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SpeisenAmbienteService
29
34
27
Gesamtrating
30
11 Bewertungen
Alle Ratings 0 - 50
Rating Details
Café Wortner Café Wortner Café Wortner
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Café Wortner Info
Features:
Gastgarten, Schanigarten
Catering, Partyservice
Frühstück
WLAN, WiFi
Ambiente:
Gemütlich
Preislage:
Gehoben
Kreditkarten:
VISA MC DINERS
Öffnungszeiten:
Mo:
08:00-24:00

Di:
08:00-24:00

Mi:
08:00-24:00

Do:
08:00-24:00

Fr:
08:00-24:00

Sa:
09:00-24:00

So:
10:00-24:00
Letztes Update von:
uc0gr
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Lokalinhaber?

Café Wortner

Wiedner Hauptstraße 55 | 1040 Wien (4. Bezirk - Wieden)
Küche: Wiener Küche, Eis, Österreichisch
Lokaltyp: Café, Bar, Cocktailbar, Kaffeehaus, Restaurant
Tel: 01 9458683  Fax: 01 9719982
Web: www.wortner.at
Gastgarten, SchanigartenCatering, PartyserviceFrühstückWireless LAN
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11 Bewertungen für: Café Wortner (30)
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 27.01.2014
Pressesprecher
Platinum Level 19
90
34
Top 10 Tester
3Speisen
4Ambiente
3Service
10 Fotos
Vergangener Freitag, etwa 20 vor Drei am Nachmittag. Meine Liebste, die Zuckerpuppe, hat mit einer lieben Freundin ein Treffen in Nähe der Wirtschaftskammer vereinbart. Ich schlage das Cafe Wortner vor.

Das einzige, was das Wortner von einem „echten“ Wiener Kaffeehaus unterscheidet, ist der Standort. Es befindet sich halt auf der Wieden. Ansonsten verweist man zu Recht auf über 130 Jahre Tradition, bietet ein durch und durch gediegenes Ambiente und neben der klassischen Produktpalette wird auch eine ordentliche Speisekarte mit Wiener Hausmannskost und Mittagsmenüs angeboten.

Auf letztere fällt mein Augenmerk. Es ist zwar schon recht spät, aber das zweigängige Menü um 8,90 bzw. das dreigängig um 9,90 Euro werden tatsächlich bis 15 Uhr angeboten. Da schlagen wir doch zu! Beide bekommen wir dafür eine Fleischstrudelsuppe, die Zuckerpuppe die gebackene Scholle mit Mayonnaisesalat, ich die Speck-Linsen nach Wortners Art mit Semmelknödel. Für mich gibt es als Nachtisch noch Blutorangen-Panna-Cotta.

Die Suppe ist zwar nicht schlecht, aber definitiv unter Zuhilfenahme eines Würfels hergestellt. Der zerfallenen und zerkochten Strudel liefert trotzdem etwas Fett, wäre im Ganzen aber manierlicher gewesen. In Summe kein Vergleich mit den echten Rindssuppen, die wir die Tage zuvor serviert bekommen haben.

Dafür kann der Hauptgang glänzen: meine Linsen sind geschmacklich sehr gut und können, ebenso wie der Knödel, voll überzeugen. Auch die Zuckerpuppe findet die Scholle ganz gut. Der Salat ist sogar so gehaltvoll, dass er nicht zur Gänze verzehrt werden kann.

Das abschließende Panna Cotta hingegen ist wieder etwas enttäuschend, weil es sehr „parfümiert“ daher kommt und die Konsistenz schon sehr fest ist.

