Nach langem hin und her – wohin zum Mittagsbuffet und auch auf Grund der Nähe, haben wir uns heute zum Besuch der Arbachmühle entschieden.
Mittagsbuffet „all you can eat“ ist in der Arbachmühle von 11.30 bis 14.00 Uhr – pro Person EUR 6,50.
Eintreffen um 12.30 Uhr. Alles besetzt bis auf einen einzigen Tisch im Gastgarten, welcher jedoch in der prallen Sonne war. Wir wurden freundlich begrüßt und es wurde uns sofort versprochen, einen Schirm zu organisieren. In der Zwischenzeit wurde dann aber ein sehr schöner Tisch unter den großen Schirmen frei – super Platz.
Der Tisch wurde sofort für uns abgeräumt, nach den Getränken gefragt und ob wir Buffet-Essen oder A‘la Carte.
Wir bestellten die Getränke: 1 kl. Fl. Mineral still (EUR 2,00), 1 Fl. Kaiser Malz (EUR 3,20).
Vom Buffet hatten wir:
1 Rindsuppe mit Nudeln – sehr kräftig und gut; 1 Zwiebelsuppe – sehr gut aber die Einlage (Käseecken) waren gerade aus (kamen später wieder).
1 Schweinsbraten, Serviettenknödel und Sauerkraut – sehr gut
1 Broccoligratin – interessante Variante (mit Kartoffeln, Nudeln etc.) aber ebenfalls sehr gut
1 Salatteller vom Buffet mit Kartoffelmajo-, Kraut- u. Maissalat – auch alle sehr gut
Einziges Manko war, dass wir gerne nochmals beim Schweinsbraten zugelangt hätten, dieser jedoch ca. 20 Min. am Buffet nicht nachgereicht wurde – später habe ich dann nicht mehr geschaut. Wir haben uns dann einfach nur mehr Knödel mit Kraut nachgenommen.
Die Dessertauswahl war ein Kirschenkuchen – war ok (etwas trocken).
Hierzu hab ich mir einen Cappuccino (EUR 2,90) - genehmigt. Das war die perfekte Abrundung des Mittagessens.
Während unserer Anwesenheit wurde ständig nach dem Rechten gesehen und gleich das gebrauchte Geschirr abgeräumt. Es war immer jemand zur Verfügung.
Wir haben uns sehr wohl gefühlt (auch unsere Möpse) und kommen gerne wieder.
Prinzipiell ist es ja ein netter Platz, gleich beim Eingang zum Naturpark Mannersdorfer Wüste gelegen. Also nahmen wir halt Platz, im schattigen Gastgarten des Restaurants.
Das Personal glänzte gleich mal mit längerer Abwesenheit und ich überlegte schon, ob ich Nachschau halten sollte, ob ich vielleicht jemanden im Inneren des Lokals finden könnte. Doch siehe da, es erschien Personal in Form einer Kellnerin, die uns auch sogleich die Speisekarten in die Hände drückte.
Auf der Homepage vorinformiert, wunderte ich mich jedoch, dass das Mittagsbuffet weder in der Karte zu finden war, noch wurden wir darüber in Kenntnis gesetzt. Sehr eigenartig! Bei Nachfrage wurde dann doch mitgeteilt, dass es ein Buffet gäbe. Fein!
Wir wählten aus der Karte ...
Knoblauchcremesuppe mit intensivem Geschmacksverstärker im Abgang, sowie massiver Salzgabe. Einfach grauslich! € 3,30
Spargelcremesuppe mit Kartoffelring (eigentlich ein Rohscheibenbogen), die wenig nach Spargel schmeckteund in der ein paar grüne Spargelstücke schwammen. Das Ganze mit einem davonschmelzenden Obershäubchen gekrönt. Salzgabe noch gerade OK. € 4,50
Nach der obligaten und lästigen Frage "Hat´s geschmeckt?", die man dann wahrheitsgemäß mit "NEIN" beantwortete, bekamen wir die Information: "Ich werd´s der Küche weiterleiten" Gesagt ... und sie zog davon.
