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44
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43
9 Bewertungen
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Rating Details
Burgtaverne Kreuzenstein Burgtaverne Kreuzenstein Burgtaverne Kreuzenstein
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Burgtaverne Kreuzenstein Info
Features:
Gastgarten, Schanigarten
Ambiente:
Gemütlich
Urig
Preislage:
Mittel
Kreditkarten:
Gängige Karten
Eröffnungsjahr:
2013
Öffnungszeiten:
Mo:
geschlossen

Di:
10:00-20:00

Mi:
10:00-20:00

Do:
10:00-20:00

Fr:
10:00-22:00

Sa:
10:00-22:00

So:
10:00-18:00
Hinzugefügt von:
adn1966
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Lokalinhaber?

Burgtaverne Kreuzenstein

Burg Kreuzenstein | 2100 Leobendorf
Niederösterreich
Küche: Österreichisch
Lokaltyp: Berghütte, Schutzhaus
Tel: 02262 66120  
Web: www.burgtaverne-kreuzenstein.at/
Gastgarten, Schanigarten
News
BurgtaverneKreuzenstein
09.03.2014
Die Burgtaverne hat nach der Winterpause die beiden letzten Märzwochenenden (Sa+So) bereits geöffnet. Am 22.3. ab 18:00 Mittelalterabend! Ab April gibt es wieder die regulären Öffnungszeiten.
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9 Bewertungen für: Burgtaverne Kreuzenstein (43)
Diese Bewertung wurde von einem ReTe Experten geschrieben.
Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 30.06.2014 | Letztes Update am 01.07.2014
Experte
uc0gr
Diamond Level 28
204
48
Top 10 Tester
Top 10 Tester 4 Wochen
4Speisen
5Ambiente
5Service
69 Fotos 1 Check-In
Die beste Ehefrau von allen besuchte den „Falkner-Workshop“ auf der Adlerwarte der Burg Kreuzenstein, und was läge da näher, als in die „Burgtaverne“ einzukehren? Ich hatte das Lokal, das deutlich mehr als nur eine Imbiss-Station sondern viel mehr ein typisches Ausflugsrestaurant ist, natürlich wie viele andere Besucher auch in äußerst schlechter Erinnerung, war es doch die klassische „Touristenfalle“ mit einem Angebot hauptsächlich aus der Tiefkühltruhe zu unverschämten Preisen.

Daher ersuche ich die geschätzte Leserschaft wirklich sofort alles zu vergessen, was hier einmal war, denn per Frühling 2013 wurde mit der „Burgtaverne Kreuzenstein“ ein völlig neues Restaurant geboren. Katharina Lukas, die früher jahrelang Burgführungen in der Burg Kreuzenstein durchführte, hat gemeinsam mit ihrem Bruder, Theodor Schmid, etwas völlig Neues auf die Beine gestellt. Katharina Lukas ist jedoch kein völliger Quereinsteiger, hat sie doch neben dem abgeschlossenen Studium auch die Hotelfachschule in Krems erfolgreich absolviert.

Natürlich könnte man auch vereinfacht unterstellen, durch die gesegnete Lage werden die Gäste sowieso von „alleine“ in das Lokal gespült. Das wäre aber viel zu oberflächlich betrachtet, und außerdem würde es dem Konzept, der Idee und der Berufung von der Chefin völlig widersprechen. Man bedenke aber auch, jede Medaille hat auch immer eine Kehrseite, so hat man auf der Burg definitiv mit einem absolut saisonalen Geschäft zu kämpfen, und eine Warenbeschaffung ist auch nicht so einfach, wie für ein Wirtshaus mit normaler Infrastruktur. Am Wochenende ist hier oftmals das Zehnfache wie unter der Woche los – das erfordert gutes Management und durchgeplante Küchenlogistik. Darüber hinaus muss es bei den meisten Gästen „schnell, schnell“ gehen, da man dann und wann Burgführung, Greifvogelschau etc. besuchen will. Das ist mir sowieso völlig unbegreiflich, wie sich Menschen in der Freizeit freiwillig einen solchen Zeitstress aussetzen.

Was kann man also kulinarisch in der „Burgtaverne Kreuzenstein“ erwarten?
Vereinfacht gesagt ehrliche, bodenständige und wirklich selbst gekochte Speisen, die da und dort einen Bezug auf das Mittelalter oder die ritterliche Tafel erkennen lassen. Sei es hinsichtlich der Rezeptur oder in der gekonnt authentischen Speisenpräsentation in Form von Tongefäßen, Tonteller oder Holzplatten bis hin zum Kupferkessel. Selbst normaler Kaffee wird äußerst adrett und stimmig auf einem Metalltablett mit Ornamenten und einer kleinen Zuckerschatulle, ebenso gefertigt, serviert. In der „Burgtaverne“ gibt es genau ZWEI TK-Produkte: Pommes frites und Semmeln, die frisch aufgebacken werden – beeindruckend!

Die Speisekarte wechselt hier sehr häufig mit saisonalem Bezug und bietet daher viel Abwechslung bei jedem Besuch der „Burgtaverne“ – es gibt nur ganz wenige, wenn überhaupt, Fixpunkte in der Karte, und daher verzichte ich auf Fotos derselben, da sie sonst möglicherweise zu falscher Erwartungshaltung führen könnten. Eine aktuell gültige Speisekarte kann man vor einem Besuch sowieso auch jederzeit per Mail anfordern. Erwähnenswert sind in jedem Fall die derzeit angebotenen „Tavernen-Klassiker“: „Tavernen-Ripperl“(EUR 13,90 groß / EUR 10,90 klein) mit Honig-Curry-Chilimarinade, Bratkartoffeln, Knoblauch- und Cocktailsauce, „Z’fetzte Sau aus dem Räucherofen“ (EUR 14,90) im Dinkel-Feuerfleck mit Krautsalat, roten Grillzwiebeln und Knoblauchsauce sowie auch der „Linseneintopf“ (EUR 7,90), der im Kupferkessel mit Rostbratwürstel und einem Semmerl serviert wird. Das Angebot wird zusätzlich mit diversen Themen-Veranstaltungen wie „Steakabend“, „Stelzenessen“ oder die „Mittelalterliche Schweinerei“ ergänzt (siehe Veranstaltungskalender - als Scan hier eingestellt).

