Wir hatten am Wochenende Lust auf Arabisch. Nach längerem Studium der möglichen Restaurants hier bei Rete fiel unsere Wahl auf das Al Badawi. Die zahlreichen guten bis sehr guten Bewertungen versprachen einen sehr schönen Abend. Leider wurden unsere zugegebenermaßen hohen Erwartungen teilweise enttäuscht.
Das Essen: Hier unterschreiben wir die sehr guten Bewertungen für das Al Badawi noch fast ohne Abstriche. Zum Auftakt wählten wir einmal das Hommos mit Lamm und einmal mit Lammhack gefüllte Sambusik (Teigtaschen). Letztere waren lecker, das Hommos mit dem gerösteten Lamm war köstlich! Danach bestellten wir uns zweimal die geröstete Hühnerleber. Die war dann in der Tat ein Gedicht: butterzart, perfekt gewürzt und das Beste, das wir an diesem Abend gegessen haben. Das zu den Vorspeisen gereichte Fladenbrot war weder besonders gut noch schlecht, Durchschnitt eben. Als Hauptspeise entschieden wir uns beide für das Mixgrill. Dieses bestand aus je einem Spieß Hühnchenfleisch, Lammfleisch und Kafta (Lammhack). Das Lammfleisch war sehr lecker, das Hühnchen etwas fad. Immerhin waren die Spieße von einem echten Grill. Der dazu servierte Reis war in Ordnung. Das laut Karte dazugehörige Grillgemüse kam etwas traurig daher und bestand aus einer viertel Tomate und einer viertel Zwiebel, beide völlig ungewürzt. Da hätten wir uns etwas mehr vorgestellt. Dafür gab es (anders als laut Karte) noch ein Schälchen Salat (Gurke, Karotte, Paprika, Radieschen), der mit einem geschmacklich guten Dressing angemacht war. Sehr gut geschmeckt hat der zum Mixgrill servierte Joghurtdip.
In Summe bewerte ich das Essen mit 4, wobei die Spanne von 5 (geröstete Hühnchenleber) bis 2 (Hühnchenspieße und Grillgemüse) reicht.
Auch die Getränke gaben kein einheitliches Bild ab. Der von mir bestellte Jalab (laut Karte bestehend aus Dattelsaft und Honigsaft) schmeckte weder nach Datteln noch nach Honig, sondern nach Mottenkugeln. Mag sein, dass das so sein muss und immer so schmeckt, mein Fall ist es jedenfalls nicht. Vom Rosé, den meine Frau als Apéritif nahm, musste sie auch kein zweites Glas haben. Süffig war dafür mein Radler zum Essen, und der Rotwein (St. Alphonse) meiner Frau konnte ebenfalls überzeugen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angemessen, wobei es bei den Vorspeisen besser zu sein scheint als bei den Hauptgerichten. Wir haben für unseren Abend 67 Euro bezahlt.
Der Service: Hier reicht es leider nur für eine 3. An diesem Abend waren zwei Servicekräfte da. Eine sehr junge Dame und ein Kellner. Da der Raucherbereich voll besetzt war und auch im Nichtraucherbereich, in dem wir saßen, die Hälfte der Tische voll waren, hatten die Beiden offenkundig viel zu tun. Zwar waren beide sehr nett aber darüber hinaus beschränkte sich der Service auf Bestellung aufnehmen und Essen bringen. Die Wartezeit, bis wir unsere Bestellungen aufgeben konnten, war zu lang und auch aufs Essen haben wir für unseren Geschmack etwas zu lange gewartet. Darüber hinaus wurden unsere Getränke zum Essen vergessen (Radler und Wein).