Jetzt wurde es aber wirklich spannend, denn nun kam der Zwiebelrostbraten, zugedeckt mit einem Berg von Zwiebelringen, begleitet von Bratkartoffeln. € 13,20
Schon die Optik des Saftes machte uns stutzig. Komisch schimmernde Oberfläche, so wie mit schlecht verkochtem Maizena gebunden. Ich zog kurz die Gabel durch und es blieb ein klebriger Patzen daran hängen. BITTE FOTO ANSEHEN - UNGLAUBLICH!
Die Kellnerin: "Was passt den jetzt wieder ned? Na i bring's glei zruck in die Kuchl und passt scho!" Nachdem ich meinte, dass es wenig Sinn machen würde, da der Koch es offensichtlich sowieso nicht besser kann, erfreute sie uns mit dem launigen Kommentar: "Wir haben gute Bewertungen. Von unseren Gästen hat sich noch niemand beschwert!" AHA!
Wir wehrten ab, da hungrig. Eine Lokalsuche hätte sich um 14 Uhr Nachmittags in dieser Gegend als eher als schwierig erwiesen.
Ich versuchte das, wie sich später herausstellte, recht trockene Fleisch von der "Sauce", die nur nach Salz und Geschmacksverstärker schmeckte, zu befreien und verzehrte wenigstens die Kartoffeln (OK) und den Lappen. Das Fleisch wurde dadurch nicht saftiger.
Weiter zum Nachtisch. € 4,10
Die Kellnerin: "Wollen Sie die Somlauer Nockerl jetzt noch, oder soll ich die gleich abbestellen?"
Wir sind fast vom Sessel gefallen vor Lachen und dann kam noch die Frage: "Wolln´s noch ein Glaserl?" Gemeint war ein absolut grauslicher Welschriesling, der wundersamer Weise wahrscheinlich sogar eine Prüfnummer bekommen hatte. Der Veltliner war eine Spur besser, aber weit weg von gut.
Die Somlauer Nockerln dann OK bis auf die Instant-Puddingcreme im Inneren.
Erwähnenswert auch das "schöne" Besteck! Siehe Foto
Fazit: Hoher Unterhaltungswert gepaart mit grottenschlechtem Essen und miesem Service. Schade um den schönen Platz!
Endlich ist auch der Zeitpunkt gekommen, unser Stamm/Lieblings-Lokal ausführlich unter die Lupe zu nehmen. Seit gut 10 Jahren besuchen wir die Arbachmühle in lockeren Abständen, entweder zu zweit, oder anlässlich von Familienfeiern. Wir kennen die Brunch-Sonntage, essen ansonsten am Wochenende a la Carte, nutzen nach der Heimkehr von Flugreisen das Frühstück und hin und wieder auch das Mittagsbuffet.
Diesen Sonntag war wieder ein Brunch-Termin. Seit vorigem Jahr ist der Preis auf EUR 21,-/Person gestiegen. Das ist relativ viel für einen Brunch, aber wir haben noch nie schlecht gegessen und im näheren und wahrscheinlich auch weiteren Umkreis gibt es keine vergleichbare Gelegenheit für Sonntagmittag.
Gestartet wurde mit Suppe: Knoblauchcremesuppe mit Räucherspeck, sowie Rindsuppe mit Leberknödel oder Croutons. Wir haben beide die Leberknödel genommen, diese waren sehr gschmackig, in perfekt flaumiger Konsistenz mit ausreichend Knoblauch gewürzt.