Über die wunderschöne Lage des Lokals muss man nicht großartig berichten, die Aussichten im Gastgarten sind in jedem Fall sensationell, sei es in Richtung der Burg Kreuzenstein oder dem Donautal entlang, über das Weinviertel bis in Richtung Wien. Im sehr einladenden und gemütlichen Gastgarten findet sich auch der recht großzügig dimensionierte Smoker, „Sag‘ niemals Griller zu ihm!“, der dann und wann für einen besonderen Schmaus angeheizt wird. Die Tische und Bänke sind aus stabilem und dickem Echtholz und sehr bequem. Das Lokalinnere wurde mit viel Liebe zum Detail in mittelalterliche Stuben (eine im Erdgeschoß, eine im Untergeschoß) verwandelt, ohne jedoch die üblichen, aus meiner Sicht für ein Restaurant unpassenden Waffen- oder Kriegsrelikte auszustellen – die kann man ja in der Burg besichtigen. Ein durch und durch gelungenes Interieur – das Lokal ist übrigens ein Nichtraucherlokal, und das ist bei der Anzahl an Besuchern auch gut so. Dass in der „Burgtaverne“ die Chefin und alle sonstigen Angestellten passend, als Mägde und Knechte, mittelalterlich gewandet sind, erwähne ich nur am Rande – irrsinnig sympathisch, originell und durchdacht.

„Doppelter Espresso“ (EUR 3,50) – wunderschön serviert, wie bereits erwähnt, auf einem mit Ornamenten verzierten, orientalisch anmutenden Metalltablett, einer ebenso verspielt geschmückten Metall-Zuckerschatulle und einem „Kekserl“ auf kleinem, passendem Teller. Der Kaffée selbst von sehr gutem Geschmack, durch die traditionelle Trommelröstung irrsinnig harmonisch und nicht scharf-bitter. Man verwendet übrigens Bio-Kaffeebohnen von Coffee-Circle (www.coffeecircle.com) – Fairtrade, 100% sortenreine Arabica Bohnen, bio-zertifiziert.

Das „Clausthaler Alkoholfreie“ (EUR 3,40 / 0,5l) wurde sehr gut gekühlt serviert und hielt im Tonkrug lange die erforderliche, kühle Temperatur. Schön wären andere alkoholfreie Biersorten anzubieten, da gerade das „Clausthaler“ eher eines der schlechteren Sorten ist. Das „Holunderblüten-Soda“ (EUR 1,90) war ausgezeichnet und nicht industrieller Herkunft.

Eine „Frittatensuppe“ (EUR 3,20) – sehr gute Rinderbouillon, der man es im Geschmack anmerkte, dass sie ordentlich gefertigt wurde ohne sie künstlich zu überwürzen. Die ebenfalls hausgemachte Frittaten waren etwas dicker und stärker, jedoch wunderbar flaumig und schmackhaft – ein glattes SEHR GUT hierfür, das „Ausgezeichnet“ nur durch die etwas zu laue Temperatur verpasst.

Einmal den „Linseneintopf“ (EUR 7,90), der im Kupferkessel mit Rostbratwürstel und einem Semmerl serviert wurde. Die Speisenpräsentation war hervorragend gelungen, der Linseneintopf wirklich sehr gut, ähnlich einem klassischen, kräftigen Bohnengulasch gewürzt. Ich hätte mir vielleicht noch etwas Speck als zusätzlichen „Räuchergeschmacksbringer“ gewünscht, aber das ist meine persönliche Meinung. Ein glattes SEHR GUT, wobei hier das „Ausgezeichnet“ durch die für mich nicht originelle Beilage, das Semmerl, nicht erreicht wurde. Mein Wunsch wäre es, eine authentischere und rustikalere Brotflade, vielleicht ein dem Pitabrot ähnliches Gebäck oder ein deftiges Schwarzbrot zu servieren.

Einmal aus dem Tagesangebot den „Grillspieß vom Rind mit Gemüse, Knoblauchsauce, Reis und Krautsalat“ (EUR 12,90) – Ein Spieß mit wunderbaren Grillröstaromen, von sehr guter Fleischqualität wurde in großzügiger, ausreichender Portion serviert. Das Gemüse war sehr schmackhaft und frisch (Zwiebel, Paprika, Zucchini), die Knoblauchsauce harmonisch abgeschmeckt und hausgemacht, der Krautsalat sehr gut und der Reis tadellos gekocht und nicht geschmacklos. Ich gebe dem Gericht gerne ein wohlverdientes SEHR GUT, wobei hier das „Ausgezeichnet“ nicht erreicht wurde, weil man beim Rind mutiger sein und es nicht durchgaren sollte.

Zum Abschluss musste ich einen „Osmanischen Grießkuchen mit Zitrone und Kokos“ (EUR 2,90) probieren, der so richtig nach „selbst gebacken“ schmeckte. Gute Zutaten, geschmacklich ausgewogen und nicht zu süß, kennt doch gerade die Osmanische, jetzt Türkische Küche, das Durchtränken von Kuchen mit zuckersüßem Sirup. Ein glattes SEHR GUT, das „Ausgezeichnet“ verhinderten die, allerdings zu bereits fortgeschrittener Stunde, etwas trockeneren Kuchenränder – möglicherweise wäre es ratsam, das Kuchenstück unmittelbar vor dem Servieren erst zu tränken.