Unsere Bedienung macht einen ordentlichen Job. Es entstehen keine Wartezeiten und wir werden stets mit dem nötigen versorgt. Beim Präsentieren der Rechnung kann ich ihr sogar ein Lächeln abringen. In Summe sind – inklusive der Konsumation unserer Freundin und Trinkgeld – 40 Euro zu berappen. Aus meiner Sicht ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Das ist wohl dann doch der zweite Unterschied zu einem „echten“ Wiener Kaffeehaus.
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29 Kommentare »
Letzter Kommentar von am 07.06.2014 um 17:40
cmling
Siehe unten. Ich widerstehe der Versuchtng.
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am 17.10.2013
vanilletraum
Silver Level 5
46
3
2Speisen
3Ambiente
3Service
Waren am Sonntag mittag dort und es war essensmässig eine Enttäuschung. Der Wiener Suppentopf war ok, nichts besonderes. Die Medaillons in Pflaumensauce waren hingegen wirklich eine grosse Enttäuschung. Das Fleisch war ok, die Sauce war geschmacklos, sehr süss und meiner Meinung nach "verhaut". Die Bedienung war ok.

Alles in allem - kein weiterer Besuch von uns.
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am 12.09.2013
Gdanzer
2
1
2Speisen
3Ambiente
2Service
War in der letzten Zeit häufiger dort, weil im 4. zu tun. Normalerweise würde sich jetzt die Frage stellen, das Gute oder das Schlechte zuerst. Fangen wir mit dem Schlechten an, das Essen am Abend! Ich war 2-mal abends dort (gezwungernermaßen) und war nicht begeistert. Geschmacklich hat mich eigentlich alles an "Maggi-Fix-für-Irgendwas" erinnert. Dafür ist im Gegensatz das Frühstück (ich hab immer das große Wiener gegessen) sehr gut, sieht man davon ab, dass der Tee/Kaffee bereits kalt ist, wenn das Frühstück kommt. Zumindest ist die Qualität von Schinken und Käse um Welten besser als schräg gegenüber. Will man frühstücken, kann ich das Wortner empfehlen, zum Abendessen eher nicht. Ach ja, die Bedienung, nicht immer das Beste, eher Durchschnitt.
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5 Kommentare »
Letzter Kommentar von am 26.09.2013 um 16:50
Gdanzer
@Christina: Stimmt zum Teil. Dinnen war ich noch nie. Und Essen werd ich dort auch nicht mehr (siehe oben). Nur leider lässt die Qualität der Beilagen beim Frühstück im Corto e Nero zu Wünschen übrig. Schinken und Käse sind eine Zumutung.
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via Handy am 24.06.2013
Joey777
2
1
2Speisen
3Ambiente
4Service
 