Die Vorspeisen werden immer auf einer Spiegelplatte serviert. 15 Minuten nach Beginn war die erste Platte schon ziemlich ausgesucht und wir haben einen ersten Teller mit dem übrig gebliebenen gefüllt: 3farbiges Mousse aus Paprika, Senf und Bärlauch, geräucherte Makrele, Rindfleischsulz, Lachs und Melone. Nach dem Austausch der Platte haben wir den zweiten Vorspeisengang mit gefülltem Ei, Tomaten und Mozzarella mit Pesto, Shrimpssalat und kleinen Schinkenrollen mit Kren-Frischkäsefüllung vervollständigt.
Das Lokal war gut besucht, wahrscheinlich ausreserviert wie immer. Menschen aus der Umgebung feiern hier Geburtstag, Hochzeiten und andere Anlässe, wenn man den Blick auf den ausreichend großen Parkplätzen schweifen lässt, sieht man aber auch, dass aus vielen anderen Bezirken die Gäste den Weg in die Arbachmühle finden. Die – über Jahre - fast gleichbleibende Servier-Mannschaft bestätigt uns das gute Betriebsklima.
Als Hauptspeisen hatten wir einerseits Butterschnitzel mit HolzhackerNockerl, sowie gegrilltes Känguru (war meines Wissens eine Premiere für mich), das kraftvoll wie Wild schmeckte, relativ festes Fleisch hatte und keine Fasern, Wolfsbarsch auf serbische Art und ein klassisches Wiener Schnitzel, dessen Fleisch sehr dünn und dennoch zart in knuspriger Panier war. Weiters gab es noch eine Gemüselasagne.
Als Beilagen gab es: Wedges, grüne Bohnen mit Speck, Buttererbsen, Kartoffelpüree und Reis.
Auf der Spiegelplatte der Nachspeisen gab es: gebackener Topfen-Schokolade-Kuchen, Bananenschnitte mit Vanillepuddingcreme und Schokoguss, Biskuit mit Vanillecreme und Himbeeren, Mousse au chocolat hell und dunkel, sowie kleine Obstsalatschälchen.
Nachdem man ja bei 'Altgewohntem' leicht vergisst, die rosarote Brille abzunehmen, habe ich kritisch über das Lokal nachgedacht, aber nur Kleinigkeiten gefunden. Das Känguru ist wahrscheinlich politisch nicht ganz korrekt und die Mousse von der weißen Schokolade war zu süß. Mehr konnte ich dennoch nicht (er)finden.
Unsere Favoriten ansonsten sind die Tiroler Leber mit gebratenen Apfel- & Speckscheiben mit Röstitalern (EUR 9,60), Pute vom Grill mit Ananasscheiben und Kräuterreis (EUR 9,10), Arbachtoast mit gegrilltem Putenfilet nach Art des Hauses (EUR 7,90), Zander vom Grill auf Röstgemüse und Petersilerdäpfel (EUR 12,90), gebackenes Dorschfilet in der Bärlauchhülle mit Erdäpfel-Mayonnaisesalat (EUR 10,80). Es gibt auch die Arbachplatte nach Art des Hauses für zwei Personen (EUR 32,00), wo von jeder Fleischspezialität je zwei Stücke drauf sind, Wegdes und Reis, sowie Saucen. Ist aber fast nicht zu bewältigen.
Weiters schlugen sich auf der Rechnung nieder: ½ Liter Soda-Zitron (EUR 3,00), ½ Liter Wieselburger (EUR 3,10) und der Cappuccino (EUR 2,90).
Fazit: Dieses Lokal kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Im Sommer im Gastgarten unter den alten Bäumen zu sitzen, hat wirklich etwas meditatives. Im Innenbereich herrscht Landhausstil. Für Kinder ist ein großer Spielplatz vorhanden. Wenn man denn doch zu viel gegessen hat, kann man es mit einem Spaziergang in 'die Wüste' wieder runterstrampeln ;-). Reservierung macht Sinn.
P.S. Das Lokal ist in großen Teilen (inkl. Toiletten) barrierefrei, zum Brunch-Buffet führen allerdings Stufen.