Für die Speisen gebe ich in Summe gerne und wirklich verdient ein glattes SEHR GUT. Am „Ausgezeichnet“ ist man nur wegen Kleinigkeiten da und dort vorbeigeschrammt. Die Küche bietet ordentliches, schmackhaftes, frisches und der Saison angepasstes Essen, das so manchem „echten“ Restaurant gut stehen würde. Für ein Ausflugsrestaurant eine fast schon sensationell tolle Qualität, jedoch ohne dem oft an solchen Ausflugsorten gebotenen üblichen Nepp. Die Bierauswahl aus der Hirter Brauerei ist sehr gut, besonders erwähnenswert finde ich auch das eigene, an historischen Rezepten angelehnt gebraute Bier, das „Kreuzensteiner Burgbier“. Obergärige Biere werden aus der mir bis dato unbekannten Brauerei, der „Bierzauberei“, angeboten (www.bierzauberer.info/wb).

Das Ambiente ist ein glattes „AUSGEZEICHNET“ wert. Ein sehr tolles Konzept zum Thema „Burgtaverne“ wurde bis ins letzte Detail mit viel Liebe und Hingabe, die beim Gast spürbar ankommt, umgesetzt. Ein sehr hoher Wohlfühlfaktor und ein Vergessen des Alltages sind in der „Burgtaverne“ gewiss. Die Toiletten sind den ganzen Tag über, trotz heftiger Beanspruchung, sauber und gepflegt. Der für Schulklassen und Kindergruppen angebotene „Jausenbereich für selbst mitgebrachte Jausen“ bringt der „Burgtaverne“ noch einen großen Sympathiepunkt mehr.

Auch beim Service bleibt mir gar nichts Anderes übrig, als die Höchstnote, „AUSGEZEICHNET“, zu vergeben. Ein durch und durch engagiertes Team ist hier am Werk. Mit dem sehr netten Personal kann man scherzen, lachen, plaudern und sie behalten selbst bei überfallsartigem Ansturm (z.B. nach jeder Burgführung,…) ihre Freundlichkeit – der Service-Crew macht die Arbeit offensichtlich Spaß! Vom ersten Augenblick an, ist man auf der „Burgtaverne“ ein gern gesehener Gast. Dass man hier sofort per „Du“ ist, gehört unbedingt zu dem so erfrischend menschlichen Umgang zwischen Gast und Service.

Die Chefin, Katharina Lukas, ist sowieso ein Thema für sich, merkt man doch permanent, dass sie mit Leib, Seele, Freude und Enthusiasmus dabei ist. Als ich mit ihr über dies und das betreffend ihr Lokal plauderte, da glitzerten und strahlten ihre Augen, wie wenn sie von ihrem Kind erzählen würde. Das ist für den Gast derart erfrischend, so etwas erleben zu dürfen, weil es leider in der Gastronomie eben so selten vorkommt.

Fazit: Endlich kann man wieder einen ganzen Tag auf der Burg Kreuzenstein verbringen: Frühstück oder Gabelfrühstück in der „Burgtaverne“, Burgbesuch, Greifvogelschau und ein lukullischer Abschluss wieder in der „Burgtaverne“ – so könnte ein toller, ereignisreicher und erholsamer Tag aussehen. Aber selbst für eine extra Anfahrt zur „Burgtaverne“ gäbe ich eine Empfehlung – man würde nicht enttäuscht nach Hause fahren. Auch für Feiern und Feste jeglicher Art steht man hilfreich zur Seite – im Prinzip ist fast alles mach- und vereinbar, Katharina Lukas ist diesbezüglich sehr flexibel. Allerhöchster Wohlfühlfaktor gepaart mit Urlaubsgefühlen und einem lukullischen Genuss, dazu hat sich für mich die „Burgtaverne Kreuzenstein“ seit 2013 gemausert - BRAVO! Wir kommen sicher wieder!
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am 01.12.2013
BONZO1
Silver Level 8
21
3
2Speisen
3Ambiente
3Service
Achtung: Diese Bewertung ist die subjektive Darstellung eines Gastes

Wia schauts aus:
Rustikal, es fehlt gut ausgesuchte „Burg-Deko“ ( zB: etwas in Richtung Rüstung, Waffen oder alte Küchengeräte)

Speisen:
Die Getränke in den Tonkrügen originell, aber mir ein wenig zu dick am Mund.
(Auf Wunsch gibt es auch Gläser)

Das WIENER SCHNITZEL VOM SCHWEIN, sehr gute, knusprige Panade. Der dazu gereichte Salat schmeckt ein wenig fad. Der Erdäpfelsalat zu grob geschnitten, der Rotkrautsalat würde mit etwas Orangensaft und einem guten Sesamöl ein „Kracher“ sein, die Maiskörner mit Mayo-Sauce konnte nicht überzeugen und der grüne Salat war schlecht gewürzt. 3 Punkte

Der SCHWEINEBRATEN MIT KRAUT UND KNÖDEL, ich habe das Gefühl als wäre der Braten schon aufgeschnitten auf einem Buffet gestanden, vielleicht war ich ja auch nach dem Event von der Testerin LEXXAL da. Diese Annahme beruht auf dem ersichtlichen ca. 1,5cm eingetrockneten Rand bei beiden Fleischstücken. Desweiteren ist das Fleisch extrem trocken und zerfällt bei der kleinsten Berührung. Das Kraut nicht gebunden und geschmacklich so lala. Bei den Serviettenknödel (wenn Knödel auf der Karte steht erwarte ich normalerweise einen runden Knödel, der ja auch viel besser in die Ritter.- und Burgenzeit passt) habe ich wieder das Gefühl ich esse etwas Übergebliebenes. Die beiden Scheiben sind unterschiedlich groß, man hat sie angebraten und sie sind ein wenig schwammig. Geschmacklich überwiegen die Röst-Aromen vom anbraten. Der Kümmelsaft schmeckt gut, kann aber die Punkte für das Gericht auch nicht retten. 1 Punkt