Am 22.06.13  kam ich im Zuge einer Einladung mit Freunden im Café-Restaurant Wortner in Wien 4., Wiedner Hauptstrasse 55 zusammen.
Das Restaurant strahlt beim Eintritt den Charme alter Wiener Restauranttradition aus.
Während der ersten Stunden benutzten wir den Gastgarten, im hinteren Restaurantbereich , welcher eingebettet zwischen den Häusern unserer Runde von ca 20 Personen einen gemütlichen und vor allem relativ  kühlen Aufenthalt in der Sommerhitze versprach. Die Bestuhlung unserer zusammengestellten Tische bestand dann  in den unterschiedlichsten Sessel-und Bankvariationen was den Eindruck eines gewissen Provisoriums vermittelte. Die nichtdurchgehende Kunststoff-Überdachung sorgte dann in weiterer Folge bei den vereinzelten Regenschauern für etwas Ungemach. 
Die Speisekarte reicht bei den Vorspeisen von Cremesuppe nach Saison um € 4,30 bis Babymozarella mit Cocktailtomaten mit Basilikum um € 8,90.
Salatvariationen gibt es von € 3,90 bis € 8,90.
Die weitere Speisekarte reicht von Riesentoast um €4,80 über knusprig gebratenes Zanderfilet mit Petersilienlerdäpfel um € 14,80 bis zum Rinderfilet (180gr) in Pfeffersauce mit Braterdäpfel um € 19,90.
Eine etwas mehr als eine Seite umfassende Zusatzkarte mit saisonalen Spargelgerichten und einige Dessertgerichte rundeten die Speisekarte ab.
Die erste Ernüchterung kam als uns der Kellner bei der Getränkebestellung die Spargelkarte zur Gänze als obsolet bezeichnete, da keine Spargelgerichte mehr zur Verfügung standen, was immerhin eine Einschränkung der Speisekarte von ca 1/3 bedeutete. Und dies, obwohl die Reservierung für eine größere Gesellschaft ja vorlag. Die Küchenverantwortlichen hatten sich nicht einmal die Mühe gemacht, die Zusatzkarte aus dem Speisenangebot zu entfernen. Ein als Ersatz für ein Spargelgericht gewählter Zwiebelrostbraten mit Braterdäpfel und knusprigen Röstzwiebeln ( € 14,80) war ebenfalls nicht mehr im Angebot. Die Hauptspeisen wurden recht zügig serviert, allerdings hatte das Personal auf die Eingangs bestellte Suppe  vergessen. Nachdem die Hauptspeisen bereits serviert waren, erübrigte es sich für uns die Suppe zu urgieren. Kuriosum am Rande: ein bestelltes Erdbeerfrappé wurde noch vor den Hauptspeisen serviert, und ließ jegliche Zugabe von Erdbeeren vermissen, was der erste Anlaßfall für eine Reklamation war. Das servierte Wiener Schnitzel vom Schwein gebacken  mit Erdäpfel-Vogerlsalat (€9,90) entsprach sowohl preislich, als auch geschmacklich dem Durchschnitt, war in der Portionsgröße jedoch eher im unteren Segment angesiedelt. Der Salat war von der  Konsistenz sehr sämig und für mich in Ordnung,  jedoch etwas  essigscharf. Ein knusprig gebratenes Zanderfilet mit Petersilienerdäpfel war geschmacklich auch in Ordnung,  jedoch konnte die Filetgröße nicht mit der Preisgestaltung mithalten. Ein, in unserer Runde serviertes Rinderfiletsteak in Pfeffersauce und Braterdäpfel, sowie geröstete Knödel mit Speck,Ei und Zwiebel und buntem Blattsalat und diverse Salate  waren auch in Ordnung und entsprachen der Preisgestaltung und der gebotenen Qualität. Zum Dessert entpuppte sich ein Wiener Eiskaffee (€ 4,50) als kalter Kaffee mit Schlagobers. Vermutlich läßt der Begriff "Eiskaffee" in Küchenkreisen eben die unterschiedlichsten Interpretationen zu, was aber nicht unbedingt für die Sorgfalt einiger Restaurantbetreiber spricht. Auf ein eventuell fehlendes Vanilleeis, erfolgte vom Kellner ein Verweis auf die Verantwortlichkeit des Koches und damit hatte es sich auch schon. Das Erdbeerfrappé (oder was immer es hätte sein sollen) entpuppte sich nach der Reklamation als Mischung aus Schlagobers, Nuss-und Fruchtstücken, was uns schön langsam resignieren ließ. Den nächsten Anlaß zur  Reklamation bot ein Dessert