitte (dunkler und heller Biskuit) mit einer Joghurtcreme und Himbeeren – durch die Bank ausgezeichnet und ausreichend. Dazu ein kräftiger kleiner Espresso zu 1,90 EUR.
Getrunken haben wir noch 1x Schladminger Zwickl (0,5l-Flasche – selten zu haben und ausgezeichnet) zu 3,50 EUR sowie 0,3l-Starobrno zu 2,70 EUR.
Das Lokal selbst ist sauber und eher stylish, aber ehrlich gesagt, mein Fall ist es nicht – so richtig kommt keine Gemütlichkeit auf. Es ist für mich zu nüchtern und steril gehalten und man sitzt halt wieder einmal in der berühmten Auslage. Besonders angetan haben es mir die geschnitzten Kleidungsstücke an der Wand (siehe Foto). Im Sommer gibt es aber dann direkt am Yppenplatz im Freien Plätze. Die Toiletten sind sehr sauber, sehr modern, ebenso stylish aber auch eher gewöhnungsbedürftig. Das Lokal ist ein völliges Nichtraucherlokal, vor dem Lokal steht ein Bistrotisch derzeit mit einem Heizpilz parat.
Bei der Bedienung tut man sich schwer, Wartezeiten auf Getränke etc. dürften hier die Normalität sein, auch sonst ist der Kellner (das Lokal war eher dürftig besucht) mehr abwesend als gegenwärtig und eher distanziert. Für „GUT“ zu wenig für „MÄSSIG“ aber zu viel. Weil der Kellner aber beim Zahlen so richtig auftaute, sich auf ein Wiedersehen freute und herzlich wurde, drücken wir ein Auge zu.
Mein Fazit: das Preis-Leistungsverhältnis passt, die Speisen waren durch die Bank sehr gut. Wir werden definitiv wieder hingehen. Besonders der Brunch (auch mit Antipasti, Fisch etc.), zu einem großen Buffet angerichtet, lacht uns nach dem Gespräch mit dem Kellner an! Auch die Speisekarte hat für uns noch so Einiges zu bieten. Eine Reservierung ist zum Brunch immer erforderlich sonst würde ich es aber auch sicherheitshalber empfehlen.
Italienische Küche u.a. mit hausgemachten Anti Pasti Buffet und richtig leckerer Pasta. Kleine aber feine Wein und Cocktail-Karte. Sonntags gibts Bruch. Besonders gefällt, dass es immer wieder was neues zu entdecken gibt zB Cupcakes, Cocktails, Bücher-Ecke etc.
Service unterschiedlich wahrgenommen - neues Personal ist tws. noch ewas langsam.
Laurwen, ist schon okay.
Würde mich freuen, wenn du in Zukunft auch Lokale so beschreibst, dass man sich das bildlich vorstellen kann und ev. Lust kriegt, diese auch zu besuchen.
LG magic
Würde mich freuen, wenn du in Zukunft auch Lokale so beschreibst, dass man sich das bildlich vorstellen kann und ev. Lust kriegt, diese auch zu besuchen.
LG magic