Service:
Das Outfit der Chefin passt zur Burg, man hat sich Gedanken und wahrscheinlich auch ein Konzept gemacht. Auf die Karte haben sich aber nur Klassiker der 0815-Küche verirrt. Es stellt sich mir die Frage ob man mit so wenig WOW-Effekt an so einem exponierten Stelle überleben kann. In der nahen Kurvenbar bekomm ich nahezu die selben Speisen.
Auch die Preise scheinen mir angesichts des Gebotenen zu teuer ( G´spritzer €2,50, Himmbeer-Soda €1,90, Kl. Brauner €2,10, Schankwein 1/8l €2,20)
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11 Kommentare »
Letzter Kommentar von am 22.05.2014 um 10:49
HelmuthS
naja die Presie san ok, passen also zu deiner bewerteten Qualität :-)
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am 24.11.2013
Experte
lexxal
Platinum Level 18
48
6
5Speisen
5Ambiente
5Service
6 Fotos 1 Check-In
Nach einer grandiosen Firmenfeier auf der Burgtaverne muss ich hier meine Meinung kund tun :-)

Wir in etwa 50 Personen fielen Freitag Abend (natürlich reserviert) in der Burgtaverne ein. Angereist mit dem Bus und schwer motiviert :-)

Als Begrüßung gab es im Freien Punsch mit Blick auf die wunderbar beleuchtete Burg. 2 verschiedene Sorten, ein kräftiger Früchtepunsch sowie eine süßliche Orangen - Malibu Kreation. Für die Romantik gab es ein wunderbares Feuer sowie einen stilechten Musikanten mit Dudelsack, Flöten & Co. - Super start !

Später wurden wir in die warme gute Stube hereingebeten. Uns erwarteten in etwa 5 abgegrenzte Abteile für je 6 Personen sowie in der Mitte eine große lange Tafel. ALLE Tische sind aus Echtholz - nicht lackiert nur mit Öl eingelassen. Die Abteile sind mit Holzbrettern / Stämmen wie aus einer alten Scheune getrennt, an den Fenstern erwarten uns stilechte Vorhänge sowie zum Genre passende Lampen. Ebenfalls das Personal ist angemessen gekleidet und äußerst freundlich.
Ebenfalls zu erwähnen, das ganze Geschirr ist aus Ton - die Suppenschüssel, Teller, Krüge, Wein"gläser", Wasserbecher & co. Zusätzlich wird extra für die Taverne aus einer österreichischen Brauerei (Bierzauberei) Bier gebraut - in wiederverwendbaren Flaschen die in der Brauerei neu befüllt werden. Alle Biere sind Spezialitäten und einzigartig. Auch ein Maß für nicht ganz 7€ wird hier angeboten, aktuelles Weihnachtsspecial ist der Spekulatius-Ale, mit Orangen, Zimt und Kardamon. Speziell für die Taverne wird das "Burgbier" gebraut

Als Starter fanden wir am Tisch warme Laugenbrezen mit absolut anti-vampir tauglicher Knoblauchsoße.

Unser Menü bestand aus 2 Suppen in 2 großen Tontöpfen an jedem Tisch, eine dicke Hühnersuppe und eine SEHR kräftige Rindssuppe, dazu selbst gemachte Fritatten und Bröselknödel. Alle Maggiefans werden hier Freude haben - da sie es nicht benötigen werden. Ich habe noch NIE so eine starke schmackvolle Rindssuppe in einem Lokal gegessen. Die Hühnersuppe war "wie bei Oma". Dick, kräftig, schmackhaft, feine Fleischstücke - perfekt für den kommenden Winter.
Weiter ging es mit Backhendl im Heukörberl sowie einer Mega Stelze - zu unserer Freude mit Fuß !
Aus geheimer Quelle erfahren, weiß ich dass unsre Stelzen schon seit in der Früh im hauseigenen Smoker auf Ihre Verzehrung vorbereitet werden.
Das Backhendl war saftig, absolut nicht trocken, die Panier war kross und schmackhaft, nicht fettig und absolut perfekt. Die Stelze... mhhhhhhhhh.... ein TRAUM. selten so eine knusprige Kruste gehabt :-) Das Fleisch innen dank des langen Räucherungsprozesses saftig und im Geschmack traumhaft. Außerdem ein absoluter Hingucker sowie ein Spezialspaß durch das mögliche Sezieren der Zehen für uns :-))) Dazu gab es Krautsalat, Senf, Kren und super Kartoffelsalat. Ausreichend Zwiebel, gut durchzogen, die Erdäpfel genau richtig durch.

Nach einer ausreichenden Pause wurde uns noch Maronimus mit Früchtegelee gereicht, wohl gemerkt gut angesoffene Kirschen ;-) Uns wurde ausreichend Wasser, Wein und Bier zur Verfügung gestellt, ebenfalls war immer eine Servicekraft zur Stelle sobald etwas am Tisch zu Ende ging. HUNGRIG geht dort niemand heim !!!!

Als Abschluss gönnten wir uns noch Café, einfach weil das Café-Service schon eine Bestellung wert ist :-)
Ebenfalls kann auch Schnaps bestellt werden - z.B.: Walderdbeere (was doch ziemlich selten ist), welche äußerst mild aber geschmacksintensiv war.
Die tolle musikalische Untermalung durch den "Spielmann" - "Anulf das Schandmaul" sorgte für einige gute Lacher und vervollständigte das Ambiente des Abends - außerdem erfuhren wir äußerst viel über diverse Instrumente und ich sah zum 1. Mal einen Mann 3 Blockflöten gleichzeitig spielen !! :-))))

Ich finde das Konzept dieser Neuübernahme geht vollkommen auf ! Hier wurde an ALLES gedacht und keiner kommt zu Kurz. Ich hoffe das Personal behält sich seine Freundlichkeit und Motivation noch viele Jahre.