namens Schokohupf im Hemd (€ 5,50), welcher vermutlich als Auftauware in der Mikrowelle bis zur Aushärtung durchgegart wurde, sodaß er sich mit dem beigegebenen Löffel nicht zerteilen ließ. Der sehr freundliche und bemühte Kellner bewies ob der erneuten Reklamation sein bereits angegriffenes Nervensystem, welches in den Worten gipfelte:"Unser Koch ist so ein Tro...l". Eine neue Portion wurde gebracht, diese war geschmacklich in Ordnung und im Durchschnitt. Kaiserschmarren mit Zwetschkenröster (€ 7,20) und Schokopalatschinken (€ 5,50) waren von gutem Geschmack und entsprachen auch der Preisgestaltung.
Eher nachteilig wirkt sich bei heißem Wetter aus, das der Gastgarten im Innenhof scheinbar nur bis 2000 Uhr betrieben werden darf, und man dann in den Innenbereich des Lokales wechseln muß, welcher bei heißem oder schwülen Wetter, zumindestens während unseres Aufenthaltes nicht optimal  klimatisiert war. Zusammenfassend sei gesagt, ausschlaggebend für uns war, das Beisammensein mit Freunden, die Mißlichkeiten des Lokales wurden eben in Kauf genommen. Ein freundliches und engagiertes Servierpersonal, welches die Unzulänglichkeiten des Küchenchefs aber auch nicht aufwiegen konnte. Das Café-Restaurant Wortner ist ein Lokal, in dem man zumindest zur Zeit nicht auf konsequente Qualität zählen kann, in dem man aber aufgrund des inneren Gastgartens und dem an der Strassenfront liegenden Schanigartens bei dem einen oder anderen Getränk recht gut entspannen kann und wenn man Glück hat auch die eine oder andere Speise entsprechend des Preisniveaus zubereitet wird.
Zum wiederholten Speisen, oder gar zur Abhaltung von Feierlichkeiten würde ich es nicht in Erwägung ziehen.
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2 Kommentare »
Letzter Kommentar von am 27.09.2013 um 20:43
maximus
Da gabs vor ein paar Jahren noch die besten Palatschinken weit und breit. Seufz. Was ist daraus geworden?
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Diese Bewertung wurde von einem ReTe Experten geschrieben.
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 22.08.2012 | Letztes Update am 22.08.2012
Experte
uc0gr
Diamond Level 26
185
39
Top 10 Tester
Top 10 Tester 4 Wochen
3Speisen
3Ambiente
2Service
50 Fotos 13 Check-Ins
Gelistet in: Essen in Wien - Im 4-ten (Wieden)
Eines der ältesten Kaffeehäuser Wiens und eine wahre Institution auf der Wieden, das Café-Restaurant Wortner wurde nach jahrelanger Absenz wieder einmal von mir besucht. Eröffnet wurde das Kaffeehaus von Ferdinand Wortner bereits September 1880 in einem wunderschönen Biedermeierhaus. Ich persönlich kenne ja auch noch das „Ur-Wortner“, da ich quasi einmal ums Eck ins Gymnasium ging und viele Stunden hier nach, aber auch schon mal während der Schule verbrachte. Das alte Ambiente, das ganz eigene Flair, die einzigartigen Möbel und die Patina, die sich seit der Jahrhundertwende gebildet hatte, die sind leider nicht mehr. Auch der große Billardraum musste ebenso wie die altehrwürdige, mächtige Schank, wo noch die „Wortner-Omi“ trotz ihrer mehr als 90 Jahren immer saß und alles prüfend beobachtete, so anderen Dingen weichen. Lediglich da eine alte Vitrine und dort eine alte „Psych“ erinnern noch an das frühere „Wortner“. Hier blieb kein Stein auf dem anderen und das Lokal wurde auch substanziell innen völlig verändert. Meiner Erinnerung nach hatte man hierfür sogar eine ganze Saison lang geschlossen. Jetzt präsentiert es sich zwar noch immer gemütlich und mit dem hellen Holz und der kräftigeren Beleuchtung auch deutlich heller, jedoch auch nicht mehr so heimelig und ohne dieses gewisse Etwas. Das Lokal vermittelt mir einfach nicht mehr das exklusive Gefühl im Wortner zu sein, sondern einfach in irgendeinem Wiener Kaffeehaus.