Das Ambiente: Hier klafft für mich die größte Lücke zwischen den Bewertungen hier auf Rete und der Realität (zumindest der, wie ich sie empfunden habe). Für mich hat das Restaurant keine klare Linie, die Einrichtung wirkt zusammengeschustert. Die dunkle Holzvertäfelung und die goldenen Kleiderhaken wirken wie Überbleibsel aus einem Wirtshaus. Die in den Ecken angebrachten „Scheinmauersteine“ wirken deplatziert und wie der gescheiterte Versuch, etwas frischen Wind in das Ambiente zu bringen. Arabisches/orientalisches Flair soll wohl durch die kleinen Teppiche an den Wänden mit entsprechenden Motiven sowie die orientalischen Lampen an der Decke aufkommen. Tut es aber irgendwie nicht. Schuld daran ist unter anderem auch ein großer Lüster im Nichtraucherbereich aus rotem Glas/Plastik, der einfach nur billig aussieht. Lediglich im Shisha-Raum auf, wo Wasserpfeifen stehen und typisch orientalische Kissen liegen (zumindest was unsereiner für solche hält) kann man so etwas wie orientalisches Flair verspüren.
Was für mich als Nichtraucher ebenfalls sehr störend ist, ist die Tatsache, dass Raucher- und Nichtraucherbereich nicht durch eine Tür voneinander getrennt sind. So wabert der Zigarettenrauch vom linken Teil des Restaurants immer in den rechten Teil, den NR-Bereich.
So auch noch nicht erlebt hatten wir das Folgende: Offenkundig feierte im Raucherbereich eine größere Gesellschaft einen Geburtstag. Jedenfalls wurde gegen kurz nach 19 Uhr die Musik auf einmal so laut aufgedreht, dass man sein eigenes Wort kaum mehr verstanden hat. Da man die Lautstärke offensichtlich nicht getrennt regeln kann, wurden die Gäste im NR-Bereich mitbeschallt. Dieses Diskogefühl währte glücklicherweise nur ein (Geburtstags)Lied.
Fazit: Für wen gutes arabisches/orientalisches Essen im Vordergrund steht und wer das auch in einem eher weniger einladenden Ambiente genießen kann, der sollte dem Al Badawi auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Wer „schön“ essen möchte und wer partout keinen Zigarettenrauch abkann, der wird hier leider nicht glücklich.
Es gab einmal ein "Al badawi" im 1. Bezirk/Gegend um den Franziskanerplatz. Gesprochen "al badaui".
Ist das der gleiche Besitzer?
Meine Freundin und ich hatten uns dort eine Platte für 2 Personen bestellt. Ungewürzter geht ja gar nicht mehr. Auf unsere Reklamation, weil alles so fad schmeckte, kriegten wir zur Antwort: "Ich hab dem Koch gesagt, dass die Bestellung für Wienerinnen ist."
Wir wollten die arabische Küche kennenlernen.
Nicht mehr, und nicht weniger.
Um einen bestimmten Anlass zu feiern wollten wir wie immer mal was Neues ausprobieren. Nachdem wir doch schon die eine oder andere Küche probiert hatten, war diesmal die arabische bzw. libanesiche Küche auf unserem Radar.
Angekommen im Al-Badawi wurden wir sehr freundlich begrüsst und in den Nichtraucherbereich begleitet. Das Ambiente ist grundsätzlich sehr ordentlich, sauber und auch sehr orientalisch, aber die Essenstische direkt neben der Küche (für Nichtraucher) sind halt Geschmackssache, obwohl man aus der Küche keine Gerüche wahrnimmt. Da gehts den Rauchern etwas besser, da die Raucherbereiche auf der anderen Seite sind, wo es eben keine Küche gibt. Entgegen der einen oder anderen Meinung weiter unten glaube ich nicht, dass man sich trotz des offenen Bereichs vom Raucherbereich belästigt fühlt, da dieser doch ein Stück weit entfernt ist. Die Sisha-Räume sind sehr nett, obwohl die Lage vielleicht nicht ganz optimal ist, weil man durch diese Räumlichkeiten hindurch gehen muß, um aufs WC zu gelangen. Daher bewerte ich das ganze Ambiente auch nur mit 4.
Zum Service muß ich sagen, dass der Chef sehr nett ist, Empfehlungen ausspricht und zudem auch so ehrlich ist zu sagen, wenn Speisen nicht ganz frisch sind und wir uns doch für etwas anderes entscheiden sollen. Er war ständig präsent, hat immer nachgefragt ob alles passt ohne aber lästig zu wirken. In den Sisharäumen war es dann aber schon schwieriger einen ordentlichen Service zu erhalten. Anfangs hat es noch funktioniert, aber je mehr im Lokal los wurde umso weniger hat sich der Service hier blicken lassen. Wenn man dann keine Selbstinitiative unternommen hat, musste man schon mal 20-30 Minuten warten. Daher für den Service nur 4.