Dieses Lokal verdient seit einigen besuchten Lokalitäten endlich mal wieder 5 Sterne in allen Bereichen, für Kreativität, Menschlichkeit und Authentizität gibt es noch mal extra Punkte.
DANKE für diesen besonders tollen Abend, wir kommen auch ohne Firmenevent ganz klar wieder, mit oder ohne Burgbesuch :-)
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3 Kommentare »
Letzter Kommentar von am 25.11.2013 um 13:33
adn1966
Stimmt, es ist auch ein tolles Konzept, umgesetzt von sehr engagierten, jungen Leuten. Ein Besuch ist definitiv empfehlenswert, vor allem in der wärmeren Jahreszeit, wenn man im Garten sitzen kann!
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am 16.10.2013
MarkusKoch
1
1
4Speisen
5Ambiente
5Service
Kurzer positiver Erfahrungsbericht zur Burgtaverne.

Ich kannte die alte Burgtaverne, da ich nicht weit davon wohne und so auch meine Kindheit in dieser Umgebung verbracht habe. Es war nie aufregend gewesen.

Seit der Neuübernahme hat sich das dramatisch verändert. Die Atmosphäre ist unschlagbar, so direkt unter der Burg war es schon immer ansehbar, aber mit dem Holzausbau und den wundervollen Dekorationen kann ich sogar als Mann sagen, einmalig - wow.
Und dazu kommt erstmals ein Service der freundlich, bemüht und zuvorkommend ist. Egal ob man einen Platz sucht, Hunger hat oder nur seinen Durst am prima Bier des Bierzauberers stillen möchte.
Und dann noch das Essen mit der stetig wechselnden Speisekarte. Es war nicht mein erster Besuch bei Euch und definitiv auch nicht mein letzter Besuch. Einfach toll, weiter so!
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am 15.10.2013 | Letztes Update am 22.10.2013
mariechen1
Basis Level 3
9
1
5Speisen
5Ambiente
4Service
Jetzt will ich euch nun auch nicht Erlebtes vom Wochenende vorenthalten:

Endlich einmal: Mein Kind „an den Mann gebracht“ ;-) Ich freue mich auf ein schönes Treffen mit einer lieben Schulkollegin, die ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe. „Was mach ma?“ „Kaffeetrinken irgendwo?“ „Geh bei dem schönen Wetter – geh ma spazieren!“ Na großartig, ich Kinderwagengeschädigte soll schon wieder spazieren gehen – aber so ist das nun mal mit den Wiener Stadtkindern, kaum blitzt die Sonne hervor, schon werden die Wanderschuhe ausgepackt und raus auf’s Land ;-) Da ich aus Korneuburg komme, fällt mir spontan die Burg Kreuzenstein als Ziel ein. Wir treffen uns also am Leobendorfer Banhof, wo ich mein Auto stehen lasse und wir marschieren Richtung Burg. Und ok, ich geb’s zu: so schlecht war die Idee mit dem Spaziergang nicht – er dauerte ca. 30 Minuten und wir wurden mit einem wunderschön herbstlichen Blätter-Lichtspiel im Wald belohnt.

Jetzt erreichten wir den großen Parkplatz vor der Burg– oje. Den Einfall „ab in die Natur“ hatten wohl nicht nur wir. Nach dem letzten kleinen Stückerl zur Burg erblickten wir eine größere Gruppe – ein Sektempfang war hier anscheinend im Gange und eine Kellnerin im mittelalterlichen Outfit ging mit dem Tablett durch. Oh ja – jetzt etwas trinken, eine Kleinigkeit essen, gute Idee!
Nach einem Rundgang um die Burg steuerten wir also das Lokal an, also hinein in die gute Stube.

Und Stube ist hier wirklich der richtige Ausdruck: alles aus Holz, viele liebe Nieschen zu sitzen, entzückende Vorhänge, viele Kerzen. Doch nun standen wir da mit unseren roten Backerl: mit dem Einfall einzukehren, waren wir anscheinend leider auch nicht alleine. Alles gesteckt voll. Seufz! Wir wollten schon umdrehen, als eine Kellnerin (wieder in mittelalterlichem Gewand) und mit einem knappen: „Grüß Gott, bitteschön!“ begrüßte. „Haben Sie noch ein Platzerl für 2?“ Sie hielt sich Ihre Feder an die Nase (noch war mir unklar, was diese Feder sollte) blickte durch die Runde und zeigte dann zielsicher auf einen Tisch am Fenster „die Herrschaften dort drüben haben soeben bezahlt!“ Sie bat uns kurz zu warten und tatsächlich standen die Leute auch gerade auf. Wir also sofort hin.

Super! Ein Tisch mit Aussicht noch dazu. Leider sah der Tisch noch ziemlich aus (hier hat wohl das Kind gewütet). Wir zogen uns aus, schoben das schmutzige Geschirr an den Rand und studierten die Karte. Währenddessen kamen aber plötzlich weitere Kellnerinnen – begrüßten uns flink und räumten ebenso schnell den Tisch ab. Nach der Bestellung fragten sie aber nicht. Das übernahm dann etwas später die Dame mit der Feder – und nun wußte ich auch, wozu diese gut ist: zum Eintippen der Bestellung in das mobile Gerät. Witzig diese Kombi von Altem mit der Technik.

Ich entschied mich wie fast immer für einen Apfelsaft gespritzt und meine Begleiterin für ein Granatapfelsoda. Wir bekamen beides nach kurzer Zeit in Tonkrügen serviert – sehr originell und ich glaube das erste mal, dass ich etwas im Tonkrug in einem Restaurant bekommen habe. Und auch hier der Apfelsaft sehr lecker (ich mag überhaupt, dass viele Gastronomen nun auf den naturtrüben Apfelsaft im Allgemeinen umsteigen!). In der Karte stand unter anderem ein „Altwiener Backfleisch“ (13,90) – keine Ahnung was das ist. Die Kellnerin erklärte es mir aber geduldig: „Ein gekochtes Rindfleisch mit Senf und Kren eingeschmiert und wie ein Schnitzerl herausgebacken“. Das ganze auf Erdäpfl-Vogerlsalat – ja, das nehm ich! Meine Begleitung war begeistert, dass es hier auch einiges für Vegetrarier gibt und entschied sich für das in der Karte sogar ausgewiesene vegane Kürbisgulasch aus dem Kupferkessel mit Gebäck (6,90). Und machen wir’s kurz: lecker war’s! Fleisch zart mit knuspriger Panier, Erdäpflsalat geschmacklich einwandfrei und eindeutig hausgemacht und der Vogerlsalat war hald ein Vogerlsalat. Auch meiner Freundin hat es sichtlich geschmeckt.