Was auch noch bestehen blieb, sind ein lauschiger kleiner Gastgarten in den Hof hinaus zur Schaumburgergasse hin und der wunderschöne Gastgarten vor dem Lokal – am Platz wo der prachtvolle „Engelsbrunnen“ steht. Die Bewirtung übernahm jetzt das Geschwisterpaar Pia und Oliver Janele und die Küche wurde von Gerhard Sailer übernommen. Meine beste Ehefrau von allen und ich hatten hier einen Tag unter dem Motto „from dusk till dawn“ nur in umgekehrter Reihenfolge, daher also „Vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung“ bzw. vom Frühstück bis zum Abendessen.

Wunderbares warmes Wetter, klar dass wir uns sofort in den schönen Gastgarten am Platz vor dem Wortner setzten. Leider verlieren die Bäume unzählige Blüten, sodass alle Tische und Stühle über und über damit bedeckt sind – sie werden hier unverständlicherweise nicht gleich in der Früh zumindest von den Tischen gekehrt, bevor die ersten Gäste kommen. Das Servicepersonal kann unterschiedlicher nicht sein: von jungen, netten und gut gelaunten Studenten bis hin zur Profi-Serviererin, der aber kein Lächeln auskommt und die fast schon grantig wirkt.

Als „Frühstücksbasis“ hatten wir zweimal das „Kleine Wiener Frühstück“ (EUR 5,90), bestehend aus: Kaffee (wahlweise Tee oder Kakao), Butter, Marmelade, Honig, ein weichgekochtes Ei, ein Achtel frisch gepressten Orangensaft und eine ofenwarme Semmel. Jedes Frühstücksangebot kann aber gegen Aufpreis beliebig erweitert werden, was wir auch taten (zusätzliches Gebäck & Croissant, mehr Orangensaft und einmal Eier im Glas) und sich völlig unproblematisch gestaltete. Die Semmeln waren jetzt nicht so ganz unser Fall, einfach vom Geschmack her fad und weil sie etwas mehlig wenn aber auch frisch waren. Der Kaffee (Julius Meinl) hier ist wunderbar, die Wartezeit hierauf, wir hatten schon unser Frühstück zur Hälfte gegessen, völlig aus dem Ruder und inakzeptabel. Der Orangensaft tatsächlich frisch gepresst, die Eier (einmal weichgekocht einmal im Glas) optimal auf den Punkt gebracht. Marmelade und Honig stammen aus dem Hause „Darbo“, ja gute Industriemarmelade, braver Honig und auch sicher so serviert hygienischer, aber eben halt ein Massenprodukt. Das Croissant war leider nicht warm hatte aber ein leicht orientalisches und blumiges Aroma, wie mit Rosenwasser parfümiert – ich fand es gut. In Summe war das Frühstück völlig O.K. und verdient sich einfach ein glattes GUT, das aber besonders durch die wunderbaren Eier und den sehr guten Kaffee erreicht wurde.

Die zahlreichen Aktionen während des Frühstücks auf den Tafeln gelesen, haben wir uns dann auch noch für ein Abendessen hier entschieden. Für mich war nach dem Frühstück bereits klar, es müssen am Abend dann die angepriesenen „Ravioli nach Saison, derzeit mit Eierschwammerl oder Steinpilzen“ probiert werden. Die Vorfreude war groß…

Wir hatten auch ohne Reservierung gegen etwa 18:00h kein Problem abermals einen netten Platz im Garten zu erhalten. Nun wurden wir von einem wirklich wahnsinnig netten aber dafür recht hilflosen und nicht sattelfesten Kellner bedient. Der Sommerspritzer (EUR 2,40 das Viertel) war gut gekühlt und schmeckte meiner besten Ehefrau von allen, das in der Karte angepriesene „Franziskaner hell vom Fass“ ist leider nur in der Flasche erhältlich (EUR 3,90) und die Erklärung hierfür fand ich besonders originell, wenn auch nicht wirklich lustig. „Man wollte rein aus optischen Gründen und wegen des Layouts der Karte nicht noch eine Rubrik für ‚Flaschenbier’ machen“ – Aha, daher gibt man auf der noch dazu gerade einmal zweiseitigen, einlaminierten Karte einfach an, alle Biere wären vom Fass.