Zu den Speisen. Schwerpunktmässig würde ich mal sagen gibt es vor allem Lamm, Basmatireis, Pinienkernen, Joghurt, viel Knoblauch und viele unterschiedliche Gewürze.
Aufgrund der Vielfalt der Speisen und der Tatsache, dass man uns die Unerfahrenheit gleich angesehen hat, wurde uns vom Chef des Hauses ein Vorspeisenteller empfohlen, der von allem etwas drauf hatte. Sowohl die kalten als auch die warmen Vorspeisen. Dazu eine Vielzahl an Fladenbrot. Es war wirklich ein äußerst reichhaltiges Angebot aus Salaten, Teigtaschen und diversen Aufstrichen. Vor allem die unterschiedlichen Gewürze und Geschmäcker waren es alle Mal Wert diese Vorspeise zu nehmen. Dazu hatten wir dann auch das libanesische Bier bestellt. Mir hats geschmeckt, es ist aber sicher Geschmackssache (es hat mich irgendwie an das indische Bier erinnert). Die Vorspeise war dann aber leider doch so üppig, dass wir uns dann doch nur mehr eine Hauptspeise bestellt hatten. Es war ein Mix aus Lamm, Kafta und Huhn dazu Basmatireis und eine etwas schärfere Sauce. Auch diese Speise war absolut top. Anschließend hatten wir noch zwei libanesische Weine, aber ehrlich gesagt da sind mir unsere lieber.
Da wir auch gleich das ganze Programm durchnehmen wollten, sind wir im Anschluss noch in den Sishabereich gegangen und haben uns dort eine Sisha gegönnt und noch eine Nachspeise mit echtem arabischen Kaffee. Die Nachspeise war sehr gut sowie auch der Kaffee. Allerdings ist dieser vermutlich nicht für jeden etwas. Die Sisha....naja...war für uns die wir sowas ja noch nie probiert hatten in Ordnung, allerdings der Preis von 10 Euro finde ich dafür deutlich zu hoch (habe aber auch keine Vergleichswerte).
So hat es dann doch über 4 Stunden gedauert bis wir dann das Lokal wieder verlassen hatten.
Für mich gibt es Lokale die ich als gut bewerte, weil alles in Ordnung war, ich aber vermutlich diese nicht wieder besuchen werde, weil ich einfach andere Favorits habe. Dieses Lokal allerdings sieht mich sicher wieder. Kann es jedem nur wärmstens empfehlen.
Gestern Abend bin ich zufällig im Al Badawi gelandet.
Sobald man das Lokal (Halbkeller) betritt, taucht man in eine orientalische Welt ein. Die Wände sind in warmem rostrot gehalten, teilweise mit rustikalen Mauerstücken dekoriert und einigen Bildern. Die orientalischen Lampen und einige Teppiche vermitteln eine heimelige angenehme Atmosphäre. Wir saßen im hinteren Nichtraucherraum (5 4-er Tische 1 2-er Tisch), der allerdings zum Raucherbereich offen ist, also seehr heikle NR könnten damit ein Problem haben.
Die Shisha-Räumlichkeiten hab ich mir im Zug eines Toilettebesuches angeschaut, sahen sehr gemütlich aus, waren aber unbesetzt, sowie auch der Raucherraum.
Meine Freundin und ich teilten uns die gefüllten Teigtaschen mit Fleisch und Käse (4,50) sowie die geröstete Lammleber (6,90) und als Hauptspeise die Lamm Pfanne mit Zucchini, Zwiebel, Granatapfelsirup und Basmatireis (11,90).
Alles wurde sehr appetitlich angerichtet und die Lammleber war ein Traum. Herrlich zart, sehr dezent säuerlich mariniert, absolut empfehlenswert.