Was meine Freundin sich auch gerne schmecken hätte lassen wollen war die Zigarette nach dem Essen, aber kein Aschenbecher auf den Tischen – das gesamte Lokal ein Nichtraucherbereich. Schön für mich (gibt nix schlimmeres als in einem verrauchten Lokal zu essen)! Ich begleitete sie gerne mit vor die Türe wo Aschenbecher auf der Terrasse bereit standen (eine große Terrasse mit rustikalen Holzmöbel – im Sommer muss es hier auch sehr schön sein.) Die Aussicht auf die märchenhafte Burg konnten wir so nun auch genießen.
Wir setzten uns wieder hinein und plauderten eine Weile.

Mit dem Kaffee wollten wir noch warten, weil wir so voll waren. Das Lokal hatte sich mittlerweile etwas geleert wie uns jetzt auffiel. Doch gerade als wir unseren Kaffee bestellen wollte, strömten plötzlich wieder eine Menge Leute herein. Die Mädls der Burgtaverne hatten nun wieder alle Hände voll zu tun. Aber auch zu mir kam nach einiger Zeit die Federdame wieder vorbei und fragte, ob sie uns noch etwas bringen dürfte. Als wir eben den Kaffee bestellen wollte meinte sie aber, dass sie uns gerne einen Kaffee bringt, wir allerdings leider etwas warten müssten – die benachbarte Adlerwarte hatte gerade ihre Show beendet und alle Gäste hätten nun gerade Kaffee bestellt. Daher dauert es etwas. Wir waren daher schon in Stimmung den Kaffee wieder abzubestellen und um die Rechnung zu bitten – doch die junge Frau war geschickt und beteuerte, dass es sich lohnen würde auf diesen Kaffee zu warten. Bio, fairtrade Kaffee aus Wäldern statt von Plantagen gepflückt. „Und er wird euch nicht nur schmecken, sondern ganz bestimmt auch gefallen!“. Das machte uns jetzt doch neugierig. Den „Supi-Dupi-Kaffee“ wollten wir dann doch haben und blieben sitzen.

Trotz der Wartezeit (deshalb hier ein kleiner Punkteabzug) war es die richtige Entscheidung auf den Kaffee nicht zu verzichten; die Melange im Tonhäferl auf einem orientalisch verzierten Metalltablett mit eigener Zuckerdose (!!!) und Tellerchen mit Kekserl, sowie einem Glas Wasser. Die Kitschtante in mir schlug Purzelbäume! Und geschmeckt hat er obendrein auch wirklich sehr gut.
Mein schönes Gespräch mit meiner alten Schulkollegin nahm so seinen Lauf und irgendwie blieben wir dann einfach dort oben „picken“.

Es war so gemütlich, dass wir uns dann entschlossen, dem Sonnenuntergang mit einem guten Glaserl Riesling noch weiter beizuwohnen.

Die Familien gingen nun langsam, die Abendgäste kamen, manche Gäste saßen noch so wie wir bei Ihrem Getränk. Die Kellnerinnen waren nun damit beschäftigt, die Gäste im unteren Raum zu bewirten und trugen große Suppenschüsseln und Holzplatten voll mit Allerlei an uns vorbei. Die Herren am Nachbartischmit ihren Bierkrügen beschwerten sich spaßig ganz fürchterlich, welch Folter das sei, wenn die Platten so an ihren Nasen vorbeigetragen werden. Aber so erfuhren wir: Stelzen gibt’s auf Vorbestellung.

Die Kellnerinnen sind weiterhin immer wieder bei uns vorbeigekommen und nachgefragt, ob auch alles bei uns passt. Das tat es – gegen Abend war es direkt ein wenig familiär in der Stube. Meinen nächsten Besuch werde ich auf diese Tageszeit verlegen!


Alles in Allem: sehr zu empfehlen, allerdings sollte man auf die Stoßzeiten von Burg und Adlerwarte achten. Einen Tisch hier zu bestellen ist auf keinen Fall ein Fehler! Abends und wahrscheinlich unter der Woche, wenn nicht gar so viele Ausflügler unterwegs sind ist wahrscheinlich die beste Zeit für einen Besuch.
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Letzter Kommentar von am 22.10.2013 um 10:48
mariechen1
Absätze hab ich grad eingefügt - wusste nicht, dass das im Nachhinein noch funktioniert. Ich hoffe, so passt's jetzt für die Leser :-)
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am 21.09.2013
Heger
1
1
5Speisen
5Ambiente
5Service
Sehr freundliche, kompetente und flotte Bedienung. Man sieht - arbeit macht Spaß.
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Letzter Kommentar von Unregistered am 26.09.2013 um 20:56
Auch ich sehe solche Minireviews als AD on zu den anderen.

Wenn kein Admin oder Verantwortlicher die Beiträge löscht, denke ich sie sind von den Seitenbetreibern zumindest toleriert. Dann sollten die User nicht unfreundlich darüber urteilen.

Gegen sachliche Kritik ist ja nichts zu sagen, aber wieso muss es denn so oft auf eine sehr unschöne Ebene wandern? Man sollte doch meinen kultivierte Menschen können das anders.
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am 22.08.2013
Experte
Gourmeuse
Platinum Level 19
51
12
3Speisen
4Ambiente
4Service
2 Fotos
Angeregt durch den positiven Bericht von adn1966 (dankeschön dafür!) wieder einmal einen Ausflug zur Burg Kreuzenstein gemacht.