Zweimal hatten wir dann das „Carpaccio vom Rind mit Grana und sautierten Eierschwammerl“ (EUR 10,90) - sofort wurde unaufgefordert mit dem Carpaccio eine Menage mit sehr gutem, nativem Olivenöl sowie Balsamico und eine Pfeffermühle gereicht. Das Rindfleisch war geschmacklich ausgezeichnet, wunderbar dünn geschnitten, die Eierschwammerl sehr gekonnt sautiert und daher noch schön knackig, der Rucola war ebenfalls sehr frisch und intensiv nussig schmeckend. Der Grana war wohlschmeckend und von absolut guter Qualität, das dazu gereichte Gebäck völlig uninspiriert und einfallslos: eine Semmel und außertourlich noch ein Kornweckerl, das nicht mehr sehr frisch und extrem fenchellastig schmeckte. Die Semmel hatte ja bereits trotz „morgendlicher Frische“ beim Frühstück nicht überzeugen können. Muss das sein zu so einem gelungenen Carpaccio? In Summe trotzdem noch ein SEHR GUT, wenn auch mit einem Manko.

Dann aber die große Enttäuschung: sowohl die Eierschwammerl- als auch die Steinpilzravioli waren nicht verfügbar! Erstens standen diese seit der Früh auf der Tafel, warum löscht das dann niemand runter? Zweitens war das ein Hauptgrund, dass ich nach dem Frühstück auch noch zum Abendessen ins Wortner gekommen bin. Will man die Kunden hier „frotzeln“?

Enttäuscht und auch verärgert bestellte ich die „Mozzarella-Ravioli mit gebratenen Tomaten in Basilikumbutter“ (EUR 10,90) – die Ravioli waren hausgemacht und noch sehr „al dente“, die Füllung maximal lauwarm und recht geschmacksneutral. Die Basilikumbutter wurde in sehr homöopathischer Menge serviert und geschmacklich von der frischen Frühlingszwiebel erschlagen. Die gebratenen Tomaten waren in Wirklichkeit angebratene Pomodori Secchi, Parmesan oder Grana wurde nicht serviert. Eine schöne und „g’schmackige“ braune Nussbutter hätten diesem Gericht auch sehr gut getan. In Summe leider nur ein MÄSSIG und es wäre wünschenswert, die Gerichte auch korrekt auf die Tafel zu schreiben. Denn unter „gebratenen Tomaten“ erwartet der Gast etwas völlig anderes als Pomodori Secchi. Die Weinempfehlung dazu, ein Chardonnay (EUR 4,20 das Achtel), war sehr gut.

Summa summarum gebe ich dem Wortner für die Speisen ein GUT, das Carpaccio war sicherlich das Highlight. Beim Gebäck finde ich, dass es nicht gerade die beste Wahl ist, und zum Carpaccio dürfte es durchaus auch ein Ciabatta oder ein Baguette sein.

Der Service ist in Summe etwas zäh und durchwachsen jedoch ist die Serviceleistung auch sehr abhängig von der Person. Ein „einheitliches“ Auftreten gibt es hier nicht – von gut gelaunt und zuvorkommend, bis gleichgültig und ignorierend, von wissend bis völlig hilflos. Leider nur ein MÄSSIG – hier erwartet man als Gast etwas Anderes, die Wartezeiten sind teilweise inakzeptabel.

Das Ambiente bewerte ich mit GUT, da alles sauber und adrett ist. Die beiden Gastgärten sind sehr schön, der am Platz vor dem Wortner aber etwas laut. Die Lage ist optimal und die Sanitäranlagen sind sehr gepflegt. Den für das Wortner früher so eigenen, urtypischen Kaffeehauscharakter hat das Wortner aber für mich verloren, leider. Es ist aber noch immer ein recht gemütlicher Platz zum Verweilen, wenn ich auch mit einem weinenden Auge der Vergangenheit nachhänge.

