| Experten Bewertung |  |
am 29.02.2012
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Experte
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Nachdem wir von den Vortestern bereits informiert waren - "ruppiger Service" sowie "Grantiger" - dachten wir, uns kann nichts wirklich überraschen. Falsch gedacht!
Bereits beim Betreten des Lokals weht einem ein eisiger Wind, hervorgerufen durch den Charme eines hinter der Schank thronenden, männlich-weiblichen Duos, entgegen. Keine Erwiderung unseres freundlichen Grußes, "nicht einmal ignorieren", wie man in Wien so treffend sagt, dürfte das Motto des Hauses sein.
Gut - es ist bloß ein Wirtshaus - die Einrichtung zum Charme des Wirten und des Personals passend, gelegen in der Peripherie des dritten Wiener Gemeindebezirks. Aber: Man soll ja gut essen hier - schreibt man zumindest. Darum sind wir hier!
Die schwer lesbare Speisekarte linksseitig (Tageskarte?) stammt offensichtlich aus der Kopieranstalt eines Insassen einer staatlich geförderten Werkstätte für durch Alkoholbeeinträchtigung behinderte Köche ... oder so ähnlich.
Ungewollt lustig das Menü, angeschrieben als "6-Suppe und Bauern Cordon Bleu". Wir haben beim Menü dann auch aufgehört die Karte wirklich zu lesen, denn das war viel zu mühsam.
6-Suppe bedeutete weder sechs Suppen, auch nicht Suppe mit 6 verschiedenen Einlagen und hatte mit Sex so was von gar nichts zu tun (hüpfende Knödel sind nicht sexy)! Es handelte sich bloß um den Menüpreis, also 6 Euro. Wir fanden das dann eh lustig. Wir sind ja leicht zu unterhalten. ;-)
Zur Sache: Die Suppe, eine Rindsuppe, die in Ordnung war, wäre da nicht die Einlage eines Speckknödels mit der Konsistenz eines Flummis (Gummiball mit besonders ausgeprägtem Hüpfvermögen) gewesen, der dem Gast einiges Löffelgefühl abverlangt.
Das Cordon einwandfrei und saftig von guter Qualität; ebenso der Salat, bestehend aus Blattsalatstreifen, etwas Krautsalat und Erdäpfelsalat mit absolut anständiger Marinade.
Dem Personal ins Stammbuch geschrieben:
a) Wenn Sie den Gästen die Suppe gerade erst vor 3 Minuten serviert haben, diese nicht mal noch die Hälfte davon gegessen haben, so bringen Sie ihnen bitte noch nicht die Hauptspeise.
b) Wenn die Gäste meinen, daß sie kein Interesse an einer kalten Hauptspeise hätten, so entgegnen Sie nicht mit: "Dann müssen´s aber länger warten". Suchen Sie daraufhin nicht grantig das Weite, sondern entschuldigen Sie sich!
c) Bestrafen Sie den Gast nicht mit längerer Wartezeit für Ihr eigenes Unvermögen und mangelndes Timing!
Fazit:
Ambiente nicht besonders einladend.
Essen OK, aber nicht überragend, was trotz der 5er-Berwertung von "sushimaus" und "Kevin" auch nicht erwartet wurde. Wo wäre da noch Platz für Top-Gastronomie, wenn man beim Wirten um´s Eck mit 5 bewertet? Man muß schon die Kirche im Dorf lassen!
Service unfreundlich bis desinteressiert.
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Kommentare (14)
am 30.09.2012 |
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Experte
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ja genau unregistered ... liest sich nach Original Wiener Küche! Genau das was man in einem Beisl sucht!
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am 07.09.2012 |
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Kompliment, Herr Weinrat, für den gelungenen Bericht! Herrlich amüsant zu lesen!
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am 06.09.2012 |
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Experte
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genau ... a "serwas", "dereh" oder guten tag sollte mindestens kommen! ;-) ... spaß beiseite was unfreundlichkeit und mindestanforderungen des menschlichen miteinanders betrifft: meidlinger12 und amarone ... da bin ich bei euch!
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am 06.09.2012 |
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Experte
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Es hat aber nichts mit Grantln zu tun wenn der Wirt beim Eintreten eines Gastes seine Pappn nicht aufbringt und den Gruß erwidert. Egal in welcher Tonart. Der Gruß und das Erwidern eines Grußes gehört zu den grundlegensten Dingen menschlichen Miteinanders.
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am 06.09.2012 |
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Experte
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Ich arbeite auch mit einer Wienerin zusammen, und ihr typisches Wiener "Gesemper" ist schon legendär. Aber das Herzerl pickt am rechten Fleck und hat nichts mit Unfreundlichkeit zu tun.
Die ist nämlich weder sexy noch angenehm. Und wenn ich essen oder trinken will, dann brauch ich keinen Service dieser Welt, der mir mit seinem "Saiern" den Appetit verdirbt.
Also: Unfreundlichkeit ist unappetitlich und hat in der Gastronomie nichts verloren, als Gastgeber könnte ich mir sowas nie und nimmer erlauben geschweige denn vorstellen.
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am 05.09.2012 |
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Experte
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war irgendwie fast klar ... siehe text "zum charme des wirten ..."
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am 25.07.2012 |
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... nicht umsonst hat das Lokal in der Umgebung den Spitznamen "Zur Grantigen"
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am 02.03.2012 |
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Experte
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ok magic ... ein bissl granteln im kaffeehaus is erträglich! ;-)
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am 02.03.2012 |
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Experte
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Ganz genau! Zwischen Granteln und Granteln gibt es Unterschiede. Es kommt darauf an wie man es rüberbringt. Genau so gibt es halt Leute die stehen auf sowas und andere finden es abstoßend und können damit nichts anfangen. Das hat nicht nur mit den Kellnern zu tun sondern ist die Wiener Seele.
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am 02.03.2012 |
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Ich sehe da große Unterschiede. Leicht granteln darf bei mir nur ein Kellner in einem Altwiener Kaffeehaus, und sonst nirgendwo. Und zwischen granteln und granteln gibt es da auch Unterschiede.
In einem Restaurant, Bar, Espresso erwarte ich freundliches und höfliches Personal.
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am 02.03.2012 |
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Wenn ich eins an Wien hasse, dann ist es diese pseudokultivierte Unfreundlichkeit aka granteln des Restaurantservice.
Unfreundlichkeit ist NIEMALS charmant und kultig.
Bitte schnellstens abgewoehnen oder einen anderen Job suchen! Es kotzt mich einfach an!
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am 29.02.2012 |
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Experte
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Genau das ist eine H-G-L-Bewertung, hilfreich, gefallend und lesenswert!
Gerry
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