Die Burg kennt wohl jeder, der zumindest auf der A22 unterwegs war; sie ist für mich eine der schönsten Burgen, und sowieso immer einen Ausflug wert. Falls es jemand nicht weiß: Es gibt dort auch eine Greifvogelschau. Die Burg selber ist aufgrund von Filmaufnahmen Juli und August gesperrt, man kann aber nach wie vor den Rundgang um die Burg herum machen. Der Parkplatz unterhalb der Festung ist wie gehabt nutzbar, nach einem kurzen Fußweg bergauf ist man auch schon bei der Schlosstaverne.

Das erste, was mir auffiel, war der Geruch, der vom Rauchofen (neudeutsch: Smoker) ausströmte. Na, wenn das keinen Appetit macht! Die Servierdamen in ihrer niedlichen mittelalterlichen Kleidung waren das Nächste. Der Gastgarten lädt ein, mit grob gezimmerten Bänken, wahlweise mit oder ohne Lehne, im Schatten oder eben nicht. Auf dem Tisch bereits die Speise- und Getränkekarten sowie das Besteck mit ordentlich scharfen Messern und Papierservietten, hübsch aufgelegt in einer metallenen, flachen Schale.

Auf den Kreidetafeln die Tagesgerichte: Geräucherte Ripperl mit rotem Krautsalat (oder roten Grillzwiebeln, mein Gedächtnis...?) um € 12,90, Bohnengulasch im Kessel um € 6,90 und Schwammerlsauce mit Knödel um € 10,90.

Nach dem Platz nehmen – schöner Tisch mit Kreuzenstein zur Linken und Blick Richtung Donau zur Rechten – kam auch schon ein Burgfräulein mit der Frage nach Getränkewünschen. Ein großer Almdudler, Ribiselbeersoda und zum Kosten ein Glaserl Met (4cl um € 1,90). Witzigerweise werden diese elektronischen Handbestelldingsdas verwendet, aber die Speisen werden mit Gänsefedern eingegeben. Neu trifft Alt, ich mag das! Zu Essen gab’s dann für mich das Bohnengulasch (meine Schwäche für Pfännchen und Co wieder mal), und Ripperl mit Bratkartoffeln und Saucen. Zuerst orderten wir die geräucherten Ripperl, woraufhin uns das Servierfräulein (man verzeihe mir den veralteten Ausdruck, aber es bietet sich hier so an) netterweise darauf aufmerksam machte, dass diese Ripperl eher fettiger seien, daher unser Umschwenken auf die „normalen“ Ripperl.

Nach kürzester Zeit war alles da, Getränke zuerst, Almdudler und Soda im Tonkrug (nett!), der Met süß und leicht alkoholisch schmeckend im Abgang. Die Bratkartoffel knusprig und gut, die Ripperl sehr gut. Das Fleisch ging leicht vom Knochen, bei der Marinade schmeckte ich Curry heraus, und sie waren leicht süßlich, ich nehme an, es war auch Honig dabei. Meine Bohnen waren teilweise zu hart für meinen Geschmack, dafür war die Schärfe seeehr hintergründig. Beim ersten Bissen merkt man nichts, beim zweiten denkt man sich: Naa? Und beim dritten: Na hoppla, würzig!

Leider standen die gerühmten Brote, auf die ich mich eigentlich gefreut hatte, nicht auf der Karte, dafür sind die Gerichte aus dem Rauchofen wohl sehr beliebt. Wir waren so um 13:00 dort, und die „Z’fetzte Sau“ gab es leider nicht mehr. Dafür halt die üblichen Verdächtigen wie Schnitzel und Würstel, dazu Rindsuppe, ein Linsengericht, Laugenbrezerl mit Sauce, Rindfleischsalat etc. Fündig wird wohl jedermann.

Allein für die ausgefallene Bierkarte lohnt sich das Wiederkommen; für die Aussicht und das Rundherum sowieso. Hier werden Biere einer kleinen Brauerei aus Brunn/Gebirge angeboten, die ich sonst noch nirgendwo sah. Das „Kreuzensteiner Burgbier“ würde mich reizen; ist mit € 5,90 das Krügerl zwar nicht günstig zu nennen, aber - was soll’s. Ansonsten gibt’s Hirter, wenn ich mich recht entsinne.

So, ich hoffe, ich habe nicht zuviel wiederholt, was schon im Bericht von adn1966 stund, aber ich habe seine Review extra nicht noch einmal gelesen, wegen der Unvoreingenommenheit.
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Kommentar von ein Nachbar am 24.08.2013 um 15:15
war gestern aufgrund des positiven Berichtes dort, kann dem nur zustimmen und die "Z'fetzte Sau" ist jedenfalls einen weiteren Besuch wert !
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via Handy am 02.08.2013
StriM
1
1
5Speisen
4Ambiente
4Service
Leider ist die Burg gesperrt aber die Taverne war offen und hat viele Schatten platzerl, sehr nette Bedienung und das Essen ist ausgezeichnet. Sehr zu empfehlen.
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Kommentar von am 02.08.2013 um 21:42
hautschi
StriM: Warum wohl hat die unten stehende Bewertung 23 Hilfreich und deine in kurzer Zeit 7 Nicht Hilfreich? Vielleicht ist doch etwas mehr Information gefragt .....
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Diese Bewertung wurde von anderen Testern empfohlen.
am 02.04.2013
Experte
adn1966
Diamond Level 22
58
41
4Speisen
4Ambiente
4Service
9 Fotos 2 Check-Ins
Am Ostermontag fuhren wir mit der Liebsten, einer Freundin und deren neunjähriger Tochter zur Burg Kreuzenstein, um der jungen Dame zu zeigen, wie die Rittersleut’ damals so gelebt haben. Leider weigert sich der Frühling immer noch, seinen Dienst anzutreten (Frohe Ostern, - Frozen Ostern?) und auch die durchaus interessant gestaltete Führung durch die Burg hatte etwas von einer Wanderung durch eine Gefriertruhe. Als wir am Ende der Führung die Burg verließen, sahen wir fröstelnd und nach Wärme gierend die Burgtaverne, gleich gegenüber dem Eingang zur Burg.