Dazu wurde Fladenbrot im Frischhaltesackerl (vermutlich damit es nicht austrocknet) serviert, das schmeckte allerdings sehr zäh und völlig geschmacklos.
Die Teigtaschen fand ich von der Fülle ausgezeichnet und pikant gewürzt, doch dominierte der sehr trockene staubige Teig zu sehr und ich hätte mir zumindest eine Joghurtsauce oder ähnliches dazu gewünscht.
Die Lamm Pfanne schmeckte mir hervorragend, die Fleischstücke waren sehr weich und zart, alles gut gewürzt und der eher als Deko gedachte Granatapfelsirup schmeckte äußerst interessant und gut.
Als Nachspeise probierte ich noch Karayef (4,90) - gefüllte Teigtaschen mit Walnuss, Kokos, Zimt.
Hier stellte ich jedoch wieder fest, dass ich orientalische Süßspeisen nur bedingt mag. Die Teigtaschen waren frittiert und somit ziemlich fett, seehr süß und obwohl die Fülle nicht schlecht war, fehlte mir das gewisse Etwas. Von Zimt (den ich absolut liebe) war kaum was zu spüren.
Bei der Speisenbewertung tue ich mir wirklich schwer, da es für mich ein eindeutiges 3,5 wäre. Die 4 vergebe ich deshalb, weil das Lokal nichts dafür kann, dass ich kein Fan von orientalischem Dessert bin und meine Wahl der Teigtaschen sicher nicht optimal war – hab leider verabsäumt, die Bewertungen hier vorher zu lesen ;-)
Absolut ausgezeichnet war das Service (männlich). Sehr freundlich und herzlich, äußerst aufmerksam, man hatte das Gefühl als Gast wirklich willkommen zu sein.
Wir waren vorige Woche zu dritt zum Abendessen im Al-Badawi, da ich um die Ecke wohne war ich schon des öfteren dort aber bisher war ich nicht so begeistert, diesmal hat aber fast alles gepasst, eine (für mich) neue, gut leserliche Speisekarte, ein freundlicher Kellner und hervorragendes Essen. Wir hatten Hummus, Kibbeh, Falafel, Fatousch und Muttabal (man vergebe mir die sicher falsch geschriebenen Namen) allesamt ganz großartig, einzig das Muhammara war keines, es hat nur nach einer spanischen Gazpacho geschmeckt, das habe ich in Wien schon richtig gut gegessen, aber wie gesagt das war der einzige Ausreisser. Dann kamen die Hauptspeisen die bei allen meinen vorigen Besuchen nicht mit den Vorspeisen mithalten konnten, na da hat sich aber etwas geändert, der Reis war appetittlich angerichtet mit Gemüsesockel, ein wunderbarer kleiner Salat mit feinst geschnittenen roten Zwiebel und das Fleisch, Lammspieße) saftig zart und sehr gut gewürzt. Zum Trinken der übliche Xsara und zum Abschluß einen Arak. Kann das Lokal wirklich nur jedem empfehlen.
Wir waren in meiner Pre-Rete-Zeit schon einmal dort und wir waren auch sehr zufrieden.
Das Lokal war ja auch schon einmal für einen Rete-Ausflug im Gespräch, dafür wär ich noch immer.
@seb soweit ich mich erinnern kann ist es da ziemlich eng. Rumlaufen ist da gar nicht, ob sie Kindersitze haben weiß ich nicht. Auf jeden Fall gehts hinunter, dh. mit Kinderwagen auch schwierig.
Sehr gutes Lokal mit ausgezeichneter Küche, bisher ist es noch nie vorgekommen das etwas nicht gepasst hätte. Die Karte habe ich von oben bis unten und wieder hinauf mehrfach durch. Wer sich da nichts findet ist selber schuld. Egal wann man kommt man bekommt immer alles serviert. Es ist aber ratsam Samstag Abends zu reservieren da zu dieser Zeit meisst alles voll ist. Das einzig negative ist das man dort sehr schnell die Zeit vergisst und etwas länger als man möchte dort versumpert, vor allem dann wenn man eine hervorragende SHISHA geniesst und ein paar Gläser Arabischen Tees dazu nimmt. Wenn etwas mehr im Lokal los ist sollte man aber ein Auge auf die getätigten Bestellungen haben da diese mitunter schonmal vergessen werden.