Fazit: ich empfehle das Wortner durchaus, jedoch muss trotz der gehobenen Preise mit einigen Fauxpas sowohl bei der Küchen- als auch bei der Serviceleistung gerechnet werden. Auch saisonale Angebote sind unter Umständen trotz Werbung auf den Tafeln nicht verfügbar, und manches wirkt einfach unprofessionell. So heißt der Mozzarella hier auf der Rechnung „Mozarella“, in der Karte schreibt man statt Rucola „Ruccola“ und die Frittaten werden „Fritatten“ tituliert. Eine nette Idee ist jedoch, Aktionen per „Herzerltaferln“ im Blumenbeet anzukündigen sowie das Bereitstellen von frischen Kräutern im Topf auf jedem Tisch. Auch Mittagsmenüs werden im Wortner angeboten und unpassender weise leider auch Burger. Immer wieder gibt es diverse Veranstaltungen und oftmals Livemusik (meist Piano). Natürlich kommen „MehlspeistigerInnen“ hier auch auf ihre Kosten, die Präsentation in der Vitrine ist sehr ansprechend und adrett. Von Zeit zu Zeit gibt es im hinteren Gastgarten auch Grillaktionen (Holzkohle). Das kann man auf der recht informativen Internetseite des Wortner dann rechtzeitig erfahren.
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Kommentar von Unregistered am 15.09.2012 um 13:11
Danke für den recht informativen Beitrag!
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am 07.06.2012
dulcis
1
1
3Speisen
4Ambiente
2Service
Wir waren an einem Feiertag im Cafe Wortner frühstücken. Unsere Bestellung wurde erst nach gut 20 Minuten aufgenommen. Der Cafe wurde rasch gebracht, das Frühstück erst nach weiteren 20 Minuten. Die Speisen waren sehr gut und auch nett angerichtet. Da die Bedienung wohl etwas überfordert war, vergaß sie, auch nach mehrfachen Nachfragen, uns unseren Orangensaft zu servieren und als wir die Rechnung geordert haben, ersuchten wir sie den Saft von der Rechnung abzuziehen, da wir diesen ja nicht bekommen haben und beim Bezahlen auch nicht mehr wollten.
"Geht nicht" Die Rechnung wurde gebracht, der Saft nicht abgezogen sondern unfreundlich auf den Tisch gestellt. Erst nach einer langen Diskussion war man gewillt uns rund zwei Euro abzuziehen.
Verabschiedet wurden wir mit "das ist unmöglich".
Fazit: eigentlich ein sehr nettes Wiener Cafe mit schönem Gastgarten. Vielleicht sollte man allerdings mehr Personal einstellen, damit die Bedienung nicht so überfordert und den Gästen gegenüber genervt ist.
Wir werden das Cafe Wortner nicht mehr besuchen.
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am 18.12.2011
Lisawetta
Basis Level 4
47
3
2Speisen
4Ambiente
2Service
Wir hatten am Samstag für 21h reserviert und nachgefragt, wie lange die Küche offen habe. Es wurde uns versichert, dass wir bis 22h bestellen könnten. Pünktlich angekommen, erfuhren wir dann, dass Lokal schließe wegen einer Weihnachtsfeier der Angestellten schon um 22h, aber wir könnten noch eine Kleinigkeit zu essen bestellen. Für 4 Personen zu kochen war offensichtlich zu aufwendig. Wir haben uns dann mit Sacherwürstel und zähem Semmerl begnügt. Auch die Würstel waren offensichtlich aus einer Dose. 10 Minuten vor 22h wurde schon abkassiert - und raus mit uns.
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4 Kommentare »
Letzter Kommentar von am 22.08.2012 um 20:49
uc0gr
Pepi, die Unterstellung, Würstel werden hier unbewiesenermassen aus der Dose serviert, ist Rufschädigung. Ich stimme ausnahmsweise mit dem Unreg überein.