Vor dem Lokal stand einladend so etwas wie eine große Bodenlaterne, in der offenes Feuer knisternd angenehme Wärme verbreitete, - also nichts wie rein in die Taverne.

Nun ist es ja so, dass Lokalitäten, die sich in unmittelbarer Nähe zu einer vielbesuchten Sehenswürdigkeit befinden, meist die größten Touristenfallen sind. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, diese Lokale eher zu meiden und im nächstgelegenen Ort nach etwas mehr Authentischem zu suchen. Hier sollte es ganz anders sein.

Das Lokal ist eine Neuübernahme, seit gerade einmal einer Woche offen, und man sieht noch, dass zum Beispiel der Umbau des geplanten Gartens für den Sommer noch in vollem Gange ist. Man betritt das Lokal und ist gleich einmal äußerst angenehm vom Ambiente überrascht. Urig, stimmig, mittelalterliches Flair einer Burgtaverne, ohne kitschig zu sein. Viel naturbelassenes Holz, massive Tische, dicke Kerzen auf den Tischen, alles sehr einladend und gemütlich.

Das Personal (bestehend aus der Besitzerin, ihrem Bruder und seiner Frau) ist stilecht in mittelalterlichen Gewändern gekleidet, allerdings dezent und authentisch, nicht wie in einem Themenpark oder in einer „Touristen-Ritterstube“. Nein, nein, alles sehr dezent und geschmackvoll.

Das Lokal hat etwa 15 Tische, eine Schank und einen alten, eine angenehme Wärme verbreitenden Ofen in der Stube. Es ist ein Nichtraucherlokal, geraucht wird draußen vor dem offenen Feuer der oben erwähnten Bodenlaterne oder eben im Sommer im (derzeit noch in Bau befindlichen) großen Garten.

Es ist kein „großes“ Restaurant, eher eine Einkehr, ein Ausflugslokal, das kleine, aber feine Schmankerl und Getränke bietet. Leider hatten wir vor dem Burgbesuch bereits im Ort unter der Burg zu Mittag gegessen, daher kann ich nicht allzu viel über die Speisen berichten. Ein Update wird folgen, großes Kapitänsehrenwort.

Auf dem Tisch liegen 2 Karten, eine Speisekarte mit urigen Schmankerln wie Verhackert’sbrot, Eierspeis’brot, Frankfurter, aber auch saures Rindfleisch und Mozzarella werden angeboten. Es gibt auch Krautfleckerl und Schnitzel, für den süßen Gusto finden sich zwei Sorten Palatschinken (Marillen und Powidl). Als Getränke werden Kaffee, Tee, alkoholfreie Getränke, sowie je ein Weiß- und Rotwein gereicht. Die zweite Karte beschäftigt sich ausgiebig mit dem Thema Bier, es gibt eine gute Auswahl an Bieren (Trumer, Murauer, Hirter, ...), aber auch eine, wie sie sich nennt, „Bier-Zauberei“, ein Bio Bier, das in kleinen Mengen (200 l) biologisch und nachhaltig in Brunn am Gebirge hergestellt wird. Sehr sympathisch, - wird im Garten verkostet werden, wenn die Temperaturen wieder etwas normaler und der Jahreszeit entsprechend sind.

Der Service ist überaus freundlich, es wird oft nachgefragt, ob denn alles zur Zufriedenheit sei, und immer wieder ergeben sich kleine Gespräche mit den drei netten, jungen Leuten, die diese Taverne betreiben. Man spürt den Enthusiasmus, die Freude darüber, hier etwas Kleines, aber Feines schaffen zu wollen, ohne Kitsch, dafür mit Geschmack und Stil, und ohne auf Gemütlichkeit verzichten zu müssen. Noch ist nicht alles im Service ganz eingespielt, aber das ist auf Grund der Tatsache, dass die Taverne erst vor einer Woche geöffnet hat, verständlich und verzeihbar.

Wir hatten Tee mit Zitrone, sehr ansprechend in einer Tonkanne und Messingschalen serviert (siehe Fotos), Frankfurter (gut), ein Laugenbrezl mit Knoblauchdip (sehr gut), guten Espresso (ebenfalls sehr stilvoll analog zum Tee serviert), sowie Weiß- und Rotwein (im Tonrömer kredenzt). Der Rotwein schwächelte ein wenig, wobei mir Theo, der Bruder der Besitzerin, versprach, an der Weinauswahl würde noch gearbeitet. Grad’ eröffnet und so.

Die an den Nebentischen servierten Brote (große Brote, auf Brettln angerichtet) sahen allesamt sehr, sehr einladend aus, beim nächsten Besuch werden wir jedenfalls hungrig hinfahren.

Ich kann mir wirklich vorstellen, dass dieses Lokal ein tolles Ausflugsziel werden wird. Vom Garten hat man eine sehr schöne Aussicht über Korneuburg, das Donautal bis nach Wien, neben dem Garten thront die Burg. Vor meinem geistigen Auge sehe ich uns gern lang dort sitzen und die kleine Zeitreise ins Mittelalter bei Bier, Schmankerl und Wein genießen.

Hut ab vor einem engagiertem Team, das hier versucht, einen stilvollen Kontrapunkt zu den oft faden und überteuerten Jausenstationen, die man üblicherweise im Schatten von Sehenswürdigkeit findet, zu setzen. Die Preise sind äußerst moderat, die Öffnungszeiten durchaus ambitioniert: 7 Tage in der Woche ist von 09:00 bis 18:00 geöffnet, Freitag und Samstag sogar bis 22:00.
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2 Kommentare »
Letzter Kommentar von danawien am 17.05.2013 um 17:09
wir waren heute dort, auch sehr angenehm überrscht: keine touristefalle !!!, schönes lokal, freundliche Bedienung, gutes essen, nicht euer. sehr zufrieden :-)
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Bewertet am 02.04.2013
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