FAZIT: hingehen die fantastischen Speisen und die Zeit geniessen.
Service war freundlich.
Ambiente: Im Halbkeller gelegen. Raucher und Nichtraucher getrennt. Es gibt extra Raeume zum Shischa(Wasserpfeifen)rauchen und als Dessertraum. das heisst, man kann dort nach ueppigen Speisen dort gemuetlich mit geppflegter Unterhaltung sein Dessert geniessen.
Speisen: Sehr gute Auswahl nahoestlicher Kueche.
Ansehliche Aufmachung der Speisen. Geschmacklich sehr gut.
Meinen Gaesten und mir hat es geschmeckt.
Empfehlenswert: Lamm Cous Cous bestehend aus einem Lamm Schlegel auf Gemuese und Couscousbett. Grosse Portion und sehr gut zubereitet.
Das libanesische Bier ist leicht und schmackhaft.Passt gut zu den servierten Speisen.
Nach der Hauptmahlzeit empfehle ich einen Aufenthalt in den Shischaraeumen. Zum Dessert hatten wir eine Auswahl an Suessspeisen und libanesischen Minztee.
Es war ein sehr genussvoller Abend. Kann ich nur empfehlen.
Kommentar von Jojo am 20.02.2011
Ich selbst stamme aus dem Libanon und kann nur Gutes von diesem neuen Lokal erzählen...jedesmal ein purer Genuss...alles frisch, schön zubereitet, schmeckhaft und preislich günstig...ich fühle mich jedesmal wie zuhause!
Shukran!
Endlich haben wir es jetzt auch ins Al-Badawi geschafft, nachdem nicht nur auf restauranttester.at, sondern von anderer Seite über das Lokal geschwärmt wurde!
Die Räumlichkeiten haben bisher als Studentenlokal gedient und wurden erst kurz vor der Eröffnung im Dezember 2010 auf libanesisch getrimmt! Und dieses Facelifting hat dem Lokal wirklich gut getan. Neben zwei kleineren Räumen in denen Shishas geraucht werden können gibt nun auch zwei größere Gasträume, von denen einer direkt an die Küche grenzt! Reinschauen zum syrischen Chefkoch Mohammed ist überigens kein Problem, wobei in der Küche vor allem zwei Dinge ins Auge stechen:
Da wäre zum einen das gekühlte Frischzutaten-Büffet und zum anderen der riesige Holzkohlegrill!
Beim Bestellen erzählt man uns, dass man eigentlich nichts vorbereiten kann und hier sämtliche Speisen a la minute zubereitet, weil es ja auch im Libanon so üblich ist! Nur die mit Käse oder Spinat gefüllten Teigtaschen bilden hier eine Ausnahme!
Wir bestellen die Teigtaschen trotzdem, dazu noch Hommos, eine libanesischen Salat, Melanzanicreme sowie jenes Lamm-Tartare, das hier schon für Entzücken gesorgt hat!
Wir probierten libanesisches Bier, das wirklich gut war und warteten auf unser Essen, während eine Bauchtänzerin für Kurzeile gesorgt hat!
Dann kamen unsere kalten Vorspeisen.
Die Creme mit den gegrillten Melanzani war ausgezeichnet, der Hommos gut aber etwas zu salzig, der Salat eine Petersilien-Explosion im Mund.
Das Lamm-Tartare kam in Form eines Fisches, warum war uns nicht ganz klar! Geschmacklich hätten wir es zunächst gar nicht als Tartare erkannt, weil es sich in Konsistenz und Würzung komplett von jedem anderen Tartare unterscheidet...wirklich spannend!
Weiter ging es mit unseren warmen Vorspeisen zu denen wir eine Cuvee aus Syrah und Cabernet tranken, der uns nur mittelprächtig gefallen hat! Bei den warmen Vorspeisen waren noch Falaffel dabei, die man nur als köstlich beschreiben kann, weiters gebackene Bällchen aus Lammtartare, die sich geschmacklich eher an Hascheeknödel orientieren, sowie die gefüllten Teigtaschen!