Die nette hier urteilende Person hat aber deutschen Hintergrund und dort ist es üblich, Würstel aus der Dose oder dem Glas zu konsumieren, sogar beim Dallmayr in München kannst du Dosen-Weißwürste kaufen...was liegt also näher, als das zu unterstellen?

Wenn ich mir wo nicht sicher bin, dann sag' ich das, aber ich setze keine Gerüchte und Behauptungen in die Welt, die beim Wortner zu 100% nicht stimmen.

Und jetzt hat halt mein Gehirn auch lange gebraucht, um zu reagieren, weil ich ja täglich ALLE Kommentare durchlese....
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am 16.06.2011
genial
Basis Level 4
55
1
4Speisen
3Ambiente
3Service
Das Plus an diesem Lokal ist der Gastgarten!!! Die Qualität der Speisen ist hervorragend. Die Anrichtung der Speisen vorbildlich. Die Portionen sind nicht zu üppig. Als Frühstückslokal auch zu empfehlen. Preis-Leistungsverhältnis: naja. Personal überwiegend freundlich. Die Hygiene (WC) passt auch noch. Für Burger-Fans gibt es auch ein Burger-Angebot. Teuer und gut. Dazu ein hopfiges Bier aus BRD. Einen Besuch wert wenn man an der Wiedner Hauptstraße unterwegs ist.
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am 19.05.2011
BettinaK
Basis Level 4
20
4
-Speisen
-Ambiente
-Service
Update...

Das tägliche Mittagsmenü von Mo-Fr ist meist echt vorzüglich... Wundervoll, dass sie das nun eingeführt haben... Leider auch nicht wirklich günstig...

Von den sogenannten "Pfandlgerichten" würde ich aber weiterhin abraten...
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2 Kommentare »
Letzter Kommentar von am 23.05.2011 um 21:12
BettinaK
Also, ich hab da wirklich nur schlechte Erfahrungen gemacht. Auch meine Arbeitskolleginnen waren davon enttäuscht...
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Diese Review zählt nicht für die Gesamtwertung des Lokals, da dieses Mitglied dieses Lokal bereits neuerlich bewertet hat.
am 05.04.2011
BettinaK
Basis Level 4
20
4
3Speisen
3Ambiente
4Service
Eigentlich schade, dass dieses Lokal dauernd neu übernommen wird und wie ich finde, die Speisen immer mehr an Qualität abgenommen haben. Wenn ich geschäftlich dort bin, habe ich immer Schwierigkeiten mir etwas auszusuchen. Das Frühstück allerdings ist vorzüglich! Die Preise sind gehoben. Was der Geldbörse, dann schon mal weh tut. Der Service ist immer sehr freundlich und nach ein paar Besuchen wird man sofort wieder erkannt und bekommt gleich sein Standart-Getränk gebracht :)
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am 21.02.2011
Paulus
2
1
5Speisen
2Ambiente
4Service
Also vielleicht war das Lokal am 28.10.2010 ein Nichraucherlokal! Heute war ich im "Nichraucherbereich". Durch die fehlende Abteilung(offener Rundbogendurchgang) war auch der Nichtraucherbereich verraucht, und die Kleidung ist wieder einmal verraucht.
Schade- weil die Speisen waren Spitze!
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am 28.10.2010
Weissbierfan
Silver Level 6
53
1
3Speisen
4Ambiente
3Service
1 Foto
Schön hinter einem Brunnen liegendes Wiener Cafehaus. Völliges Nichtraucherlokal, jetzt dürfen die Gäste noch im Gastgarten rauchen. Speisen gut, nicht übermässig viel, aber schön angerichtet zu Preisen die ok sind, aber nicht billig. Sehr gutes Radeberger Pils oder Schöfferhofer Weizen, wenn man gut gehopfte deutsche Biere gerne mag.
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