Diesen war leider anzumerken, dass sie aus demTiefkühler kamen, denn sie waren zu mehling und außerdem zu trocken!
Eigentlich schon satt ging es weiter zu den Hauptspeisen, zu denen wir einen sensationellen roten Cuvee namens "Reserve du Couvent" (Cabernet Sauvignon, Syrah & Cabernet Franc) tranken.
Die Spieße von der Lammschulter waren ein perfekt gewürzter Traum, genauso wie die Hühnerspieße. Alleine dafür macht sich bestimmt schon der Holzkohle-Grill bezahlt! Die Spieße mit dem faschierten Lammfleisch haben uns nicht ganz so begeistert, auch nicht die etwas durchwachsenen Lammkotletts. Das gegrillte frische Gemüse und der libanesische Reis waren dafür aber wirklich gut.
Zu Abschluss hatten wir dann noch eine kleinen Teller mit verschiedenen Sorten Baklava, einen Arak (ähnlich wie Raki) und eine Shisha!
Insgesamt war unser Besuch für Fleischesser aber auch für Vegetarier äußerst spannend und lehrreich, und fast alles hat uns richtig gut geschmeckt! Und das Eintauchen in diese Welt von "1000 und einer Nacht" ist allemal einen Besuch wert!
Wir waren vor einigen Wochen an einem Samstag zum ersten Mal und am darauf folgenden Sonntag gleich zum zweiten Mal dort:
das Service ist ausnahmslos charmant und sympathisch (teils wirklich weiblich-rassig orientalisch), die Getränkeauswahl ist ziemlich groß und die Getränkepreise liegen bei gehobener Qualität deutlich unter dem Bezirksdurschnitt. Die Speisenauswahl ist ebenfalls überdurchschnittlich groß und - soweit ich dies beurteilen kann - durch und durch authentisch. Was insbesondere ins Auge sticht ist die beträchtliche Auswahl an Vorspeisen, welche, zu mehreren hintereinander genossen, durchaus auch die Hauptspeise ersetzen können. Köstlich: die Lammleber, welche um €6,50 als für eine Vorspeise sehr reichlich bemessene Portion daherkommt und nach den verschiedensten und feinsten orientalischen Würzaromen duftet und schmeckt. Hochinteressant war für mich der Erstversuch eines rohen Lamm-Tatare, welcher gutging, für welchen mir aber der Chefkellner (bzw wohl auch Lokalinhaber) zudem in Aussicht stellte, die Speise nicht bezahlen zu müssen, wenn sie mir nicht schmecke (was sie aber sehr wohl getan hat!). Die Grillgerichte (meist irgendwelche Spießchen von Lamm, Huhn, Rind oder auch Kalb) bestechen durch gediegene Grillaromen und sehr ansprechende Würzung.
Kurzum: werde in ein paar Tagen wieder hingehen und bin bester Dinge!
Beeindruckend viele und delikate Vorspeisen, auch der Arrak ist gut, kommt mir besser vor als Raki. Als Hauptspeise empfehle ich das rohe Tartare mit Bulgur.
Kommentar von Unregistered am 11.12.2010
Das Essen ist vorzüglich-Hommos (Kichererbsenpüree) - Moutabbal (Melanzanipüree) - Tabbouleh (Petersiliensalat) - Kibbeh (Fleisch"granaten") - und natürlich das rohe Tartare mit Bulgur. Vor den Vorhang: Herr Tajssir (Restaurantleiter) großzügig und freundlich zuvorkommend. Hut ab und bravo für diese Leistung in so kurzer Zeit.
Ist das der gleiche Besitzer?
Meine Freundin und ich hatten uns dort eine Platte für 2 Personen bestellt. Ungewürzter geht ja gar nicht mehr. Auf unsere Reklamation, weil alles so fad schmeckte, kriegten wir zur Antwort: "Ich hab dem Koch gesagt, dass die Bestellung für Wienerinnen ist."
Wir wollten die arabische Küche kennenlernen.
Nicht mehr, und nicht weniger.